ICH WEISS NICHT MEHR WEITER

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Peter20

ICH WEISS NICHT MEHR WEITER

Beitrag von Peter20 »

hallo leute,

sry der beitrag is länger geworden als gedacht würde mich trotzdem über jede hilfreiche antwort freuen.

ich möchte euch zunächst einmal erzählen wie meine beschwerden entstanden sind,
also vor ungefähr 2 jahren so mit 18 habe ich mich beim limbo tanzen ( mit nach hinten gebeugtem rücken unter einer waagerechten stange durchtanzen) ziemlich weit nach hinten gebeugt, ich verspürte anschliessend keinen schmerz oder sonst was, lediglich ein dumpfes gefühl in der lws voraufhin ich mich nach vorne beugte und es knacksen liess und auch meine lws einrenkte( aufdenrücken legen, ein Bein anwinkeln und über das andere ziehen) das knacksen tat mir gut, ich gewöhnte mir diese methode an und machte is nun immer öfters am tag, anschliessend hatte ich immer ein dumpfes gefühl zwischen der bws und dem rechten schulterblatt, es schien als wäre dort ein muskel total verhärtet, es folgte eine ständig verspannte nackenmuskulatur, es wurde zu gewohnheit alles knacksen zulassen weil ich zur linderung der schmerzen und verspannungen auch keine andere möglichkeit sah, trotzdem war sport kein problem solange ich mich abend mal bisschen einrenkte.

auf rat der ersten orthopäden bei dem ich war ging ich in fitnessstudio und des öfteren schwimmen, ich machte nun 1 halbes jahr krafttraining welches sich auch äußerlich sehr bemerkbar machte. die dumpfen gefühle von scheinbaren verspannungen blieben jedoch an.nun hörte ich wegen zeitlichen gründen mit krafttraining auf, saß im häufiger wegen schule und zur vorbereitung auf die abiturprüfungen machte nur gelegentlich sport, weiterhin renkte ich mich mehrmals am tag selbst ein indem ich im liegen die beine übereinander zog und die fäuste vor der brust gegeneinander presste.schliesslich bemerkte ich ich das wenn ich meinen rücken in eine gerade haltung bringen wollte, sprich rückenmuskulatur von oben bis unten anspannen wollte, eine total krumme und schiefe haltung einnahm, es schien als ob sich meine wirbelsäule verdrehen würde(brustkorb drückte rechts raus, lws verdreht)egal wie sehr ich mich streckte und renkte nix half, nach 1 paar besuchen beim hausartzt suchte ich wieder einen orthopäden auf, der röngte mich und sagte ich hätte eine leichte rechtsgeneigte haltung und solle sport machen. ich ging sehr viel joggen und 3 mal die woche boxen, zudem machte ich sehr viele bodyweight übungen. jedoch konnte ich viele übungen gar nicht korekkt ausführen weil meine ws nicht komplett in spannung bringen konnte und wenn dann krumm und schief, und sogar beim laufen hatte ich andauernd das bedürfnis mich strecken zumüssen weil meine rechte rückenhälfte zuverspannen schien. ich ging zueinem anderen orthopäden der annhand der röntgenbilder sagte, dass ich eine blockade in der lws hätte und renkte sie ein. was jedoch nicht lange hielt. dann behandelte er mich mit akupunktur was sich später als geldmacherei heraustellte, ein andere orthopäde sagte ich solle im studio meinen rückenstärken , das tat ich dann auch aber leider wurde es dann schlimmer ich hatte nach jeder übung das gefühl als müsste wieda was eingerenkt werden und renkte und streckte mich vergebens, auch viele rücken übungen gingen gar nicht, wie zum beispiel rudern horizontal, wenn ich zum beispiel etwas zumir ziehe dann verdreht sich wieda die ws wie beshrieben ( brustkorb drückt rechts hervor usw). als ich dies beim orthopäden berichtete das ich meinen rücken nicht komplett anspannen kann, musste ich mir solche bemerkungen anhören wie ya wo nichts is kann man auch nichts anspannen undsoweiter, (dabei sah man schon deutlich eine aufgebaute rückenmuskulatur, breites kreis etc), nun war schon der nächste orthopäde an der reihe, der röntgte erneut und stellte fest das zahlreiche blockaden in ws vorhanden waren, renkte mich dann wiedermal ein, als die beschwerden am nächten tag mit voller stärke wieda da waren ging ich ( weil es wochenende war) zum notartzt, der verschrieb mir 6 mal manuelle therapie, der renkte mich wieda von kopf bis fuss ein und stellte zusätzlich fest das also obere lws und bws sehr steif seien und deshalb meine ws nicht federte sondern bei belastung sich nach rechts beugte was zu den blockaden führte, was anderes als kraftübungen und einrenkten macht er jedoch auch nicht, und beschwerden halten an.ich kann kein sport mehr machn weil anschliessend alles verspannt, zudem habe ich zwischen bws und schulterblatt ein ziemliche verspannung(wenn man draufdrückt rutscht es hin und her)
ICH WEISS ECHT NICHT MEHR WEITER? was soll ich machen, kennt ihr einen spezialist( ich wohne in Aachen) würde jedoch jeden artzt aufsuchen solange es was bringen sollte, was gibt es für methoden, besser gesagt gibt es methoden? danke für jeden hilfreichen beitrag.
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Thomas
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Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
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Beitrag von Thomas »

