WS-Operation bei Kind mit geistiger Behinderung
Verfasst: Mi, 12.10.2005 - 17:50
Hallo,
ich habe einen 16-jährigen Sohn, der unter einer geistigen Behinderung unbekannter Ursache leidet. Damit verbunden ist eine muskuläre Hypotonie, und diese wiederum hat vermutlich dazu beigetragen, daß er einen ziemlich starken M. Scheuermann entwickelt hat. Abgesehen davon, daß wir seit gut zwei Jahren Krankengymnastik machen, waren wir auch in Heidelberg und vor etwa 18 Monaten in Bad Wildungen. Die einhellige Meinung war, daß nur eine OP in Frage kommt. Der Cobb-Winkel ist etwa 90°, und der Junge sieht, vor allem von der Seite, einfach schrecklich aus.
Die Krankengymnastik wirkt u. a. darum nicht besonders, weil mein Sohn die Bewegungen nicht wirklich nachahmen kann. Er legt sich jeden Tag wenigstens eine Stunde auf den Bauch, macht auch einige Übungen.
Aber: er will die OP nicht, und wird von seiner Umgebung (Schule, Großeltern) eher dahin beeinflußt, daß sie gefährlich sei. Alle Professionellen (Hausarzt, Orthopäde, Klinikärzte, Krankengymnastin) sind für die OP, und der Rest ist dagegen. Ich - die Mutter - bin auch eher für die OP, weil mir die langfristigen Konsequenzen bei so einem Rücken sehr unheimlich sind.
Inzwischen ist er so ziemlich ausgewachsen, und beim letzten Röntgen hieß es, der Rücken hätte sich in den letzten 18 Monaten kaum verändert. Allerdings kommt jetzt eine Skoliose hinzu.
In vielen Beiträgen von jungen Leuten in diesem Forum klang durch, daß man eine OP aus ästethischen Gründen will. Nun, das spielt bei meinem Sohn absolut keine Rolle. Fast würde ich sagen, leider.
Wie die Sache juristisch aussieht, weiß ich nicht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, ihn dazu zu zwingen. Er muß ja auch bei einer OP vorher und nachher kräftig mitarbeiten. Es ist auch bei den Gesprächen in den Kliniken angeklungen, daß man ihn nicht gegen seinen ausgesprochenen Willen operieren würde.
Der Orthopäde will jetzt so etwas wie eine Entscheidung von uns haben, daß mit der KG will er nicht mehr unterstützen.
Habt Ihr irgendwelche Ideen dazu?
Gruß Bettina
ich habe einen 16-jährigen Sohn, der unter einer geistigen Behinderung unbekannter Ursache leidet. Damit verbunden ist eine muskuläre Hypotonie, und diese wiederum hat vermutlich dazu beigetragen, daß er einen ziemlich starken M. Scheuermann entwickelt hat. Abgesehen davon, daß wir seit gut zwei Jahren Krankengymnastik machen, waren wir auch in Heidelberg und vor etwa 18 Monaten in Bad Wildungen. Die einhellige Meinung war, daß nur eine OP in Frage kommt. Der Cobb-Winkel ist etwa 90°, und der Junge sieht, vor allem von der Seite, einfach schrecklich aus.
Die Krankengymnastik wirkt u. a. darum nicht besonders, weil mein Sohn die Bewegungen nicht wirklich nachahmen kann. Er legt sich jeden Tag wenigstens eine Stunde auf den Bauch, macht auch einige Übungen.
Aber: er will die OP nicht, und wird von seiner Umgebung (Schule, Großeltern) eher dahin beeinflußt, daß sie gefährlich sei. Alle Professionellen (Hausarzt, Orthopäde, Klinikärzte, Krankengymnastin) sind für die OP, und der Rest ist dagegen. Ich - die Mutter - bin auch eher für die OP, weil mir die langfristigen Konsequenzen bei so einem Rücken sehr unheimlich sind.
Inzwischen ist er so ziemlich ausgewachsen, und beim letzten Röntgen hieß es, der Rücken hätte sich in den letzten 18 Monaten kaum verändert. Allerdings kommt jetzt eine Skoliose hinzu.
In vielen Beiträgen von jungen Leuten in diesem Forum klang durch, daß man eine OP aus ästethischen Gründen will. Nun, das spielt bei meinem Sohn absolut keine Rolle. Fast würde ich sagen, leider.
Wie die Sache juristisch aussieht, weiß ich nicht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, ihn dazu zu zwingen. Er muß ja auch bei einer OP vorher und nachher kräftig mitarbeiten. Es ist auch bei den Gesprächen in den Kliniken angeklungen, daß man ihn nicht gegen seinen ausgesprochenen Willen operieren würde.
Der Orthopäde will jetzt so etwas wie eine Entscheidung von uns haben, daß mit der KG will er nicht mehr unterstützen.
Habt Ihr irgendwelche Ideen dazu?
Gruß Bettina