Erste Erwachsenen-Reha in Bad Sobernheim - Bericht

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Thomas
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Erste Erwachsenen-Reha in Bad Sobernheim - Bericht

Beitrag von Thomas »

Nachdem ich nun schon seit Mittwoch letzter Woche aus Sobernheim zurück bin, wollte ich hier auch einmal meine Erfahrungen aus der Reha berichten.

Um es kurz zusammenzufassen: Insgesamt hat es mir in Bad Sobernheim hervorragend gefallen. Ich hatte bisher noch nie die Möglichkeit, mich über einen Zeitraum von mehreren Wochen nur mit mir selbst und meinen Körper zu befassen. Dies war für mich eine vollkommen neue Erfahrung und führte zu einem vollkommen neuen Körpergefühl und einer völlig neuen Selbstwahrnehmung. Mir sind Sachen an mir aufgefallen, die ich davor noch nie an mir entdeckt hatte.

Ich war insgesamt vier Wochen dort, drei Wochen geplant plus eine Woche Verlängerung. Die erste Woche dient ja in Sobernheim dazu, Schroth überhaupt einmal kennenzulernen und die einzelnen Übungen, die für einen persönlich wichtig sind, zu erlernen. Bei mir waren dies als Kernübungen der Schulterzug (auf dem Bauch und auf dem Rücken), die Kopfspannbeuge, 50 mal Pezziball und der Türrahmen, als ergänzende Übungen kamen bei mir dazu: Zwischen den Stäben, Raupe, Beinrückseitendehnung, Tallienstreck und Gangschule.

Ab der zweiten Woche ging dann der normale Übungsablauf los, wobei man als (schon etwas älterer :)) Erwachsener ja die Wahl zwischen halben und vollem Programm hat. Ich hatte trotz meines schon etwas vorgerückten Alters das volle Programm gewählt, was heißt, pro Tag 6 Stunden üben, zwei mal eineinhalb Übungsstunden und zwei mal freies Üben (funktionsspezifisches Training heißt das ja jetzt). Da die ganzen Einzelanwendungen (Atemtherapie, Physio-Therapie, Fango, Massage) und die ganzen Info-Veranstaltungen (Ernährungsberatung, Korsett-Info, drei mal allgemeine Skolioseinfo, psychologische Gruppenstunde, Ergotherapeutische Beratung, Sozialberatung) noch dazu kommen ist man ganz schön ausgelastet.

Trotzdem hatten wir Erwachsenen am Abend dann noch viel Spaß, brachten einige Zeit in einem der Sobernheimer Biergärten (z.B. dem Quellenpavillion) zu und tranken abends im Speisesaal noch etliche Gläser Wein. Um 22:30 war dann ja allgemeine Bettruhe, die konnten wir nach den anstrengenden Tagen dann auch wirklich gebrauchen.

Bei der Schlussuntersuchung stellte sich heraus, dass ich während der Kur über einen cm gewachsen bin. Trotz gutem Essen habe ich ca. ein halbes kg abgenommen, und was ich lustig fand, meine Rotation - ja, ich hatte obwohl ich ja nur ne leichte skoliotische Fehlhaltung von 8 Grad habe, einen Skoliometerwert von vier bei der Anreise – hat sich fast auf Null verbessert.

Nachdem ich mit erheblichen Schmerzen zur Reha angereist bin war ich zum Ende der Reha fast schmerzfrei. Während der Reha hat mir Dr. Steffan auf Grund meiner HWS-Probleme einen 'dynamischen Halswirbelsäulenetlaster' nach Kubin verschrieben, der noch während der Reha von der Fa. Sanomed, die ja mit Kubin zusammenarbeitet, angefertigt wurde. Der dynamische Wirbelsäulenentlaster streckt die Halswirbelsäule mit zwei Pneumatikzylindern, ähnlich wie es die normale Kubin-Orthese mit der Lendenwirbelsäule macht. Falls Interesse besteht, kann ich gern mal ein Photo von diesem Teil hier reinstellen.

Die Idee von dem Teil ist, dass man den Wirbelsäulenentlaster abends eine Stunde vor dem Zubettgehen trägt. Dies würde bedeuten, dass ich mein Rahmouni-Halsteil nicht mehr ganztägig tragen muss und trotzdem den gleichen (oder möglicherweise einen besseren) Effekt erziele.

