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Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Fr, 27.09.2013 - 19:44
von berti1
Hallo Forum!

Ich habe das Problem, dass ich ständig Rückenschmerzen habe! Ich kann mich im Moment nicht erinnern, wann ich dasletzte mal schmerzfrei war!
Ich hatte schon immer öfter mal Rückenprobleme - die Diagnose war immer "leichte Verspannungen" - mehr Sport machen. Damit habe ich mich zufrieden gegeben.

Im Frühjahr wurde dann ein (frischer) doppelter Banscheibenvorfall festgestellt.
Kurz darauf eröffete mir der Doc, dass auch eine Skoliose vorhanden ist und schickte mich erst zur Physio und dann zum Sport. Für extreme Schmerzen gabs Pillen.
Nebenbei bemerkte er, dass die Skoliose eventuellvon der ebenfalls vorhandenen Trichterbrust beeinflusst wird .
Die TB hat mich zwar immer gestört, allerdings eher optisch.

Sport habe ich gemacht und das hat bis jetzt garnichts gebracht (lt. Ortho ist meine Rückenmuskulatur ohnehin recht gut), im Gegenteil, beim Sport habe ich immer wieder das Problem, dass es bei manchhen Bewegungen extrem schmerzt - fast krampfartig und die Schmerzen dann auch über Tage anhalten.
Mittlerweile kann ich mich kaum noch auf die Arbeit konzentrieren - eben wegen der Schmerzen die hauptächlich im Brustwirbelbereich und im Nacken entstehen - dadurch auch ständige kopfschmerzen. Den Bandscheibenvorfall merke ich zwar, aber damit komme ich noch am besten zurecht!

Ich habe mittlerweile hier gelesen, dass ein Skoliose auch von der Ausprägung her betimmbar ist, das hat mein Doc nicht gemacht! Hat sich eigentlich nur kurz das Röntgenbild angeschaut und dann die Physio verschrieben.

Kurz zu miner Person: Ich bin 49, 186 und wiege um 79 kg

Hat jemand einen Rat?

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Sa, 28.09.2013 - 14:09
von Klaus
berti1 hat geschrieben:Ich habe mittlerweile hier gelesen, dass ein Skoliose auch von der Ausprägung her betimmbar ist, das hat mein Doc nicht gemacht!
Richtig, das ist eine kompetente und auch wirklich komplette Diagnose, der auch ein optimaler Behandlungsvorschlag folgen muss!
Komplett deshalb, weil auch evtl. seitlich gesehene Fehlstellungen wie Rundrücken und Hohlkreuz erfasst werden sollten.

So etwas bekommst Du am besten beim Spezialisten:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Gruß
Klaus

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Sa, 28.09.2013 - 20:41
von kyphoboy
Hallo Berti,

wo fanden denn die Bandscheibenvorfälle statt ?
Was für Sport machst du denn im Moment?

Grüße
kyphoboy

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: So, 29.09.2013 - 08:58
von berti1
Hallo kyphoboy,

der Bandscheibenvorfall ist im Lendenwirbelbereich.

Ich hab mich im Sportstudio angemeldet! Mache bevorzugt Geräte bei denen man zieht! Also Rudermaschine, Latissimuszug etc.

Gruss

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: So, 29.09.2013 - 17:00
von kyphoboy
Hallo Berti,
der Bandscheibenvorfall ist im Lendenwirbelbereich.
Das lässt mich aufhorchen. Aus Erfahrung lässt sich sagen das viele Orthopäden eine Hyperkyphose nicht erkennen bzw. nicht für wichtig erachten.
Eine (geringe ) Skoliose tritt oft zusammen mit einer Hyperkyphose auf. Ebenfalls häufig ist eine Kompensatorische Hyperlordose ( Hohlkreuz ) die die Hyperkyphose auszugleichen versucht um dich im Lot zu halten.

Eine Hyperlordose kann Bandscheibenvorfälle begünstigen wozu auch die Lokalisation deiner Bandscheibenvorfälle passen würde.

