Mein Mitbwohner Skoliose

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Sonntagskind
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Therapie: wenn das die Ärzte mal wüssten

Mein Mitbwohner Skoliose

Beitrag von Sonntagskind »

Hallo an alle Mitleidenden,

beim Stöbern war ich sehr verwundert darüber, dass jeder hier über den Grad der Verkrümmung Bescheid weiss. Ich weiss zwar seit 10 Jahren, dass ich 2 Verkrümmungen habe, aber bis jetzt wurde so gut wie gar nichts unternommen und mittlerweile werden meine Beschwerden immer schlimmer und beeinträchtigen den Alltag.

Ich bin 31, wohne in der Schweiz und habe schon mehrere Ärzte aufgesucht. Bis jetzt bekam ich 3x Physio verschrieben, was für den kurzen Moment half und besser wurde, aber innerhalb von ein paar wenigen Monaten sind die Beschwerden wieder massiv da. Mittlerweile bedarf es auch keines Röntgenbildes mehr, denn meine Schultern stehen so schief, dass mein Mann nicht mehr hingucken kann.

Mittlerweile schlafe ich nur noch auf der linken Seite, da ich für auf dem Bauch liegen meinen Kopf nicht so weit drehen kann, in Rückenlage ich irgendwann vor starken Schmerzen aufwache und nicht mehr schlafen kann und links die Nacht am besten verläuft. Zur Zeit schläft mein linkes Bein immer ein bis zu den Zehen und ich weiss nicht, ob das irgendwer kennt, aber meine linke Gesichtshälfte "setzt ebenso manchmal aus". Weiss nicht, wie ich es beschreiben kann. Alles kribbelt, auch die Hälfte der Lippe. Naja nun gut, eigentlich ist das ja alles nicht so neu für mich nur ich will mich nicht mein Leben lang von Diclofenac ernähren und zu welchem Arzt muss ich, damit mir mal geholfen wird? Orthopäde, Chiropraktiker? Wo werde ich mal richtig untersucht? Kann man das Leiden nicht mal ein wenig mindern? Es kann doch nicht sein, dass alles immer schlimmer wird?!

Gebt mir doch mal bitte Ratschläge

Mfg Sonntagskind
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Dolphingirl94
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Re: Mein Mitbwohner Skoliose

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo Sonntagskind,

ZUnächst brauchst du wohl eine ordentliche Diagnose. Dafür muss ein Röntgenbild der kompletten Wirbelsäule seitlich und frontal erstellt werden. Das kann leider nicht jeder Orthopäde, darauf muss man achten und ggf. vorher nachfragen.
Es gibt leider nur sehr wenige Spezialisten für Skoliose, in der Schweiz kenne ich mich damit nicht aus. Ich könnte dir höchstens Dr. Hoffman in Leonberg bei Stuttgart empfehlen, wenn das für dich in Frage käme.

Nach der Diagnose gibt es drei Behandlungsmöglichkeiten: a) Krankengymnastik nach Katharina Schroth. Wurde speziell für Skoliotiker entwickelt, kann aber nicht jeder Physiotherapeut. Am besten lässt sie sich durch eine Reha in Bad Salzungen bzw. Bad Sobernheim (beides in Deutschland) erlernen, wenn das für dich möglich ist.

b) Ein Korsett. Kann auch noch im Erwachsenenalter getragen werden. Es gibt Schmerzkorsetts und korrigierende Korsetts. Leider gibt es auch nicht viele kompetente Korsettbauer und genug Orthopäden, die der Meinung sind, dass ein Korsett im Erwachsenenalter nichts bringt. Gegenbeispiele haben wir jedoch einige hier im Forum.

c) Eine Operation. Wird nur bei starken Beschwerden und hohen Skoliosegraden erwogen. Ein Eingriff, bei dem die Wirbelsäule begradigt und versteift wird.

LG, Dolphingirl
Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. (Laozi)
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