Das bedeutet jetzt auch, dass ich mein Korsett jetzt zwar weiter trage, meine Halsstütze lasse ich aber gegenwärtig zu Hause und hoffe, dies auch langfristig tun zu können, da das Teil im Alltag schon recht lästig ist. Ich werde weiterberichten, wie sich die ganze Sache entwickelt.

So, das war eine kurze Zusammenfassung der vergangenen vier Wochen. Insgesamt war es eine sehr schöne, wenn auch anstrengende Zeit. Gelohnt hat sich die ganze Sache auf jeden Fall, das kann ich jetzt schon eindeutig sagen.

Viele Grüße

Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Di, 13.07.2010 - 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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mamaratlos
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Beitrag von mamaratlos »

:hallo: Hallo Thomas


:eek: Wow Das ist ja mal ein bericht :lach: :bindafür:
Aus diesen bericht merkt man schon beim lesen das du hin und weg bist.
( sonst hättes du bestimmt die oberste Passage hier nicht doppelt reingestellt :lach: ;) )
Klasse das sich dein Allgemein befinden sich deutlich gebessert hat ,freu mich für dich :ja:
Der dynamische Wirbelsäulenentlaster streckt die Halswirbelsäule mit zwei Pneumatikzylindern, ähnlich wie es die normale Kubin-Orthese mit der Lendenwirbelsäule macht. Falls Interesse besteht, kann ich gern mal ein Photo von diesem Teil hier reinstellen.
Na klar will ich es sehn,wie du ja weißt bin ich wirklich sehr neugierig :embarrassed: :unknown:

Bin auch gespannt wie es damit bei dir so weiter geht :ja:

Trotzdem hatten wir am Abend dann noch viel Spaß, brachten einige Zeit in einem der Sobernheimer Biergärten (z.B. dem Quellenpavillion) zu und tranken abends im Speisesaal noch etlichj Gläser Wein.
Ich dachte du wärst auf Reha da ;) :lach:


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos
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Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken und warten bis mich ein Strauß besucht
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Beitrag von Klaus »

Hallo Thomas,

auch wenn Dein Bericht sicherlich unbeabsichtigt gestreckt ist :D finde ich doch sehr interessant, dass Du als Korsett-Träger nun auch die Schroth-Therapie kennengelernt hast und damit offensichtlich auch ganz andere Ansatzpunkte.
Während der Reha hat mir Dr. Steffan auf Grund meiner HWS-Probleme einen 'dynamischen Halswirbelsäulenetlaster' nach Kubin verschrieben, der noch während der Reha von der Fa. Sanomed, die ja mit Kubin zusammenarbeitet, angefertigt wurde.
Ist das die moderne Art der Glissonschlinge?

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Hallo Thomas,

danke für diesen Bericht und schön, dass dir Sobernheim soviel gebracht hat! ;D
Um 22:30 war dann ja allgemeine Bettruhe, die konnten wir nach den anstrengenden Tagen dann auch wirklich gebrauchen.
Ja ja und ihr Engelchen :angel: habt euch ja bestimmt immer genauestens daran gehalten. :stumm: ;D Aber nicht, dass ihr jetzt im Nachhinein noch mehr Blitze bekommt. :D

Klar wollen wir Bilder sehen. Wie kommst du denn zurecht mit dem Halsteil?

Herzlichen Glückwunsch für deinen tollen Reha-Erfolg! :freude: Ich hoffe doch, du Schrothest nun auch Zuhause fleißig weiter. :D

Schön auf jeden Fall, dass du nun wieder hier bist. :knuddel:

LG
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

mamaratlos hat geschrieben: ( sonst hättes du bestimmt die oberste Passage hier nicht doppelt reingestellt :lach: ;) )
Mist, das kommt davon, wenn man zuviel mit Cut und Paste arbeitet. Hab den doppelten Teil entfernt :D
Klaus hat geschrieben:Ist das die moderne Art der Glissonschlinge?
Ja, das Prinzip ist ähnlich, wobei bei dem Kubin-Teil die maximale Streckung mechanisch begrenzt ist, was ja bei der Glissonschlinge nicht der Fall ist.
minimine hat geschrieben:
Um 22:30 war dann ja allgemeine Bettruhe, die konnten wir nach den anstrengenden Tagen dann auch wirklich gebrauchen.
Ja ja und ihr Engelchen :angel: habt euch ja bestimmt immer genauestens daran gehalten. :stumm: ;D
Natürlich haben wir uns dran gehalten. Schon deshalb, weil um 22:30 ja immer pünktlich der Kontrollanruf kam :D

