Rundrücken - was kann ich noch tun

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Maikl

Rundrücken - was kann ich noch tun

Beitrag von Maikl »

Hallo,

nachdem ich lange gedacht habe, ich müsste mich meine Schicksal eine krummen Rückens mehr oder weniger hingeben, bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe so überhaupt zum ersten Mal den Begriff "Kyphose" gehört und von Schroth, Korsett etc. gelesen.

Ich bin jetzt 30 und frage mich, ob ich noch etwas tun kann, um meine Haltung zu korrigieren.

Kurz zu meiner Rücken-Geschichte:

Mit ca. 15 zum ersten Mal beim Orthopäden gewesen, weil meiner Mutter aufgefallen ist, dass mein Rücken wohl nicht gerade sei. Der sagte - soweit ich mich überhaupt erinnern kann - das sei nicht weiter schlimm, ich könne mich ja bewegen.

Einige Jahre später wieder beim Orthopäden, weil mir meine krumme Haltung auch optisch auf - und missfiel, und ich auch von Anderen darauf angesprochen wurde. Diesmal hieß es, jetzt könne man eh nichts mehr machen, da ich ja ausgewachsen sei.

Damit gab ich mich mehr oder weniger zufrieden, hab in den letzten Jahren aber auch zunehmend Rückenschmerzen bekommen, die ich auf eigene Faust im Fitnesscenter zu bekämpfen begann.

Dieses Jahr war ich wieder beim Orthopäden (nachdem ich dieses Forum gefunden habe), würde geröntgt. Nachdem ich gefragt habe, ob er den Krümmungswinkel benennen konnte (da ich ja hier gelesen habe, dass dieser als Dikussionsgrundlage hier hilfreich ist), sagte er, die Krümmung sei sehr leicht, "auf einer Skala von 1-3 ungefäher zwischen 1 und 2" und verschrieb mir Krankengymnastik. Also nahm ich diese, insgesamt 10 mal 20 Minuten. Wollte mal die Meinung des Therapeuten bzgl. Schroth einholen, das kannte er aber noch nicht.

Ich weiß nicht mehr, wem ich glauben bzw. was ich machen soll. Ich finde meinen Rücken durchaus sehr krumm. Wenn ich versuche, gerade zu stehen, wölbt sich meine Brust unnormal weit nach vorne, was mir mit Erschrecken auffiel, als ich letztens einmal eine Krawatte trug, die dann auf meiner Brust mehr oder weniger "auflag". Ich gehe jetzt einmal in der Woche zur Rückenschule im Fitnesscenter, weiß aber auch nicht, ob das wirklich hilft oder - wie ich hier auch schon gelesen habe - vielleicht sogar eher kontraproduktiv ist.

Ich habe mal ein Foto von meinem Rücken gemacht (Sitzposition ohne Spannung) - was meint ihr dazu? Ich wäre für jede Hilfe oder Tipps dankbar, denn der oft genannte "Leidensdruck" ist bei mir sehr groß.

http://www.bilder-speicher.de/071122135 ... -page.html
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SchwarzeSchnecke
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Re: Rundrücken - was kann ich noch tun

