Rundrücken - bin schon 37, was kann ich tun??

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Waffel
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Rundrücken - bin schon 37, was kann ich tun??

Beitrag von Waffel »

Hallo: Ich bin noch neu hier, habe aber schon eine Weile hier mitgelesen.

Ich habe seit meiner Pubertät eine Buckel. Erblich. Mein Vater hatte ihn auch und auch meine Oma und deren Schwester. Die Schwester meiner Oma hatte ihn sogar ganz extrem und schon seit Kindesalter.
Bei mir kam er ,wie gesagt in der Pubertät.

Es wurde nie eine Behandlung vorgenommen, da meine Eltern überzeugt waren, man kann nichts machen, außer versuchen, sich gerade zu halten.
Aber ich bin jetzt 37 und es fällt mir immer schwerer.
Nun meine Frage, ich habe hier von der Schroth-Therapie erfahren und möchte nun wissen, ob das in meinem Alter noch etwas hilft??

Wenn ja, bezahlt das sie Krankenkasse?
Welche Effekte sind zu erzielen??

Ich habe auch auf einer anderen Seite von speziellen Schuhen gelesen, MBT-Schuhe. Was ist davon zu halten?

Und woran erkenne ich einen guten Ortophäden?

Was man im Internet liest, ist wirklich frustrierend, es klingt oft so, als könnte man nichts machen und das tut ganz schön weh!!

Ich muss sagen, daß ich wirklich verzweifelt und würde meinen Buckel gerne mit allen Mitteln loswerden, aber mindestens erreichen, daß er micht fortschreitet.
Wie gehe ich am besten vor??
Danke schon mal für die Antworten??
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sloopy
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Re: Rundrücken - bin schon 37, was kann ich tun??

Beitrag von sloopy »

Hallo Waffel,
herzlich willkommen im :forum:

Was du als allererstes brauchst, ist eine kompetente Diagnose, dazu gehören Wirbelsäulenganzaufnahmen deiner Wirbelsäule von vorne und von der Seite!

Schroth-Therapie ist für fast alle Altersklassen effektiv und mit 37 gehörst du unter den sog. "Schrothianern" mit Sicherheit noch nicht zum alten Eisen. Die Schroth-Therapie lernt man in einer mind. dreiwöchigen Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim. Die Kosten übernimmt die Rentenversicherung oder Krankenkasse, du musst lediglich eine geringe Zuzahlung leisten. Während einer solchen Reha lernst du deinen Körper und deine Krankheit kennen, lernst die Schroth-Therapie und ein "Hausaufgabenprogramm". Vielen Schmerzpatienten hilft eine Reha gegen WS bedingte Schmerzen, vor allem aber richtet sie dich auf und bringt dich zu einer besseren Haltung, was dir ja wichtig zu sein scheint.

Einige unserer User tragen MBT-Schuhe und sind überzeugt davon, nutze einfach mal die Suchfunktion des Forums. Mir persönlich waren sie bisher zu teuer um sie zu testen.

Einen guten Orthopäden erkennst du daran, dass er Wirbelsäulenganzaufnahmen machen kann und auch in der Lage ist, diese richtig zu vermessen. Außerdem sollte er auf den Patienten eingehen und entsprechende Therapien (z.b. ambulante KG, Reha, Korsett) vorschlagen. Leider gibt es unter den niedergelassenen Orthopäden nicht viele, die sich mit Skoliose und (Hyper-)Kyphose gut auskennen. Der Bundesverband Skoliose empfiehlt in Deiner Gegend Dr. Colemont in Bochum, allerdings haben einige unserer User keine guten Erfahrungen gemacht. Auch hier hilft die Suchfunktion ;)

