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Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Mo, 22.08.2011 - 12:30
von Ju67
Bei mir wurde vor 4 Jahren (im Alter von 40J.) im Rahmen eines Routine-check-up's eine Skoliose festgestellt. Damals hatte ich noch ueberhaupt keine Probleme.
Vor einem halben Jahr bekam ich extreme Schmerzen unterhalb der rechten Brust, die weiterzogen ueber die rechte Seite bis auf den Ruecken. Es wurden verschiedene Untersuchungen (Ultraschall, CT, MRT) gemacht.
Habe Physiotherapie wg. Ruecken-, Nacken- und Schulterschmerzen bekommen, allerdings ohne Erfolg. Es wurde nur noch schlimmer. Habe heute das Ergebnis der Roentgenaufnahmen erhalten: Skoliose 18-20 Grad. Ich wache jeden Morgen und fast jede Nacht mit Rueckenschmerzen auf. Tagsueber sind die Schmerzen mal da und mal nicht. An Sport mache ich 3-4X die Woche Spinning und ich spiele Golf. Das Golfspielen musste ich waehrend des letzten halben Jahres mehrfach einstellen aufgrund starker Schmerzen. Ein 6maliger Besuch beim Chriopraktiker zeigte auch keine Besserung. Was kann ich tun?
Re: Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Di, 23.08.2011 - 09:45
von Klaus
Ju67 hat geschrieben:Habe heute das Ergebnis der Roentgenaufnahmen erhalten: Skoliose 18-20 Grad.
Bei dieser
relativ geringen Skoliose frage ich immer danach, ob es auch, von der Seite gesehen, Fehlstellungen wie Rundrücken oder Hohlkreuz gibt. Sind dazu auch Röntgenaufnahmen gemacht worden.
Und generell die Frage, ist die gesamte Wirbelsäule HWS/BWS/LWS erfasst worden?
Eine wirklich umfassende und konkrete Diagnose ist immer die Vorraussetzung für die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen, alle Bereiche des Rückens müssen immer im Zusammenhang gesehen werden !
Die Schmerzen müssen nicht unbedingt durch die Fehlstellung selbst ausgelöst sein, (dumpfe ziehende Muskelschmerzen), es können auch in Folge der Fehlstellungen stechende Nervenschmerzen aufgrund von Bandscheibenvorfällen oder Einengungen auftreten. Diese sollten eigentlich durch die bereits gemachten CT und MRT Aufnahmen abgeklärt sein.
Gruss
Klaus
Re: Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Mi, 24.08.2011 - 15:01
von Ju67
Ich habe heute den Report der letzten Roentgenaufnahmen abgeholt:
"Lumbosacral Spine Series. COMPARISON: 05-14-2007. FINDINGS/IMPRESSION: The lumbar lordotic curve is relatively straightened. There is no evidence of acute vertebral fracture or structural collapse. There is relative narrowing of L5-S1 intervertebral disc space. The rest of the intervertebral disc spaces are maintained. The sacroiliac joints appear unremarkable bilaterally. Multiple pelvic phleboliths are noted
Plain X-Ray of the Thoracic Spine. COMPARISON: 05-14-2007. FINDINGS/IMPRESSION: There is more or less interval stability in the degree of the thoracic scoliosis convex to the right side. Again, Cobb's angle measures 18-20 degrees. There is no evidence of acute vertebral fracture or structural collapse. The intervertebral disc spaces are maintained. No abnormal paraspinal soft tissue shadows are depicted.
HISTORY: Routine physical. FINDINGS: Significant scoliosis noted in the thoracic spine convex towards right side. Chest shows no other acute or significant abnormality."
Lendenlordose ist relativ gerade. Verengung des Bandscheibenfachs L5-S1. Multiple Kalkablagerungen im Becken. Brustkorbskoliose zur rechten Seite.
Der Allgemeinarzt, der auf meinen Wunsch die Roentgenaufnahmen veranlasst hat, hat mich weitergeleitet zum "Neurospinal back pain service" (Termin leider erst am 12.11.11).
Ich habe jetzt schon seit Maerz fast ohne Unterbrechungen Schmerzen. Die vorherigen Untersuchungen zielten wohl immer auf andere "Vermutungen" der Aerzte ab (z.B. Gallensteine, Leber - alles Gottseidank negativ). Mir ist auch gar nicht klar wie schlimm der Befund ist. Soll ich nochmal zum Chiropraktiker gehen? Danke fuer Infos.
Re: Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Do, 25.08.2011 - 14:22
von Klaus
Hallo Ju,
verstehe ich nicht so ganz, wieso gibt es einen englischen Bericht vom Röntgen?
Wo wohnst Du denn?
Gruss
Klaus
Re: Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Fr, 26.08.2011 - 09:19
von Silas
Bei Dir ist ja schon eine ganze Menge ausgeschlossen worden...
Kannst Du die Qualität der Schmerzen etwas besser beschreiben? Sind sie z.B. stechend, strahlen sie aus, wo genau sind sie lokalisiert, treten sie in bestimmten Situationen auf oder verschlimmern sich dabei, etc.