Ich würde dir wirklich einen Termin bei einen der hier empfohlenen Orthopäden nahelegen. Dafür wäre es gut zu wissen wo du wohnst.
ch hab mich im Sportstudio angemeldet! Mache bevorzugt Geräte bei denen man zieht! Also Rudermaschine, Latissimuszug etc.
Hast du einen Physiotherapeuten der dich da eingewiesen hat? Fitnesstrainer haben nicht die nötige Kompetenz um dich optimal zu korrigieren, gerade wenn du eine Hyperkyphose und Hyperlordose haben solltest.

Grundsätzlich rate ich von Krafttraining ( egal ob jetzt Geräte oder freie Gewichte ) ab, solange du keine genaue Diagnose hast und weißt wo deine Schwachstellen sind und du diese abstellen kannst.
Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Schaden erleiten als etwas an deiner Situation zu verbessern.

Wenn du weitere Fragen hast kannst du diese ruhig stellen ;)

Grüße
kyphoboy

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: So, 29.09.2013 - 17:55
von berti1
Ich hatte gehofft, dass es hier in der Gegend (Mannheim) einen fähigen Orthopäden gibt, der zumindest mal ne ordentliche Erstdiagnose stellen kann. Bisher weiss ich ja nur ganzbOberflächlich, dass es ne Skloiose ist - wie stark etc. - keine Ahnung.

Von den Empfehlungen hier scheint mir Bad Sodernheim noch am nächsten zu sein, blöd ist da nur, dass es ewig dauert, bis man nen Termin hat.
Aber wenn es halt nicht anderes gibt, mach ich das natürlich.Oder wäre es sinnvoll, es mal im Uniklinikum zu probieren? Bzw. geht das überhaupt, für ne normale Untersuchung?
Zum Thema sport: Das ist ein ganz normales Sportstudio, wo man natürlich die Geräte erklärt hat, aber sonst keine medizuinische Intention hat.
Ich hab das auf ausdrückliche Empfehlung vom Doc angefangen. Hatte ihm auch gesagt, dass ich beim sport immer wieder Probleme bekomme. Sein Kommentar war: "Einfach weitermachen - wenn alles mehr trainiert ist, hört das von alleine auf."



Nebenbei bemerkt, ich bin wirklich irritiert, dass es so schwierig ist, fähige Ärzte für ein doch recht weit verbreitetes Problem zu finden.

Nochmals vielen Dank für die ergiebigen Antworten!

Berti

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: So, 29.09.2013 - 18:35
von kyphoboy
Hallo Berti,
Ich hatte gehofft, dass es hier in der Gegend (Mannheim) einen fähigen Orthopäden gibt, der zumindest mal ne ordentliche Erstdiagnose stellen kann. Bisher weiss ich ja nur ganzbOberflächlich, dass es ne Skloiose ist - wie stark etc. - keine Ahnung.
Das spricht leider gegen den Orthopäden, die Gradangabe, der sogenannte Cobb-Winkel ( bei Skoliosen ) ist ein notwendiges Kriterium, da man anhand diesen Wertes auch auf eine eventuelle Progression schließen kann.
Wenn es wirklich nur eine minimale Skoliose ist, wäre es noch vertretbar wenn er die Gradzahlen nicht ausgemessen hat, aber um das zu beurteilen müsste man das Röntgenbild sehen. Sollte er jedoch recht haben, wird bei dir sehr wahrscheinlich jedoch eine Hyperkyphose und /oder Hyperlordose vorhanden sein, welche auch UNBEDINGT behandelt werden müssen, auch da du schon Schmerzen und sogar Bandscheibenvorfälle hast.
Von den Empfehlungen hier scheint mir Bad Sodernheim noch am nächsten zu sein, blöd ist da nur, dass es ewig dauert, bis man nen Termin hat.
Aber wenn es halt nicht anderes gibt, mach ich das natürlich.Oder wäre es sinnvoll, es mal im Uniklinikum zu probieren? Bzw. geht das überhaupt, für ne normale Untersuchung?
Ich persönlich weiß leider nichts über die ( vorallem konservative ) Behandlung in den Unikliniken Mannheim und Heidelberg.

