Bad Salzungen - So wars bei mir :-)

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
Galadriel73
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Bad Salzungen - So wars bei mir :-)

Beitrag von Galadriel73 »

Sooo, ich schätze das gibt jetzt einen Roman...

Ich melde mich endlich zurück, war vom 4.4.-2.5. in BaSa.

Ankunft mittags, supernett an der Rezeption empfangen, Zimmer gezeigt bekommen, bei der Schwester gemeldet, Aufnahmeuntersuchung.
Die hatte ich bei Fr.Dr. Hesse.....und sie ließ sehr zu wünschen übrig.
Sie hatte knappe 10 Minuten Zeit für mich bevor sie hektisch aufbrach weil sie in die Parkklinik mußte.
Wir besprachen kurz meine momentane Situation, ich schilderte ihr meine chronischen Schmerzen, gab ihr meine Röntgenbilder und hatte auch brav mein Korsett dabei.
Meine mitgebrachten Befunde wollte sie trotz Nachfrage meinerseits gar nicht erst sehen.

Sie wollte dann die Aufnahmeuntersuchung am folgenden Dienstag nachholen, da war aber dann Chefarztvisite und so fiel sie dann einfach komplett aus. Na gut.
Immerhin hatte Dr. Stefan mein Korsett begutachtet und für sehr gut befunden.

Bei der Zwischenuntersuchung fragte Frau Dr. Hesse mich wie es mir gefalle und wie mir die Therapien bekommen.
Ich schilderte ihr, daß ich wesentlich mehr Medikamente als zuhause nehmen müsse, weil ich morgens um 8 in keinster Weise imstande sei die Übungen mitzumachen ohne zusammenzubrechen und fragte sie ob man da evtl. medikamentös etwas verändern könnte.
All das wischte sie mit der Hand vom Tisch und sagte ich sei doch sooooo motiviert und würde das schon auch weiterhin schaffen, am besten solle ich gar keine Medikamente nehmen.
Sehr frustriert stand ich nach 5 Minuten wieder vor der Tür, eine Aufnahmeuntersuchung hatte es nach wie vor nicht gegeben, gebracht hatte mir dieses Gespräch rein gar nichts.

Nach 1,5 Wochen Aufenthalt konnte ich mich vor Blockaden in der BWS nicht mehr rühren und ich hatte das Glück, daß Dr. Stefan just an diesem morgen im Haus war und wurde zu ihm vorgelassen.
Er hielt mir erst einen Vortrag wie schlecht das dauernde "Einrenken" doch sei, aber als ich ihm sagte daß ich mich so nicht mehr imstande sehe nur einen weiteren Tag mitzumachen, war er doch so freundlich mich einzurenken.
Es waren 6 Wirbel blockiert.

Die letzte Zwischenuntersuchung machte dann vertretungsweise Dr. Miller weil Dr. Hesse krank war.
Da er nur Vertretung war, gabs nicht viel zu sagen außer daß ich wieder auf meine Schmerzsituation und erneute diverse Blockaden hinwies, welches zwar notiert aber nicht weiter zur Kenntnis genommen wurde.

Die Abschlußuntersuchung fand dann auch bei Dr. Miller statt, der sehr freundlich aber sehr uninformiert über mich war.
Er tat meine Kyphose völlig ab und meinte ich läge ja absolut im Normalbereich mit den schlappen 48°, meine Schmerzen seinen einzig und allein muskulär bedingt und bei exzessivem schrothen dürfte das alles in 6 Monaten vergessen sein.
AHA!
Ich fühlte mich tatsächlich wie ein Simulant der sich eine Reha erschlichen hatte....

