Operation oder Korsett und Schroth?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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sternli8484
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Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von sternli8484 »

Hallo

Mache mir wiedermal total Gedanken, was ich machen soll...an manchen Tagen denke ich, ich lasse nun eine OP machen, dass hätte ich danach vielleicht keine Schmerzen mehr, habe einige sehr gute Nachrichten im Skoliose OP Forum gelesen, die danach komplett schmerzfrei waren...an anderen Tagen denke ich, nein so eine grosse OP darfst du nicht überstürzen.. :boese: bin hin und hergerissen...Es ist so die einten ärzte sagen Op mit Bandscheibenentfernung der BWS und Versteifung Bws (kyphose ist 50Grad) würden sie mir empfehlen, die anderen sagen, nein lieber alles konservativ machen..aber ich habe nun schon 2Jahre konservativ versucht und langsam mag ich auch nicht mehr so ganz...gut, muss dazu sagen, dass och bis jetzt "falsch"behandelt wurde. Habe keine spezielle Therapie bis Mai 2011erhalten gegen Kyphose, Lordose und Scheuermann :nein: und habe normale KG un normale Rehas gemacht..und ist halt nicht besser geworden..gewisse ärzte sagen dann, sie haben schon 3Rehas gehabt und ander Sachen nun muss man operieren...Ber eben Schroth und Dehnübungen mache ich erst seit 2Monaten...nun bekomme ich noch ein Korsett, aber das macht mich manchmal fertig, da das Korsett eigentlich meine letzte Hoffnung ist anstatt OP..weiss auch ncith recht..was würdet ihr raten? Bringt denn das Korsett etwas Scmerzlinderung? Auch wenn man es als Erwachsene nur ca. 6Stunden anhat am Tag? Ist mit einer Op die Schmerzsit.schneller gelöst? Gibts noch mehr Folgeerscheinungen, wenn ich nicht operieren lasse?habe jetzt ja schon 5Bandscheiben draussen, sowie Arthrose in der Lws wegen Kyphose..
Es grüsst euch ganz lieb, das Sternli


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bluecat
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von bluecat »

Hallo Sternli,

ich habe zwar keine Kyphose, aber das Thema OP ja/nein, Korsett ja/nein kenne ich nur zu gut. Schweifen zwischen diesen beiden Foren und den Aussagen der Ärzte und man findet einfach keine Antwort auf die Frage, was ist richtig.
Du befasst dich aus der Verzweiflung heraus sehr, sehr viel mit dem Thema. Du hast Beschwerden, die dich langsam mürbe machen, Ärzte die dich verunsichern.
Aber trotzdem hast du jetzt wieder einen Weg eingeschlagen, der dir vielleicht doch Abhilfe schaffen kann. Die OP rennt dir nicht weg! Lass das Thema Korsett und KG auf dich zukommen und warte ab. Vielleicht bringt es dir die lang ersehnte Erleichterung und Linderung. Vielleicht auch nicht. Das Schlimme ist, es kann dir niemand voraussagen wie es kommt. Auch die OP ist kein Garant für Schmerzfreiheit danach. Leider! Die OP kann auch genau das Gegenteil bewirken und mehr Beschwerden verursachen. Das passiert zwar nicht in vielen Fällen, aber auch hier ist immer ein Risiko da.
Lass dir und deiner Seele auch Freiräume für das Leben zwischen Skoliose/OP/Korsett. Sonst kann dich auch das zusätzlich belasten. Das ist ein gut gemeinter Tipp von jemanden der gerade mal wieder versucht diesen umzusetzen ;)

LG
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Klaus
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von Klaus »

sternli8484 hat geschrieben:aber ich habe nun schon 2Jahre konservativ versucht und langsam mag ich auch nicht mehr so ganz...gut, muss dazu sagen, dass och bis jetzt "falsch"behandelt wurde. Habe keine spezielle Therapie bis Mai 2011erhalten gegen Kyphose, Lordose und Scheuermann :nein: und habe normale KG un normale Rehas gemacht..und ist halt nicht besser geworden..gewisse ärzte sagen dann, sie haben schon 3Rehas gehabt und ander Sachen nun muss man operieren...Ber eben Schroth und Dehnübungen mache ich erst seit 2Monaten...
Eine OP ist immer etwas endgültiges mit ungewissem Ausgang.
Warum willst Du denn nicht erst einmal die optimale konservative Therapie konsequent durchführen, wenn Du doch selbst erkannt hast, dass dies bislang überhaupt nicht passiert ist !!
2 Monate Dehnübungen ist erst der Anfang.

Gruss
Klaus
minimine
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von minimine »

Hallo sternli,

ich kenne diese Gedanken, sie begleiten mich nun schon seit fast 5 Jahren.
Auch wenn ich es nie bereut habe, dass ich mich für den konservativen Weg entschieden habe, denke ich doch auch, dass ich das genauso über den operativen Weg sagen würde.