Wäre Tübingen für dich eine Option? Ich hatte eine Vorlesung über orthopädische Krankheitsbilder ( inklusive Hyperkyphose und Skoliose ) bei einem wirklich guten Privatdozenten der an der Uni-Klinik tätig ist.
Allerdings kann ich dir nicht sagen ob er die Theorie auch in der Praxis anwendet. Und die Wartezeiten sind auch lang.

Wenn es dir bei Dr. Verres zu lange dauert bliebe noch Dr. Hoffmann oder in Bad Sobernheim Dr. Steffan. Für Dr. Steffan musst du allerdings privat versichert sein.

Notfalls musst du in den sauren Apfel beißen. Aber was du alles beschreibst hört sich für mich nicht gerade gut an und ich sehe schon dringenden Handlungsbedarf.
Zum Thema sport: Das ist ein ganz normales Sportstudio, wo man natürlich die Geräte erklärt hat, aber sonst keine medizuinische Intention hat.
Ich hab das auf ausdrückliche Empfehlung vom Doc angefangen. Hatte ihm auch gesagt, dass ich beim sport immer wieder Probleme bekomme. Sein Kommentar war: "Einfach weitermachen - wenn alles mehr trainiert ist, hört das von alleine auf."
Ich bitte dich, setz mit dem Training aus!!!!! Nicht einfach weitermachen, du wirst sonst deine Fehlhaltungen/Fehlstellungen bestenfalls fixieren aber mit 90%er Sicherheit weiter verschlimmern.

Du brauchst kompetente Anleitung bzw. ein gutes Körpergefühl für das Krafttraining. Und solltest du wirklich eine Skoliose haben wird das Krafttraining noch kritischer, wenn nicht gar unmöglich.
Bei einer Hyperkyphose hast du damit allerdings eine effektive Behandlungsmöglichkeit mehr.

Du siehst, du brauchst unbedingt eine kompetente Diagnose!!!
Nebenbei bemerkt, ich bin wirklich irritiert, dass es so schwierig ist, fähige Ärzte für ein doch recht weit verbreitetes Problem zu finden.
Das ist leider wahr.
Nochmals vielen Dank für die ergiebigen Antworten!
Kein Problem, dafür ist dieses Forum da.

Grüße
kyphoboy

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: So, 29.09.2013 - 21:32
von Força
berti1 hat geschrieben: Nebenbei bemerkt, ich bin wirklich irritiert, dass es so schwierig ist, fähige Ärzte für ein doch recht weit verbreitetes Problem zu finden.
Berti

Ich kann es für mich so formulieren: Anfangs: Unglaube. Dann Erkenntnis und Fassungslosigkeit. Nach über 20 Jahren Ärztemarathon (und wohlbemerkt nur solcher die angeblich Erfahrung mit Skoliosen haben) kann ich dir versichern dass ein sehr wichtiger Grund dieses Forums eben jene orthopädische Unkenntnis, und das Fehlen von kompetenter Behandlung ein Grund sind warum viele sich hier die Finger für andere wund schreiben.

Was wurde mir schon alles für, pardon. Sch*** geraten! Es ist nunmal leider so dass wenige überhaupt wissen wie man ein Röntgenbild richtig ausmisst, dass man auch seitlich röntgen muss, dass es eine Ganzwirbelsäulenaufnahme sein sollte. Wenn Sie das machen dann sind sie für den Durchschnitt schon mal richtig gut. Wenn Sie dir dann noch raten Schroth oder Spiraldynamik zu machen und deine Haltung zu verbessern, dann: Respekt. Alles drüber ist meist bereits Spezialist, der dann verschiende Krümmungsmuster erkennen kann, der viele viele Kyphosen/Skoliosen gesehen hat und sich anders als mit Stahlstange rein und gerade biegen zu helfen weiss wenn es über der Zahl im Handbuch für OP Indikation liegt...denn der kann dann tatsächlich ermessen.

Ehrlich, vertrau unserer teilweise jahrzehntelanger Erfahrung, verschwende keine weitere Energie sondern suche einmal einen Spezialisten auf. Der wird dir dann eine saubere Diagnose stellen, und vor allem: einen Therapieplan! Eine wertvolle Einschätzung geben, nicht blos überfordert sein und denken als Erwachsener kann man hierbei nix mehr tun, was für ein Bullstock das is! Arg, darüber reg ich mich jedes Mal auf.
Rezepte etc kannste dann übrigens auch beim Orthopäden vor Ort holen.