Lieben Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Waffel,

sei froh, dass Du erst 37 bist, ich hatte meine erste REHA mit 60 ! :D
sloopy hat geschrieben:Der Bundesverband Skoliose empfiehlt in Deiner Gegend Dr. Colemont in Bochum, allerdings haben einige unserer User keine guten Erfahrungen gemacht
@Waffel
Da geht es in erster Linie um die Schroth Therapie, von der Dr. Colemont angeblich nicht viel hält, das wäre in Deinem Fall eher kontraproduktiv.
Die UNI Essen hat zwar eine gute Versorgung, siehe auch Rubrik Gesucht/Gefunden Sammlung Essen, aber zur Diagnose und Empfehlung gehört auch die direkte kompetente Unterstützung eines Schroth REHA Antrages. Dies leistet die Uni nicht.
Da Du sowieso eine Überweisung durch einen Orthopäden brauchst, muss dieser Dich darin unterstützen. Und da könnte es schon schwierig werden.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht den Korsettbauer Püttmann anzusprechen, der ist sehr nett und kennt möglicherweise Orthopäden, die dafür "zur Verfügung" :) stehen könnten.

Einfacher ist es, mal über die Fahrt nach Stuttgart nachzudenken, wo Du alles aus einer Hand an einem Tag bekommst.

Gruss
Klaus
Waffel
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Beitrag von Waffel »

Vielen Dank für die schnellen Antworten! Nach stuttgart zu fahren ist mir im Moment zu weit.
Nach dem Lesen in diesem Forum, denke ich, es könnte das beste für mich sein, mir von einem Orthopäden eine Überweisung in die Uniklinik nach Essen geben zu lassen. Es ist nicht so weit, und ich konnte nichts schlechtes über die Klinik in diesem Forum lesen. Wieso kann mir denn die Uniklinik nicht eine Krankengymnastik verschreiben? Wie muss ich denn jetzt vorgehen, erst zum Orthopäden und mit Überweisung zur Uniklinik oder nicht??
Oder können die mir da nicht helfen?
Ich habe das Problem, daß ich unheimliche Schmerzen bekomme, wenn ich bewusst versuche, mich gerade zu halten! Glaubt ihr, daß die Krankengymnastik dagegen hilft?
Und glaubt ihr, es ist möglich eine Aufrichtung zu erzielen??
Das wäre traumhaft! Ich will auf jeden Fall alles versuchen!

Ich würde gerne eine Therapie in einer der Kliniken machen, am besten Bad Sobernheim. Was muß ich dafür tun?
Ich habe zur Zeit, nach dem ich Schwimmen war, auch starke Schmerzen. Wie kann ich am besten schnell und kompetent
behandelt werden?? Ich will einfach nur, dass mein Buckel besser wird und die Schmerzen nachlassen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Waffel hat geschrieben:Wieso kann mir denn die Uniklinik nicht eine Krankengymnastik verschreiben? Wie muss ich denn jetzt vorgehen, erst zum Orthopäden und mit Überweisung zur Uniklinik oder nicht??
Oder können die mir da nicht helfen?
Eigentlich steht alles in der Sammlung Essen.
Du brauchst defintiv eine Überweisung durch einen Orthopäden. Und die Erfahrungen sind die, dass nicht jeder Orthopäde die so ohne weiteres ausstellt. Immerhin geht es um Kompetenzabgabe und da tun sich viele schwer mit.
Die Uni Klinik wird Dir sicherlich eine kompetente Diagnostik machen und auch eine entsprechende Empfehlung geben, die im Arztbericht steht, auf den Du in der Regel dann noch eine Weile warten musst, bis er beim Orthopäden ist.
Bei Erwachsenen werden die mit Sicherheit keine Verordnung ausstellen, das muss der Orthopäde tun. Dieser muss dann aber auch überzeugt davon sein.
Ich würde gerne eine Therapie in einer der Kliniken machen, am besten Bad Sobernheim. Was muß ich dafür tun?
Genau den Weg beschreiben wir hier doch.
In der Empfehlung der Uni sollte nicht nur eine ambulante KG Empfehlung stehen, sondern die stationäre Schroth REHA, die mit einem entsprechenden Antrag ganz gezielt einzuleiten ist.
Es macht dann Sinn, die Wartezeit bis zur REHA mit ambulanter Schroth Therapie zu füllen, das muss der Orthopäde verordnen.

