Behandlung im ausgewachsenen Zustand

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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robinho
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Behandlung im ausgewachsenen Zustand

Beitrag von robinho »

Hallo, ich schildere mal meinen Fall:
Bin männlich, werde bald 20 und leide schon sehr lange an Skoliose.
Das Problem ist, dass ich in schlechten medizinischen Händen war, denke ich. Mir wurde immer nur KG verschrieben, die ich aber dummerweise mit nicht sehr großem Eifer betrieben habe. Bis 14/15 Jahre hatte ich so ca. 15°, danach gibt es keine Röntgenaufnahmen mehr.
Zusätzlich habe ich noch einen Beckenschiefstand von ca. 1,5-2cm, bzw. ist mein linkes Bein um diesen Betrag kürzer als das rechte. Das ist wohl auch die Ursache der Skoliose.
Manchmal frage ich mich, womit ich das verdient habe...
Die Behandlung gegen die Verkürzung bestand darin, mir von einem Tag auf den nächsten 1,5cm-Einlagen in den Schuh zu verpassen. Ich hatte dadurch auch extreme Schmerzen im Brustbereich, aber nach einiger Zeit waren sie wieder weg und sind nie wieder gekommen.

Ich habe mein ganzes Leben lang viel Sport gemacht und mache ihn immer noch. D.h. amateurhaft Langstreckenlauf. Damit verbunden ist auch ein allgemeines Athletiktraining zur Kräftigung des Oberkörpers, aber nicht sehr viel. Jedenfalls denke ich, dass ich nicht sehr krank sein kann, da ich schon über 4 Jahre lang teilweise 120-140km pro Woche renne.

Dennoch sieht es nicht schön aus, gerade weil man aufgrund meiner schlanken Figur (70kg bei 1,87m) als Langstreckenläufer bei halbwegs genauem Hinschauen Asymmetrien erkennen kann, und ich will jetzt wieder gezielt etwas dagegen tun.

Kann ich überhaupt noch etwas erreichen, wo doch jetzt mein Wachstum abgeschlossen ist? Ich denke ja. Ich war auch nochmal Anfang dieses Jahres beim Orthopäden, weil ich ja Rezepte für meine Einlagen brauche, und der hat jetzt nicht gesagt, dass etwas gemacht werden muss, weil ich ihm gesagt habe, dass ich keine körperlichen Beschwerden habe.

Was kann ich machen?
Hier im Forum lese ich ständig KG nach Schroth, und das man das nur an den 2 Orten in der Reha erlernen kann. Ok, würde ich machen, allerdings kann ich das erst im Sommer machen und dann auch nur maximal 3 Wochen Reha. Naja, vielleicht gehen auch 4.
Wie sehen die Heilungschancen bzw. möglichen Verbesserungen aus?

Was mache ich am besten in der zeit bis zum Sommer? Ich werde so schnell es geht nochmal zum Orthopäden in meiner Nähe (Leipzig) gehen, aber Rat aus diesem Forum möchte ich auch.

Danke im Voraus!
robinho
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Beitrag von robinho »

Wäre es vielleicht ratsam, wieder Krankengymnastik aufzunehmen und das ggf. bei einem Physiotherapeuten, der sich "auskennt"? Also wie gesagt, ich wohne in Leipzig, vielleicht kann mir ja jemand ein paar gute nennen.
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Robinho,
Bis 14/15 Jahre hatte ich so ca. 15°, danach gibt es keine Röntgenaufnahmen mehr.
also erste Anlaufstelle dürfte demnach ein guter Orthopäde sein, der eine Ganzwirbelsäulenaufnahme von deiner Wirbelsäule und zwar von frontal und auch seitlich macht.
Dann würde ich erstmal schauen, was rauskommt und danach dann handeln. Wenn du unter 20° hast und auch keine Beschwerden, würde ich persönlich die ganze Sache wieder vergessen. Es ist dann auch nicht mit einer weiteren Progredienz zu rechnen.
Wenn du über 20° hast, dann würde ich auf jeden Fall versuchen, eine Reha nach Schroth zu machen.
Bei den Kyphosewinkeln weiß ich nicht, ab wann man da besser zur Reha fahren sollte.
Zusätzlich habe ich noch einen Beckenschiefstand von ca. 1,5-2cm, bzw. ist mein linkes Bein um diesen Betrag kürzer als das rechte. Das ist wohl auch die Ursache der Skoliose.
Wenn das die Ursache wäre, dann wäre die Skoliose mit Ausgleich der Beinlängendifferenz ja weg ;)

LG
Minimine
LG
Minimine

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robinho
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Beitrag von robinho »

Man sieht aber Asymmetrien, und das gefällt mir nicht, egal ob es 20° oder weniger sind.
Bringt denn die Reha wirklich soviel? Wie kann es denn sein, dass das "Gute" so selten ist bzw. Physiotherapeuten mir nicht helfen können oder nur wenig?

Ich möchte einfach, dass das wieder etwas mehr zum Ausgleich kommt.

Ach, das Leben ist nicht fair.
robinho
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Beitrag von robinho »

Und noch etwas: Macht es grundsätzlich Sinn, bei Kräftigungsübungen, d.h. es sollten locker 20 Wiederholungen möglich sein, mehr die schwache Seite zu beschäftigen, also die, wo der Buckel nicht ist?
Angela Peters

Beitrag von Angela Peters »

Ich schalte mich mal als erfahrene Skoliosebetroffene ein. Ich kann dir nur raten, suche dir zunächst mal einen Krankengymnasten, der die Therapie nach Schroth gelernt hat. Das bringt einen meist weiter als die Kur. Aber ich kann dir auch Bad Sobernheim sehr empfehlen. Ich habe mein Leben lang Krankengymnastik gemacht und viel Schrott kennen gelernt. Auch verlasse ich mich ungern auf Orthopäden, denn die können an uns leider nichts verdienen und haben deshalb kein großes Interesse.
Vor 3 Jahren war ich in Sobernheim in der Kur und bin total begeistern, da mich diese Behandlung wirklich überzeugt.
Du findest entsprechend ausgebildete Therapeuten über die Katharina Schroth Klinik Bad Sobernheim. Die können dir eine aktuelle Liste zuschicken.Viel Erfolg
lodriane
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Beitrag von lodriane »

Hi,

ich würde auch sagen, dass du dir erst mal eine Physiotherapie suchst, die eine Schroththerapeutin beschäftigt und die die KG nach Schroth auch in Sobernheim gelernt hat. Mir wollte vor ner Zeit eine Physiotherapie weis machen (wollte mal testen^^), dass jeder Physiotherapeut Schroth in seiner Ausbildung lernt. Zu guter letzt kamen die mir noch pampig, so far...

Bei einer Schroththerapeutin lernt man so einiges. Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich über 7 Jahre lang in einer "normalen Physiotherapie" die ohnehin schon starke Seite immer mehr gekräftigt habe. :boese:

lg
lodri
Alles was ich schreibe, ist meine Meinung und spiegelt nicht die Meinung anderer wieder!

Du hast mich noch nicht erkannt,
obwohl ich vor dir steh.
Ich möchte mit dir reden,
doch irgendwie kann ich's nicht.
Ich hab dich lang nicht mehr gesehn,
guck jetzt in dein Gesicht.
Ich suche einen alten Freund,
doch ich entdecke nichts.
(DTH)
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