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,
Maikl hat geschrieben:nachdem ich lange gedacht habe, ich müsste mich meine Schicksal eine krummen Rückens mehr oder weniger hingeben, bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe so überhaupt zum ersten Mal den Begriff "Kyphose" gehört und von Schroth, Korsett etc. gelesen.
Selbiges gilt für mich. Mir hat das Forum bisher sehr geholfen. :-)
Ich bin jetzt 30 und frage mich, ob ich noch etwas tun kann, um meine Haltung zu korrigieren.
Ich denke, daß man in den meisten Fällen in jedem Alter was tun kann, wenn auch eine Besserung von 100% ziemlich unwahrscheinlich ist.
Ich bin 22 und habe mithilfe von Korsett und KG eine ganze Menge erreicht.
Diesmal hieß es, jetzt könne man eh nichts mehr machen, da ich ja ausgewachsen sei.
Das haben meine früheren Orthopäden auch zu mir gesagt – hat aber nicht gestimmt!
Dieses Jahr war ich wieder beim Orthopäden (nachdem ich dieses Forum gefunden habe), würde geröntgt. Nachdem ich gefragt habe, ob er den Krümmungswinkel benennen konnte (da ich ja hier gelesen habe, dass dieser als Dikussionsgrundlage hier hilfreich ist), sagte er, die Krümmung sei sehr leicht, "auf einer Skala von 1-3 ungefäher zwischen 1 und 2"
Diese Angabe ist m.E. völlig wertlos.
Krümmungswinkel werden gemessen in ° nach Cobb oder ° nach Stagnara.
Um die Kyphose- und Lordosewinkel bestimmen zu können, muß eine (Ganz-)Wirbelsäulenaufnahme von der Seite angefertigt werden, während man entspannt dasteht.
und verschrieb mir Krankengymnastik. Also nahm ich diese, insgesamt 10 mal 20 Minuten. Wollte mal die Meinung des Therapeuten bzgl. Schroth einholen, das kannte er aber noch nicht.
Ich hatte jahrelang Standard-KG, ohne daß mir dies etwas gebracht hat. Für mich hat es sich gelohnt, nach einem Physiotherapeuten zu suchen, der die Ausbildung nach Schroth gemacht hat. KG nach Schroth ist wirklich etwas ganz anderes!
Ich wäre für jede Hilfe oder Tipps dankbar, denn der oft genannte "Leidensdruck" ist bei mir sehr groß.
Wo wohnst Du denn?
Hier wird häufig Dr. Hoffmann empfohlen. Der hat seine Praxis in Leonberg (das ist in der Nähe von Stuttgart). Es gibt hier im Forum auch irgendwo Listen, in denen Orthopäden genannt werden.

VG, Anne
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo maikl,

@schwarze Schnecke wird es sicherlich bestätigen, dass man hier im Forum jede Menge Fragen haben wird. :)
Dazu ist es aber erforderlich, dass Du Dich hier mit Wohnort bzw. Region und Alter anmeldest. Dann können wir auch konkreter antworten.

Gruss
Klaus
Maikl77
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Beitrag von Maikl77 »

Besten Dank schon mal für die Antworten :-) Wahrscheinlich muss ich wirklich mal die Meinung eines Experten einholen. Dafür würde ich natürlich auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen.

Ich habe jetzt mein Profil aktualisiert, hoffentlich wird es angezeigt. Im Moment wohne ich in Bochum, und ich bin 30.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Maikl77,

willkommen im Forum.

Da Du nun schon einige Zeit Erwachsener bist, wird Dir die [Sammlung] Essen in der Rubrik Gesucht/Gefunden wahrscheinlich nicht so viel weiter helfen.

Die Versorgung in Essen auch mit Korsettbauer Püttmann ist nach meiner Einschätzung eher für Kinder und Jugendliche als sehr gut zu bezeichnen.

Dr. Colemont in Bochum ist nach den letzten Posts zu urteilen, nicht besonders zu empfehlen. Es gibt da wohl viele Überschneidungen zu einem speziellen Fitness Zentrum, was scheinbar dazu führt, dass Verordnungen einer Schroth REHA nicht gern gemacht werden.

Ich kann auch nicht einschätzen, ob wenigstens eine vernünftige Diagnose anhand von Röntgen-Ganz-Aufnahmen von vorn und von der Seite gemacht wird. Die sind notwendig, um die Winkel einigermaßen genau zu bestimmen.
Rein technisch können das nur wenige Orthopäden und leider auch nicht alle Radiologen.