Wenn man einen guten Hausarzt hat, der einen in jeder Hinsicht unterstützen will, geht das mit dem REHA Antrag auch über ihn. Nur muss man da intensiv mitarbeiten und entsprechende Formulierungen (hier aus dem Forum) zuliefern, sonst ist das möglicherweise nicht erfolgreich.

Dieser Weg ist mit Sicherheit nicht der Schnellste!!

Deine Schmerzen sollten Dich eigentlich zum Umdenken zwingen, nämlich auch über einen einmaligen weiten Weg nachzudenken. Das ist wesentlich schneller.
Parallel dazu kannst Du natürlich auch über einen Schmerztherapeuten oder Neurologen/Neurochirurgen mit einem MRT abklären lassen, ob es einen akuten Bandscheibenvorfall oder Einengungen gibt, die man gezielt kurzfristig behandeln kann. Ursache dafür kann durchaus Dein "Buckel" sein, den man dann in der REHA angehen sollte.

Gruss
Klaus
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Beitrag von sloopy »

Hallo Waffel,

nach Stuttgart fahren erscheint erst mal sehr weit, allerding lohnt es sich erfahrungsgemäß und wäre wohl alles in allem der schnellste Weg.

In Essen besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, Wirbelsäulenganzaufnahmen zu machen und du bekommst dort eine anständige Diagnose. Ohne Diagnose machst du ja sowieso erst mal nichts.

Es kann schon sein, dass die Aufrichtung Schmerzen bereitet, das ist ja ein Prozess, den dein Körper langsam erlernen muss. Dein Rücken hat 37 Jahr gebraucht, sich zu verbiegen, also gib ihm auch Zeit, sich wieder aufzurichten ;) Ich denke schon, dass dir die richtige KG helfen kann und auch, dass durch eine Schroth-Reha eine gewisse Aufrichtung möglich ist.

Um eine Therapie in einer der beiden Kliniken machen zu können, musst du einen "Antrag auf Leistungen der medizinischen Rehabilitation" stellen. Arbeitest du? Dann ist die Rentenversicherung dein Kostenträger. Die Formulare kannst du im Internet downloaden oder dir zuschicken lassen. Allerdings brauchst du für den Antrag auch deine Diagnose und einen Arzt, der dich beim Antrag unterstützt und den ärztlichen Teil ausfüllt.

Lieben Gruß,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von minimine »

Hallo Waffel,

ich war etwa ein Jahr lang in einer Uni-Klinik in Behandlung, allerdings nicht in Essen.
Ich brauchte immer eine Überweisung vom Orthopäden, aber wenn dies nicht möglich gewesen wäre, wäre auch eine vom Hausarzt gegangen.

Ich habe in der Klinik auch zahlreiche KG-Verordnungen bekommen und zwar viel mehr auf einmal, als vom niedergelassenen Orthopäden.

Die Reha wurde bei mir im Arztbericht empfohlen. Diesen Bericht bekam dann ja der Orthopäde und hat, zumindest bei mir, auch danach gehandelt. Als zusätzliche Begründung habe ich dann noch eine Kopie dieses Arztbriefes mitgeschickt.

Ich habe mich allerdings vor kurzem mit jemandem unterhalten, der in Essen in der Klinik war. Die Reha wurde empfohlen, aber es wurde keine Ganzaufnahme gemacht!!! Ob es dafür einen Grund gab, weiß ich nicht.

LG
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Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:Ich habe mich allerdings vor kurzem mit jemandem unterhalten, der dort in der Klinik war. Die Reha wurde unterstützt, aber es wurde keine Ganzaufnahme gemacht!!! Ob es dafür einen Grund gab, weiß ich nicht.
Also in der entsprechenden Klinik in Hannover musste ich die seitliche Ganz-Aufnahme in 2005 ganz gezielt anfordern, es wäre sonst nur eine Teilaufnahme geworden.
Will damit sagen, dass man in jedem Fall schon gut vorbereitet in so eine Klinik gehen sollte, möglichwerweise auch in Essen.

