Hallo Nadine,
Es ist mir hier noch kein Bericht bekannt eines Patienten der ein Erwachsenen Rahmouni dauerhaft abgeschult hat und KOrrektur ohne weiter Masnahmen Schmerzfrei gehalten hat. Meiner Meinung nach funktioniert das nur unter günstigsten Bedingungen (eher bei Kyphose, wenn wenig Keilung der Wirbel, bei ausreichender anpassungsfähigkeit des passiven und aktiven Bewegungsapparates, bei viel begleitendem Training und Glück).
Schwierigkeit bei stark korrigierenden Korsetts:
Sie mobiliseren stark
Das liegt vielleicht daran dass mit einem Rahmouni KOrsett in kurzer Zeit der aktive und warscheinlich auch passive Bewegunsapparat mehr gedeht wird als es mit allen Dehnübungen der Welt jemals möglich währe, es aber mehrer Jahre dauert, unter schlechten Umständen (Hypermobiliität?) es gar nie passiert, dass der passive Bewegungsapparat neue Festigkeit findet.
Dazu kommt dass es eventuell zu vorrübergehenden "Koordinationsschwiereigkeiten" der Muskulatur kommt wenn die Nerven aufgrund des Halts im Korsett im Körper weniger Muskelanseteuerungsarbeit verrichten müssen und sich daran gewöhnen.
Dies kann die Situation auch verschlechtern. Vor allem wenn das Korsett stark korrigiert, die Wirbelsäue gelockert´und nicht gefestigt ist, und das Korsett dann plötzlich weg gelassen wird.
Nun ist es aber so dass sich viele im Korsett, wenn sie sich dran gewöhnt haben erstmal ganz prächtig fühlen und sich nicht vorstellen können dass sich die Situation ändert. Kann aber passieren und hat man nicht immer in der Hand.
Also meine Meinung ist (auf meiner Erfahrung als tendenziell eher bewegliche Person mit eher schlechtem Bindegewebe aufbauend, für andere kann das sicher anders sein):
Ziel sollte langfristige Lebensqualität und Schmerzreduktion sein, Krümmungsverbesserung (eh meist unrealistisch bei Erwachsenen Skoliosen) muss sich dem Unterordnen. Verbesserung der Haltung kann aber notwendig sein für weniger Schmerzen, muss es nicht sein, Haltung ist zumindest nicht immer alleiniger Grund fürSchmerzen.
Im Standardfall erst Schroth Reha und den Erfolg eines halben Jahres bis Jahres üben abwarteb (kann man schon mal Geduld lernen, die braucht men eh...), je nach Bedarf ergänzt durch Masnahmen wie Schwimmen, Walken, Fitness, Alltagsanpassung, enspannungstrainig etc
Falls dann noch Schmerzen und bei entsprechender Indikation kann man ja ein gut abgestimmtes Korsett probiereren.
Stabilisation ist super wichtig. Dehnung verkürzter Muskulatur und gezielte KOrrektur Streckung ist zwar auch wichtig, aber bitte im gesamtphysiologischen Rahmen bleiben und am Besten im Rahmen von stabilisierenden Massnahmen, (wie das bei Schroth der Fall ist). Lockerungen des Wirbelgefüges sind zu vermeiden. Mit KOrsett erreicht man grundsätzlich schneller und mehr Dehnung als ohne, das kann nach hinten losgehen. (kann wie bei Silas aber auch gut sein)
Externe Mobilisation oder gar manipulation nur sehr vorsichtig, von hocherfahrenen Personen, gezielt und nur wenn sich Blockaden sonst garnicht lösen. Viel lieber vom Osteopath als vom 0815 Chirotherapeut. Am besten ganz vermeiden bei Hypermobilität.
Dr Hoffmann bekommt nur von einem Teil seiner mit KOrsett versogten PAtienten Rückmeldung wie es verlaufen ist, da viele nicht mehr kommen oder nur direkt zu Rahmouni gehen.
Obwohl Dr Hoffmann wohl selbst der Meinung ist dass nur leichte Entdrehung und entlastung durch das Korsett erreicht werden soll (
http://forum.skoliose-op.info/phpBB2/vi ... d&start=15 ), baut Rahmouni Erwachsenenkorsette oft stark korrigierend, ähnlich wie Jugendkorsette (Siehe unsere Tabelle). In der Annahme dass die Kunden dass so wollen? Oder gegen den Wunsch des Kunden? Ich weis es nicht. Hier scheint es irgendwie ein Kommunikationsproblem und Informationsproblem zu geben. Ich neme an auch Dr Hoffmann ist nicht in der Lage einzuschätzen was ein korigierendes KOrsett IM ALLGEMEINEN DURSCHNITT ODER IM INDIVIDUELLEN FALL LANGFRISTIG bringt und neigt zu einer überpositiven Einschätzung aufgrund herausstehender positivbeispiele. Das muss mann wissen wenn man seinen Rat einholt.
David