Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
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Nordlicht1
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Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hallo Leute,
nach langer Zeit des Mitlesens verfasse ich nun meinen ersten Beitrag. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich dieses Forum echt super finde. Bin dadurch endlich an den richtigen Arzt und Therapie gekommen.
Nun zu meiner Frage: Ich bin etwas verwirrt über die Situation der Oberschenkel bezüglich einer Hyperlordose. Ich dachte eigentlich immer, dass die Beinrückseite (hintere Oberschenkelmuskulatur) bei einer Hyperlordose überdehnt ist und deswegen gekräftigt werden muss. So habe ich es zu mindestens auf vielen Internetseiten gelesen. Dies macht für mich eigentlich auch Sinn, denn bei einer Hyperlordose kippt das Becken ja vorne. Starke Beinrückseiten würden dann doch das Becken hinten nach unten ziehen und es damit dann wieder zurück kippen lassen.
Hier im Forum habe ich aber gelesen: „Typisch in die Hyperlordose ziehende Verkürzungen sind die Beinrückseiten.“ Aber warum?
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was richtig ist und hoffe, dass ihr mir da weiterhelfen könnt.
Gruß Nordlicht1
nach langer Zeit des Mitlesens verfasse ich nun meinen ersten Beitrag. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich dieses Forum echt super finde. Bin dadurch endlich an den richtigen Arzt und Therapie gekommen.
Nun zu meiner Frage: Ich bin etwas verwirrt über die Situation der Oberschenkel bezüglich einer Hyperlordose. Ich dachte eigentlich immer, dass die Beinrückseite (hintere Oberschenkelmuskulatur) bei einer Hyperlordose überdehnt ist und deswegen gekräftigt werden muss. So habe ich es zu mindestens auf vielen Internetseiten gelesen. Dies macht für mich eigentlich auch Sinn, denn bei einer Hyperlordose kippt das Becken ja vorne. Starke Beinrückseiten würden dann doch das Becken hinten nach unten ziehen und es damit dann wieder zurück kippen lassen.
Hier im Forum habe ich aber gelesen: „Typisch in die Hyperlordose ziehende Verkürzungen sind die Beinrückseiten.“ Aber warum?
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was richtig ist und hoffe, dass ihr mir da weiterhelfen könnt.
Gruß Nordlicht1
- Kaffeetrinker
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Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :) - Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^) - Wohnort: Südpfalz
Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hmmm ich versuchs dir mal an einem Beispiel zu erklären.....
Du nimmst 2 Blätter Papier legst sie übereinander und tackerst sie oben zusammen.
Dann stellst du die 2 Blätter auf die Seite, das linke Blatt ist dein unterer Rücken, das rechte die Muskulatur, das linke Blatt hälst du fest, das rechte ziehst du runter und zack was entsteht, ein Hohlkreuz ^^
So ähnlich darfst du dir das vorstellen, und wenn du das rechte Blatt wieder entspannst(loslässt) kommt das ganze wieder ins Gleichgewicht, deswegen müssen wir ja das dehnen, sprich verlängern, entspannen dass das Gleichgewicht wieder da ist.
Du nimmst 2 Blätter Papier legst sie übereinander und tackerst sie oben zusammen.
Dann stellst du die 2 Blätter auf die Seite, das linke Blatt ist dein unterer Rücken, das rechte die Muskulatur, das linke Blatt hälst du fest, das rechte ziehst du runter und zack was entsteht, ein Hohlkreuz ^^
So ähnlich darfst du dir das vorstellen, und wenn du das rechte Blatt wieder entspannst(loslässt) kommt das ganze wieder ins Gleichgewicht, deswegen müssen wir ja das dehnen, sprich verlängern, entspannen dass das Gleichgewicht wieder da ist.
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Nordlicht1
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hallo Kaffeetrinker,
dein Beispiel setzt aber voraus, dass der obere Ansatz der hinteren Oberschenkelmuskulatur irgendwo auf Höhe der BWS befestigt ist, dann würde dieser Mechanismus entstehen. Oder sehe ich das falsch? Aber die hintere Oberschenkelmuskulatur verläuft ja vom Bereich der Kniekehle bis hoch zum Becken und setzt dort an.