Für mich eigentlich immer ein Grund den "Newbies" eher Stuttgart zu empfehlen.
Ich habe in der Klinik auch zahlreiche KG-Verordnungen bekommen und zwar viel mehr auf einmal, als vom niedergelassenen Orthopäden.
Ok, scheint wohl unterschiedlich zu sein. Intensiv nachfragen ist wohl das beste.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Waffel »

Ich sehe ein, daß es sinnvoll ist, nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann zu fahren.
Das ist doch euer Vorschlag,oder?
Aber eine Frage haben ich doch noch; ist es möglich nach der Diagnose und der Verordnung von Krankengymnastik auch im Ruhrgebiet weiter kompetent behandelt zu werden, oder muss ich dann immer wieder nach Stuttgart? Ich kann mir schon vorstellen, ein, zwei oder dreimal Stuttgart zu fahren, aber lieber wäre es mir, wenn ich dann hier weiter behandelt würde.
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Beitrag von Waffel »

Waffel hat geschrieben:Ich sehe ein, daß es sinnvoll ist, nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann zu fahren.
Das ist doch euer Vorschlag,oder?
Aber eine Frage haben ich doch noch; ist es möglich nach der Diagnose und der Verordnung von Krankengymnastik auch im Ruhrgebiet weiter kompetent behandelt zu werden, oder muss ich dann immer wieder nach Stuttgart? Ich kann mir schon vorstellen, ein, zwei oder dreimal Stuttgart zu fahren, aber lieber wäre es mir, wenn ich dann hier weiter behandelt würde.
Waffel hat geschrieben:Ich sehe ein, daß es sinnvoll ist, nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann zu fahren.
Das ist doch euer Vorschlag,oder?
Aber eine Frage haben ich doch noch; ist es möglich nach der Diagnose und der Verordnung von Krankengymnastik auch im Ruhrgebiet weiter kompetent behandelt zu werden, oder muss ich dann immer wieder nach Stuttgart? Ich kann mir schon vorstellen, ein, zwei oder dreimal Stuttgart zu fahren, aber lieber wäre es mir, wenn ich dann hier weiter behandelt würde.
Nach dem ich vor 3 Tagen schwimmen war, habe ich starke Schmerzen, auch nachts und mein rechter Arm ist dauernd taub oder kribbelt. Ist das etwas, was sofort behandelt werden muss?
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Beitrag von minimine »

Hallo Waffel,
hängt davon ab, wie die Diagnose und der Behandlungsvorschlag nun konkret lauten.
Ich nehme an, dass dir Dr. Hoffmann eine Reha vorschlagen wird. Im Anschluss an die Reha solltest du dir dann halt einen Arzt suchen, der ab und zu mal auf deinen Rücken schaut und dir regelmäßig ein KG-Rezept gibt, so dass überprüft werden kann, ob du die in der Reha erlernten Übungen noch richtig machst.
Wenn du dann evtl. einmal im Jahr zu Dr. Hoffmann zur Kontrolle fährst reicht das dann sicher aus.

Bei mir ist es so, dass ich wegen des Korsetts alle paar Wochen nach Stuttgart zu Rahmouni fahre, aber zu Dr. Hoffmann selbst gehe ich auch nur alle halbe Jahre. Ich habe auch vor Ort hier noch einen Orthopäden, zu dem ich gehe, um regelmäßig auf den Rücken schauen zu lassen, wenn ich akute Schmerzen habe oder wenn ich ein KG-Rezept oder Korsett-Änderungs-Rezept brauche u.ä.
Nach dem ich vor 3 Tagen schwimmen war, habe ich starke Schmerzen, auch nachts und mein rechter Arm ist dauernd taub oder kribbelt. Ist das etwas, was sofort behandelt werden muss?

Ich würde da schon mal zum Hausarzt gehen, vielleicht hast du dir was blockiert oder einen Nerv eingeklemmt oder so.