Ich bat ihn mir meine Röntgenbilder wiederzugeben, dummerweise hatte Frau Dr. Hesse nicht vermerkt daß ich sie ihr überhaupt gegeben hatte.
Ebenso gab es keinerlei Hinweis in meiner Akte auf den Morbus Scheuermann, die leichte Skoliose und den Beckenschiefstand, weil ja niemand meine Befunde sehen wollte.
Darüber mußte ich Herr Miller erst mal aufklären, nach langer Suche fand er dann endlich auch meine Röntgenbilder, die er dann erstmal unter die Lupe nahm.
Er meinte dann Dr. Hofmann hätte sich vermessen weil er durch das etwas überbelichtete Bild einen falschen Wirbel zum messen genommen habe.
Nach Dr. Millers Messung habe ich jetzt 54° Kyphose.
Glücklicherweise fand er dann alle Zeichen meines Scheuermanns und auch meine lädierten Wirbel und die gequetschten Bandscheiben und meine endlich erwünschten Befunde bestätigten dies alles auch.
Daraufhin nahm er alles zurück was er vorher gesagt hatte und entschuldigte sich bei mir.
Ab da hat er mich glaube ich erst richtig ernst genommen.
Insgesamt verbrachte ich ca. 1 Stunde bei ihm und hatte Aufnahme- und Abschlußgespräch in einem....
Interessant war auch zu erfahren, daß mich Dr. Stefan nach der 10-minütigen Chefarztvisite als voll arbeitsfähig einstuft...aha? Woher will er das denn wissen?
Ich wünschte ich könnte das auch so sehen wie er, dies teilte ich Dr. Miller leicht angesäuert auch mit.

Zu den Therapien:
Die waren toll und sehr interessant, das Schroth-Prinzip ging mir sehr schnell in Fleisch und Blut über.
Unsere Gruppe war toll und wir hatten unglaublich viel Spaß.
Unser Therapeut war in den ersten 3 Wochen Daniel, danach hatten wir wechselnde Betreuung.

Während der Gruppenstunden haben mein Freund und ich eine interessante Entdeckung gemacht:
Wir beiden hatten jedesmal in der geordneten Rückenlage unglaubliche Schmerzen sobald wir die Reissäckchen wieder weggenommen haben, kein andrer aus der Gruppe hatte das auch noch....
Außer einer anderen Frau mit Kyphose (und anfangs noch Phil der früher abgereist ist) hatten alle anderen symmetrische Skoliosen und/oder Flachrücken.
Wir hatten beide dauernd Blockaden und heftige Schmerzen nach den Übungen und sind schmerztechnisch wesentlich schlimmer heimgefahren als wir angekommen sind...mein Korsett war abends oft die letzte Rettung für meinen schreienden Rücken.
Mein Freund mußte außerdem 1,5 Wochen komplett aufhören, da er eine schlimme Knieentzündung sowie Probleme mit seinem Bandscheibenvorfall der LWS bekam. Schade!

Die Therapeuten waren überwiegend toll, leider haben sie oft gegensätzliche Aussagen zu Übungen gemacht.
Zudem wurde ich nach der ersten Woche umgestuft von 1/3 Flach- 2/3 Rundrücken auf genau andersrum und mußte ab da alle Übungen nur noch für Flachrücken machen, oben rund, unten flach...und rrrraffen bitteschön :D
Am letzten Tag hatten wir noch das Vergnügen Uli persönlich kennenzulernen
:eek:

MORGEEEEEEN, ALLES AB AN DIE SPROSSENWÄNDEEEEEEEEEEE, ZACK ZACK :lach:
Auch ohne daß sie sich vorstellte wußte ich gleich wer sie ist...*lach*

Am Tag nach meiner Heimreise saß ich morgens um 7 wieder bei meinem Orthopäden weil nix mehr ging.
Ein Hals-, ein Lenden- und drei Brustwirbel waren wieder fällig.

Nichtsdestotrotz mache ich natürlich weiter und bin gerade dabei mein eigenes Schrothheimstudio aufzubauen.
Die Übungen sind toll und machen mir Spaß, ich frische gerade das Gedächtnis meiner Heim-Krankengymnastin auf.
Ich hoffe, daß sich mein Rücken irgendwann damit anfreunden kann was ich ihm alles antue und zumute, fühle mich aber leider noch weit entfernt davon zu sagen daß es mir gut tut... :juggle:

Ansonsten war es total schön, lauter nette Leute, witzige Teenies, Unterkunft und Essen super, da gab es nix zu meckern.
Und 4 Wochen keinen Finger krummmachen im Haushalt war einfach nur göttlich!
Nun hat mich leider der Alltag wieder streng im Griff, allerdings bin ich jetzt auch eine Schrothi(ndi)anerin :ja:
Mit freundlichen Grüßen, Frau Scheuermann!
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Galadriel,

ein prima Bericht!
Immerhin hatte Dr. Stefan mein Korsett begutachtet und für sehr gut befunden.
Da stand der Schmerz im Vordergrund und nicht die Korrektur? :)
Die Abschlußuntersuchung fand dann auch bei Dr. Miller statt, der sehr freundlich aber sehr uninformiert über mich war.
Ach ja, alles beim alten. :)
Wir beiden hatten jedesmal in der geordneten Rückenlage unglaubliche Schmerzen sobald wir die Reissäckchen wieder weggenommen haben,
Kann ich mir durchaus vorstellen, weil die Muskulatur ja wieder die alte Lage einnimmt.
Ich hatte das beim Aufstehen, dauerte aber nur kurz.
Außer einer anderen Frau mit Kyphose (und anfangs noch Phil der früher abgereist ist)
zufällig Phil aus Berlin?
Zudem wurde ich nach der ersten Woche umgestuft von 1/3 Flach- 2/3 Rundrücken auf genau andersrum und mußte ab da alle Übungen nur noch für Flachrücken machen
Wo liegt denn Dein Kyphose Scheitel?

Hast du eigentlich Atemmassage bekommen?
Ich suche noch nach dem Therapeuten mit der kräftigsten Art :) für eine private Leistung am 29. Juni.

Gruss
Klaus
Galadriel73
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Beitrag von Galadriel73 »

Hallo Klaus,

Dr. Stefan sah sich mein Korsett kurz an und meinte, es säße perfekt.
Ob er das nun schmerztechnisch oder korrekturmäßig gemeint hat weiß ich nicht.

Woher Phil kommt weiß ich gar nicht, aber er hat sich immerhin am letzten Tag geoutet und erzählt, daß er auch hier im Forum ist :)

Mein Kyphosescheitel liegt so auf BH-Höhe oder etwas drunter, den genauen Wirbel weiß ich irgendwie immer noch nicht. Hat mir noch niemand gesagt und ich hab immer vergessen zu fragen...ähem.

Atemmassagen hatte ich leider keine, ich hatte klassische Massage, Fange und Iontophorese (wobei ich mir das hätte schenken können da null Effekt).

Ääää...WAS suchst Du für einen Therapeuten? Was muß er denn kräftig können? :lach:
Hab ich leider nicht wirklich verstanden? *lach*
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Hi Galadriel, schön von Dir zu hören und Deinen kritischen aber interessanten Bericht zu lesen!
Mein Kyphosescheitel liegt so auf BH-Höhe oder etwas drunter, den genauen Wirbel weiß ich irgendwie immer noch nicht

Nun ja, je nach Krümmung bzw. Scheitelpunkt sitzt doch der BH auch verschieden hoch. will sagen, meiner rutscht oft nach oben, wegen der Krümmung. Hast Du ein seitliches Rö-Bild da? Dann zählt doch mal ab: Die 5 untersten Wirbelkörper (über dem Kreuzbein) sind Lendenwirbel, ab dann zählt man 12 Brustwirbel. Der wo die Krümmung sich wieder in die andere Richtung zurück geht (der am weitesten "hinten" ist, sozusagen), ist der Scheitelpunkt.

Oben rund, unten flach... Geht das überhaupt?? Dann müsstest Du doch kopfüber hängen.

@Klaus: Du bist doch oben und unten "flach", oder??

Atemmassage: hatte ich nicht, aber angeblich soll Katja einige zum Heulen gebracht haben.
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von Sabi »

Klaus hat geschrieben: Ich suche noch nach dem Therapeuten mit der kräftigsten Art :) für eine private Leistung am 29. Juni.
Hallo Klaus,

als in in BaSa war, wurde erzählt, dass die Ulli wohl diejenige wäre, wleche am kräftigsten massiert.