Gruß Thomas

PS: Bilder vom neuen Halsteil werden bei Zeit folgen, muss ich aber erst noch machen!
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sloopy
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Re: Erste Erwachsenen-Reha in Bad Sobernheim - Bericht

Beitrag von sloopy »

Hallo Thomas,

herzlich willkommen im "Club der Schrothianer" und vielen Dank für deinen Bericht!!! Ich bin froh, dass wir dich überzeugen konnten, die Reha zu machen :D und dass es dir dazu noch so super gefallen hat. Es wäre natürlich nur halb so schön gewesen, wenn du mich nicht an deiner Seite gehabt hättest :lach:, aber das brauch ich dir ja nicht zu sagen. ;D

Ich glaub, Thomas war der Einzige Erwachsene Ü35, der volles Programm hatte und er hat sich wirklich sehr tapfer geschlagen- dafür gebührt ihm voller Respekt! Witzigerweise wollte die Stationsärztin mir sogar schon ein halbes Programm andrehen, damit ich mich nicht überfordere. Scheint ein Trend zu sein, dass alle Erwachsenen nur noch halbes Programm machen, aber dafür fahre ich ja nicht nach Sobernheim!

Thomas, ich hoffe, du kannst deinen Erfolg und deine Schmerzfreiheit langfristig aufrecht erhalten und wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Schrothen.

Herzliche Grüße,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Re: Erste Erwachsenen-Reha in Bad Sobernheim - Bericht

Beitrag von Thomas »

sloopy hat geschrieben:Es wäre natürlich nur halb so schön gewesen, wenn du mich nicht an deiner Seite gehabt hättest :lach:, aber das brauch ich dir ja nicht zu sagen. ;D
Ja, das versteht sich natürlich von selbst! :D :D

Liebe Grüße

Thomas
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Beitrag von Klaus »

sloopy hat geschrieben:Scheint ein Trend zu sein, dass alle Erwachsenen nur noch halbes Programm machen, aber dafür fahre ich ja nicht nach Sobernheim!
Wär mal interessant zu wissen, ob dieses halbe Programm dem vollen Programm in Bad Salzungen zumindest in 2005 entspricht. :D

Gruss
Klaus
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Beitrag von Thomas »

Klaus hat geschrieben:Wär mal interessant zu wissen, ob dieses halbe Programm dem vollen Programm in Bad Salzungen zumindest in 2005 entspricht. :D
Halbes Programm heisst in Bad Sobernheim, dass man ca. drei Stunden am Tag Übungen macht (1,5 Stunden Gruppenstunden, 1,5 Stunden funktionsspezifische Übungen) plus die ganzen Einzeltherapien und Info-Veranstaltungen, die ich oben erwähnt habe.

Gruß Thomas
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Beitrag von minimine »

Halbes Programm heisst in Bad Sobernheim, dass man ca. drei Stunden am Tag Übungen macht (1,5 Stunden Gruppenstunden, 1,5 Stunden funktionsspezifische Übungen) plus die ganzen Einzeltherapien und Info-Veranstaltungen, die ich oben erwähnt habe.
Soweit ich weiß, sind diese drei Stunden aber mindestens! D.h. wenn jemand gerne mehr machen möchte, also in beide Gruppenstunden gehen möchte, dann kann er das auch.
Außerdem kommt bei halben Programm glaub ich die Schmerzgruppe und PMR dazu.

Direkt vergleichbar ist es denk ich nicht, da Schroth an sich in Sobernheim einfach anders ist oder zumindest war.
Klaus, wie wärs, deine Reha liegt ja jetzt auch schon etliche Jahre zurück. Solltest du nicht auch mal wieder fahren?? ;D

LG
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Beitrag von sloopy »

Thomas hat geschrieben:Halbes Programm heisst in Bad Sobernheim, dass man ca. drei Stunden am Tag Übungen macht (1,5 Stunden Gruppenstunden, 1,5 Stunden funktionsspezifische Übungen)
Dabei kann man selbst entscheiden, ob man morgens Übungsstunde macht und nachmittags freies Üben oder umgekehrt. Manche machen aber auch zweimal Gruppenstunde ohne freies Üben, bzw. zweimal freies Üben ohne Gruppenstunde, man ist da sehr flexibel in seiner Zeit- und Übungseinteilung.

Manche haben dann zusätzlich die Schmerz- oder OP-Gruppe.