Alles Gute dir!

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Mo, 30.09.2013 - 11:06
von berti1
Hallo Forca - ich vertrau Euren Erfahrungen durchaus - deshalb bin ich hier! zumal alles was ich bisher hier gelesen hab, sich sehr vernünftig und nachvollziehbar anhört!

Ich werd jetzt nen Termin in Sobernheim ausmachen. Das mit dem Klinikum funktioniert nicht, die wollen ne Überweisung vom behandelnden Orthopäden. :-(



kyphoboy: Das mit dem Training wird ich dann mal bis auf Weiteres lassen - hatte, wie schon gesagt, nicht das Gefühl, dass es gut tut!
Aber wie siehts denn mit Schwimmen aus? Kann das schaden? So ganz ohne Bewegung fühl ich mich nämlich auch nicht wohl!

LG

Berti

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Mo, 30.09.2013 - 13:24
von Klaus
berti1 hat geschrieben:Hallo Forca - ich vertrau Euren Erfahrungen durchaus - deshalb bin ich hier! zumal alles was ich bisher hier gelesen hab, sich sehr vernünftig und nachvollziehbar anhört!
Dazu gehört auch die Tatsache, dass die Termin-Wartezeit bei den Spezialisten sehr unterschiedlich sein kann.
Ich werd jetzt nen Termin in Sobernheim ausmachen.
Bei Dr. Verres kann das schon dauern, bei Dr. Steffan aber auch, wenn nicht sogar Patientenstopp, denn das ist eine zeitlich stark eingeschränkte ambulante Sprechstunde im Rahmen eines Klinikbetriebes.
Bei Dr. Hoffmann geht es in der Regel am schnellsten! Und da sollte der längere einmalige Weg kein Problem sein, zumindest, wenn es um Diagnose und Behandlungsempfehlung geht. Sollte ein Korsett in Frage kommen, gibt es aber dort die Option z. Bsp. mit CCtec, die auch in Bad Sobernheim arbeiten.

Gruß
Klaus

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Mo, 30.09.2013 - 16:21
von Força
Hallo Berti!


:)

Ach, dann versuch doch überall anzurufen wo in deiner Nähe is (halbwegs) und schau wo du am schnellsten nen Termin bekommst. Ich denk auch Hoffmann könnte schneller sein, aber man weiß ja nie.

Alles Gute dir!

LG, Ju

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Mo, 30.09.2013 - 20:02
von kyphoboy
Hallo Berti,

bei Dr. Hoffmann geht es wirklich immer relativ schnell mit dem Termin. Hier werden jedoch beim ersten Mal 65€ fällig.
Je nachdem was bei dir für eine Diagnose rauskommt ist Dr. Hoffmann ein großer Freund von Korsetten bei Erwachsenen. Er ist von der Korsettherapie ziemlich überzeugt ( auch zurecht ) aber geht meiner Meinung nach nicht gut genug auf die negativen Punkte einer Korsettherapie ein bzw. er stellt alles ziemlich positiv dar ( meine Erfahrung ).
yphoboy: Das mit dem Training wird ich dann mal bis auf Weiteres lassen - hatte, wie schon gesagt, nicht das Gefühl, dass es gut tut!
Aber wie siehts denn mit Schwimmen aus? Kann das schaden? So ganz ohne Bewegung fühl ich mich nämlich auch nicht wohl!
Kann ich sehr gut nachvollziehen dass dir Bewegung gut tut. Also ich persönlich rate dir vom Schwimmen nicht ab. Es gibt da zwar auch Bedenken, gerade weil deine Situation ja noch nicht genau geklärt ist, aber du wirst ja sicherlich nicht 5 Tage in der Woche 8 Stunden mit Schwimmen verbringen. Also mach das ruhig, aber achte darauf ob sich durch das Schwimmen Beschwerden auftun ;)

Wie sieht es denn mit deinen Bandscheibenvorfällen aus? Werden diese aktuell noch behandelt?
Ansonsten geh doch zu einem Orthopäden und lass dir KG für die Bandscheibenvorfälle verordnen. KG kann da viel verbessern und ist auch gut zum Vorbeugen.

