Füße, Zehen und Körperhaltung
Verfasst: Di, 01.08.2006 - 17:43
Hallo
Vor ein paar Tagen laß ich die Aussage eines ansonsten etwas seltsamen Arztes zum Thema Füße, Fußhaltung, Zehen und den Muskeln die von den Zehen ausgehen. Ungefähr ging das so: für eine gesunde aufrechte Haltung sei die Entwicklung der Muskulatur an den Füßen und die Stellung derselben unentbehrlich. Diese sei mit dem Gebrauch der Zehen verbunden. Aufgrund der Gangart und des Schuhwerkes + Untergrund (Schuhe auf Beton, statt Barfuss auf Sand/Gras)sei diese Muskulatur bei vielen Menschen unterentwickelt.
So etwas ähnliches habe ich nun schon ein paar mal gehört: meine erste Fysiotherapeutin gab mir auch immer Korrekturanweisungen für meine Füße, eine andere Fysiotherapeutin ließ mich Bohnen mit den Zehen aufpicken und auch in dem Artikel „Krankengymnastische Behandlung bei Morbus Scheuermann„ (von Schroth und Weiss) wird auf Fußübungen hingewiesen. („Um das Quer und Längsgewölbe zu betonen“)
Also probierte ich folgende kleine Übung aus: Barfuss auf den Boden stellen , dann die Zehen in den Boden drücken, so daß man das Gefühl hat die Ferse würde sich leicht anheben. Man kann auch die Ferse leicht anheben, aber man darf nicht vollständig „auf den zehenspitzen“ stehen. Ich fand den Effekt verblüffend: ohne daß ich weiter bewuste Korrekturbewegungen initierte richtete sich meine Haltung auf: das Becken kippte nach hinten, die Bauchmuskeln wurden aktiviert und die Kyphosen strekte sich. Nicht stark das ganze aber ich fand es verblüffend daß diese Korrektur quasi automatisch allein durch den Impuls an den Zehen ausgelöst wurde. Belastet ich daraufhin meine Fuß wie gewohnt. (plattfüsig mit gewicht Richtung Ferse) war es als würde die Spannung aus meinem Rumpf genommen und ich sackte ein. Mich aus diese „platten“ Fusstellung aufzurichten kostet viel mehr Mühe. Bin daraufhin eine Stunde Barfuss auf einem weichen Waldweg gelaufen und habe darauf geachtet die Zehen dabei einzusetzen. Auch beim gehen machte ich die gleichen Erfahrungen.
Was meint ihr dazu: Macht es innerhalb von Kyphosenbekämpfung Sinn die Füße und die Zehen „zu trainieren“ oder zuminedst zu aktivieren (zum Beispiel durch Barfuss auf Sand laufen)? Was habt ihr für Erfahrungen?
Wenn man annimmt dass die Muskeln der Menschen in Ketten geschaltet sind und eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied macht das schon Sinn. Und auch die Veränderung der Stellung eines Gelenkes hat ja die Veränderung der Stellung der anderen Gelenke zu Folge.
Und die MBT Schuhe versuchen doch auch gehen im Sand zu imitieren?
Gruß david
Vor ein paar Tagen laß ich die Aussage eines ansonsten etwas seltsamen Arztes zum Thema Füße, Fußhaltung, Zehen und den Muskeln die von den Zehen ausgehen. Ungefähr ging das so: für eine gesunde aufrechte Haltung sei die Entwicklung der Muskulatur an den Füßen und die Stellung derselben unentbehrlich. Diese sei mit dem Gebrauch der Zehen verbunden. Aufgrund der Gangart und des Schuhwerkes + Untergrund (Schuhe auf Beton, statt Barfuss auf Sand/Gras)sei diese Muskulatur bei vielen Menschen unterentwickelt.
So etwas ähnliches habe ich nun schon ein paar mal gehört: meine erste Fysiotherapeutin gab mir auch immer Korrekturanweisungen für meine Füße, eine andere Fysiotherapeutin ließ mich Bohnen mit den Zehen aufpicken und auch in dem Artikel „Krankengymnastische Behandlung bei Morbus Scheuermann„ (von Schroth und Weiss) wird auf Fußübungen hingewiesen. („Um das Quer und Längsgewölbe zu betonen“)
Also probierte ich folgende kleine Übung aus: Barfuss auf den Boden stellen , dann die Zehen in den Boden drücken, so daß man das Gefühl hat die Ferse würde sich leicht anheben. Man kann auch die Ferse leicht anheben, aber man darf nicht vollständig „auf den zehenspitzen“ stehen. Ich fand den Effekt verblüffend: ohne daß ich weiter bewuste Korrekturbewegungen initierte richtete sich meine Haltung auf: das Becken kippte nach hinten, die Bauchmuskeln wurden aktiviert und die Kyphosen strekte sich. Nicht stark das ganze aber ich fand es verblüffend daß diese Korrektur quasi automatisch allein durch den Impuls an den Zehen ausgelöst wurde. Belastet ich daraufhin meine Fuß wie gewohnt. (plattfüsig mit gewicht Richtung Ferse) war es als würde die Spannung aus meinem Rumpf genommen und ich sackte ein. Mich aus diese „platten“ Fusstellung aufzurichten kostet viel mehr Mühe. Bin daraufhin eine Stunde Barfuss auf einem weichen Waldweg gelaufen und habe darauf geachtet die Zehen dabei einzusetzen. Auch beim gehen machte ich die gleichen Erfahrungen.
Was meint ihr dazu: Macht es innerhalb von Kyphosenbekämpfung Sinn die Füße und die Zehen „zu trainieren“ oder zuminedst zu aktivieren (zum Beispiel durch Barfuss auf Sand laufen)? Was habt ihr für Erfahrungen?
Wenn man annimmt dass die Muskeln der Menschen in Ketten geschaltet sind und eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied macht das schon Sinn. Und auch die Veränderung der Stellung eines Gelenkes hat ja die Veränderung der Stellung der anderen Gelenke zu Folge.
Und die MBT Schuhe versuchen doch auch gehen im Sand zu imitieren?
Gruß david