Ich hatte damals bei Isabell meine Atemmassagen. Die konnte auch kräftig "zulangen". Wie ich erfahren habe, ist sie jedoch nicht mehr in der Klinik beschäftigt.

Gruß,
Sabi
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als wenn es möglich wäre.
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Beitrag von Dalia »

mohnblume.muenchen hat geschrieben:Oben rund, unten flach... Geht das überhaupt?? (...)

@Klaus: Du bist doch oben und unten "flach", oder??
Das liest sich jetzt lustig. :D

Hallo Schrothindianerin :D,

welcome back und wie schön, ein BaSa-Bericht von dir!

Habe deinen Bericht gestern zu spät entdeckt, als ich auf dem Sprung ins Bett war, bin jetzt erst dazu gekommen, ihn zu lesen.

Es ist schade, dass die Aufnahmesituation so unbefriedigend war. Das mit den blockierten Wirbeln ist Mist. Meinst du, die Blockaden kommen von der Therapien? Schön, dass es mit Dr. Miller doch noch einen guten Verlauf nahm. Er ist so kritische Patienten vielleicht nicht gewöhnt. :D


Ich finde es aber erschreckend, dass du mit schlimmeren Schmerzen heimgefahren bist.
Normalerweise hat man erst mal einen Muskelkater, der irgendwann verschwindet.

Meinst du mit "mein Freund" auch deinen Freund von zuhause oder einen, den du bei der Reha kennengelernt hast? Der hat doch nicht etwa durch die Reha eine Knieentzündung und einen Bandscheibenvorfall bekommen?! :eek:

Uli scheint ja eine Marke zu sein. :D

Ich weiß nicht, ob das sein darf, dass Schroth nach einer Reha auch immer noch so schmerzhaft ist. Schroth ist nicht dasselbe wie Korsett. Nach meiner Meinung ist das nicht normal und ich habe hier so etwas auch nicht nicht gelesen. Vielleicht können andere mit ähnlichen Erfahrungen berichten, wie es bei ihnen weiterging. Es ist schon passiert, dass Forumsmitglieder motiviert zu einer Schroth-Reha gingen und am Ende größere Schmerzkandidaten als vorher waren. Ich will dir keine Angst machen, es kommt drauf an, wie sich die Schmerzen anfühlen, ob es deiner Meinung nach "sinnvolle" (ähnlich wie bei der Korsetttherapie) oder unnötige Schmerzen sind.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mohnblume hat geschrieben:Oben rund, unten flach... Geht das überhaupt?? Dann müsstest Du doch kopfüber hängen.

@Klaus: Du bist doch oben und unten "flach", oder??
Es geht hier darum, dass Galadriel schliesslich zu 2/3 als Flachrücken eingestuft wurde.
Das geht nur, wenn die Kyphose, also auch der Kyphosescheitel, relativ tief liegt. Und das nähert sich dann meiner Situation an, die man meinem avatare entnehmen kann.
Bei mir also Flachrücken, dann tiefe Kyphose und kurze LWS Hyperlordose. Die sieht man allerdings im avatare nicht so gut, da fehlt ein Stück. Also nur einmal flach. :)
So eine Spezialsituation ist natürlich auch besonders zu berücksichtigen und hat deswegen in BaSa bei mir zu einigen Diskussionen geführt, die jetzt mein besonderes Interesse an Galadriel's Situation hervorruft.
Falsche Übungsausführung oder/und falsche Unterlagerungen könnten schon zu Beschwerden führen, die nicht sein sollten.

Davon abgesehen, hat Dr. Steffan vor längerer Zeit hier oder in seiner alten Fragen und Antwortenrubrik davon gesprochen, dass Beschwerden sich durchaus noch eine Weile nach der REHA hinziehen können.
Bei meiner REHA gab es auch eine Frau, die mehr Schmerzen bei der Abreise hatte, als vorher. Wenn man als Erwartung weitgehend Schmerzfreiheit hatte, ist das natürlich sehr frustrierend.

Rein gefühlsmässig könnte man das ja auch als "Korsett ähnliche Wirkung" ansehen, so wie Dalia geschrieben hat, also "sinnvolle" Beschwerden.