Dazu dieses Bild: http://www2.uni-jena.de/erzwiss/projekt ... uecken.jpg
dein Beispiel setzt aber voraus, dass der obere Ansatz der hinteren Oberschenkelmuskulatur irgendwo auf Höhe der BWS befestigt ist, dann würde dieser Mechanismus entstehen. Oder sehe ich das falsch? Aber die hintere Oberschenkelmuskulatur verläuft ja vom Bereich der Kniekehle bis hoch zum Becken und setzt dort an.
Dazu dieses Bild: http://www2.uni-jena.de/erzwiss/projekt ... uecken.jpg
- Kaffeetrinker
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Reha BaSa 02/03 2014
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
stimmt hast recht.....
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Nordlicht1
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
oder ist beides gut, dehnen und kräftigen.........macht das Sinn?........
- Klaus
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hallo Nordlicht,
vielleicht solltest Du das einfach mal praktisch sehen.
Was passiert denn, wenn Du die Beinrückseite dehnen willst?
In Rückenlage (wirklich Rücken flach am Boden) die Beine abwechselnd nach oben strecken, möglichst in 90 Grad Position.
Bekommst Du das denn hin und tut das weh?
Meine Frage wäre auch, wie sieht denn der übrige Rücken aus?
Eine isolierte Hyperlordose ist selten.
Gruß
Klaus
vielleicht solltest Du das einfach mal praktisch sehen.
Was passiert denn, wenn Du die Beinrückseite dehnen willst?
In Rückenlage (wirklich Rücken flach am Boden) die Beine abwechselnd nach oben strecken, möglichst in 90 Grad Position.
Bekommst Du das denn hin und tut das weh?
Meine Frage wäre auch, wie sieht denn der übrige Rücken aus?
Eine isolierte Hyperlordose ist selten.
Gruß
Klaus
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Nordlicht1
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hallo Klaus,
ich habe es ausprobiert die Beine bei 90 Grad im Liegen nach ob zu strecken. Also ganz bekomme ich es nicht hin und ich spüre eine starke Spannung. Aber was bedeutet das für mein Hohlkreuz? Ich würde gerne die Wirkmechanismen zwischen den Muskeln und der Beckenstellung verstehen?
Ich persönlich habe einen typischen Rundhohlrücken Zustand nach Scheuermann.
Gruß
Nordlicht
ich habe es ausprobiert die Beine bei 90 Grad im Liegen nach ob zu strecken. Also ganz bekomme ich es nicht hin und ich spüre eine starke Spannung. Aber was bedeutet das für mein Hohlkreuz? Ich würde gerne die Wirkmechanismen zwischen den Muskeln und der Beckenstellung verstehen?
Ich persönlich habe einen typischen Rundhohlrücken Zustand nach Scheuermann.
Gruß
Nordlicht
- Klaus
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Das solltest Du Dir am besten von einem Therapeuten an Dir selbst erklären lassen.Nordlicht1 hat geschrieben:Ich würde gerne die Wirkmechanismen zwischen den Muskeln und der Beckenstellung verstehen?
Also die typische Hyperkyphose und Hyperlordose.Ich persönlich habe einen typischen Rundhohlrücken Zustand nach Scheuermann.
Ich hoffe, Du kannst bei Deinen Übungen beide gleichzeitig korrigieren.
Gruß
Klaus
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skoliose-gondelsheim
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Re: Beinrückseiten bei Hyperlordose verkürzt oder überdehnt?
Hallo Nordlicht
Die hintere Beinmuskulatur entspringt wie bereits geschrieben wurde unterhalb der Kniekehle und setzt am unteren Teil des Beckens, am Sitzbeinhöcker an. Wird das Bein bewegt, zieht die Muskulatur dasselbe nach hinten und beugt das Knie. Hier
http://flexikon.doccheck.com/de/Ischiocrurale_Muskeln
siehst du, wie das Knie gebeugt wird, ohne, dass das Bein nach hinten bewegt wird.