Nach dieser Diagnose wird sicherlich eine Schroth REHA notwendig sein, das könnte man über jeden Orthopäden, der wenigstens Schroth kennt, beantragen. Auch ein Hausarzt, der Dich voll unterstützt, kann das machen. Argumentationshilfen gibt es hier im Forum.

Dazu kommt evtl. die Möglichkeit eines Korsetts, was man sich als Erwachsener genau überlegen sollte und auch sehr von der tatsächlichen Diagnose abhängig ist!

Und da wird es kompliziert, weil nur ganz wenige Orthopäden das unterstützen. Und bei Erwachsenen wird die Auswahl an kompetenten Korsettbauern (OT's) auch sehr gering. OT Püttmann ist zwar ein sehr netter und kompetenter Mann, aber die Erfahrungen bei Erwachsenen sind möglicherweise nicht so gross. Und dann nützt es auch nicht so viel, wenn man weiß, dass er entsprechende Orthopäden kennt, die das Erwachsenen-Korsett auch verordnen.

Mit Dr. Hoffmann in Stuttgart hast Du sozusagen die kompetente Rundum-Erstversorgung, die Dich den entscheidendenSchritt nach vorn bringt.

Du musst für Dich entscheiden, ob Du in Deiner Region gezielt mit den Tipps noch weiter probierst oder gleich die Fahrt nach Stuttgart antrittst.

Gruss
Klaus
Maikl77
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Beitrag von Maikl77 »

Ups, jetzt habe ich eine Antwort erstellt, und die war auf einmal weg. Hmm, ok, nochmal:

Interessant, dass es hier anscheinend einen Spezialisten in der Nähe gibt. Am Anfang ist also diese bestimmte Röntgenaufnahme zur Winkelbestimmung wichtig? Ich könnte ja erfragen, ob dr. C das macht, bevor ich den Stuttgarter Experten un Erwägung ziehe.

Mein aktueller Orthopäde hat Aufnahmen von der Seite und von hinten gemacht, bei den seitlichen musste ich die Arme auf eine Stange vor mir legen. Ich weiß aber nicht mehr genau, wieviel vom Rücken auf den Aufnahmen abgebildet waren. Aber wenn du schreibts, dass man dafür eine spezielle Ausrüstung braucht, war es wohl nicht der ganze Rücken bzw. nicht genug Rücken.

Kann man denn aus meinem Bild hier ersehen, welchen Krümmungsgrad ich ungefähr haben müsste? Bzw. wie "schlimm" es bei mir überhaupt ist und ob man überhaupt schon ein Korsett in Erwägung ziehen müsste? Ich hab ja keine Ahnung ...

Besten Dank
Maikl
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Maikl77 hat geschrieben:Kann man denn aus meinem Bild hier ersehen, welchen Krümmungsgrad ich ungefähr haben müsste? Bzw. wie "schlimm" es bei mir überhaupt ist und ob man überhaupt schon ein Korsett in Erwägung ziehen müsste? Ich hab ja keine Ahnung ...
Also im Gegensatz zu einigen Postern hier im Forum vertrete ich die Ansicht, dass ohne eine vernünftige Diagnose jede konkrete Äusserung zu Deiner Situation eigentlich unverantwortliche Spekulation ist.

Du musst wissen, dass zwischen einer optischen Darstellung des Rückens durch Foto oder sogenannter ziemlich teurer 3-D Aufnahme und der tatsächlichen Wirbelkörpersituation durch ein Röntgenbild ein grosser Unterschied bestehen kann.
Auf dem Symposium in Bad Salzungen hat uns das im Sommer Dr. Steffan eindringlich bestätigt. Er hat schon oft Patienten gehabt, die er optisch sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung ziemlich falsch eingeschätzt hat.

Wenn Dein Orthopäde eine "selbstgebastelte" Skala von 1-3 benutzt und Dich als 1,5 einstuft, dann kann ich Dich höchstens beruhigen und sagen, besonders dramatisch ist es nicht.
Aber das auch nur vor dem Hintergrund, dass ich davon ausgehe, dass Du Dich jetzt intensiv um Deine Situation kümmerst!!
Andrere würden das möglicherweise als Signal sehen, die Dinge doch erst mal langsam angehen zu lassen.