Ansonsten erst mal vielen Dank für die Therapeutentipps.
Galadriel hat geschrieben:WAS suchst Du für einen Therapeuten? Was muß er denn kräftig können?
Kräftig zulangen :) , denn ich habe teilweise eine extrem feste Muskulatur. Fast jeder Therapeut wurde bislang kleinlaut, als er jeweils anfangs meinte, ich würde an die Decke gehen. :)

Gruss
Klaus
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Wiebi
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Beitrag von Wiebi »

Ich würde dir Uli empfehlen oder die Chefphysiotherapeutin, weiß leider nicht mehr, wie die heißt. Von der hab ich gehört, dass die auch recht gut zupacken kann. :ja:
LG Wiebke

[i]Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.[/i]
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Galadriel,

Och das ist ja wirklich schade dass sich die Schmerzen und Blockaden eher verschlimmert haben. Und was die Ärzte sich da mal wieder geleistet haben finden ich , gelinde gesagt, einfach schlecht. Ich würde empfehlen wenn du zu Hause weiterübst die Übungen nicht unbeding mit maximaler Spannung auszuführen und nur so lang am Stück so dass keine starken Blockaden entstehen. MIt ausreichenden Pausen und Entspannungsfasen. Weil wenn du dich in Blockaden und Verspannungen reinübst hat das auch keinen Sinn, dann funktioniert die Muskulatur ja auch nicht gescheit wenn sie dauernd angespannt ist und wenn du dich dann immer wieder deblockieren musst ist das auch nicht so gesund. Ich könnte mir vorstellen dass deine Wirbegelenke die Neigung haben sehr schnell zu blockieren, vielleicht weil deine Bandscheiben ziemlich schmal sind (es heisst dass dies sich negativ auf die Stabilität auswirkt da die Bänder dann weniger vorgespannt sind), vielleicht weil der Bandapparat gelockert ist, oder vielleicht weil Abntzungserscheinungen vorliegen. Wenn das der Fall währe dann währe das durchaus etwas anderes als ein alleiniges Muskuläres Problem und kan man daran durch üben höchstens indirekt was machen.


Gruss
David
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Es geht hier darum, dass Galadriel schliesslich zu 2/3 als Flachrücken eingestuft wurde.
Das geht nur, wenn die Kyphose, also auch der Kyphosescheitel, relativ tief liegt. Und das nähert sich dann meiner Situation an, die man meinem avatare entnehmen kann.
Wie ist das mit den Dritteln denn überhaupt gemeint? Auf Deinem avatar, Klaus, sieht man den unteren Teil tatsächlich nicht so gut, aber ich fände es auch logisch, wenn man sagen würde, dass Du im ersten Drittel flach bist und im 2./3 und 3./3 rund, bzw. hohl bist...
Mit 2/3 Flachrücken 1/3 Rundrücken, fände ich logisch, wenn man die HWS als flach, BWS flach (weil tiefsitzender Scheitel) und LWS rund (bzw. hohl) betrachtet.

Ist ja jetzt auch egal. Ich verstehe was Du meinst, dass in solchen Extrem-Sonderfällen die Standardübungen genau das falsche bewirken können. Aber wieso hat das in den 3-4 Wochen keiner bemerkt??
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Achso, jetzt kapier ich das:
Zudem wurde ich nach der ersten Woche umgestuft von 1/3 Flach- 2/3 Rundrücken auf genau andersrum und mußte ab da alle Übungen nur noch für Flachrücken machen, oben rund, unten flach
Du meinst, dass Du Dich oben rund machen und unten flach machen solltest, nicht dass Du das schon bist?!
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mohnblume hat geschrieben:Ich verstehe was Du meinst, dass in solchen Extrem-Sonderfällen die Standardübungen genau das falsche bewirken können. Aber wieso hat das in den 3-4 Wochen keiner bemerkt??
Moment, das ist nur eine Spekulation von mir gewesen, dass falsche Ausführung oder falsche Unterlagerung zu den Beschwerden geführt haben könnte!
Immerhin können bestimmte Dinge wie Schultergegenzug optisch nicht so ohne weiteres ständig kontrolliert werden und Unterlagerungen können durchaus so versteckt sein, dass auch keine ständige Kontrolle möglich ist.
Wer am Anfang alles richtig macht und danach nicht immer, (geht bei einer 1.REHA ganz leicht :) ), der fällt beim Therapeuten nicht so ohne weiteres auf.

