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konservativ vs op

Verfasst: Mo, 15.11.2010 - 23:47
von simii
hallo!

hab mich hier im forum schon ein wenig umgesehen & würde euch gern um ein paar tipps bitten!

bin jetzt 21, habe eine thorakolumbalskoliose - thorax etwas mehr als 50°, lumbal nicht gemessen; bin sehr groß - 186cm - vor allem für eine frau :) , schmerzen habe ich so gut wie keine solang ich meine pyhsio- gymnastik mache /schwimme (hatte leider keine pyhsio nach schroth mehr seit ich 14 war- ). hatte auch mal ein korsett (das getragen wurde), war aber alles eher larifari von meinem damaligen orthopäden aus, die gradzahl wurde schlechter, in der uniklinik ibk wurde mir schon bei 40° eine op vorgeschlagen, & jetzt bin ich endlich bei einem kompetenten orthopäden gelandet (soweit ich das einschätzen kann). der hat mir auch nahe gelegt mich auf marfan untersuchen zu lassen- der befund ist gsd negativ. im jänner wird es die nächste orthopädische untersuchung geben, bei der dann op vs konservativ besprochen wird; und ich wollte die zeit jetzt nutzen um mich hier schonmal umzuhören:

im grunde bin ich völlig gegen eine OP im moment. da es eine thorakolumbalskolio ist wäre wohl ein sehr weitläufiger teil zu versteifen und ich denke dass das bei meiner größe möglicherweise zu noch mehr problemen & schmerzen führen könnte (bsp: einsteigen in kleine autos usw. ) .
ich würde gerne ein erwachsenenkorsett & eine kur in der schroth klinik/ physio nach schroth nutzen & mich evt. auch von einem anderen orthopäden beraten lassen (hab hier gelesen, wie wichtig eine 2. meinung ist :) ) - das einzige "problem" ist, dass ich aus österreich bin und ich keine ahnung habe inwieweit behandlungen in deutschland von meiner krankenkassa übernommen werden. ist im forum jemand der sich damit auskennt??
wie/wo könnte ich mich für eine schroth therapie anmelden & wie lange in etwa sind denn die wartezeiten??

ich hoffe, meine geschichte hier ist nicht zu wirr geschrieben & freue mcih auch eure tipps!!!

DANKE!!! :)

Re: konservativ vs op

Verfasst: Di, 16.11.2010 - 11:21
von sloopy
Hallo simii!

:welcome:

Ich bin der Meinung, eine OP sollte immer der letzte Schritt sein, wenn nichts anderes mehr geht. Warum solltest du dich operieren lassen, wenn du keine Schmerzen hast? Es gibt bei deiner Gradzahl gar keinen Grund dafür und niemand kann dir vorhersagen, wie es dir nach der OP geht, ob du nicht vielleicht mehr Schmerzen hast als vorher, ob es langfristig zu Früharthrosen in den nicht-versteiften Wirbelsäulenabschnitten kommt und und und...!

Ich habe auch um die 50° thorakal, mache Schroth-KG und trage seit Juni aufgrund von Schmerzen mein zweites Erwachsenenkorsett. Es geht mir gut und ich sehe absolut keine Notwendigkeit, mich einer OP zu unterziehen. So eine Wirbelsäulen-OP ist ja kein kleiner Eingriff, den man mal eben machen lässt, das sollte schon gut überlegt sein.

Was versprichst du dir denn von einem Erwachsenenkorsett, wenn du keine oder kaum Schmerzen hast?

Eine Schroth-Reha ist sicher sinnvoll, die wird auch für Österreicher von der Krankenkasse bezahlt. Du musst mal die Suchfunktion nutzen, hier gibt es einige Mitglieder aus Österreich, die zur Reha nach Deutschland kommen oder/und auch hier ambulant bei Dr. Hoffmann in Leonberg oder der Ambulanz der Katharina-Schroth-Klinik in Bad Sobernheim in Behandlung sind. Um eine Reha machen zu können, musst du einen entsprechenden Antrag stellen, nach Genehmigung ist die Wartezeit auf einen Termin ca. drei (Bad Salzungen) bis sechs Monate (Bad Sobernheim).