Bist du dir sicher, dass bei dir nur die BWS versteift werden müsste? Du schreibst ja, dass du bereits Arthrose in der LWS hast, ich dachte, das wäre ein Grund für langstreckige Versteifungen.

Ich würde es aber dennoch erstmal konservativ versuchen. Der operative Weg rennt dir nicht weg, im Gegenteil evtl. gewinnst du durch das Korsett und die KG Zeit, in der du alles nochmal ruhig überdenken kannst, dir notfalls noch weitere Meinungen einholen kannst. Oder dir hilft es so gut, dass du das Korsett nie wieder hergeben möchtest. :)

Nimm doch auch gleichzeitig mal Kontakt zu Operierten auf, mir hat das schon ein wenig die Augen geöffnet, als ich beim Forumstreffen vom OP-Forum war und mal live mit Operierten sprechen konnte.

LG
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sternli8484
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von sternli8484 »

Danke minime bist du denn selber für ne Op?

Nein, ich weiss nicht ob nur die Bws versteift werden müsste, ich nehme es nur an..ja in der Lws habe ich Ruhe da da schon operiert wurde und zwei Wirbel stabilisiert wurden..
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von minimine »

Hallo Sternli,

ob ich für eine OP bin, lässt sich nicht pauschalisieren. Früher habe ich eben immer nur die negativen Sachen damit in Verbindung gebracht, konnte nicht so wirklich glauben, dass es Operierten wirklich gut gehen kann. Mittlerweile denke ich ein wenig anders, es ist einfach eine Möglichkeit und für viele Menschen sicherlich auch eine Chance, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen. Die OP-Methoden werden ja auch immer besser.
ABER ich finde weiterhin, dass es ein gut überlegter Schritt sein sollte und möglichst erst in Betracht gezogen werden sollte, wenn alle anderen Möglichkeiten ausprobiert worden sind oder von vornherein komplett abgelehnt werden. Auch sollte der Patient über alle Möglichkeiten informiert sein, um selbst entscheiden zu können, ob er die OP möchte oder es nochmal konservativ versucht. Leider kommt gerade der letzte Punkt idR viel zu kurz, wer bietet einem erwachsenen Patienten schon ein Korsett als Alternative an...

Sieh das Korsett doch auch als Chance, aber es ist bestimmt kein Weltuntergang, wenn du es nicht tragen kannst, dich nicht daran gewöhnen kannst oder irgendwann sagst, du hast nun genug. Entweder, du bist dann schmerzfrei und stabil oder eben nicht. Dann kannst du immer noch überlegen, ob nun als nächster Schritt die OP kommt. Aber bitte nur in wirklich spezialisierten Kliniken, die den Eingriff sehr oft machen und wo du dich auch selbst gut aufgehoben fühlst. Das Gute daran ist, dass evtl. noch ein paar Jährchen vergangen sind, in denen deine Wirbelsäule noch beweglich geblieben ist, die OP-Methoden noch ein wenig fortschrittlicher geworden sind und deine Wirbelsäule vielleicht zumindest ein wenig besser aussieht, so dass die Versteifungsstrecke vielleicht kürzer ist.

LG
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von sternli8484 »

ja eine solche OP muss wikrlich gut überlegt sein, denn sie ist nicht mehr rückgängig zu machen...also in der CH haben wir zwei spezialisierte Kliniken, also sie machen auch andere Sachen aber auch skoliosen/Kyphosen. In der Klinik, wo ich beraten wurde macht der dortige Orthopäde ca 64 Skoliosen/Kyphosen OPS im Jahr, ist das genügend für gute Resultate???in der anderen Klinik etwas gleichviel..Der Arzt machts von ventral mit einer Thorakotomie usw...jeder macht eine etwas andere Technik... Aber eben ich denke ich werde zuerst versuchen konservativ zu arbeiten..
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo Sternli,

Aus meiner Sicht bist Du viel zu ungeduldig. Kaum hast Du mit etwas begonnen, zweifelst Du auch schon wieder daran, anstatt es durchzuziehen und abzuwarten.

Eine solche Ungeduld ist auch keine gute Voraussetzung für eine OP, nach der man sich sehr lange schonen muß.


:arrow: Ich empfehle Dir, erst einmal die Reha in Bad Salzungen abzuwarten und ansonsten nicht nur Ärzte, sondern auch einen kompetenten Psychologen zu konsultieren.

Bei Deiner ausgeprägten Hyperlordose kann ich mir übrigens kaum vorstellen, daß eine reine BWS-Versteifung ausreichend wäre. Und insbesondere Versteifungen der LWS gehen mit deutlichen Bewegungseinschränkungen einher. Lies Dir z.B. mal die Beiträge von Raven durch. Sie ist durch die OP fast vollständig gerade geworden, hat auch keine Schmerzen, kann aber vieles nicht mehr machen. Selbst so einfache Sachen wie Schulterblick im Auto oder Schuhe zubinden können mit einer versteiften WS sehr schwierig werden. An den Enden der Versteifungsstrecke besteht ein erhöhtes Verschleißrisiko, und zwar unabhängig davon, ob man die OP als erfolgreich betrachtet oder nicht.

VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414

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sternli8484
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Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von sternli8484 »

Hallo schwarze schnecke

Ja mom.bin ich sehr ungeduldig, da ich durch die schmerzen sehr eingeschränkt bin..muss den halben tag immer wieder liegen :boese: aber ja du hast recht ich warte die reha sicher ab und dann noch länger, möchte es mit dem korsett noch versuchen..ich hoffe dass es was nützt...ja habe dir lordose aber wahrscheinlich eher wegen der kyphose..ja ich weiss, dass lws versteifungen sehr einschränken, habe schon mit der stabilisation bei l3/4Mühe..komme nun fast nicht mehr an die Füsse usw
Es grüsst euch ganz lieb, das Sternli


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Raven
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: Operation oder Korsett und Schroth?

Beitrag von Raven »

Hallo Sternli,

hier bin ich ;)

Ja, was SchwarzeSchnecke schreibt, stimmt...
Meine OP mit Versteifung Th3-L5, die bereits vor 14 Jahren durchgeführt wurde - ich war damals 13 - würde ich in der Tat als "perfekt verlaufen" bezeichnen, dennoch bestehen Einschränkungen.
Selbst, wenn die OP total gut läuft, ist nunmal eine Versteifung vorhanden. Schulterblick im Auto kann ich z.B. nicht, auch kann ich nicht am Boden oder ähnlich niedrig (z.B. auf Treppenstufen) sitzen, nur auf normal hohen Stühlen, bestimmte Sitzgelegenheiten werden auch unangenehm (so gehe ich z.B. nicht mehr ins Kino, weil es mir immense Probleme bereitet). Auch manch anderes wird mühsamer (z.B. längere Auto- oder Zugfahrten, Hobbies/Freizeitaktivitäten die "Zwangshaltungen" nötig machen o.ä.). Bei etlichem fühle ich mich "älter" diesbezüglich, brauch' dann öfter mal eine Pause, muss mal langsamer machen, und manche altersüblichen Freizeitaktivitäten lasse ich sein.
Etliches im Alltag bedeutet große Ausweichbewegungen (z.B. Schuhe binden, Zehennägel schneiden, aber auch so manches Aufheben von Gegenständen wenn gerade kein "sauberes" in-die-Hocke-Gehen möglich ist); ich bin froh, dass meine Hüfte und Knie in Ordnung sind, sonst wäre ich völlig aufgeschmissen. Ohne umfangreichem Einsatz von Hüfte und Knie, teils regelrechten "Verrenkungen" in diesen Bereichen, könnte ich keinen weitestgehend "normalen" Alltag schaffen und mache mir da durchaus Sorgen, wie das wird, wenn im Alter diese Gelenke nicht mehr so mitmachen...

Schmerzen treten bei mir normalerweise nicht auf, können aber (auch bei mir) durchaus der Fall sein, wenn von mir etwas verlangt wird, das mir eigentlich nicht gut tut. Bei technischen Praktika hatte ich da beispielsweise Schmerzen, und nach Zugfahrten, die andere etwa gleichen Alters problemlos wegstecken, merke ich auch deutlich was. (Hielt sich bislang aber alles noch in einem Bereich, bei dem ich persönlich keine Schmerzmittel brauche.)
Immerhin hatte ich aber einige Zeit mit Problemen durch Muskelabbau im Schulterbereich zu kämpfen, die ich jedoch durch entsprechendes Training völlig beheben konnte. Sie waren mit Sicherheit auf die weit nach oben reichende Versteifung zurückzuführen.

Dabei möchte ich betonen, dass ich echt eine der fitten Operierten bin. Keine neurologischen Probleme, keine Nach-OPs (obwohl schon seit 14 Jahren versteift!), normale Berufstätigkeit (Büro) auch mit Überstunden, noch ein Studium hintendran gehängt, sofern ich mich nicht übernehme existieren keine Schmerzen... was alles nicht so selbstverständlich ist.

Eine OP sollte daher immer sehr gut überlegt sein. Ich selbst bereue nichts, aber diese Einschränkungen, sie bestehen nunmal für mein ganzes restliches Leben. Insbesondere, wenn einem eine hohe Beweglichkeit wichtig ist, und Hobbies oder Beruf diese auch erfordern, sollte man es sich sehr gut überlegen.
Auch ist die erste Zeit (ich spreche hier von Monaten, ein Jahr) eine durchaus umständliche Genesungszeit. Bis du dein endgültiges Ergebnis hinsichtlich Alltagsfähigkeit hast, dauert es Monate, bis zu einem Jahr (je nachdem, was du unter "Alltagsfähigkeit" verstehst)!

Somit stimme ich SchwarzeSchnecke auch dahingehend zu, dass du erst einmal die Reha machen sollst, durchaus auch einen Psychologen konsultieren, und dann mal weitersehen.

Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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