Wer kann mich aufklären???? Kyphose, Morbus Scheuermann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Phil_B80

Wer kann mich aufklären???? Kyphose, Morbus Scheuermann

Beitrag von Phil_B80 »

Hallo Leute,

habe selbst Skoliose und habe unteranderem einen Flachrücken, aber
was ist:

1)Kyphose

2) Morbus Scheuermann

Ich werde aus den Definitionen auf dieser Seite nicht ganz schlau...

3) Kennt jemand ne gute Übung für den Flachrücken außer der den "Großen Bogen"??? Ich dachte da zum Beispiel an der Übung Butterfly vorwärts.

Danke für euere Antworten

Gruß Phil
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Phil,

wie wäre es mit "Basiswissen"--> rechteckiger Button oben auf der Seite.
3) Kennt jemand ne gute Übung für den Flachrücken außer der den "Großen Bogen"??? Ich dachte da zum Beispiel an der Übung Butterfly vorwärts.
Wie wäre es, wenn Du dazu im alten Post bleibst?
Ich finde es nicht hilfreich, wenn Du meinen Tipp mit "Butterfly vorwärts" nicht beantwortest und hier nochmal in Frage stellst. :<

Gruss
Klaus
Phil_B80

Beitrag von Phil_B80 »

Ja, ok sorry aber mehrer Meinungen können doch nicht schaden oder???

aber trotzdem soweit wie ich gelesen hab steht nix drin was ich wissen will nur so Fachausdrücke....

Sprich ich wollte einfach wissen:

Morbus Scheuermann=Flachrücken oder = Rundrücken

Kyphose= Rundrücken oder =Flachrücken


Mehr nicht, also Klaus du weißt sicherlich Rat.
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Definition :
Der Morbus Scheuermann ist eine bei Heranwachsenden auftretende Wachstumsstörung der Wirbelsäule.
Das typische Alter für das Auftreten des Morbus Scheuermann ist zwischen 8 und 14 Jahren. Jungen sind dabei häufiger betroffen als Mädchen.
Die Wirbel zwischen dem 5. und 11. Brustwirbel wachsen in ihren vorderen Anteilen schneller als in den hinteren. Seltener ist auch der obere lumbale Abschnitt (L1-L3)(untere Wirbelsäule) untere betroffen.

Dadurch entstehen typisch geformte Keilwirbel. Die Deckplatten der Wirbelkörper weisen zudem Inkonsistenzen auf, durch die Anteile der Zwischenwirbelscheiben in den Wirbelkörper eintreten können. Die beim ungleichmäßigen Wachstum entstehenden Verformungen der Wirbel sind assymetrisch. Daher kommt es zur Ausbildung einer übermäßigen Kyphose.(= Rundrücken!)

Mit dem Alter von etwa 18 Jahren sistiert(stoppt) mit dem Abschluss des Wachstums auch das pathologische Wachstum im Rahmen eines Morbus Scheuermann. Es kommt zu keiner weiteren Progression. (kein weiteres Fortschreiten)


Symptomatik
Bei der überwiegenden Zahl der Betroffenen verläuft der Morbus Scheuermann zur Zeit des Fehlwachstums asymptomatisch. Nur ein kleiner Teil der Patienten leidet unter Rückenschmerzen.
Beschwerden entstehen bei den meisten Patienten im Erwachsenenalter, wenn durch die Fehlstellung der Wirbelsäule bedingt Verspannungen und Überdehnungen der Rückenmuskulatur entstehen. Vom Morbus Scheuermann betroffene Patienten leiden gehäuft unter degenerativen Erkrankungen der Bandscheiben. Insbesondere durch die im Rahmen der vermehrten Brustkyphose entstehende übermäßige Lendenlordose führt zu einem gesteigerten Risiko für Lumbalsyndrome.

Diagnostik
Die Diagnose kann am besten durch eine seitliche Röntgenaufnahme und das klinische Bild gestellt werden. Die typischen Veränderungen im Sinne einer Scheuermann-Trias sind:
Keilwirbel
Schmorl-Knorpelknötchen: In die Wirbelkörper eingetretene Anteile der Zwischenwirbelscheibe
Übermäßige Kyphose der BWS

Ergänzend kann eine Verkürzung des Abstands zwischen den betroffenen Wirbeln festgestellt werden.