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Beitrag von sloopy »

Off topic:

Klaus hat geschrieben:Off topic:
@Waffel
Da geht es in erster Linie um die Schroth Therapie, von der Dr. Colemont angeblich nicht viel hält, das wäre in Deinem Fall eher kontraproduktiv.
Off topic:

Wenn Dr. Colemont nicht von der Schroth-Therapie überzeugt ist, frage ich mich ernsthaft, was er beim Sobernheimer Workshop gemacht hat?! Ob er sich da bekehren lassen wollte? ;D



Waffel hat geschrieben:Ich sehe ein, daß es sinnvoll ist, nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann zu fahren.
Das ist doch euer Vorschlag,oder?
Wenn du wert auf einen schnellen Behandlungsbeginn legst, ja. Ansonsten spricht auch nichts gegen die Uniklinik Essen, wenn du oben genannte Dinge (zusätzlicher Orthopäde vor Ort oder "guter" Hausarzt, der dich bei einer Reha unterstützt...) berücksichtigst.

LG, sloopy
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Beitrag von Waffel »

Nach Studium vieler Bilder im Internet, glaube ich, daß ich eine Art Morbus Scheuermann habe mit einem Nackenbuckel. Ist Dr Hoffmann auch dafür Spezialist?

Kann man einfach so nach Stuttgart fahren oder muss man sich vorher anmelden? Wird dann unmittelbar eine Behandlung eingeleitet?

Muß Die Krankenkasse die Reha nicht erst einmal genehmigen? Ich bin übrigens nich am arbeiten. Ich glaube, ich könnte es auch gar nicht.
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Beitrag von sloopy »

Hallo Waffel,

wenn du einen sichtbaren Rundrücken hast, lautet deine Diagnose vermutlich Hyperkyphose, Morbus Scheuermann ist nur der Auslöser. Auch für diese Behandlung ist Dr. Hoffmann Spezialist, einige unsere User mit Kyphose sind bei ihm in Behandlung. Es gilt aber auch abzuklären, ob zusätzlich noch eine Skoliose vorliegt, deshalb sind die Röntgenaufnahme von vorne und der Seite wichtig.

Man muss einen Termin vereinbaren wie bei jedem anderen niedergelassenen Orthopäden auch, den bekommst du aber meist schnell innerhalb von zwei bis drei Wochen. Dort wird eine kompetente Erstdiagnose vorgenommen und mögliche Behandlungswege aufgezeigt. Vermutlich wird er dir KG verschreiben, dir eine Reha empfehlen und evtl. eine Korsett-Therapie vorschlagen. Die Reha beantragst du dann bei deinem Kostenträger, vermutlich der Krankenkasse, wenn du nicht arbeitest. Rehaanträge werden oft beim ersten Mal abgelehnt und man muss Widerspruch einlegen, deshalb ist es ja so wichtig, dass du einen Arzt hast, der dich bei der Beantragung kompetent unterstützt.

Kontaktdaten findest du hier: http://www.dr-hoffmann-leonberg.de Erfahrungsgemäß ist es sehr schwer, telefonisch durchzukommen, man kann dann eine E-Mail hinschicken und um Terminvergabe bitten. Für's Erstgespräch musst du bei Dr. Hoffmann einmalig 65 Euro zahlen.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von Waffel »

sloopy hat geschrieben:Hallo Waffel,

wenn du einen sichtbaren Rundrücken hast, lautet deine Diagnose vermutlich Hyperkyphose, Morbus Scheuermann ist nur der Auslöser. Auch für diese Behandlung ist Dr. Hoffmann Spezialist, einige unsere User mit Kyphose sind bei ihm in Behandlung. Es gilt aber auch abzuklären, ob zusätzlich noch eine Skoliose vorliegt, deshalb sind die Röntgenaufnahme von vorne und der Seite wichtig.

