Hallo,
bin momentan etwas am verzweifeln =(
Werde in 2 Monaten 20 und habe meine Rückenschmerzen bis vor kurzem einfach immer ignoriert. Im Sommer im Labor gings dann gar nicht mehr und ich bin dann doch zum Röntgen und Orthopäden, mit der Diagnose Skoliose mit einem COBB Winkel 54° in der BWS.
Der Arzt meinte sofort "operieren" und hat mich gar nicht mehr angesehen..
War dann bei zahlreichen anderen Orthopäden, die meines Erachtens nach wesentlich mehr auf mich eingegangen sind.
Habe eine Schroththerapie verschrieben bekommen, doch die Übungen konnte ich vor lauter Schmerzen kaum machen. Meine Therpeutin musste mich immer erst 30 Minuten "vorbehandeln" dass ich überhaupt irgendwas machen konnte.
Mein Körper leidet inzwischen immer mehr unter den Schmerzmittel die ich nehme, damit ich überhaupt aus dem Bett komme. Mit Sport schaut es auch nicht wirklich gut aus - fahre morgens meist um 7 Uhr in die Fachhochschule und komme komplett fertig teilweise erst um 21 Uhr nach Hause.
Der Stundenplan für das Sommersemester verspricht ein bisschen Besserung.
Nun meine Frage - war vor kurzem wieder bei einem Arzt, der mir eine OP sehr ans Herz gelegt hat (sehr aufklärendes Gespräch).
Ist bei diesem Winkel noch was ohne OP zu retten?
Ich weiß nur dass es so nicht weitergehen kann, aber für eine OP bin ich einfach viel zu ängstlich.
Wenn ihr operiert worden seid, wie lang hat es gedauert bis ihr wieder fit gewesen seid?
Ist es danach mit langem Sitzen/Stehen vereinbar?
Vielleicht könnt ihr mir ein bisschen weiterhelfen,
alles Liebe
Cathy
OP oder doch noch nicht?
-
Ani88
- aktives Mitglied

- Beiträge: 121
- Registriert: Mo, 24.05.2010 - 18:12
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Skoliose vor OP:th 88°, lu 70°; nach OP: th 31°, lu 20°;
2013: BSV L5/S1; Osteochondrose L5/S1 > L4/5;
chronisches Schmerzsyndrom - Therapie: OP 08/2011 in Neustadt i.H.: Korrekturspondylodese TH4-L4
Reha 2012
jetzt: KG,MT,Schmerzmedis,Tapes,
Infiltrationen, 2014:Stufendiagnostik+Nervenverödung, 01/2015:Reha - Wohnort: Stuttgart
Re: OP oder doch noch nicht?
Hallo Cathy!
Also wegen der OP. In deinem Alter und mit 54° muss man nicht operiert werden. Kann ja, aber es ist kein Muss. Allerdings kommt es natürlich auf dich drauf an. Also auf deine Schmerzen zum Beispiel. Ich finde es wichtig, dass man vor einer OP die konservative Therapie ausprobiert hat. Dann kann man sich später auch keine Vorwürfe machen. Deshalb ist es ratsam, wirklich zu einem Spezialisten zu gehen, wie z.B. Dr. Hoffmann. Könntest du dir ein Versuch mit einem Korsett vorstellen?
So und zu dieser Frage:
Also, wenn du unsicher bist und vor allem bisher nichts versucht hast, dann würde ich erstmal alles konservative ausschöpfen!
LG, Ani
Also wegen der OP. In deinem Alter und mit 54° muss man nicht operiert werden. Kann ja, aber es ist kein Muss. Allerdings kommt es natürlich auf dich drauf an. Also auf deine Schmerzen zum Beispiel. Ich finde es wichtig, dass man vor einer OP die konservative Therapie ausprobiert hat. Dann kann man sich später auch keine Vorwürfe machen. Deshalb ist es ratsam, wirklich zu einem Spezialisten zu gehen, wie z.B. Dr. Hoffmann. Könntest du dir ein Versuch mit einem Korsett vorstellen?
