Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
Schroth ohne Reha zu lernen ist schwierig, aber ob Du bei ihr gut aufgehoben bist, musst Du letzenendes selbst wissen. Denkst Du denn, dass Dir die Übungen was bringen und hast Du das richtige Körpergefühl dabei (um z.B. auch zu wissen, ob Du die Übungen daheim richtig machst).
Manche KGs kombinieren Schroth mit anderer KG, was auch nicht so schlecht ist und den "Alltagsübungen" in BaSa und Sobernheim ähnlich kommt, die man auch daheim üben kann. Viele KGs besitzen nämlich nicht die Komplettausstattung für die Schroth-Hilfsmittel (Bänkchen, Deckenspiegel).
Wieviel Grad Krümmung hast Du denn? Schmerzen?
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
Alexandra33 hat geschrieben:Bin ich bei ihr in den besten Händen, wenn ich keine Reha in Deutschland bewilligt bekomme?
Gerade bei Kyphose (ich nehme an, Du hast eine) tun sich viele Therapeuten vor Ort schwer, weil dies in der Praxis offensichtlich weniger vorkommt, als Skoliose.
Wie mohnblume schon gesagt hat, Du musst über das Körpergefühl kontrollieren, ob Deine Kyphose korrigiert wird bzw. Du aus der Kyphose bei den Übungen herauskommst.
In Österreich sollte es eigentlich schon möglich sein, eine REHA in Deutschland genehmigt zu bekommen. Es gibt einige Posts dazu, musst mal auf Suche gehen.
Ja,ja, ich hab eine Kyphose, einen typischen Zustand nach Morbus Scheuermann, Schmorlsche Knötschen, unregelmäßig abgegrenzte Deckplatten, Hyperlordose der Lendenwirbelsäule,...
Wirbeldeckeneinbrüche hab ich Gott sei Dank keine.
Meine Grad der Krümmung weiß ich leider nicht, meine Orthopädin hat sie mir zwar genannt, doch da ich damals noch nicht wusste, dass diese Gradanzahl von mich von Bedeutung sei, hab ich sie mir nicht gemerkt.
Bisjetzt bin ich schmerzfrei.
Ich gehe in ein paar Wochen zu einem andren Orthopäden, privat, er ist Primar der Orthopädie, und möchte ihn wegen der Gradanzahl fragen.
Er ist ein Freund von Dr Weiß, dem Leiter von Bad Sobernheim.
Meine Physiotherapeutin ist meines Erachtens ausgezeichnet geschult und kompetent. Ich mag sie sehr, es hat sich ein freunschaftliches Verhältnis aufgebaut, sie ist sehr bemüht um mich. Sie meint, dass sie es sich mit ihren Erfahrungswerten absolut nicht vorstellen kann, dass sich meine Kyphose verschlimmern könnte, wenn ich KG mache. Sie rät mir nur den Besuch eines Fitnesszentrums, da meine Rückenmuskeln extrem schwach sind. Sie würde selbst mit mir hingehen und mir die optimalen Übungen zur Aufrichtung zeigen und mich einschulen.
Was meint ihr?
Auf alle Fälle fühl ich mich nach einer Stunde bei ihr irgendwie schon "begradigt", mein Körpergefühl ist anders, ich denke gleich, mein Rücken wird grader.
Ich mag sie sehr, es hat sich ein freunschaftliches Verhältnis aufgebaut, sie ist sehr bemüht um mich. ...
...Sie würde selbst mit mir hingehen und mir die optimalen Übungen zur Aufrichtung zeigen und mich einschulen.
Diese beiden Aussagen sprechen für sich und diese Erfahrung mit deiner Therapeutin ist kostbar wie Goldstaub! Du bist nämlich keine Nr. in ihrer Kartei und auch nicht irgendein Patient XY, man kennt deine Geschichte , ist bemüht dir weiter zu helfen, das ist ganz wichtig, womit ich wieder bei meinem Lieblingsthema "ganzheitliche Medizien" bin .
Vor 4 Jahren habe ich eine Familie aus Österreich in Bad Salzungen kennengelernt, die seit 6 Jahren mit ihrer Tochter dort zu Reha fahren(jedes Jahr). Wir sind inzwschen sehr befreundet und besuchen uns regelmäßig. Bei ihr gab es keine Probleme mit der Bewilligung, im letzten Jahr war auch eine Frau aus Österreich da , bei der es anscheinend auch ohne Probleme ging, soll ich meine Bekannte mal fragen ?
Es würd mich interessieren, wie es deine Bekannte bewerkstelligt hat, nach Bad Sobernheim zur Reha zu kommen.
Ich bin bei der BVA (Beamtenversicherung) versichert, und ich denke, dass die noch weniger bewilligen als die Gebietskrankenkasse.
Aber ich weiß es nicht. Eine Überweisung vom Orthopäden wird wohl nicht reichen. Braucht man einen Fürsprecher?
Bei mir wurde ebenfalls ein Z.n. Scheuermann diagnostiziert, mit Hyperkyphose (im Februar waren es 53° n. Stagnara), sekundärer Hyperlordose und leichter Skoliose (10° thorakal).
Ich bekam Schroth-KG verordnet (von Dr. Hoffmann in Leonberg).
Mein Physiotherapeut hat gesagt, daß die meisten, die Schroth-KG bekommen, diese wegen der Skoliose bekommen. Es gibt aber auch Übungen speziell gegen Kyphose (z.B. die "50-Mal-Übung"). Es ist aber (meiner Meinung nach) nicht so leicht, diese Übungen in Eigenregie richtig zu machen.
Manchmal muß ich auch Übungen machen, die nicht zu "Schroth" gehören. Ich finde, das ergänzt sich ganz gut.
Meinem Gefühl nach bringt mir die Schroth-KG mehr als die "normalen" KG-Einheiten, die ich zuvor hatte.
Zusätzlich mache ich 3-4x pro Monat Rückenschwimmen.
SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Mein Physiotherapeut hat gesagt, daß die meisten, die Schroth-KG bekommen, diese wegen der Skoliose bekommen. Es gibt aber auch Übungen speziell gegen Kyphose (z.B. die "50-Mal-Übung").
Es ist ja das Problem, dass die Kyphose in den Praxen nicht so häufig vorkommt und die Therapeuten schnell die symmetrischen Kyphose Übungen, von denen es jede Menge gibt, nach ihrer Ausbildung "vergessen".
Das liegt auch daran, dass die Kyphose bei den Orthopäden vernachlässigt oder ganz einfach ignoriert wird. Das sieht man auch an der wachsenden Zahl der Kyphose-User hier in dieser Rubrik, die das teilweise erst durch das Forum erkannt haben.