Man muss einen Termin vereinbaren wie bei jedem anderen niedergelassenen Orthopäden auch, den bekommst du aber meist schnell innerhalb von zwei bis drei Wochen. Dort wird eine kompetente Erstdiagnose vorgenommen und mögliche Behandlungswege aufgezeigt. Vermutlich wird er dir KG verschreiben, dir eine Reha empfehlen und evtl. eine Korsett-Therapie vorschlagen. Die Reha beantragst du dann bei deinem Kostenträger, vermutlich der Krankenkasse, wenn du nicht arbeitest. Rehaanträge werden oft beim ersten Mal abgelehnt und man muss Widerspruch einlegen, deshalb ist es ja so wichtig, dass du einen Arzt hast, der dich bei der Beantragung kompetent unterstützt.

Kontaktdaten findest du hier: http://www.dr-hoffmann-leonberg.de Erfahrungsgemäß ist es sehr schwer, telefonisch durchzukommen, man kann dann eine E-Mail hinschicken und um Terminvergabe bitten. Für's Erstgespräch musst du bei Dr. Hoffmann einmalig 65 Euro zahlen.

Gruß, sloopy
Danke fü all die Mühe von Euch! Ich will jetzt so schnell wie möglich etwas tun! Wenn ich mir heute noch eine Überweisung von meinem Hausarzt zum Orthopäden hole und morgen schon nach Essen ginge, wie lange dauert es im Durchscnitt dann, bis ich nach Bad Sobernheim kann?

Kann es sein, daß sich der Buckel bei Übergewicht verstärkt?

Mir kommt es bei mir so vor. Als ich 25 kg weniger wog, war es meiner Meinung nach etwas besser, kann das sein, oder ist das nur optisch?
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Beitrag von minimine »

Hallo Waffel,
Ich will jetzt so schnell wie möglich etwas tun! Wenn ich mir heute noch eine Überweisung von meinem Hausarzt zum Orthopäden hole und morgen schon nach Essen ginge
auch in Essen wirst du einen Termin brauchen und in Uni-Kliniken sind bekanntlich die Wartezeiten nicht gerade unerheblich.
Ich habe damals (andere Uni-Klinik!!) 4 Monate auf einen Termin warten müssen.
Wenn du also so schnell wie möglich was tun willst, dann geh zu Dr. Hoffmann. Allerdings eilt es bei dir ja auch nicht, es spricht also auch nichts dagegen, wenn du lieber in die Uni-Klinik möchtest.

Bis du dann auch nach Sobernheim kommst dürfte es schon einige Monate dauern. Kommt natürlich darauf an, wie schnell die Krankenkasse bei dir alles genehmigt und ob alles gleich auf Anhieb klappt. Vom Gefühl würde ich sagen, rechne mal mit Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres.
Alternativ kannst du auch nach Bad Salzungen, da sind die Wartezeiten nicht ganz so lang.

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Beitrag von Waffel »

minimine hat geschrieben:Hallo Waffel,
Ich will jetzt so schnell wie möglich etwas tun! Wenn ich mir heute noch eine Überweisung von meinem Hausarzt zum Orthopäden hole und morgen schon nach Essen ginge
auch in Essen wirst du einen Termin brauchen und in Uni-Kliniken sind bekanntlich die Wartezeiten nicht gerade unerheblich.
Ich habe damals (andere Uni-Klinik!!) 4 Monate auf einen Termin warten müssen.
Wenn du also so schnell wie möglich was tun willst, dann geh zu Dr. Hoffmann. Allerdings eilt es bei dir ja auch nicht, es spricht also auch nichts dagegen, wenn du lieber in die Uni-Klinik möchtest.

Bis du dann auch nach Sobernheim kommst dürfte es schon einige Monate dauern. Kommt natürlich darauf an, wie schnell die Krankenkasse bei dir alles genehmigt und ob alles gleich auf Anhieb klappt. Vom Gefühl würde ich sagen, rechne mal mit Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres.
Alternativ kannst du auch nach Bad Salzungen, da sind die Wartezeiten nicht ganz so lang.