Also ohne konkrete Winkel lässt sich nichts über eine Korsettversorgung sagen.
Trotzdem kann es nichts schaden, Dich hier mal ausführlich über das Thema zu informieren. Da gibt es jede Menge aktueller Posts!

Gruss
Klaus
Maikl77
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Beitrag von Maikl77 »

ja, ich glaube auch, dass mein Fall noch relativ "harmlos" ist, aber ich denke auch, dass ich viel zu lange zu wenig für meinen Rücken getan habe. Wie auch, man vertraut ja auf das Expertenwissen der Orthopäden, und als es quasi hieß: "halt krumm gewachsen, basta", dachte ich halt, mehr als den Rücken im Fitnesscenter auf eigene Faust zu stärken könne ich nicht tun.

Nachdem ich mich bei meinem letzten Orthopädenbesuch wieder nicht ernst genommen fühlte (ich schilderte auch, dass sich meine Brust beim Versuch, gerade zu stehen, nach vorn wölbt, worauf ich nur eine Art schmunzeln erntete - sowohl beim Orthopäden als auch beim KG-Therapeuten), will ich jetzt aber auf jeden Fall endlich in die richtige Richtung gehen und "retten", was zu retten ist. Ich bin halt nur noch etwas orientierungslos, deshalb wende ich mich an das Forum.

Nur noch einmal zum Verständnis - der erste Schritt muss sein, vom Orthopäden den Krümmungsgrad anhand eines Röntgenbildes des kompletten Rückens festzustellen? Welche Fachbegriffe muss ich hier nennen/kennen, um nicht vergeblich einen Termin zu vereinbaren?

Vielen Dank & beste Grüße
Maikl
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Beitrag von Klaus »

Maikl77 hat geschrieben:Nur noch einmal zum Verständnis - der erste Schritt muss sein, vom Orthopäden den Krümmungsgrad anhand eines Röntgenbildes des kompletten Rückens festzustellen? Welche Fachbegriffe muss ich hier nennen/kennen, um nicht vergeblich einen Termin zu vereinbaren?
Es müssen die Winkel nach Cobb ausgemessen werden, die eine Aussage über die Stärke der Kyphose/Skoliose darstellen.

Bei der Kyphose (Rundrücken) muss man eigentlich genauer "Hyperkyphose" sagen, denn die BWS hat eine natürliche Kyphose (Wölbung nach aussen) von ca. 30 Grad, die abhängig vom Alter ist.
Dazu muss die Aussage über eine wahrscheinlich vorhandende Hyperlordose (Hohlkreuz) kommen.

Und es kommt häufig vor, dass zusätzlich eine relativ geringe Skoliose dazu kommt, die ebenfalls mit einem Winkel angeben werden muss.
In diesem Fall ist jede Abweichung von 0 Grad eine nicht natürliche Krümmung.

Dann sollten Aussagen über die Wirbelkörper selbst kommen, z.Bsp. Keilwirbel oder Fixierungen sind bei einer Therapie wichtig.
z. Bsp. die sogenannten Schmorlschen Knötchen sind Kennzeichen eines Morbus Scheuermann, der Auslöser für den Rundrücken ist, aber dieser Auslöser spielt bei der Therapie nicht so sehr eine Rolle.

Guck bitte auch mal in Basiswissen!

Gruss
Klaus
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Beitrag von Maikl77 »

So, jetzt habe ich einen Termin bei Dr. Colemont in etwa zwei Wochen. Habe gerade zu diesem Zweck vom anderen Orthopäden meine Röntgenaufnahmen abgeholt und bin mal sehr gespannt, ob ich etwas Neues erfahre.

