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teilfixierter Rundrücken oder doch nicht
Verfasst: So, 15.06.2014 - 16:32
von 0Mauerblümchen0
Hallo,
Beim Orthopäden bekam ich die Diagnose Skoliose 18° und eben teilfixierter Rundrücken. Die 2. Diagnose führt dazu, dass ich eine Einstellungsuntersuchung nicht bestanden habe.
Ist ein teilf. Rundrücken eindeutig feststellbar? Es wurde geröntgt, hinstellen und runterbeugen, ich komme fast mit der ganzen Handfläche auf den Boden. Und auf einer Liege liegend mit herunterhängenden Armen sollte ich mich aus der Bauchlage hochbeugen.
Könnten andere Ärzte zu anderen Ergebnissen kommen?
Gibt es Tests die ich ausprobieren kann?
Schmerzen habe ich nicht, nie gehabt. Bin wbl. 43, sportlich, sehr kräftig und kann schwere Sachen gut heben. Ich kann das Ergebniss nicht akzeptieren, der Rundrücken ist da, aber durch mich ausgleichbar.
Re: teilfixierter Rundrücken oder doch nicht
Verfasst: So, 15.06.2014 - 16:44
von minimine
Hallo Mauerblümchen,
herzlich willkommen hier im
"Andere" Ärzte (im Sinne von Spezialisten, die sehr rar sind) würden eine WS-Ganzaufnahme sowohl für den Rundrücken, als auch für die Skoliose machen und dann beides vermessen. Anschließend würden sie dir mögliche Behandlungen aufzeigen, damit du nicht noch krummer oder sogar evtl. wieder etwas korrigiert werden und du weiterhin schmerzfrei bleiben würdest.
Was für eine Einstellungsuntersuchung hast du denn nicht bestanden? Evtl. könnte dies ein Spezialist auch widerlegen, da manche "normale" Ärzte manchmal auch etwas übertreiben (oder untertreiben

) oder durch eine Behandlung dafür sorgen, dass du die nächste Einstellungsuntersuchung bestehst. Kommt aber alles darauf an, evtl. ist das Nicht-Bestehen ja gerechtfertigt, dafür hast du uns zu wenig Infos geschrieben bzw. lieben zu wenig Untersuchungsergebnisse vor.
Re: teilfixierter Rundrücken oder doch nicht
Verfasst: So, 15.06.2014 - 18:00
von 0Mauerblümchen0
Danke dir für die schnelle Antwort.
Es war schon ein Spezialist, junger Orthopäde im Krankenhaus des Arbeitgebers im öff. Dienst. Da es eine Einstellungsuntersuchung war, darf ich den Befund nicht lesen. Und habe mir nur einiges merken können, was der Arzt gesagt hat.
Roentgenbilder ganze WS wurden gemacht und auch vermessen, er hat mir nur den Wert für die Skoliose genannt, der laut seiner Messung erst zu hoch war 23°, nach dem Radiologiebefund dann nur noch 18°, der Grenzwert war 20. Also bestanden.
Dann wurde gesagt, der Rücken ist teilfixiert , nach dem Bewegen und beugen, und damit war ich raus. Mehr Infos habe ich leider auch nicht.
Re: teilfixierter Rundrücken oder doch nicht
Verfasst: Mo, 16.06.2014 - 10:56
von Klaus
Hallo 0Mauerblümchen0,
Es war schon ein Spezialist, junger Orthopäde im Krankenhaus des Arbeitgebers im öff. Dienst
minimine meinte aber einen Spezialisten für Fehlstellungen der Wirbelsäule.
Einerseits ist es verständlich, dass Du aufgrund deiner beschwerdelosen Situation auf ein für Dich positives Ergebnis hoffst.
Andrerseits sieht das nach einem typischen Rundrücken (Hyperkyphose) mit vermutlichem Hohlkreuz (Hyperlordose) aus, bei dem oft eine begleitende Skoliose unter 20 Grad auftritt. So etwas kann (individuell sehr unterschiedlich) durchaus beschwerdelos bzw. beschwerdearm sein.
Aber auch mit 43 Jahren ist man nicht unbedingt davor abgesichert, dass sich die Situation trotzdem verschlechtern kann.
Könnten andere Ärzte zu anderen Ergebnissen kommen?
Es klingt sicherlich etwas merkwürdig, aber "normale" Orthopäden übersehen schon mal Rundrücken/Hohlkreuz, insbesondere wenn keine Beschwerden vorliegen. Es wäre also eine Möglichkeit.
Nur wenn hier schon eine regelrechte Einstellungsuntersuchung aufgrund einer WS Röntgen-Ganz-Aufnahme gemacht wurde und auch Winkel ausgemessen wurden, sieht es nicht ganz so gut aus. Offensichtlich ist es eine Definitionssache, wie man die Situation aus ärztlicher Sicht gegenüber dem Arbeitgeber veranschaulicht.
Mit "teilfixierten Rundrücken" ist wahrscheinlich gemeint, dass es sich nicht einfach um eine Fehlhaltung handelt und insgesamt eine Einschränkung vorhanden ist. Einen BWS Kyphose Winkel von über 40 Grad würde man als Hyperkyphose bezeichnen, ohne dass der Arbeitgeber vermutlich was damit anfangen könnte.
So wie Du Deine Situation beschreibst, hast Du aber wohl gar keine Einschränkungen. Inwieweit man das als Widerspruch formulieren könnte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall würde ich mir die Winkel geben lassen!
Gruß
Klaus