Grüße
kyphoboy

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Di, 01.10.2013 - 08:19
von berti1
Hallo kyphoboy,

nein, ganz so oft geh ich nicht schwimmen! :-). Einmal die Woche - dabei hatte ich bisher keine Probleme.

Der Bandscheibenvorfall wird zur Zeit garnicht behandelt.
Dafür war die erste Physio gedacht. Da wurden mir auch ein paar Übungen gezeigt. Allerdings gibt's da im Prinzip das gleiche Problem, wie beim Sport - für die Bandscheibe mags gut sein, aber weiter oben ist es danach schlimmer als zuvor.
Wobei ich die Bandscheibe schon merke - aber das ist noch am besten auszuhalten. Das ist meist so ein dumpfer, ziehender Schmerz - aber hält sich in Grenzen.
In der Brustwirbelsäule und im Nacken siehts da anders aus. Zum einen ist da der Schmerz stärker - wenn es akut wird krampfartig. Das ging vor zwei Monaten soweit, dass ich nichts mehr machen konnte; bei jeder noch so geringer Bewegung hat sich der gesamte Brustkorb so verkrampft, dass ich nicht mehr atmen konnte. Bin dann in die Notaufnahme, die dachten zuerst an nen Herzinfarkt, wars logischerweise nicht.
Zum anderen ist das im Nacken nicht schön - da merkt man wie es sich langsam verkrampft und die daraus resultierenden Kopfschmerzen sind echt unangenehm. Da merk ich dann auch, dass ein Nackenwirbel bei Berührung schmerzt.

Ich werde es heute mal in Leonberg versuchen - vielleicht geht's da wirklich schneller.

LG

Berti

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Di, 01.10.2013 - 11:02
von Klaus
Hallo berti1,
Der Bandscheibenvorfall wird zur Zeit garnicht behandelt.
Dieser Bandscheibenvorfall kann durchaus durch die Fehlstellungen ausgelöst sein, insofern bringt eine isolierte Behandlung auch nichts.
Wobei ich die Bandscheibe schon merke - aber das ist noch am besten auszuhalten. Das ist meist so ein dumpfer, ziehender Schmerz - aber hält sich in Grenzen.
Hört sich eher nach Muskelschmerzen aufgrund der Überlastung an.
In der Brustwirbelsäule und im Nacken siehts da anders aus. Zum einen ist da der Schmerz stärker - wenn es akut wird krampfartig. Das ging vor zwei Monaten soweit, dass ich nichts mehr machen konnte; bei jeder noch so geringer Bewegung hat sich der gesamte Brustkorb so verkrampft, dass ich nicht mehr atmen konnte. Bin dann in die Notaufnahme, die dachten zuerst an nen Herzinfarkt, wars logischerweise nicht.
Hört sich nach einer massiven Blockade der Wirbel an, was ebenfalls durch Überlastung der Strukturen aufgrund der Fehlstellungen leicht passieren kann. Hatte ich zum letzten Mal ausgerechnet am Tag der Anreise zur Schroth REHA. Ein dort gemachtes EKG ergab nichts, aber der Stationsarzt hat mich eingerenkt und gut war es.
Zum anderen ist das im Nacken nicht schön - da merkt man wie es sich langsam verkrampft und die daraus resultierenden Kopfschmerzen sind echt unangenehm. Da merk ich dann auch, dass ein Nackenwirbel bei Berührung schmerzt.
"Gutes" Beispiel dafür, dass insbesondere bei Fehlstellungen immer der gesamte Rücken zu betrachten ist, weil alles miteinander zusammenhängt.
kyphoboy hat geschrieben:Er ist von der Korsettherapie ziemlich überzeugt ( auch zurecht ) aber geht meiner Meinung nach nicht gut genug auf die negativen Punkte einer Korsettherapie ein bzw. er stellt alles ziemlich positiv dar ( meine Erfahrung ).
Ja, das kann leicht zu Irritationen führen, wenn man sich nicht mit diesem Thema ausführlich beschäftigt.