Klaus, du könntest dir ja so langsam mal ein eigenes Bild von Sobernheim machen. :D

Lieben Gruß,
sloopy

edit: minimine, du warst schneller. Zwei Doofe- ein Gedanke :lach:
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:Klaus, wie wärs, deine Reha liegt ja jetzt auch schon etliche Jahre zurück. Solltest du nicht auch mal wieder fahren??
sloopy hat geschrieben:Klaus, du könntest dir ja so langsam mal ein eigenes Bild von Sobernheim machen.
Ja, ja ich weiß. Aber Dr. Steffan hat mir da als Rentner schon vor längerer Zeit wenig Hoffnung gemacht.

Eigentlich waren meine Bemerkung eher auf die alte Diskussion gemünzt, die ja immer von der intensiveren Therapie in Bad Sobernheim gegenüber Bad Salzungen gesprochen hat. :) Na ja, sind auch unterschiedliche Fan-Gruppen. :D

Von den Stunden her hatte ich damals in Bad Salzungen sicherlich das volle Programm.

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Sloopy hat geschrieben:edit: minimine, du warst schneller. Zwei Doofe- ein Gedanke
Doppelt hält besser! :D :knuddel:
Klaus hat geschrieben:Aber Dr. Steffan hat mir da als Rentner schon vor längerer Zeit wenig Hoffnung gemacht.
Klaus, so viele Rentner fahren zur Reha. Versuchen kannst du es doch. ;) Oder müssen wir bei dir nun auch schon unser Überredungskünste anwenden? ;D Bei Thomas hat´s prima geklappt. Ich hoffe mal Thomas ist uns nicht böse, dass wir so hartnäckig waren. Seiner neuen Signatur nach zu urteilen zumindest nicht. ;D
Von den Stunden her hatte ich damals in Bad Salzungen sicherlich das volle Programm.
Ich weiß nicht, inwieweit das jetzt schon angeglichen wurde, aber damals gingen die Gruppenstunden und die freie Übungszeit jeweils nur eine Stunde lang, d.h. max. 4 Stunden Schroth am Tag. In Sobernheim sind es bei vollem Übungsprogramm 6 Stunden Schroth + Kleingruppen und Einzeltherapie + intensiveres Schroth an sich.
Deshalb bin ich der Meinung, wenn man weniger fit ist, z.B. aufgrund von sehr starken Schmerzen, andere Einschränkungen hat, bereits operiert ist, schon älter ist oder dringend ein Reha-Platz gebraucht wird, dann ist man in Salzungen gut aufgehoben. Wenn man aber fit ist und dazu in der Lage ist, das Programm in Sobernheim durchzustehen, dann sollte man es auch tun.
Wie gesagt, ich weiß nicht, wie weit man im "Anpassungsprozess" ist. Ich hoffe ja schon, dass sich da was tut.
Na ja, sind auch unterschiedliche Fan-Gruppen.
Fan kannst du sein, wenn du beides kennst und dich dann für eines der beiden entscheidest. :D Du kannst aber nicht sagen, die gefällt es in XY besser, ohne XX zu kennen. ;)

Also auf geht´s Klaus! ;D

LG
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Beitrag von sloopy »

Hallo Klaus!
Klaus hat geschrieben:Ja, ja ich weiß. Aber Dr. Steffan hat mir da als Rentner schon vor längerer Zeit wenig Hoffnung gemacht.
Na aber einen Versuch wäre es doch wert- du hast doch nichts zu verlieren.
Klaus hat geschrieben:Eigentlich waren meine Bemerkung eher auf die alte Diskussion gemünzt, die ja immer von der intensiveren Therapie in Bad Sobernheim gegenüber Bad Salzungen gesprochen hat. :)
Schon klar, Klaus ;) Ich selber habe keinen Vergleich, habe aber auch während meiner Reha wieder Patienten kennengelernt, die beides kennen und das bestätigt haben. Man bekommt diese Info in Sobernheim aber mittlerweile auch schon von offizieller Seite.

Versuche einfach mal, eine Reha in Sobernheim zu machen und dann bildest du dir dein eigenes Urteil. Es gibt doch mehrere Renter, die zur Reha fahren.

sloopy

edit: Mensch minimine, ich komm dir heut einfach nicht hinterher- du bist einfach schneller ;D
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Beitrag von Eichhörnchen »