Kyphose:Einteilung nach Krankheitswert
Physiologische Kyphose: Darunter versteht man die natürlicherweise auftretende, leichte Krümmung der Brustwirbelsäule nach dorsal.

Pathologische Kyphose: Eine Kyphose ist pathologisch( nicht mehr normal,)wenn sie in anderen Abschnitten der Wirbelsäule (Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule) auftritt, oder ihre Ausprägung den physiologischen Grenzwert überschreitet. Eine pathologische Kyphose der Brustwirbelsäule liegt ab einer dorsal-konvexen Krümmung der Wirbelsäule von über 40° vor.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Räkelkönigin hat geschrieben:
Mit dem Alter von etwa 18 Jahren sistiert(stoppt) mit dem Abschluss des Wachstums auch das pathologische Wachstum im Rahmen eines Morbus Scheuermann. Es kommt zu keiner weiteren Progression. (kein weiteres Fortschreiten)
Das wäre ZU SCHÖN um wahr zu sein, wenn es denn tatsächlich so wäre und sich die Wirbelsäulen Erwachsener genau so verhalten würden, wie es in den voneinander abgeschriebenen medizinischen Lehrbüchern der Herren Professoren geschrieben steht.
Leider können Wirbelsäulen keine medizinischen Fachbücher lesen und machen was sie wollen! :D

Ich kenne außer mir noch mindestens 7 weitere Fälle, wo sich bei Erwachsenen der angeblich "fixierte" BWS-Kyphosewinkel innerhalb eines Jahres um bis zu 10° Cobb (im schlimmsten mir bekannten Fall) verschlimmert hat.
Es gibt bei Kyphosen (und nicht NUR bei M.Scheuermann-Kyphosen) sowas wie eine "Adult-Progredienz"!
Ich habe auch schon von Skoliosen gehört und gelesen, die sich im Erwachsenenalter so massiv verschlechtert hatten, daß die sog. "Weinstein-Progredienz" um ein Vielfaches überschritten wurde.
Oft auch Operierte in den unversteiften Bereichen.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Phil hat geschrieben:Sprich ich wollte einfach wissen:

Morbus Scheuermann=Flachrücken oder = Rundrücken

Kyphose= Rundrücken oder =Flachrücken
Also einfach ausgedrückt:

Kyphose, genauer gesagt Hyperkyphose, kann durch Morbus Scheuermann ausgelöst werden, muss aber nicht.
Die Physiotherapeuten sprechen dabei von einem Rundrücken, eine übermässige Krümmung der Wirbelsäule nach aussen.

Im Gegensatz dazu gibt es den Flachrücken, der nicht die normale natürliche Krümmung hat, sondern flacher verläuft, eine Hypokyphose.

Das alles bezieht sich auf Vorgänge im BWS Bereich.

Wenn andere Bereiche betroffen sind, kann das so wie bei mir aussehen:
Hyperkyphose fast im LWS Bereich, heißt bei den Therapeuten Sitzkyphose.
Damit verbunden ist sozusagen als Ausgleich ein Flachrücken, Hypokyphose, im oberen BWS Bereich und zu allem Überfluss noch eine kurze Hyperlordose im LWS Bereich. (übermässige Krümmung nach innen)
Damit kann eine (Hyper)Kyphose auch ganz schön kompliziert sein. :)

Gruss
Klaus

Übrigens ist der Begriff Kyphose hier immer mit Hyper- oder auch Hypo-Kyphose verbunden, generell eine Abweichung von der normalen Krümmung der WS.
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Toni hat geschrieben:
Räkelkönigin hat geschrieben:
Mit dem Alter von etwa 18 Jahren sistiert(stoppt) mit dem Abschluss des Wachstums auch das pathologische Wachstum im Rahmen eines Morbus Scheuermann. Es kommt zu keiner weiteren Progression. (kein weiteres Fortschreiten)
Das wäre ZU SCHÖN um wahr zu sein, wenn es denn tatsächlich so wäre und sich die Wirbelsäulen Erwachsener genau so verhalten würden, wie es in den voneinander abgeschriebenen medizinischen Lehrbüchern der Herren Professoren geschrieben steht.
Leider können Wirbelsäulen keine medizinischen Fachbücher lesen und machen was sie wollen! :D
Stimmt leider ,wie du ja selber an Beispielen bennennst.....
Habe den Text (ausser den Übersetzungen in Klammern) auch nur abkopiert....schäm schäm.... :flehan: :shy: :nixweiss:


Räkelkönigin :juggle:
Phil_B80

Beitrag von Phil_B80 »

Kyphose, genauer gesagt Hyperkyphose, kann durch Morbus Scheuermann ausgelöst werden, muss aber nicht.
Die Physiotherapeuten sprechen dabei von einem Rundrücken, eine übermässige Krümmung der Wirbelsäule nach aussen.