Die Ausdrücke "Flach-und Rundrücken" beziehen sich immer auf die BWS!
Logisch wäre dann der Bezugspunkt für den Kyphose Scheitel der mittlere BWS Wirbel.
Alle Abweichungen davon werden dann wohl in Dritteln aufgeteilt, ich habe dann den vollen Flachrücken bei einer Sitzkyphose (tiefe Kyphose).

Und Übungen machen natürlich das Gegenteil von dem, was an Veränderungen da ist. :)

Gruss
Klaus
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Beitrag von Galadriel73 »

Danke erstmal Euch allen für die zahlreichen Antworten !!!

Also, ich wurde bei der Erstuntersuchung als Rundrücken eingestuft mit einem flachen Hals und Nacken.
Also sollte ich alle Übungen gegen Rundrücken machen.

Leider kann ich auch anhand meiner Röntgenbilder nicht meinen Kyphosescheitel bestimmen, der untere und obere Bereich ist zu überlichtet als daß ich das gescheit auszählen könnte...sorry.
Bei meiner Tochter sitzt der Kyphosescheitel wohl noch tiefer, meine Physiotherapeutin hat das direkt als Sitzkyphose eingestuft.

Nach der Einführungswoche fielen unserem Therapeut Daniel ständig Übungen auf, die irgendwie an mir nicht paßten.
Also besah er sich meinen Rücken erneut und rief auch noch Jens hinzu, damit er auch mal was dazu sagte.
Sie kamen zu dem Schluß, daß ich nun wohl bis zur mittleren BWS flach sei und erst ab da rund wurde.
Das hieß nun für mich, daß ich die Übungen zwar ab jetzt obenrum gegen Flachrücken durchführte, aber trotzdem ab mittlere BWS gegen Rundrücken turnte...
Ab da war es irgendwie ganz schön kompliziert....
Oben rausarbeiten, unten rein und zwar bitte schön alles gleichzeitig.
Und da sag nochmal einer nur gegen Skoliose schrothen sei kompliziert :D

Ab da durfte ich z.B. die 3-Bänkchen-Übung nicht mehr machen, aber bei den Übungen mit Zuggurtung habe ich trotzdem immer nur mit einem Gurt gearbeitet anstatt wmit 2 wie die anderen mit Flachrücken.
Also irgendwie hoffnunglslos chaotisch....
Irgendwann habe ich mitbekommen, daß die anderen Flachrücken kein Kopfkissen als Lagerung benutzten sondern ein gerolltes Handtuch.
Das habe ich ausprobiert und sofort ging es meinem Nacken tausendmal besser bei den Übungen...usw.

Zu meinen Schmerzen:
In den ersten beiden Wochen hatte ich natürlich den üblichen Muskelkater.
(Unser privater Reitausflug tat das übrige dazu, ich konnte 4 Tage gar nix mehr...*aua*).
Aber zu dem Muskelkater (der sogar ganz angenehm war) kamen halt ganz fiese Schmerzen, muskulär UND knöchern, dazu die Blockaden, wobei sich wohl alles gegenseitig beeinflußt hat.

Ich denke, meine BWS ist absolut hypermobil, wenn gegen mittag meine Muskulatur etwas geschmeidig wird, kann ich mir meistens direkt mehrere Wirbel wieder einrenken, das geht dann sicher 20 mal so am Tag.
Manchmal sind halt Blockaden dabei die ich selbst nicht allein lösen kann, da muß ich dann zum Orthopäden.
Hinzu kommen meine lädierten Bandscheiben im gesamten BWS-Bereich, die Spondylarthrose und was weiß ich noch alles.