Auf dem Rückweg habe ich mich dann doch etwas geärgert, als ich an einer Physiopraxis vorbeikam, die anscheinend auch Schroth anbietet, was ja meinem letzten Therapeuten völlig unbekannt war. Hm, da hätte ich mich wohl früher erkunden sollen. Na ja, vielleicht kann ich das ja beim nächsten Mal berücksichtigen, so mir nochmal KG verschrieben werden sollte ...

Schöne Grüße
Maikl
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Beitrag von Klaus »

Maikl77 hat geschrieben:So, jetzt habe ich einen Termin bei Dr. Colemont in etwa zwei Wochen. Habe gerade zu diesem Zweck vom anderen Orthopäden meine Röntgenaufnahmen abgeholt und bin mal sehr gespannt, ob ich etwas Neues erfahre.
Dazu solltest Du Dir aber unbedingt die bisherigen Posts zu Dr. Colemont ansehen!
Und mache Dir bitte einen Merkzettel:
Ganz-Aufnahmen von vorn und von der Seite
Winkelangaben
Antrag auf Schroth REHA

Wenn sich bei Dr. Colemont nichts geändert haben sollte, könnte es sein, dass Du bei Schroth auf Granit beißt. Er hat bislang immer das Novotergum Studio bevorzugt.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Maikl77 »

Ja, danke für den Tipp. Ich hab auch schon ein wenig hier über ihn gelesen. Der Dame am Telefon schienen die Themen Winkel und Ganzs-Aufnahmen geläufig zu sein, deshalb bin ich noch ganz guter Hoffnung. Sie meinte, anhand meiner aktuellen Röntgenaufnahmen könne der Dr. dann ja beurteilen, ob das schon Ganz-Aufnahmen seien oder dann ggf. noch welche gemacht werden müssten. In einem Nebensatz erwähnte sie auch 3D-Aufnahmen. ich hab daraus aber nicht entnommen, ob sie auch solche anfertigen.

Mit Schroth-REHA ist nicht das KG-Rezept gemeint, sondern diese mehrwöchige Kur, richtig? Und der würde Dr. C. erfahrungsgemäß diese Novoterm-Praxis vorziehen? Ist diese denn generell abzulehnen, weil jemand schon schlechte Erfahrung gemacht hat oder schlicht, weil dort kein Schroth durchgeführt wird?

Wenn ich's recht verstanden habe, kann ich aber doch mit einem Rezept für eine KG mir eine Praxis aussuchen, die auch Schroth anbietet, oder?

Nun ja, zumindest freue ich mich schon darüber, dass ich anscheinend wieder einen Schritt weiter bin :-)

Schöne Grüße und danke für die Tipps
Maikl
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Beitrag von Klaus »

Maikl77 hat geschrieben:Mit Schroth-REHA ist nicht das KG-Rezept gemeint, sondern diese mehrwöchige Kur, richtig?
Ja!
Und der würde Dr. C. erfahrungsgemäß diese Novoterm-Praxis vorziehen? Ist diese denn generell abzulehnen, weil jemand schon schlechte Erfahrung gemacht hat oder schlicht, weil dort kein Schroth durchgeführt wird?
Grundsätzlich, ganz aktuelle Erfahrungen gibt es nicht!
Aber es sieht so aus, als ob Dr. Colemont mit Novotergum "verbandelt" ist.

Es gibt hier im Forum mehrere sehr ausführliche Diskussionen zu Novotergum, bei der sich auch ein Leiter eines Studios (W. Beermann) intensiv beteiligt hatte. Und dabei ging es auch um Schroth, das dort nicht angeboten wird!
Wir konnten uns aber darauf einigen, dass zumindest für Skoliosen ab 20 Grad eine Verbindlichkeit bestehen sollte, erst eine Schroth REHA zu machen, um dann mit diesem Wissen die Behandlung bei Novotergum fortzuführen.
Zum Zeitpunkt der Diskussionen meldeten sich aber Leute, die in einem anderen und sogar im gleichen Studio gewesen waren. Da war die Rede davon, dass Schroth überhaupt nicht bekannt war.
Um hier Problemen generell aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, aus eigener Kompetenz erst mal die Schroth REHA anzugehen.

