schon lange beschäftigen mich das Thema Rückenschmerzen mit den damit verbundenen Auswirkungen bzw. Folgeerscheinungen:
Ich bin 19 Jahre alt, mache (eigentlich, wenn ich keine Schmerzen dabei habe) viel Musik und bin ein sehr kommunikativer und lebensfroher Mensch. Doch im letzten halben Jahr erlebte ich eine stückweise negative Entwicklung meiner Gesundheit und meines Gefühlszustandes. Ich war bei vielen Ärzten gewesen, darunter Neurologen, Physiotherapeuten, Homöopathie, Hausarzt, HNO, Orthopäde, etc…
Ich habe eine manuelle Therapie bekommen, doch meine Symptome lassen nicht wirklich nach. Vielleicht liegt es auch an einer noch nicht effizienten Übungsweise meinerseits. Aber ich wollte euch eine Aufstellung meiner Leiden geben. Evt. könnt ihr mir ja einen guten Rat geben
Mein Rücken hat eine leichte Skoliose, die wahrscheinlich angeboren ist (mein Vater hat auch eine …). Sie wurde erst vor ein paar Monaten vom Orthopäden registriert, weil ich vorher (zwischen 3 und 17 Lebensjahr) praktisch nie beim Arzt war. Ein Röntgenbild hat des weiteren ergeben, dass mein Rücken „Ansetze der Scheuermann´schen Erkrankung“ zeigt.
So, nun folgt eine (leider lange) Liste meiner Symptome:
- Augenschmerzen (rechtes Auge hat -0,50 Dioptrien, guckt oft für den Kopf belastend unscharf, es strengt an beide Augen beim Gucken aufeinander abzustimmen,…)
- Ohrengang zugeschwollen, Hören ist gut, aber in Stresssituationen kommt eine Druckbarriere zwischen mir und der akustischen Außenwelt
- Druck um die Seiten der Nase herum, insbesondere zwischen den Augen
- Schwindel- und Druckgefühle über den Ohren und am Hinterkopf über dem Nacken
- Nacken (also die HWS) kribbelt und ist oft warm, ein Pickel auf der Haut hat sich gebildet, der schon recht lange dort ist…)
- Hals, Mund: kratziger Hals, muss mich oft räuspern, Heiser
- Schulter, oberer Rücken: oft verspannt und um die Wirbelsäule fest
- Lendenwirbelsäule: schmerzt bei Bewegungen, fällt evt. zu stark ins Hohlkreuz, besonders stechender Schmerz oberhalb des Beckens auf der rechten Seite
- Beine: Linkes Bein ist schwächer, nicht so aktiv und stark wie rechtes Bein, manchmal Taubheitsgefühle am Oberschenkel, ruckartige Bewegungen bei Verspannungen
- Arme, Hände: fehlende Geschicklichkeit, schnell verspannt
so, ist leider schon viel zu viel. Aber was da ist, ist halt vorerst da…
Jetzt möchte ich noch ein paar Tätigkeiten nennen, bei denen ich zunehmend Schmerzen oder Probleme bekomme:
- Laufen/ Joggen: finde keinen Atmenrhythmus, schnell Seitenstechen, schnell erschöpft, ich hechle nur noch unregelmäßig
- Schwimmen: nach ein Weile schmerzt der Lendenbereich, unsicheres Gefühl
- vor Rechner sitzen: eine Kraft drückt auf den Hinterkopf (wegen Augen), nach einer Weile tun meine Finger weh, sind verkrampft
- in Bauchlage auf Boden liegen und mit Kopf gerade aus schauen: Lendenwirbelsäule verspannt und tut manchmal erschreckend stark weh
Zu guter Letzt kommen noch die psychischen Auswirkungen.
Generell habe ich ein geringes Selbstwertgefühl (ist erst gekommen…) und vermisse mehr Halt im Alltag. Mich plagen viele Schuldgefühle und ich habe manchmal Gedächtnislücken (das bedeutet, ich habe Angst etwas zu vergessen, merke zwar immer wieder dass das nicht stimmt, aber das Gefühl ist trotzdem da.).
Gegenüber meinen Freunden habe ich Hemmungen das alles so zu besprechen, ich habe für mich noch nicht den nötigen „Zugang“ gefunden. Ich ertappe mich dabei, wie ich – vor manchen Menschen – all meine (neuen) Sorgen verbergen will und dann zum Schauspieler werde…
Ich würde mich freuen, wenn von euch ein paar nützliche Hinweise oder auch Fragestellungen kommen !
herzlichen Dank und liebe Grüße

