Meiner Mutter raubt die Diagnose den Schlaf
Verfasst: Fr, 11.02.2011 - 21:11
Hallo miteinander,
meine Mutter (72 Jahre) bekommt zunehmend in den letzten 5 Jahren "einen Buckel". Sie war bereits bei mehreren Ärzten. Die Knochendichteuntersuchung hat ergeben, dass sie zwar eine geringere Knochendichte hat, aber nur in einem Wirbel eine so geringe Dichte, dass man von Osteoporose sprechen kann. Der Wirbel ist aber nicht in sich zusammengebrochen.
Sie hat als Gegenmaßnahme ein Stützkorsett bekommen (so ein Stoffteil mit einer Art Hosenträger, die die Schultern nach hinten ziehen). Das trägt sie aber nicht, weil sie es alleine nicht angezogen bekommt, sie aber leider alleine lebt.
Heute war sie bei einem Physiotherapeuten, der Ihr die Diagnose "Skoliose" genannt und ihr gesagt hat, dass ihr Buckel zwangsläufig immer schlimmer wird. Er sagte, dass weder Korsett noch Krankengymnastik daran irgendetwas ändern kann. Ihr schwirren jetzt die Bilder der "bösen Hexe" bei Hänsel und Gretel vor Augen, in gekrümmter Haltung am Stock gehend. Dementsprechend aufgelöst war sie am Telefon.
Ich habe gerade nach Skoliose gegoogelt und kann die Bilder, die ich gefunden habe, nicht mit meiner Mutter verbinden. Bei der Skoliose ist das "S" in der Wirbelsäule sehr deutlich zu sehen, wenn man den Rücken von hinten betrachtet. Meine Mutter hat aber nicht von hinten betrachtet einen krummen Rücken, sondern von der Seite betrachtet. Nach den Bilder von Google zu schließen, trifft das Bild einer Kyphose m.E. ziemlich genau das, was meine Mutter hat.
Nach dem, was ich gerade gelesen habe, kann man bei einer Kyphose gegensteuern (Gymnastik, Korsett), bei einer Skoliose hingegen fast nicht. Wahrscheinlich erst recht nicht in dem Alter. Stimmt das so?
Gibt es Skoliosen, die man von hinten nicht direkt sieht, die sich aber in einem Buckel darstellen?
Wie schnell nehmen die Sympome zu, muss ich damit rechnen, das meine Mutter mit 75 tatsächlich nur noch extrem nach vorn gebeugt laufen wird?
Gerne würde ich meine Mutter etwas beruhigen. Vielleicht kann mir ja jemand von Euch aus Eurem Wissen und Euren Erfahrungen helfen und Tips geben.
Vorab vielen Dank
Heiko
meine Mutter (72 Jahre) bekommt zunehmend in den letzten 5 Jahren "einen Buckel". Sie war bereits bei mehreren Ärzten. Die Knochendichteuntersuchung hat ergeben, dass sie zwar eine geringere Knochendichte hat, aber nur in einem Wirbel eine so geringe Dichte, dass man von Osteoporose sprechen kann. Der Wirbel ist aber nicht in sich zusammengebrochen.
Sie hat als Gegenmaßnahme ein Stützkorsett bekommen (so ein Stoffteil mit einer Art Hosenträger, die die Schultern nach hinten ziehen). Das trägt sie aber nicht, weil sie es alleine nicht angezogen bekommt, sie aber leider alleine lebt.
Heute war sie bei einem Physiotherapeuten, der Ihr die Diagnose "Skoliose" genannt und ihr gesagt hat, dass ihr Buckel zwangsläufig immer schlimmer wird. Er sagte, dass weder Korsett noch Krankengymnastik daran irgendetwas ändern kann. Ihr schwirren jetzt die Bilder der "bösen Hexe" bei Hänsel und Gretel vor Augen, in gekrümmter Haltung am Stock gehend. Dementsprechend aufgelöst war sie am Telefon.
Ich habe gerade nach Skoliose gegoogelt und kann die Bilder, die ich gefunden habe, nicht mit meiner Mutter verbinden. Bei der Skoliose ist das "S" in der Wirbelsäule sehr deutlich zu sehen, wenn man den Rücken von hinten betrachtet. Meine Mutter hat aber nicht von hinten betrachtet einen krummen Rücken, sondern von der Seite betrachtet. Nach den Bilder von Google zu schließen, trifft das Bild einer Kyphose m.E. ziemlich genau das, was meine Mutter hat.
Nach dem, was ich gerade gelesen habe, kann man bei einer Kyphose gegensteuern (Gymnastik, Korsett), bei einer Skoliose hingegen fast nicht. Wahrscheinlich erst recht nicht in dem Alter. Stimmt das so?
Gibt es Skoliosen, die man von hinten nicht direkt sieht, die sich aber in einem Buckel darstellen?
Wie schnell nehmen die Sympome zu, muss ich damit rechnen, das meine Mutter mit 75 tatsächlich nur noch extrem nach vorn gebeugt laufen wird?
Gerne würde ich meine Mutter etwas beruhigen. Vielleicht kann mir ja jemand von Euch aus Eurem Wissen und Euren Erfahrungen helfen und Tips geben.
Vorab vielen Dank
Heiko