Deine Skoliose ist relativ gering und die verringerte Lendenlordose lässt es recht unwahrscheinlich werden, dass Du eine Hyperkyphose hast. Manchmal verursachen auch sehr geringe Skoliosen Schmerzen, das ist aber selten.
Wenn klar sein sollte, dass die Schmerzen von der Wirbelsäule kommen, so wäre an den Schmerzpunkten ein MRT oder eine Szintigraphie sinnvoll, um andere Schmerzursachen auszusschließen.
Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, zu einem Schmerzspezialisten zu gehen, der kann Dir wahrscheinlich am besten weiterhelfen.
Außerdem habe ich sehr gute Erfahrungen mit manueller Therapie bei Schmerzen - kannst Du Dir auch verschreiben lassen (falls Du in Deutschland bist.
Re: Skoliose im Alter von 40 Jahren diagnostiziert
Verfasst: Fr, 26.08.2011 - 10:22
von Ju67
Seit etwa Anfang Maerz 2011 Schmerzen unterhalb der rechten Brust, die weiterziehen ueber die Seite bis hin zum rechten Schulterblatt.
Seit Golfspielen am 07.03.11 ganz extrem. Am 08.03.11 morgens kam ich kaum aus dem Bett. Besonders schlimm ist es im Liegen (ein Umdrehen im Bett ist z.B. kaum moeglich.) Liegen ist nur auf dem Ruecken moeglich. Schmerzen verstaerkt beim Lachen und Niesen.
Ein Bluttest am 09.03.11 ergab keinen Befund.
Ultraschall am 14.03.11: Befund Leberhaemangiom
CT am 05.04.11: weitere Leberhaemangiome und „ etwas“ das durch ein MRT untersucht werden sollte.
MRT am 04.05.11: Leberhaemangiome und FNH. Laut Gastroenterologe ist nur eine Kontrolle (erneutes CT, da MRT unter Narkose gemacht wurde) im Oktober erforderlich. Lt. meiner Internetrecherche verursachen Leberhaemangiome und FNH eigentlich selten Beschwerden und werden meistens als Zufallsbefunde entdeckt.
Anfangs waren die Schmerzen ziemlich extrem, liessen aber im Verlauf (so ab Mitte April nach).
Ich habe dann wieder mit dem Golfspielen begonnen. Am 05.05.11 und 09.05.11 konnte ich schmerzfrei spielen. Am 11.05.11 musste ich dann das Spiel nach Einschlagen auf der Driving Range und dem ersten Loch (also nach ca. 25 Schlaegen) wegen extremer Schmerzen einstellen. Es war nicht moeglich zu sitzen. Auch konnte ich meine Schuhe nicht selber ausziehen. Nach Einnahme einer Ibuprofen-Tablette sind die Schmerzen ueber Nacht etwas zurueckgegangen, hielten aber lange an. Die Schmerzen befinden sich mal unterhalb der rechten Brust und/oder an der rechten Seite auf Brusthoehe und/oder am rechten Schulterblatt.
Am 14.05.11 hat mich der Allgemeinarzt zum Thoraxchirurgen weitergeleitet.
Termin am 22.05.11beim Thoraxchirurgen: Befund in Leber verursacht die Schmerzen.
Er hat mich weitergeleitet an Chief Surg Oncology.
Termin am 04.06.11 beim Chief Surg Oncology: Er glaubt nicht, dass die Schmerzen von der Leber kommen, er tippt eher auf ein muskulaeres Problem. Alle anderen Aerzte vorher haben meine Frage, ob es sich um ein muskulaer/orthopaedisches Problem handeln koennte, verneint. Die Teile sind nach seiner Aussage „most likely“ gutartig, alle anderen waren sicher, dass es gutartig ist. Er will meinen Fall mit seinen Kollegen besprechen und mich falls noetig fuer weitere Untersuchungen kontaktieren.
Aufgrund von Rueckenproblemen (Nacken-Schulter-, Rueckenschmerzen in immer kuerzeren Abstaenden. Leichte Skoliose) habe ichPhysiotherapy verschrieben bekommen. Am 26.04.11 wurde aufgrund akuter Rueckenschmerzen fuer 15 Minuten eine Art Heizdecke auf die Stelle gelegt. Am 07.05.11 wurde fuer 15 Minuten mit Reizstrom gearbeitet. Habe auch Dehnungs- uebungen erhalten, die ich aber sowieso ca. 4x die Woche nach dem Spinning mache. Am 31. Mai Rueckenschule. Am 08.06.11 Heizdecke. Sechs weitere Termine woechentlich vom 16.07.11 bis 22.08.11. Die Nacken-Schulter-, Rueckenschmerzen haben sich sehr verschlimmert, besonders nachts. Im Juli meinte ein Osteoptath dass die Schmerzen vom Zwerchfell kaemen, ausserdem sollten mein Organe verklebt sein. Seit dem 27.07.11 sechs mal beim Chiropraktiker gewesen. Da sich auch hier kein Erfolg eingestellt hat, hat er die im letzten Beitrag beschriebnen Roentgenbilder angefordert.
Seit 25.08.11. nun fast keine Schmerzen mehr (und das trotz Golfspielen).