Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

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reefernator
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Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von reefernator »

Hallo liebe Leidenden,
ich bin hier neu im Forum und möchte mich kurz mal vorstellen.
Ich bin männl., 41 Jahre, Seemann und habe seit 30 Jahren Probleme mit meinem Rücken.
Mit 11 Jahren brach ich mir bei einem Sturz / Sprung beide Fersenbeine. Zufällig entdeckte der damalige Orthopäde eine Beinlängendifferenz und verordnete einen Beinlängenausgleich. Schon damals erkannte man auf den Röntgenbild eine leichte Skoliose. Mit ca. 20 Jahren fing dann das Doktorhopping an, um den Schmerzen auf den Grund zu gehen. Im einzelnen waren dies Schmerzen der Wirbelsäule, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Kieferknacken, Magenbeschwerden, ISG, usw, jedoch alles ohne Befund. Letzten Endes wurde ich mit Ibuprofen vollgepumpt und erlitt während
meiner Arbeit in Amerika einen Zusammenbruch und wurde mit Verdacht auf Herzinfarkt in eine Klinik eingeliefert
( like emergency room auf Pro 7 ... :tot: )
Ein Infarkt wurde jedoch ausgeschlossen und ein deutschsprachiger Doc verwies unter vorgehaltener Hand an einen Chiropractor. Dort angekommen stellte dieser fest, dass in allen Bereichen der Wirbelsäule einzelne Wirbel verdreht waren. Nach einer Intensiven aber schonenden Behandlung bin ich völlig Schmerzfrei von der Liege gesprungen und hatte ein völlig unbekanntes, angenehmes Körpergefühl. Mir schossen sofort Bilder aus meiner Jugend durch den Kopf, wo ich noch keine Schmerzen kannte :zzz: . Leider hielt dieser Zustand immer nur kurz an. Mittlerweile machten mich diese ganze Schmerzen und der Zusammenbruch so depressiv incl Panikattacken, dass ich von meinem Hausarzt in eine Psychosomatische Reha geschickt wurde.....was soll ich dazu sagen, ausser: dass war völlig falsch !
Habe dann dort auch abgebrochen weil ich kein Bock auf Gruppengespräche mit Suizidkanditaten hatte, da ich ja wohl eher ein orthopädisches Problem hatte.
Da mir keine Ärzte helfen konnte, kam jetzt der Zufall ins Spiel. Ich unterhielt mich mit meinem Nachbarn bei einer Flasche Bier über Schmerzen und Gebrechen altwerdender Männer und erzählte ihm von meinen Schmerzen in der Brust. Darauf sagte er : ey alter lass das s.....eis Ibuprofen weg, ich weiss aus sicherer Quelle ( Pharmareferentin ),dass dass Zeug gerade bei Männern zu ganz heftigen Nebenwirkungen im Magen / Darmbereich führen kann. Ebenso löst es Sodbrennen und
Magenschleimhautprobleme mit heftigsten Schmerzen im Brustbereich aus, welche zu Zusammenbrüchen, Depressionen, Panikattacken und herzinfarktähnliche Symptome führt :eek: . Bingo........seit einem halben Jahr verzichte ich auf alle Medikamente und siehe da........die Psyche läuft wieder in annähernd stabilen Bahnen...
sofern es bei Männer so was gibt..... ;)
In der Folge beschäftigte ich mich jetzt intensiver mit meinem Körper....aus orthopädischer Sicht natürlich, :D
und geriet an eine sehr gute Physiotherapeutin, welche mich im Rahmen des Machbaren wieder hinbog. Sie nahm sich sehr viel Zeit und analysierte mit mir alte Röntgenaufnahmen. Ich vertraute Ihr dabei, da Sie als Physiotherapeutin bei den deutschen Skispringer und Bobfahrern tätig ist. Sie stellte dann auch fest, dass ich keine Beinlängendifferenz habe und nie hätte eine Absatzerhöhung bekommen dürfen. Die Differenz ist nur optisch, da mein Becken schief steht. Mein Becken steht schief weil ich mir bei meinem damaligen Sturz das Steißbein gebrochen habe und dort einige Muskeln aufgehängt sind. Mein Skoliose ist das Produkt des Beckenschiefstandes sowie alle daraus resultierenden Schmerzen.........und keiner hat`s gesehen......
Im July war ich dann in einer Sportklinik und bekam ein Attest, dass ich Umgehend in eine Reha für Skoliosepatienten soll.

Jetzt meine Fragen : Macht so eine Reha überhaupt Sinn, solange mein Steißbein noch in dieser Position verweilt ?
In welche Reha-Klinik geht man am Besten ?
Welcher Arzt / Klinik kennt sich mit ISG / Steißbein bestens aus ?

Da bei mir jetzt auch schon die ersten leichten Anzeichen von Vorfällen zu erkennen sind und ich meinen Beruf liebe muss da jetzt ziemlich kurzfristig was passieren, da mir mitlerweile durch die Physio der Hintern ganz schön weh tut.

Ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und bin in froher Erwartung auf eure Antworten.
Bis denne ........Jens
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von minimine »

Hallo Jens,

:welcome:

Oh je, du hast ja auch schon einen ganz schön langen Leidensweg hinter dir.