Was Novotergum selbst angeht, so ist das offensichtlich eine Art medizinisches Fitness Studio, dass sich auch mit besonderen Geräten ganz gezielt um Rückenprobleme mit Schmerzen kümmert. Bestimmte Anzahl von Trainigseinheiten werden auch von der Krankenkasse übernommen, aber danach ist das eine Privatsache.
Und da setzt meine Kritik an, weil so ein Training eigentlich immer weiter geführt und dann auch die persönliche wirtschaftliche Frage gestellt werden muss.
Dazu kommt, dass die Studienveröffentlichungen nichts konkretes bezüglich Skoliose/Kyphose beinhalten, aber W. Beermann hier von großen Erfolgen bei dieser Patientengruppe berichtet hat.
Natürlich ist eine Schmerzreduktion ein guter Erfolg, nur sollte auch ein Korrekturerfolg ersichtlich sein.

Spezielles Fazit wäre für mich:
1. Schroth REHA machen, am besten in Bad Salzungen, weil es dort auch ein Gerätetraining gibt
2. Danach Novotergum über die KG Verordnung ausnutzen
3. Danach mit dem erworbenen Wissen und richtigen Körpergefühl ein gutes Fitness-Studio zu besseren Konditionen suchen, um dann in eigener Kompetenz langfristig und regelmässig zu trainieren, wobei das tägliche Schroth zuhause nicht vergessen werden darf.

Oder eben nur Schroth, wenn Fitness nicht so das Ding sein sollte. Damit hat man auch sehr gut zu tun, insbesondere die Motivation dazu muss erhalten bleiben. :)
In einem Nebensatz erwähnte sie auch 3D-Aufnahmen. ich hab daraus aber nicht entnommen, ob sie auch solche anfertigen.
Es sollte aber klar sein, dass die bei einer ersten Diagnose nicht unbedingt nötig sind!
Ist eine ziemlich teure Angelegenheit und sollte erst mal abgelehnt werden! Bei einer REHA werden die sowieso gemacht!

Gruss
Klaus
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Beitrag von Maestro »

Wenn Er definitiv Ganzwirbelsäulen Aufnahmen kann als Röbi habt Ihr Mich grad wieder auf meiner Suche nach diesen auf ne Idee gebracht die mit
45 Minuten - 1h 20 Bahnfahrt recht nahe liegt.
Kann man als Gesetzlich Versicherter überhaupt dort hin ??
Fragen wir mal die nächste Hürde an.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Maestro hat geschrieben:Wenn Er definitiv Ganzwirbelsäulen Aufnahmen kann als Röbi habt Ihr Mich grad wieder auf meiner Suche nach diesen auf ne Idee gebracht die mit
45 Minuten - 1h 20 Bahnfahrt recht nahe liegt.
Die Möglichkeit, dass hier eine kompetente Diagnose herauskommt, ist sicherlich höher, als beim Radiologen, der tatsächlich Ganz-Aufnahmen kann, nur eine Auswertung machen zu lassen.

Das ist aber sehr relativ und spätestens beim Behandlungsweg muss man sehr aufpassen.
Fragen wir mal die nächste Hürde an
Wenn man sich so lange wie Du damit beschäftigt, wird man irgendwann mal sicherlich den richtigen Weg gefunden haben.

Aber denke bitte auch daran, dass es hier auch um die Versorgung von Leuten geht, die nach jahrelanger erfolgloser Behandlung endlich den entscheidenden Durchbruch erleben wollen und auch unbedingt sollten.
Deswegen versuchen wir hier, möglichen weiteren Frust zu verhindern.

Gruss
Klaus
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