Im Gegensatz dazu gibt es den Flachrücken, der nicht die normale natürliche Krümmung hat, sondern flacher verläuft, eine Hypokyphose.

Das alles bezieht sich auf Vorgänge im BWS Bereich.

Wenn andere Bereiche betroffen sind, kann das so wie bei mir aussehen:
Hyperkyphose fast im LWS Bereich, heißt bei den Therapeuten Sitzkyphose.
Damit verbunden ist sozusagen als Ausgleich ein Flachrücken, Hypokyphose, im oberen BWS Bereich und zu allem Überfluss noch eine kurze Hyperlordose im LWS Bereich. (übermässige Krümmung nach innen)
Damit kann eine (Hyper)Kyphose auch ganz schön kompliziert sein.



Danke erst einmal für eure Aufklärung, ich glaub ich habs kapiert, aber da wird man ja fast klirre im kopp.

Hätte man nicht definitionen nehmen können die leichter aus einamder zu halten sind.Ich mein mit Hypo und Hyper. Wer soll dat noch auseinander halten. Echt irre...

Zück zum Thema:

Also ich hab dann eine Hypokyphose= Flachrücken. Danke nochmal.

Wenn man überhaupt von Vorteil reden kann, bei einer Skoliose, ist dies dann nicht vorteilhafter gegenüber eines Rundrückens??
Ich mein das hängt natürlich immer von den Gradzahlen ab, aber ich meine halt allgemein, denn ich denke die Bandscheiben werden nicht so stark belastet. Richtig???
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Wenn man überhaupt von Vorteil reden kann, bei einer Skoliose, ist dies dann nicht vorteilhafter gegenüber eines Rundrückens??
Ich mein das hängt natürlich immer von den Gradzahlen ab, aber ich meine halt allgemein, denn ich denke die Bandscheiben werden nicht so stark belastet. Richtig?
"vorteilhaft" würde ich weder eine Skoliose noch einen Rundrücken bezeichnen. :/ Bei beiden hat man Fehlbelastungen der Wirbelgelenke und Bandscheiben. Und entsprechende Abnutzungserscheinungen.

Oder meintest Du ein Flachrücken (wie du ihn hast) sei vorteilhafter als ein Rundrücken?? Da ist es in der Tat so, dass eher beim Rundrücken eine ungünstigere Belastung der Bandscheiben gegeben ist, als beim Flachrücken.
Der Flachrücken ist ja sozusagen eine"Steilstellung" der Wirbelsäule. Da steht dann eher das Problem im Vordergrund, dass die natürlichen Schwünge der Wirbelsäule nicht so da sind wie sie es idealerweise sein sollten und es damit auch zu anderen Belastungen der Wirbelkörper und Muskulatur kommt.


Räkelkönigin :juggle:
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Beitrag von Klaus »

Phil hat geschrieben:Danke erst einmal für eure Aufklärung, ich glaub ich habs kapiert, aber da wird man ja fast klirre im kopp. ..

Hätte man nicht definitionen nehmen können die leichter aus einamder zu halten sind.Ich mein mit Hypo und Hyper. Wer soll dat noch auseinander halten. Echt irre...
Ja das ist der Unterschied zwischen Ärzten und Physiotherapeuten.
Bei meiner REHA in Bad Salzungen war ich auch erst mal ziemlich irritiert, weil ich nur die "Kyphose Begriffe" kannte und nicht die bildlichen, besser verständlichen Begriffe Rund-und Flachrücken oder auch Sitzkyphose.
Man sollte schon alle kennen, sonst gibt es kommunikative Probleme, auch bei der REHA.

Und wenn dann noch für die Skoliose Patienten die diversen Definitionen dazukommen........

Gruss
Klaus
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