Berti, deshalb würde ich mich vor dem Besuch hier im Forum gut informieren. Das geht am besten mit einem Mix aus intensivem Lesen und gezielten Fragen. Selbst wenn man grundsätzlich kein Korsett akzeptieren will, kann es nach der Diagnose eine Situation geben, wo man ins Grübeln kommen kann. Allerdings sind alle Behandlungsempfehlungen auch wirklich nur Empfehlungen, die man annehmen, überdenken oder auch ablehnen kann.
Das Problem ist manchmal, dass gerade bei weiten Wegen der Beginn einer solchen Korsett-Therapie bei Rahmouni gleich am selben Tag erfolgt, weil der Patient das natürlich praktisch findet und erst einmal nicht weiter darüber nachdenkt. Auch wenn die eigentliche Erstellung des Korsetts natürlich von der Genehmigung der Krankenkasse abhängig ist.
Deshalb habe ich ja bereits angemerkt, dass Dr. Hoffmann den Berichten zufolge auch CCTec als Korsettbauer akzeptiert. Und das wäre mit Bad Sobernheim für Dich auch besser zu händeln, man braucht etliche Termine incl. Überprüfungen oder Änderungen.

Aber bitte, das sind jetzt vor der Diagnose alles nur Überlegungen, die möglichst weitgehend verhindern sollen, dass man sich bei der Sprechstunde überrumpelt fühlen kann. Selbst eine Zeit von 20-30 Minuten kann da sehr kurz erscheinen.

Gruß
Klaus

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Di, 01.10.2013 - 15:35
von kyphoboy
Hallo Berti,

kann sein dass du bei Dr. Hoffmann nicht per Telefon in die Praxis durchkommst. Gibt auf seiner Internetseite auch ein Kontaktformular zwecks Terminvereinbarung ;)

Schreib auch am besten dass du starke Schmerzen hast und 2 Bandscheibenvorfälle hattest mit der bitte um einen zeitnahen Termin.

Ansonsten wie Klaus schon gesagt hat, Lesen und Fragen stellen ;)

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Dieser Bandscheibenvorfall kann durchaus durch die Fehlstellungen ausgelöst sein, insofern bringt eine isolierte Behandlung auch nichts.
Da bin ich sehr gespannt auf die Diagnose.

Aber Berti, wenn du magst kannst du ja mal deinen freien Oberkörper fotografieren lassen ( besser natürlich Ganzkörperfoto ). Von der Seite in normaler Haltung und auch mal vornübergebeugt und Arme hängen lassen ( auch von der Seite ).
Das ersetzt natürlich keinesfalls eine kompetente Diagnose aber kann schonmal die Richtung aufzeigen, wenn auch nur grob, und dir bei einer Vorbereitung auf die Untersuchung weiterhelfen.

Grüße
kyphoboy

Re: Skoliose, Bandscheibenvorfall und Trichterbrust

Verfasst: Di, 01.10.2013 - 17:39
von Saphira
Hallo Berti,

ich kann mich den anderen bezüglich des Termins bei einem Spezialisten nur anschließen. Ohne eine genaue Diagnose ist es schwer, dir etwas zu raten oder dir von etwas abzuraten. Wenn du beim Training im Sportstudio allerdings schon bemerkst, dass es dir nicht gut tut, dann würde ich das auch erstmal bleiben lassen. Was andere Sportarten betrifft, so musst du einfach ausprobieren, was dir gut tut und was eher nicht. Du musst es ja nicht gleich leistungssportmäßig übertreiben ;) .

Deine Schmerzen im BWS/HWS-Bereich klingen in der Tat sehr nach muskulären Verspannungen, die mit durch die Fehlstellung/Fehlhaltung bedingt sein können. Hast du es schonmal versucht, ob dir da Wärme gut tut? Ansonsten kannst du dir von deinem Arzt auch erstmal ein Rezept für manuelle Therapie ausstellen lassen. Ein guter Physiotherapeut sollte mit manuellen Maßnahmen diese Verspannungen lindern können. Das wäre zumindest mal übergangsweise eine gute Möglichkeit.

Alles andere müsste erst eine kompetente Diagnose abgewartet werden.

Ich wünsche dir alles Gute.

Grüßle,

Saphira