Dr. Weiß Literatur zur Skoliose-OP
Verfasst: Fr, 03.08.2007 - 10:43
[equote="Fortsetzung vom Thread"]viewtopic.php?p=74838#74838[/equote]
Hallo Thomas,
nachdem der gestrige Thread entglitten ist, hier die Zitate in den Dr. Weiß Büchern….
Has-Rudolf Weiß / Manuel Rigo: Befundgerechte Physiotherapie bei Skoliose
Kapitel 8: Korsettbehandlung. Seite 181ff. nach der Auflistung von einigen Studien mit sehr unterschiedlichen und durchweg nur bestenfalls OP-verhindernden Resultaten….schliesslich auf Seite 203: „Die Wahl des operativen Verfahrens mit seinen heutzutage überschaubaren Kurzzeitrisiken ist somit für die weniger ängstlichen PatientInnen wahrscheinlich“.
und
Rudolf Weiß: „Ich habe Skoliose“
Kapitel 5.4.4: Seite 98: „…Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Operation vom vorderen Zugang die kosmetisch schönere und funktionell weniger verlustreiche Operation ist….In den großen operativen Zentren erscheint das Operationsrisiko gering. Von deren Seite wird teilweise angegeben, in den letzten fünf bis sieben Jahren bei Skolioseoperationen keine Nervenschädigungen festgestellt zu haben.“
Kapitel 5.4.2. Seite 93:
"Der unbestreitbare Vorteil des vorderen Verfahrens liegt aber darin, dass eine geringere Anzahl von Wirbelkörpern in die Versteifungszone mit einbezugen werden muss und somit eine gute Restbeweglichkeit und Funktion des Rumpfes auch nach der Operation verbleibt.
Ferner können Rippenbuckel und Lendenwulst bei der Operation vom verderen Zugang aus fast vollständig beseitigt werden.....
Diese letzte Aussage von Herrn Weiss finden wir in den Klinikgutachten für unsere Tochter so fast 1:1. Also der Anspruch ist weitgehende "Heilung" und nicht lebenslange Anstrengung nicht in die OP-Indikation zu kommen.
Liest man die vielfältige Literatur der Wirbelsäulenchirogie zu diesem Thema sind die Aussagen natürlich noch positiver und die Beschreibung der komplexen Korrekturoperationen wegen jahrelanger falscher Korsettbehandlungen erdrückend.
Aber da Chirogen in diesem Forum Metzger sind, und deren Literatur auch in der Linkliste fehlt…will ich das nicht vertiefen.
Trotzdem sei die Bemerkung erlaubt, dass ich vor einem Menschen der täglich im OP für viele Stunden in diesem sensiblen Bereich sein bestes gibt, Respekt habe. Das ist ein harter Job und selbst als Oberarzt einer Klinik wird man damit nicht wirklich reich. Ich denke wir sollten da die gegenseitige Achtung wahren – auch wenn man aus persönlichen Gründen zu unterschiedlichen Bewertungen einer Sachlage kommt.
Admininfo: Gastnick "IsoldesVater" in "Isolde" umgewandelt
Hallo Thomas,
nachdem der gestrige Thread entglitten ist, hier die Zitate in den Dr. Weiß Büchern….
Has-Rudolf Weiß / Manuel Rigo: Befundgerechte Physiotherapie bei Skoliose
Kapitel 8: Korsettbehandlung. Seite 181ff. nach der Auflistung von einigen Studien mit sehr unterschiedlichen und durchweg nur bestenfalls OP-verhindernden Resultaten….schliesslich auf Seite 203: „Die Wahl des operativen Verfahrens mit seinen heutzutage überschaubaren Kurzzeitrisiken ist somit für die weniger ängstlichen PatientInnen wahrscheinlich“.
und
Rudolf Weiß: „Ich habe Skoliose“
Kapitel 5.4.4: Seite 98: „…Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Operation vom vorderen Zugang die kosmetisch schönere und funktionell weniger verlustreiche Operation ist….In den großen operativen Zentren erscheint das Operationsrisiko gering. Von deren Seite wird teilweise angegeben, in den letzten fünf bis sieben Jahren bei Skolioseoperationen keine Nervenschädigungen festgestellt zu haben.“
Kapitel 5.4.2. Seite 93:
"Der unbestreitbare Vorteil des vorderen Verfahrens liegt aber darin, dass eine geringere Anzahl von Wirbelkörpern in die Versteifungszone mit einbezugen werden muss und somit eine gute Restbeweglichkeit und Funktion des Rumpfes auch nach der Operation verbleibt.
Ferner können Rippenbuckel und Lendenwulst bei der Operation vom verderen Zugang aus fast vollständig beseitigt werden.....
Diese letzte Aussage von Herrn Weiss finden wir in den Klinikgutachten für unsere Tochter so fast 1:1. Also der Anspruch ist weitgehende "Heilung" und nicht lebenslange Anstrengung nicht in die OP-Indikation zu kommen.
Liest man die vielfältige Literatur der Wirbelsäulenchirogie zu diesem Thema sind die Aussagen natürlich noch positiver und die Beschreibung der komplexen Korrekturoperationen wegen jahrelanger falscher Korsettbehandlungen erdrückend.
Aber da Chirogen in diesem Forum Metzger sind, und deren Literatur auch in der Linkliste fehlt…will ich das nicht vertiefen.
Trotzdem sei die Bemerkung erlaubt, dass ich vor einem Menschen der täglich im OP für viele Stunden in diesem sensiblen Bereich sein bestes gibt, Respekt habe. Das ist ein harter Job und selbst als Oberarzt einer Klinik wird man damit nicht wirklich reich. Ich denke wir sollten da die gegenseitige Achtung wahren – auch wenn man aus persönlichen Gründen zu unterschiedlichen Bewertungen einer Sachlage kommt.
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