So und zu dieser Frage:
Das ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Ich habe vor meiner OP, die nächste Woche 6 Monate her ist, viel im OP-Forum gelesen und geschaut, wie lange man für die Genesung so braucht. Aber da kann man keine Regel erstellen. Ich habe z.B. ein Semester jetzt ausgesetzt und setz jetzt nochmal eines aus. Ich würde jetzt zwar 2-3 Seminare am Tag schaffen, jedoch unter Schmerzen und die hängen bei mir mit dem längerem Sitzen zusammen. Das Pensum würde ich aber noch keine ganze Woche durchhalten und deshalb leg ich jetzt nochmal ein Krankheitssemester ein, das auch schon genehmigt wurde. Ich muss dazu sagen, dass ich auch noch pro Fahrt inkl. Fußweg bissl über eine Stunde zur Hochschule benötige. Das ist mit für mich nun absolut unbequemen Bahnsitzen auch nicht optimal. Das ist jetzt aber meine Erfahrung. Es gibt auch viel schnellere. Aufgrund der Berichte von so "rasanten" hatte ich mir anfangs vorgenommen, nach 10 Wochen wieder ganz normal mein Studium aufzunehmen. Jetzt kann ich darüber lachen. Anstatt gar keine Zeit zu verlieren, wird es dann im Endeffekt nun ein ganzes Jahr sein. Zudem kommt es natürlich auch auf die Versteifungsstrecke an und auch auf die Skoliose. Ich hatte bereits 88° und 70° und vor allem die obere Krümmung war schon sehr steif. Außerdem hab ich eine lange Versteifungsstrecke (TH4-L4).Wenn ihr operiert worden seid, wie lang hat es gedauert bis ihr wieder fit gewesen seid?
Ist es danach mit langem Sitzen/Stehen vereinbar?
Also, wenn du unsicher bist und vor allem bisher nichts versucht hast, dann würde ich erstmal alles konservative ausschöpfen!
LG, Ani
Re: OP oder doch noch nicht?
Hallo Ani,
vielen Dank für deine Antwort
Dann ist es vielleicht wirklich besser ich beiß in den sauren Apfel und mache mein Bac.studium fertig und mache solange noch konservative Therapien.
Liebe Grüße
Cathy
vielen Dank für deine Antwort
Dann ist es vielleicht wirklich besser ich beiß in den sauren Apfel und mache mein Bac.studium fertig und mache solange noch konservative Therapien.
Liebe Grüße
Cathy
- bluecat
- Profi

- Beiträge: 1263
- Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3 - Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung - Wohnort: Hessen
Re: OP oder doch noch nicht?
Hallo Cathy,
ich kann mich Anni nur anschließen.Eine OP MUSS nie sein, das muss jeder Betroffene individuell für sich selbst entscheiden.
Ich kann dir auch nur raten alle konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Dazu gehört z.B. auch der Versuch einer Reha in einer der beiden Schroth Kliniken.
Vielleicht wäre eine Korsetttherapie für dich wirklich auch interessant?
Hier gibt es einige Beiträge über die Korsetttherapie bei Erwachsenen wie z.B. von sloopy, minimine, Dalia oder mir. Vielleicht helfen sie dir etwas weiter.
Du musst alles für dich abwägen. Bei einer OP bist du trotz allem weiter ein Skoliosepatient, ein Leben lang. Aber dann hast du eine krumme WS gegen eine versteifte WS eingetauscht
Viel Spaß beim Lesen im Forum!
Gruß
bluecat
ich kann mich Anni nur anschließen.Eine OP MUSS nie sein, das muss jeder Betroffene individuell für sich selbst entscheiden.
Ich kann dir auch nur raten alle konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Dazu gehört z.B. auch der Versuch einer Reha in einer der beiden Schroth Kliniken.
Vielleicht wäre eine Korsetttherapie für dich wirklich auch interessant?
Hier gibt es einige Beiträge über die Korsetttherapie bei Erwachsenen wie z.B. von sloopy, minimine, Dalia oder mir. Vielleicht helfen sie dir etwas weiter.
Du musst alles für dich abwägen. Bei einer OP bist du trotz allem weiter ein Skoliosepatient, ein Leben lang. Aber dann hast du eine krumme WS gegen eine versteifte WS eingetauscht
Viel Spaß beim Lesen im Forum!
Gruß
bluecat