Hallo Peter,

Deine Geschichte ist leider nicht außergewöhnlich. Es gibt leider nur sehr wenige Orthopäden, die sich mit Wirbelsäulendeformitäten wirklich auskennen.

In Aachen kenne ich keinen, aber Du kannst ja mal unter der Rubrik 'Gesucht / Gefunden' suchen.

Manche fahren durch die halbe Republik, um einen guten (konservativ behandelnden) Wirbelsäulenorthopäden zu finden und eine richtige Diagnose zu bekommen.

Gruß Thomas
peter20

Beitrag von peter20 »

Thomas zunächst einmal danke für die antwort, wie gesagt bin ich auch bereit durch die halbe republik zureisen, wer wäre denn nun so ein spezialist?
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Peter,


Also meine Meinung zu der Sache.

1)Das viele Einrenken hat deiner Wirbelsaeule NICHT gut getan, und es waere besser gewesen dies zu unterlassen. Du bist aber nicht der einzige der "einrenksuechtig" wird, passiert vielen Menschen, ist ja auch nachvollziehbar, da man denkt es hilft einem.

2)Es kann sein dass das Einrenken zu Lockerungen des Kapselbandapparates und oder zu Funktionsstoerungen und Schwaechungen der stabiliserenden Muskulatur gefuehrt hat. Und zwar sowohl auf Ebene der Wirbel als Rippengelenke.

3)Jetzt fehlt deinen Gelenken die Stabilitaet (wahrscheinlich sowohl aktive als auch passive Stabilitaet) und deswegen

-kommt es zu fehlfunktionieren und Reizungen im Gelenk und daher spannt die Muskulatur schnell an und blockiert das Gelenk um es zu schuetzen
-fliessen die Gelenkbewegungen nicht mehr und hast du dauernd das Gefuehl dich wieder einrenken zu muessen
-hast du das Gefuehl keine "funktionelle" Kraft entwicken zu koennen. (das ist vielleicht auch ein Resultat eines Einschlafens oder einer Hemmung der inneren stabiliserenden Muskulatur. Es scheint eine typische Reaktion zu sein dass die innere Muskulatur bei Schmerzen abbaut und oder gehemmt wird. Dies lauft alles ueber Nerven und Synapsen.
-Deine Krumme und schiefe Haltung kann ein Resultat von Verspannungen aufgrund der Instabilitaeten sein.
Es kann auch sein dass eine echte Wirbesaulenverkruemmung vorliegt. Dies muss abfeklaert werden. (siehe unten)


Ich erkenne einen Teil deiner Symptome und bei mir gehe ich davon aus, dass sie durch Instabilitaeten entstehen

Was kann man tun?

akzeptieren, dass es fuer den jetzigen Zustand keine schnelle Heilung gibt und unter Umstaenden keine Vollstaendige Heilung (Bindegewebe ist nicht durch Trainig aktiv verkuerzbar, es kann sich etwas anpassen aber das braucht Ewigkeiten und ist oft unvollstaendig)

davon ausgehen dass die meisten Aerzte von Instabilitaetsproblemen keine Ahnung haben und deshalb falsch behandeln (einrenken) In diesem Fall besser nicht hingehen. Im Grunde gibt es eh keine Behandlung die seitens eines Arztes ausgefuert werden koennte. er kann nur den richtigen Rat geben.

Selbstmobilisation und Einrenken konsequent unterlassen. Und zwar moeglichst fuer immer. Stattdessen heisse Badewanne oder Duschen zum vorruebergehenden entspannen

Den Sport machen der subjektiv gut tut

Nicht zu viel Hoffnug auf krafttraining setzen (Hast ja selbst bemerkt dass es das nicht bringt)

Wenn Uebeungen dann Uebungen die nicht mit maximaler Kraft ausgefuert sondern solche die auf Aktivierung und Koordinerung der inneren Muskulatur ziehlen. (einen guteh Physio zu rat ziehen der sich mit Instabilitaeten auskennt)
Es geht nicht um Kraft es geht um Koordination und Steuerung der inneren Muskulatur, die immoment falsches Feedback bekommt aber gleichzeitig viel mehr passive Instabilitaet kompensieren muss.