Hallo Thomas,
vielen Dank für Deinen Bericht,
langsam werde ich auch neugierig auf Bad Sobernheim.
Ich war jetzt zwei mal in Bad Salzungen und da wurde ca. 3-4 Stunden lang nach Schroth geübt. Allerdings wird da auch an Geräten und im Wasser trainiert.
Es gab neben der freiwilligen Übungsstunde (war natürlich nicht freiwillig :) )
auch einen zusätzliche freiwillige Übungsstunde die jeder wirklich freiwillig machen konnte.
Mich würde es auch interessieren wie so ein Wirbelsäulenentlaster aussieht,
Es ist toll das Du so einen Erfolg in der "Reha " hattes.
Liebe Grüße
Marion.
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Beitrag von benipat »

Mir geht es wie euch ! Dein Bericht, Thomas, macht neugierig auf Sobernheim. War ja auch in Salzungen - dort hat es mir eigentlich gut gefallen. Auf manche Therapien, wie beispeilsweise, die Wassergymnastik oder auch das Walken um den See hätte ich verzichten können zuginsten von Schroth.

Die Klinik in Sobernheim ist aber doch deutlich größer, oder ? Wie ist es da mit dem Geräuschpegel ? Und beim Essen ? Sehr troubelig?
Vielleicht habe ich da ein wenig Vorurteile, weil ich immer denke, das Hauptklientel in Sobernheim ist U 20 und wie stressig das in den Therapien sein kann, habe ich während der Ferienzeit in Salzungen erlebt....

Danke für den informativen Bericht !

Grüßle

benipat
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Marion, hallo benipat,

da ich in Salzungen bisher nur zu Besuch war kann ich natürlich nicht sagen, was jetzt für Erwachsene besser geeignet ist. Ich kann nur sagen, dass es mir in Bad Sobernheim sehr gut gefallen hat.

Salzungen ist sicher überschaubarer und dadurch vielleicht auch etwas persönlicher als Sobernheim (obwohl ich mich da nicht beklage n kann, ich wurde überall mit Namen begrüßt :)), in Sobernheim sind es ja etwa 200 Patienten, wenn die Klinik voll ist, in Salzungen soviel ich weiss nur knapp die Hälfte (Ich hoffe, ich hab da jetzt nichts falsches geschrieben). Salzungen ist sicherlich auch von den Zimmern (was man so hört) etwas komfortabler, und im Speisesaal herrscht in Salzungen ja fast schon Restaurant-Athmosphäre, was in Sobernheim natürlich eindeutig nicht so ist. Da geht es dann beim Essen schon etwas lauter zu. Das Essen selbst in Sobernheim fand ich aber auch ausgesprochen gut.

Was die Jugendlichen angeht: In der Übungsstunde war ich, da ich ja in der symmetrischen Gruppe war, immer mit vielen männlichen Jugendlichen zusammen. Das stellt dann schon eine gewisse Anforderung an den Übungsleiter, diese Jugendlichen auch zum Turnen zu motivieren. Aber irgendwie hat's doch immer geklappt.

Viele Grüße

Thomas
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Beitrag von minimine »

Hallo benipat,
benipat hat geschrieben:die Wassergymnastik oder auch das Walken um den See hätte ich verzichten können zuginsten von Schroth.
naja, "Wassergymnastik" gibts in Sobernheim auch, allerdings würde ich es nicht als Gymnastik bezeichnen. Man schwimmt halt Bahnen, macht Partnerübungen mit so einer Nudel und spielt Wasserball. Als Erwachsener muss man übrigens nicht daran teilnehmen, sondern kann alternativ ins Freie Üben. Ich fand es eigentlich immer ganz lustig und ist mal ein wenig Abwechslung zum ganzen Geatme den ganzen Tag. ;D
Für mich war es auch immer ein Rätsel, warum man in der Gruppenstunde um den See walken musste oder ähnliches und man das nicht in der Freizeit nach der Therapie machen konnte. Aber da ich die Jüngste in meiner Gruppe war (mit Abstand) musste ich mich dem wohl fügen. :/
Die Klinik in Sobernheim ist aber doch deutlich größer, oder ? Wie ist es da mit dem Geräuschpegel ? Und beim Essen ? Sehr troubelig?
Ja, wesentlich größer. In Salzungen kann man ja zwischen 4 Gerichten wählen und man bekommt das Essen dann serviert. In Sobernheim ist es zu vergleichen mit Mensa,Kantine o.ä. Hat aber den Vorteil, dass man wählen kann, welche Beilage, mit oder ohne Soße etc. man haben möchte.
Ich muss ganz ehrlich sagen, mir hat das Essen in Sobernheim wesentlich besser geschmeckt, auch wenn man manchmal rätseln musste, was man da eigentlich vor sich auf´m Teller hat, v.a. beim Nachtisch. :D Ich fands in Salzungen etwas "fad".
Der Geräuschpegel ist natürlich nicht zu verachten, aber man gewöhnt sich dran. ;)
Vielleicht habe ich da ein wenig Vorurteile, weil ich immer denke, das Hauptklientel in Sobernheim ist U 20 und wie stressig das in den Therapien sein kann, habe ich während der Ferienzeit in Salzungen erlebt....
Normalerweise werden die Gruppen schon nach Alter zusammengestellt, also ältere Jugendliche und Erwachsene zusammen oder manchmal auch reine Erwachsenengruppen. Ich glaub bei den Symmetrischen ist das Klientel immer etwas jünger, aber Thomas hats ja überlebt. :D
Du hast natürlich recht, das Hauptklientel ist U20, wobei es wirklich stark darauf ankommt, wann man fährt. Im November letztes Jahr waren seeeehr viele Erwachsene in Sobernheim.
Thomas hat geschrieben:Salzungen ist sicherlich auch von den Zimmern (was man so hört) etwas komfortabler
Kommt darauf an, welches Zimmer man in Salzungen erwischt. Es gibt schon wirklich sehr große Zimmer, aber auch kleine. Im Großen und Ganzen ist die Ausstattung aber ähnlich, außer dass in Salzungen der TV gleich auf´m Zimmer steht und in Sobi muss man sich den erst anmieten.