Sobald ich die BWS-Muskeln beanspruche wehren sie sich mit Händen und Füßen dagegen, es ist irgendwie ein Teufelskreislauf...
Die einzigste Übung die mir wirklich ziemlich gut tut ist Zwischen zwei Stühlen.
Da strecke ich mich total von oben bis unten ohne aber einen Bereich übermäßig zu fordern.

Seit der Reha habe ich leider auch noch LWS-Probleme bekommen, warum weiß ich nicht.

Die ganzen Schmerzen fühlen sich nicht so an als ob das so sein sollte, nach dem Korsett tragen tut mir zwar auch alles weh, aber irgendwie "angenehm" und positiv, das hier ist aber ganz anders.

Trotz allem werde ich aber weitermachen, irgendwas MUSS ja schließlich mal helfen!

Die Massagen hatte ich erst bei einer ganz lieben zarten Frau, die auch dementsprechend vorsichtig war. Leider mag ich es aber auch eher härter :lach:

Gegen Ende bekam ich dann eine dunkelhaarige resolute etwas ältere füllige Dame, die mir sogleich energisch ins Fleisch griff und ich nach 5 Minuten um Gnade flehte :D
Das war so richtig nach meinem Geschmack, ich fühlte mich zwar erstmal wie vom Panzer überfahren aber danach gings mir supergut.
SO muß eine Massage sein!
Leider weiß ich den Namen der Guten nicht mehr.....
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Geladriel,
also ich dachte ja auch Schroth sei bei einer 4-bogigen Skoliose kompliziert- aber nun weiß ich,dass es auch komplizierter geht... :D

Das mit den Schmerzen möchte ich aber auch mal loswerden, also natürlich hatte ich Anfangs auch enormen Muskelkater :eek: ,
danach kamen Schmerzen-ähnlich wie im Korsett, was denke ich,
auf den Muskelaufbau zurück zu führen war.
Aber zu Hause bekam ich auch Schmerzen in der LWS, vor allem nach dem Schlafen. Diese Probleme kannte ich vorher nicht.
Vielleicht ist das auf die Umstellung von täglich mehreren Stunden Sport während der Reha auf max. 1 Stunde Sport zu Hause zurück
zu führen , bin mir aber nicht sicher. Aber das könnte man ja auch mal Dr. Steffan fragen, woher das kommen kann... ;D
Bei aller Schroth-Begeisterung, aber auf mehr als 1 Stunde komme ich aus Zeitmangel nicht. :nein:
Was mir im Übrigen oft ein schlechtes Gewissen beschert :/

LG chilli-pepper
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Beitrag von Klaus »

Hallo Galadriel,

die Rücken können schon sehr verschieden sein, sodass die Lage des Kyphosescheitels offenbar nicht allein entscheidend ist.

Rückenstruktur und Wirbelkörper sind eben nicht unbedingt in direkte Relation zu bringen.
Ich denke aber, dass Dein Rücken wohl auf den ersten Blick ein typischer Rundrücken war, wenngleich auch im Grenzbereich. Bei mir war bei der Einstufung sofort klar, dass es anders ist: "Oh, da muss ich erst mal nachdenken". :)
Bei meiner Tochter sitzt der Kyphosescheitel wohl noch tiefer, meine Physiotherapeutin hat das direkt als Sitzkyphose eingestuft.
Das ist sicherlich auch mit einer kurzen Hyperlordose verbunden, sodass das auch kompliziert angegangen werden muss. Unten nach aussen drücken und gleich darüber nach innen, ganz abgesehen vom Flachrücken, den sie auch hat?