Versuchen sich davon nicht psychisch fertig machen zu lassen. Das ganze ist schmerzhaft und kann die Lebensqualitaet beeinflussen ist aber in keinster Weise Lebensbedrohlich.

Die Schmerzen werden wieder besser, eine gewisse Instabilitaet bleibt oft erhalten, eine teilweise Besserung kann mit viel Gedult erreicht werden.

P.S Wenn du beim Boxen wiederholt und regelmeaesig Schlaege auf den Kopf bekommst schadet dies deinem Hirn und das Risiko auf Demenz erhoeht sich. Nur mal so als Info. Egal ob mit oder ohne Kopfschutz.

P.P.S falls du eine echte Skoliose oder Kyphose hast solltest du auch Schroth Therapie in Erwaegung ziehen

Alles Gute

David

P.P.P.S

ich komme auch aus der Umgebung von Aachen,
wuerde mich interessieren mich mit dir persoenlich auszutauschen

Interessante Seiten (zum Thema Instabilitaet, nicht zum Thema Wirbelsaeulenverkruemmung)

http://www.physio.de/forum/read.php?f=3&i=15124&t=15110
(auch die vorherigen Berichte angucken!)
http://www.chiropraktik.ch/Deutsch/Ihre ... fm?ID=1324
(auch nach anderen Frage zum Thema Einrenken und Hypermobilitaet suchen)
http://www.hypermobilitaets-syndrom.de/
http://www.dr-gumpert.de/html/stbilisie ... aeule.html
peter20

Beitrag von peter20 »

hey david danke für den hilfreichen beitrag, hier ist meine msn adresse: urban-camouflage@hotmail.de, würde mich auch interessieren wenn wir erfahrungen austauschen könnten.
peter20

Beitrag von peter20 »

http://www.klinikum-dessau.de/klinikenu ... nbeii.html

hey leute bin beim recherchieren hierauf gestoßen, kennt diese methode jemand?oder hat jemand erfahrung.
natürlich will ich zur OP alles mögliche versuchen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Peter20 hat geschrieben:hey leute bin beim recherchieren hierauf gestoßen, kennt diese methode jemand?oder hat jemand erfahrung.
natürlich will ich zur OP alles mögliche versuchen.
Stopp!
Bevor Du Dich über OP Methoden informierst, solltest Du Dich erst mal ganz intensiv um eine kompetente Diagnose und entsprechende konservative Behandlungsvorschläge kümmern!

Stichwort Dr. Hoffmann in Stuttgart/Leonberg.

Gruss
Klaus
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Auch STOPP von mir.

Ich glaube da gibt es ein Missversteandniss. Ich habe in meinem letzten Post oft das Wort Instabilitaet gebraucht. Ich habe das getan weil es bei dir Moeglich ist (es ist nur eine Idee, keine Diagnose, bin kein Artzt!) dass du damit zu tun hast.
Ich habe damit eine reduzierung der passiven und aktiven Gelenkstabilitaet gemeint welche zu Gelenkfehlfunktionieren fuert.
Was ich damit nicht gemeint habe ist ein auf einem Roentgenbild sichtbares verschieben der Wirbel gegeneinander.

Lezteres kann und sollte man in manchen Faellen operieren.
Ersteres kann man nicht operieren und normalerweise auch nicht mit einem Roentgenbild erkennen, es geht da um Fehlfunktion im micro und milimeter Bereich. Mann kann nur aufgrund des klinischen Bildes und eventuell mit Tastbefund grob darauf schliessen.

Grundsetzlich solltest du mit einem Roentgenbild abklaeren lassen ob eine Wirbelsaulenverkruemmung vor liegt oder einee andere knoecherne Veraenderung (hier ist Dr Hoffmann sehr fuer geeignet). Weiterhin kann ein MRT Sinnvoll sein wenn der Verdacht auf Bandscheibenprobleme besteht. Dr Hoffmann kennt sich sehr gut mit vielen Orthopaedischen Problemen aus aber such er ist nicht perfekt.
Erst die diagnose , dann die Therapie.

David
Peter20

Beitrag von Peter20 »

ok, ich werde mir dann mal ein termin bei dr hoffmann geben lassen.
was muss ich eigentlich tun um an einer Rehakur teilzunehmen ?
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benipat
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Beitrag von benipat »

Hallole,

das wird Dr. Hoffmann dann mit dir nach gesicherter Diagnose besprechen. Er gibt dir dann auch so einen Vorantrag gleich mit.

Würde aber sagen, dass die Diagnose jetzt erst mal wichtig ist und dann wirst du sicher von ihm beraten, wie und was zu tun ist !

Grüßle

benipat
peter20

Beitrag von peter20 »

ok danke sehr, ich versuche jetzt erstmal bei dr hoffmann nen termin zukriegen.dann shreibe ich hierrein wie es war.
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