Ich bin manchmal (gar nicht selten) Hausmann und mach auch meinen Anteil an den Hausarbeiten:
Kochen (leidenschaftlich!) Spülen, Spülmasch. ein- und ausräumen, Waschmaschine ein- und ausräumen, Staubsaugen, Betten beziehen, usw....
Hausarbeiten mach ich seltsamerweise am liebsten in meinem von Rahmouni optimal eingestellten Milwaukee-Korsett, auch wenn das teilweise eine sehr "sportliche Anstrengung" ist.
Autofahren, berufliche Besprechungen, Baustellenbesuche und Bauüberwachung, Laborarbeiten usw.... mach ich am liebsten in meinem Reklinationshörnchenfreien aber barbarisch engen 2. Rahmouni-Korsett namens "Schraubstock". In diesem Korsett kann ich auch problemlos sehr schwere Sachen heben und tragen, besser als ohne!
Sitzen am Computer, vor der Glotze und schlafen am liebsten im Reklinationskorsett MIT Rekli-Hörnchen "Amors Umarmung".
Es sind meiner Meinung nach nach guter erfolgter Eingewöhnung fast alle Arbeiten ( außer z.B. Boden- und Fließenleger) mit Korsett möglich. Aber uneingewöhnt ist fast JEDE Arbeit eine Überforderung.
Ich bin ein totaler "DeLuxe-Bracer" mit für jede Gelegenheit idealen und hochwirksamen Meister-Korsetten.
Das schwierigste im Korsett ist nicht mal so sehr das darin Arbeiten, sondern zu langes Sitzen!
Als besonders hohe Belastung stelle ich mir aber eine korsett-tragende Mutter mit Kleinkind im Krabbel-und Umfall-Neugieralter vor, die sich sehr häufig und schnell bücken müsste. Aber genau solche Bück-Bewegungen und das anschließende Heben des oft schon recht schweren Kindes aus völlig wirbelsäulenschädlichen Positionen heraus, soll ja das Korsett verhindern. Ich habe junge Mütter in solchen Situationen mehrfach genau beobachtet. Selbst wirbelsäulengesunde Frauen verhalten sich in diesen Positionen "bandscheiben-selbstmörderisch" !
Meine Frau arbeitet in der Altenpflege an bettlägerigen Patienten. Auch sie kann zu diesen Arbeiten leider kein Korsett ( sie hat ein Reklinations-Rahmouni) tragen, da es manchmal eher einem Ringkampf gleicht, einer nichtkooperierenden übergewichtigen Alzheimer-Patientin die Windeln zu wechseln, sie zu waschen und anzukleiden.
Anderseits wünscht sie sich manchmal den Schutz des Korsettes gegen die Tritte und Schläge und hat es auch schon zuweilen speziell zu solchen Situationen getragen.
Ich denke es liegt bis auf solche extremen Ausnahmen sehr viel daran, wie man zum Korsett eingestellt ist. Wenn man das Teil hasst und sich darin mies fühlt, es innerlich ablehnt und sich "schwerbehindert" darin vorkommt, dann ist es auch so.
Wenn man einen sportlichen Ehrgeiz entwickelt möglichst alles im Korsett wenigstens zu versuchen und nicht gleich aufgibt, wenn man was nicht geht oder besonders anstrengend wird usw.... dann wird man feststellen daß immer mehr MIT Korsi zu schaffen ist und daß einem das Ding immer weniger ausmacht und im Alltag die Stunden immer mehr werden in denen man fast vergisst, daß man es anhat.
Das wünche ich allen "Königinnen"

und "Rittern"
Gruß Toni