Zieht die selbe Muskulatur am Becken, entsteht in der LWS normalerweise eine Aufhebung der Lordose. Das kann man sehr schön im Sitzen beobachten: Bei verkürzter hinterer Beinmuskulatur ist das Becken gerne nach hinten gekippt, so, dass in der gesamten Wirbelsäule oft ein Rundrücken entsteht.
Im Umkehrschluss kann man aber nicht sagen, dass eine Lordose in jedem Fall die hintere Beinmuskulatur überdehnt, denn der Körper entwickelt immer Ausweichmechanismen, die dazu führen, dass sich Wirkmechanismen umkehren oder gegenseitig aufheben. Und diese Ausweichmechanismen sind bei jedem Menschen sehr individuell. Zum Beispiel kommt es nicht nur auf die Kippung des Beckens an sondern auch darauf, ob es im Stand mehr über den Fersen oder mehr über dem Vorfuß steht. Allein diese Stellung kann alles wieder verändern.
Deine Vermutung, dass Dehnen und Kräftigen gleichermaßen wichtig ist, stimmt auf alle Fälle. Ein "gedehnter" Muskel kann durchaus kräftig sein und ein verkürzter schwach und umgekehrt. Wenn du niemanden hast, der sich das genau anschaut, mach beides!
Beim Dehnen in Rückenlage ist jedoch darauf zu achten, dass das nicht zu dehnende Bein flach auf dem Boden liegen bleibt, weil ein angestelltes Bein das Becken nicht daran hindert "mitzugehen". Im Fall einer ausgeprägten LWS-Lordose lässt man das (nicht zu dehnende) Bein allerdings dann stehen, wen bei abgelegtem Bein irgendwo Schmerzen entstehen. Da nimmt man dann die abgeschwächte Wirkung in Kauf.
So weit, so gut?
LG
Karin
Die hintere Beinmuskulatur entspringt wie bereits geschrieben wurde unterhalb der Kniekehle und setzt am unteren Teil des Beckens, am Sitzbeinhöcker an. Wird das Bein bewegt, zieht die Muskulatur dasselbe nach hinten und beugt das Knie. Hier
http://flexikon.doccheck.com/de/Ischiocrurale_Muskeln
siehst du, wie das Knie gebeugt wird, ohne, dass das Bein nach hinten bewegt wird.
Zieht die selbe Muskulatur am Becken, entsteht in der LWS normalerweise eine Aufhebung der Lordose. Das kann man sehr schön im Sitzen beobachten: Bei verkürzter hinterer Beinmuskulatur ist das Becken gerne nach hinten gekippt, so, dass in der gesamten Wirbelsäule oft ein Rundrücken entsteht.
Im Umkehrschluss kann man aber nicht sagen, dass eine Lordose in jedem Fall die hintere Beinmuskulatur überdehnt, denn der Körper entwickelt immer Ausweichmechanismen, die dazu führen, dass sich Wirkmechanismen umkehren oder gegenseitig aufheben. Und diese Ausweichmechanismen sind bei jedem Menschen sehr individuell. Zum Beispiel kommt es nicht nur auf die Kippung des Beckens an sondern auch darauf, ob es im Stand mehr über den Fersen oder mehr über dem Vorfuß steht. Allein diese Stellung kann alles wieder verändern.
Deine Vermutung, dass Dehnen und Kräftigen gleichermaßen wichtig ist, stimmt auf alle Fälle. Ein "gedehnter" Muskel kann durchaus kräftig sein und ein verkürzter schwach und umgekehrt. Wenn du niemanden hast, der sich das genau anschaut, mach beides!
Beim Dehnen in Rückenlage ist jedoch darauf zu achten, dass das nicht zu dehnende Bein flach auf dem Boden liegen bleibt, weil ein angestelltes Bein das Becken nicht daran hindert "mitzugehen". Im Fall einer ausgeprägten LWS-Lordose lässt man das (nicht zu dehnende) Bein allerdings dann stehen, wen bei abgelegtem Bein irgendwo Schmerzen entstehen. Da nimmt man dann die abgeschwächte Wirkung in Kauf.
So weit, so gut?
LG
Karin