Um es kurz zusammenzufassen: Insgesamt hat es mir in Bad Sobernheim hervorragend gefallen. Ich hatte bisher noch nie die Möglichkeit, mich über einen Zeitraum von mehreren Wochen nur mit mir selbst und meinen Körper zu befassen. Dies war für mich eine vollkommen neue Erfahrung und führte zu einem vollkommen neuen Körpergefühl und einer völlig neuen Selbstwahrnehmung. Mir sind Sachen an mir aufgefallen, die ich davor noch nie an mir entdeckt hatte.
Ich war insgesamt vier Wochen dort, drei Wochen geplant plus eine Woche Verlängerung. Die erste Woche dient ja in Sobernheim dazu, Schroth überhaupt einmal kennenzulernen und die einzelnen Übungen, die für einen persönlich wichtig sind, zu erlernen. Bei mir waren dies als Kernübungen der Schulterzug (auf dem Bauch und auf dem Rücken), die Kopfspannbeuge, 50 mal Pezziball und der Türrahmen, als ergänzende Übungen kamen bei mir dazu: Zwischen den Stäben, Raupe, Beinrückseitendehnung, Tallienstreck und Gangschule.
Ab der zweiten Woche ging dann der normale Übungsablauf los, wobei man als (schon etwas älterer
Trotzdem hatten wir Erwachsenen am Abend dann noch viel Spaß, brachten einige Zeit in einem der Sobernheimer Biergärten (z.B. dem Quellenpavillion) zu und tranken abends im Speisesaal noch etliche Gläser Wein. Um 22:30 war dann ja allgemeine Bettruhe, die konnten wir nach den anstrengenden Tagen dann auch wirklich gebrauchen.
Bei der Schlussuntersuchung stellte sich heraus, dass ich während der Kur über einen cm gewachsen bin. Trotz gutem Essen habe ich ca. ein halbes kg abgenommen, und was ich lustig fand, meine Rotation - ja, ich hatte obwohl ich ja nur ne leichte skoliotische Fehlhaltung von 8 Grad habe, einen Skoliometerwert von vier bei der Anreise – hat sich fast auf Null verbessert.
Nachdem ich mit erheblichen Schmerzen zur Reha angereist bin war ich zum Ende der Reha fast schmerzfrei. Während der Reha hat mir Dr. Steffan auf Grund meiner HWS-Probleme einen 'dynamischen Halswirbelsäulenetlaster' nach Kubin verschrieben, der noch während der Reha von der Fa. Sanomed, die ja mit Kubin zusammenarbeitet, angefertigt wurde. Der dynamische Wirbelsäulenentlaster streckt die Halswirbelsäule mit zwei Pneumatikzylindern, ähnlich wie es die normale Kubin-Orthese mit der Lendenwirbelsäule macht. Falls Interesse besteht, kann ich gern mal ein Photo von diesem Teil hier reinstellen.
Die Idee von dem Teil ist, dass man den Wirbelsäulenentlaster abends eine Stunde vor dem Zubettgehen trägt. Dies würde bedeuten, dass ich mein Rahmouni-Halsteil nicht mehr ganztägig tragen muss und trotzdem den gleichen (oder möglicherweise einen besseren) Effekt erziele.
Das bedeutet jetzt auch, dass ich mein Korsett jetzt zwar weiter trage, meine Halsstütze lasse ich aber gegenwärtig zu Hause und hoffe, dies auch langfristig tun zu können, da das Teil im Alltag schon recht lästig ist. Ich werde weiterberichten, wie sich die ganze Sache entwickelt.
So, das war eine kurze Zusammenfassung der vergangenen vier Wochen. Insgesamt war es eine sehr schöne, wenn auch anstrengende Zeit. Gelohnt hat sich die ganze Sache auf jeden Fall, das kann ich jetzt schon eindeutig sagen.
Viele Grüße
Thomas










Aber meine Schmerzen halten sich in Grenzen, ich bin nicht operiert und hab auch sonst keine weiteren Einschränkungen. Bei manch anderen kann das vielleicht genau andersrum aussehen. Ich habe auch einige kennengelernt, denen das halbe Programm in Sobi auch zuviel war bzw. fast gar keine Gruppenstunde durchhalten konnten (sowohl in Sobi als in Salzugen!!). Da wäre eine etwas weniger intensive Reha vielleicht effektiver gewesen.