Aber, wir alle müssen im Laufe unseres Lebens noch sooo oft zur Reha fahren, da kann man ja mal ausprobieren, wie´s in der jeweils anderen Klinik ist. ;) Ich war in beiden Kliniken und habe mein Fazit daraus gezogen. :sobernheim: Aber meine Schmerzen halten sich in Grenzen, ich bin nicht operiert und hab auch sonst keine weiteren Einschränkungen. Bei manch anderen kann das vielleicht genau andersrum aussehen. Ich habe auch einige kennengelernt, denen das halbe Programm in Sobi auch zuviel war bzw. fast gar keine Gruppenstunde durchhalten konnten (sowohl in Sobi als in Salzugen!!). Da wäre eine etwas weniger intensive Reha vielleicht effektiver gewesen.

Wir sollten allerdings auch nicht außer Acht lassen, dass man das Therapiekonzept der beiden Kliniken ja angleichen will.

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3 x Reha in Bad Salzungen, 1 x in Sobernheim; 1 x pro Woche KG nach Schroth;
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Beitrag von Skolimama »

Hallo,

wenn man die Berichte hier liest, bekommt man wirklich den Eindruck, dass Sobernheim doch besser ist als Salzungen. Meine Tochter fährt im August das 2. Mal nach Salzungen, obwohl ich sie auch lieber nach Sobernheim geschickt hätte. Das 1. Mal war Weihnachten 2009 - Salzungen hat mich in den Ferien ohne weiteres als Begleitperson aufgenommen - meine Tochter wäre alleine nicht gefahren und Sobernheim lehnte Begleitperson bei 14-jähriger in der Ferienzeit ab. Für die Sommerferien habe ich in Salzungen 3 volle Wochen in der Ferienzeit bekommen (bismal fährt meine Tochter alleine) - Sobernheim vergibt grundsätzlich nur die halbe Zeit in den Ferien - ist bei der Nachfrage auch verständlich.
Habe jetzt aber doch nicht so ein gutes Gefühl, wenn Sobernheim intensiver ist und für den Rücken mehr herausholt. Hoffe ich habe mit Salzungen nichts falsch gemacht. Ansonsten ist die Seeklinik schon sehr toll. Klein, klasse Zimmer, tolle Lage - Seefest im August - super Therapeuten.

LG Skolimama
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Skolimama hat geschrieben:wenn man die Berichte hier liest, bekommt man wirklich den Eindruck, dass Sobernheim doch besser ist als Salzungen.
Hallo Skoliomama,

das würde ich jetzt nicht so sagen. Die beiden Kliniken sind unterschiedlich, in Sobernheim sind die Übungen vielleicht noch etwas intensiver, aber ich würde jetzt nicht unbedingt von 'besser' oder 'schlechter' sprechen. Und wenn für Euch Salzungen terminlich besser passt, dann ist das ja auch ein ernst zu nehmender Vorteil.

Außerdem werden sich die beiden Kliniken in Zukunft immer mehr therapeutisch angleichen, daher glaube ich schon, dass man auch in Bad Salzungen mit Skoliose gut aufgehoben ist.

Viele Grüße

Thomas
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