Gruss
Klaus
Im gelben Buch steht übrigens ab S.219 einiges Interessantes dazu.
mohnblume.muenchen
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Im gelben Buch steht übrigens ab S.219 einiges Interessantes dazu.
Welches "gelbe Buch"? Ich kenn nur die gelben Seiten :ja:
Moment, das ist nur eine Spekulation von mir gewesen, dass falsche Ausführung oder falsche Unterlagerung zu den Beschwerden geführt haben könnte!
Äh ja, es sollte eigentlich heißen, wieso das, wenn es so gewesen wäre, keiner bemerkt hätte.
Die Ausdrücke "Flach-und Rundrücken" beziehen sich immer auf die BWS!
Logisch wäre dann der Bezugspunkt für den Kyphose Scheitel der mittlere BWS Wirbel.
Alle Abweichungen davon werden dann wohl in Dritteln aufgeteilt,
Bei uns in der Anfängergruppe war jemand mit Skoliose und Rund-Flachrücken.
Sie wurde erst als Kyphose und später als "Wechselrücken" eingeteilt, d.h. sie musste die Übungen 50% (1/2) gegen Flachrücken und 50% (1/2) gegen Rundrücken machen. Will sagen, die 1/2, 1/3, 2/3- Angaben können auch (in anderen Fällen) muskulär gemeint sein, wenn einfach die Muskeln zu schwach sind und die WS "zu beweglich" ist.
also ich dachte ja auch Schroth sei bei einer 4-bogigen Skoliose kompliziert- aber nun weiß ich,dass es auch komplizierter geht...
Mir wurde in BaSa auch immer erzählt, dass es die Skoliosen ja soviel schwerer haben :( Das hat doch nichts mit Skoliose oder Kyphose zu tun. Manche Skoliosen können sich super entdrehen, manche eben nicht. Genauso können sich viele Kyphosen super aufrichten, andere eben nicht.

Bei den Skoliosen wird doch die WS in viel mehr Abschnitte unterteilt als nur HWS,BWS,LWS. Ich sollte auch immer die HWS zurücknehmen, die BWS vor, aber die obere BWS auch zurück und das fiel mir voll schwer. Genaugenommen müsste ich ja in die obersten Lungenspitzen atmen nach hinten, was ja gar nicht richtig geht.
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von Sabi »

mohnblume.muenchen hat geschrieben:Welches "gelbe Buch"? Ich kenn nur die gelben Seiten :ja:
Galadriel meint das gelbe Schroth-Buch von Frau Lehnert-Schroth.
Das 3. Buch von rechts ganz rechts oben bei den Buchempfehlungen.
Auch zu finden über diesen Link.
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
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Beitrag von Klaus »

Sabi hat geschrieben:Galadriel meint das gelbe Schroth-Buch von Frau Lehnert-Schroth.
Nein, ich war es. :)
Ich habe mich zu dem "üblichen Forumsausdruck" hinreissen lassen, Sorry.
Mohnblume hat geschrieben:Will sagen, die 1/2, 1/3, 2/3- Angaben können auch (in anderen Fällen) muskulär gemeint sein, wenn einfach die Muskeln zu schwach sind und die WS "zu beweglich" ist.
Genau, die Therapeuten arbeiten vorwiegend optisch und betrachten die Rückenstruktur, die ja, wie schon gesagt, mehr oder weniger abweichend von der Wirbelkörper-Situation sein kann.
Mohnblume hat geschrieben:...und später als "Wechselrücken" eingeteilt
So etwas ähnliches ist bei mir im LWS Bereich gewesen. Da war man sich nicht einig, ob ich nun bei der geordneten Rückenlage die Beine aufstelle, wie üblich, oder flach lege. (Korrektur der kurzen Hyperlordose)
Also sollte ich abwechselnd arbeiten.

Selbst Christa Lehnert Schroth hat dazu in ihrem Buch geschrieben, egal wie man es macht, ist es verkehrt. Aber ein einfaches Befühlen mit der Hand hätte es auch klären können, wie das nämlich meine ambulante Therapeutin nach der REHA erfolgreich gemacht hat. Da blieb es dann eindeutig beim Aufstellen der Beine.

Gruss
Klaus
mohnblume.muenchen
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Genau, die Therapeuten arbeiten vorwiegend optisch ... Also sollte ich abwechselnd arbeiten.
Jepp! So meinte ich das auch. Also ich fühl mich 100% rund :rolleyes: :ja: :(

Werd mir mal das gelbe Buch anschauen...
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Warum um alles in der Welt kostet dieses Buch 52,00 (!!!!) EURO ????? :grosseaugen: :grosseaugen: :flehan: :grosseaugen:
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