LG
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minimine hat geschrieben:Hallo Waffel,
Ich will jetzt so schnell wie möglich etwas tun! Wenn ich mir heute noch eine Überweisung von meinem Hausarzt zum Orthopäden hole und morgen schon nach Essen ginge
auch in Essen wirst du einen Termin brauchen und in Uni-Kliniken sind bekanntlich die Wartezeiten nicht gerade unerheblich.
Ich habe damals (andere Uni-Klinik!!) 4 Monate auf einen Termin warten müssen.
Wenn du also so schnell wie möglich was tun willst, dann geh zu Dr. Hoffmann. Allerdings eilt es bei dir ja auch nicht, es spricht also auch nichts dagegen, wenn du lieber in die Uni-Klinik möchtest.

Bis du dann auch nach Sobernheim kommst dürfte es schon einige Monate dauern. Kommt natürlich darauf an, wie schnell die Krankenkasse bei dir alles genehmigt und ob alles gleich auf Anhieb klappt. Vom Gefühl würde ich sagen, rechne mal mit Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres.
Alternativ kannst du auch nach Bad Salzungen, da sind die Wartezeiten nicht ganz so lang.

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Das ist echt lang! Was kann ich denn jetzt schon tun?
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Das ist echt lang! Was kann ich denn jetzt schon tun?
1. Gut informieren und entscheiden, zu welchem Orthopäden Du möchtest
2. Termin vereinbaren
3. Die Wartezeit nutzen, um Dich weiter zu informieren, damit Du beim Arztbesuch die richtigen Fragen stellen kannst. Viele sind z.B. überrascht über einen eventuellen Vorschlag, ein Korsett zu tragen und wissen dann gar nicht, was sie davon halten sollen.
4. Wenn Dir dann eine Schroth-Reha empfohlen wird: Antrag stellen und währenddessen mit ambulanter KG nach Schroth beginnen.

Grüsse, Lady S
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benipat
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Beitrag von benipat »

Ich wollte mich als Hyperkyphosepatientin noch melden. Deine Schmerzen sind mir auch nicht unbekannt und ich hätte nie gedacht, dass durch die Schroth Therapie eine deutliche Besserung erreichbar wäre. Ich hatte auch absolute Probleme überhaupt gerade zu sitzen oder längere Zeit überhaupt zu sitzen. Nach der Reha - kein Problem mehr.

Aber es ist schon so, dass zunächst vermutlich erst mal eine Verschlechterung eintritt, da Bewegung in das ohnehin schon gereizte System oberer Rücken kommt.

Ich habe vor der Reha auch Ausfallerscheinungen in beiden Händen gehabt ( kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen), das ist seither Geschichte.

Nach der Reha hatte ich einen weiteren Termin zur Nachbesprechung bei Dr. Hoffmann und jetzt sollte ich jährlich zur Kontrolle gehen. Da ich im Moment wenig Probleme habe mit dem Rücken, schiebe ich das gerade auch vor mir her.

Vom Erstbesuch bei Dr. Hoffmann bis zum Antritt meiner Reha vergingen etwa 5 Monate. Er wird dir sicher als Schmerzpatient auch vorschlagen über die Versorgung mit einem Korsett nachzudenken. Das war bei mir auch so, zeigte sich aber nach der Reha als nicht mehr nötig.

Falls du noch Fragen hast - gerne !

Grüßle

benipat
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Beitrag von Klaus »

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sloopy hat geschrieben:Wenn Dr. Colemont nicht von der Schroth-Therapie überzeugt ist, frage ich mich ernsthaft, was er beim Sobernheimer Workshop gemacht hat?! Ob er sich da bekehren lassen wollte?
Hoffentlich. :D
Aber beim workshop 2007 und 2008 in Bad Salzungen waren ja auch Leute vom Bundesverband da. Von einem besondern Mitglied :) weiß ich persönlich, das es nichts von Schroth hält!
Hauptsache, man vertritt den Verband. Und so schließt sich der Keis mit der Empfehlung von Dr. Colemont. :)

Gruss
Klaus
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