Hier nun also wie versprochen mein Bericht von den ersten Tagen in Sobi.
1. Tag (Mittwoch): Dani und ich sind um 13:44 Uhr mit dem Zug in Bad Sobernheim angekommen. Da der Bahnhof nicht sehr groß ist, habe ich schon vom Zug aus den weißen Bus der Klinik gesehen. Mit uns wurden noch zwei andere Mädchen und ihre Papas abgeholt. In der Klinik angekommen wurden wir freundlich begrüßt, bekamen unsere Zimmerschlüssel und den Hinweis gleich zum Zimmer 158 zu gehen. Dort erfolge dann die Aufnahme.
Das Wartezimmer war gut gefüllt und es standen Getränke und Kekse für uns bereit. Dani hatte allerdings weder Hunger noch Durst, sie war ein bisschen nervös was da nun so alles auf sie zukommen mag. Nach ca. 15 Minuten waren wir an der Reihe und bekamen gleich die nächsten Termine mitgeteilt und Dani erhielt ihr grünes Übungsheftchen. Danach hatten wir Zeit und konnten unsere Koffer auspacken und ein bisschen ausruhen.
Das Abendbrot war sehr lecker und reichhaltig. Neben Brot, Knäckebrot, Aufschnitt, Käse und Salat, gab es auch noch Lasagne.

Also zum Essen sei gesagt, dass es Dani und mir immer gut geschmeckt hat. Selbst die Erbsensuppe die wir mit Grausen erwartet haben, war richtig lecker.

Was uns nicht ganz so gut gefällt ist, dass man immer nur eine halbe Stunde Zeit hat zu essen. Ist manchmal eine ziemlich hetzige Angelegenheit, aber wir haben es immer rechtzeitig geschafft und sind satt geworden.
Um 19 Uhr hat Dani am Klinikrundgang teilgenommen. Sie wollte allein gehen und ich hab sie machen lassen und gefreut, dass sie das so wollte. Gegen 20 Uhr war Dani wieder da, hat erzählt was es so alles gibt und wir haben noch ein paar Runden Kniffel gespielt. Schließlich waren wir so müde, dass wir nur noch ins Bett geplumst sind. Die Matratzen sind sehr hart und ich hatte bedenken, dass ich gar nicht schlafen kann, aber ich habe wunderbar geschlafen und Dani auch.
2.Tag (Donnerstag): Heute fand nach dem Frühstück das Arztgespräch statt. Dani ist bei Dr. Gumbrich (ich entschuldige mich schon mal, falls ich den Namen nicht mehr richtig in Erinnerung habe und/oder falsch geschrieben habe). Er hat Dani natürlich untersucht, noch ein paar Fragen gestellt und ihr das Übungsheft erklärt. Um 11 Uhr gab es dann die offizielle Begrüßung durch Dr. Steffan. Außerdem war noch eine Psychologin und ein Therapeut da, die jeweils etwas zu ihren Aufgaben erzählt haben.
Am Nachmittag hatte Dani dann ihre erste Therapiestunde. Sie ist die einzige mit einer Kyphose und es ist auch nur ein Mädchen in ihrem Alter in der Gruppe, alle anderen sind mindestens 2,3 Jahre älter. Silke (die Therapeutin) ist sehr nett und nach der Vorstellungsrunde ging es weiter mit Theorie. Die Skoliose/Kyphose wurde erklärt und natürlich auch nochmal das Übungsheft. Gleich nach der Stunde ging es zur Diagnostik für Dani. Leider hatte man uns eine falsche Zeit genannt und so saßen wir 20 Minuten im Warteraum und wunderten uns schon, dass keiner uns aufrief. Ich habe dann nachgefragt und da stellte sich heraus, dass Dani eigentlich erst eine Stunde später ihren Termin hätte. Aber sie wurde flugs dazwischen geschoben.
Nach dem Abendbrot ist Dani im Hobbyraum verschwunden und ich konnte im Zimmer ein bisschen lesen und telefonieren.