Gruß,
sloopy

Re: konservativ vs op

Verfasst: Di, 16.11.2010 - 11:33
von simii
danke für die schnelle antwort!!!

ich dachte mir, erwachsenenkorsett wäre sicher gut, um die gradzahl zu halten & theoretisch
auch als "erinnerung" gerade zu bleiben, da ich manchmal ohne es zu merken meine haltung verliere..

so hab ich mir das irgendwie gedacht :))

lg

Re: konservativ vs op

Verfasst: Mi, 17.11.2010 - 10:14
von sloopy
Hallo simii,

die Idee ist sicher nicht schlecht, die Frage ist aber, ob du dir wirklich nochmal ein Korsett antun möchtest. Ich trage selber ein Erwachsenenkorsett, aber ich muss sagen- wenn ich keine Schmerzen hätte, würde mir die Motivation fehlen, es zu tragen. Wenn es keine dringende Indikation gibt, entscheidet man als Erwachsener mehr oder weniger alleine, wann und wie lange man das Teil trägt. Da ist natürlich die Gefahr sehr groß, das Ganze schleifen zu lassen. Und ein Korsett, das mehr in der Ecke steht als getragen zu werden, hilft natürlich niemandem. Vielleicht käme aber für dich ein Nachtkorsett in Frage? Wir haben hier erwachsene User, die ihr Korsett nur nachts tragen und trotzdem berichten, dass sie tagsüber aufgerichteter durch's Leben laufen. In wie weit allerdings durch das "nur" nachts tragen einer Progredienz entgegen gewirkt werden kann, weiß ich nicht.

Ach und noch was, ich halte deinen Orthopäden für nicht so kompetent wie du, sonst würde er dir mit 50° als Erwachsene keine OP empfehlen, zumal du keine Einschränkungen durch deine Skoliose hast.

Lieben Gruß,
sloopy

Re: konservativ vs op

Verfasst: Mi, 17.11.2010 - 10:31
von minimine
Hallo simii,

auch von mir herzlich willkommen hier im :forum:

Ich kann verstehen, dass du einer OP ablehnend gegenüber stehst. Mir wurde mit 53° auch zur OP geraten, die ich abgelehnt habe. Trage nun seit fast 4 Jahren ein Korsett, mit dem ich sehr gut klar komme und das mir auch schon sehr geholfen hat. :)
ich würde gerne ein erwachsenenkorsett & eine kur in der schroth klinik/ physio nach schroth nutzen & mich evt. auch von einem anderen orthopäden beraten lassen (hab hier gelesen, wie wichtig eine 2. meinung ist ) - das einzige "problem" ist, dass ich aus österreich bin und ich keine ahnung habe inwieweit behandlungen in deutschland von meiner krankenkassa übernommen werden. ist im forum jemand der sich damit auskennt??
Wir haben hier im Forum etliche Österreicher, die könntest du ja mal per PN anschreiben. Ein Mitglied, ich glaube David V. hat auch mal einen Thread erfasst, wie die Familie zur Kostenübernahme kam. Einfach mal die Suchfunktion benutzen. :) Soweit ich weiß brauchst du sowas wie einen Auslandskrankenschein (E 112??).
ich dachte mir, erwachsenenkorsett wäre sicher gut, um die gradzahl zu halten & theoretisch
auch als "erinnerung" gerade zu bleiben, da ich manchmal ohne es zu merken meine haltung verliere..
Wenn du ein Korsett versuchen möchtest, dann kann ich dir nur dazu raten. Klar, ist der Anfang einer Korsetttherapie immer sehr schwierig. Man fühlt sich unbeweglich usw. Aber man darf auch nicht vergessen, dass du jetzt schon 50° hast. Ab ca. 30° verschlechtern sich Skoliosen auch im Erwachsenenalter. Ich persönlich konnte mit Schroth-Reha alleine meine Skoliose nicht aufhalten, insofern kann ich dein Vorhaben sehr gut nachvollziehen.

Wenn du noch Fragen hast, dann nur her damit. :)

LG
Minimine

Re: konservativ vs op

Verfasst: Mi, 17.11.2010 - 23:54
von simii
hallo! danke für eure antworten! werde auf jeden fall versuchen ohne so lang wie möglich (für immer :)) ) versuchen ohne OP auszukommen!!

liebe grüße