Wie bei jeder Erkrankung steht am Anfang immer die Diagnostik. Bei Skoliose sind zur Erstdiagnostik auf jeden Fall Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen im Stehen von vorne und von der Seite notwendig. Solche Aufnahmen können die wenigstens niedergelassenen Ärzte machen, wobei du aber sowieso in Spezialistenhände gehörst.
Aus welcher Gegend kommst du denn, so dass wir dir einen Arzt nennen könnten?
Wenn du Seemann bist, dann tippe ich mal auf den Norden? ;D

Ich weiß nicht, ob tatsächlich ein Steißbeinbruch eine Skoliose verursachen kann, denn wenn deine Wirbel verdreht sind, dann klingt das weniger nach einer statischen Skoliose, sondern schon nach einer "richtigen". Der Diagnosezeitpunkt kann ja zufällig sein.

Wie deine Physiotherapeutin richtig erkannt hat gibt es spezielle Reha-Kliniken, die auf Skoliose spezialisiert werden.
Hierfür gibt es zwei Reha-Kliniken, einmal Bad Sobernheim und die zweite in Bad Salzungen.
Der beantragende Arzt sollte auch eine hinreichende Begründung für eine der beiden Kliniken mit in den Antrag schreiben, heißt er sollte dich dabei unterstützen.

Dennoch solltest du erstmal zu einem guten Spezialisten fahren, der kann dich dabei dann auch unterstützen.

LG
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von reefernator »

minimine hat geschrieben:Hallo Jens,

:welcome:

Oh je, du hast ja auch schon einen ganz schön langen Leidensweg hinter dir.

Wie bei jeder Erkrankung steht am Anfang immer die Diagnostik. Bei Skoliose sind zur Erstdiagnostik auf jeden Fall Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen im Stehen von vorne und von der Seite notwendig. Solche Aufnahmen können die wenigstens niedergelassenen Ärzte machen, wobei du aber sowieso in Spezialistenhände gehörst.
Aus welcher Gegend kommst du denn, so dass wir dir einen Arzt nennen könnten?
Wenn du Seemann bist, dann tippe ich mal auf den Norden? ;D

Ich weiß nicht, ob tatsächlich ein Steißbeinbruch eine Skoliose verursachen kann, denn wenn deine Wirbel verdreht sind, dann klingt das weniger nach einer statischen Skoliose, sondern schon nach einer "richtigen". Der Diagnosezeitpunkt kann ja zufällig sein.

Wie deine Physiotherapeutin richtig erkannt hat gibt es spezielle Reha-Kliniken, die auf Skoliose spezialisiert werden.
Hierfür gibt es zwei Reha-Kliniken, einmal Bad Sobernheim und die zweite in Bad Salzungen.
Der beantragende Arzt sollte auch eine hinreichende Begründung für eine der beiden Kliniken mit in den Antrag schreiben, heißt er sollte dich dabei unterstützen.

Dennoch solltest du erstmal zu einem guten Spezialisten fahren, der kann dich dabei dann auch unterstützen.

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Hallo Minimine,
nö.....wenn man immer auf`m Wasser ist, muss man nicht noch dort wohnen, dass tu ich im Sauerland und da ist die Auswahl an Spezialisten eher begrenzt.
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von minimine »

Hallo Jens,

ok, wieder was dazugelernt. :D
Seemänner verbindet man ja irgendwie automatisch mit dem Norden. ;D

Also, in deiner Region ist es tatsächlich nicht gerade toll. :/
Es gibt folgende Möglichkeiten:

- Dr. Steffan in Bad Sobernheim, hierzu benötigst du aber eine Überweisung von einem Orthopäden
- die Skoliose-Ambulanz in Bad Salzungen, auch hier brauchst du eine Überweisung vom Orthopäden
- Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart, hier kannst du ohne Überweisung hin, aber die Erstberatung ist privatisiert und kostet 65 Euro
- Dr. Niemeyer in Hamburg, ebenfalls mit Orthopäden-Überweisung oder evtl. Einweisung

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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von Silas »

Ich kann mich Minimines Vorschlägen nur anschließen.

Für eine saubere Diagnose benötigst Du erst einmal aktuelle Ganzwirbelsäulenaufnahmen und einen kompetenten Orthopäden.

Auf Grund alter Aufnahmen nach Erklärungen zu suchen, macht nur begrenzt Sinn.

Viel Erfolg!
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von reefernator »

Silas hat geschrieben:Ich kann mich Minimines Vorschlägen nur anschließen.

Für eine saubere Diagnose benötigst Du erst einmal aktuelle Ganzwirbelsäulenaufnahmen und einen kompetenten Orthopäden.

Auf Grund alter Aufnahmen nach Erklärungen zu suchen, macht nur begrenzt Sinn.

Viel Erfolg!
Ja,genau....deswegen habe ich ja gehofft, in diesem Forum auf Informationen zu stossen, wie es jetzt weitergehen könnte um die Situation als ganzes zu erfassen / betrachten. Aus diesem Grunde bin ich auf der Suche nach einem "professionellen" Arzt der, alle Zusammenhänge erkennt und die entsprechende Behandlung einleitet.
Ich glaube die Klinik in Neustadt scheint für eine Erstdiagnose das Richtige zu sein.
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von minimine »

Hallo Jens,
Ich glaube die Klinik in Neustadt scheint für eine Erstdiagnose das Richtige zu sein.
also für ne Skoliose-OP wärst du dort auf jeden Fall in guten Händen. Aber ich weiß nicht, wie das aussieht mit einer Empfehlung oder gar Beantragung einer Reha.
Ich weiß gar nicht, ob die überhaupt ne Ambulanz haben für konservative Fälle oder ob die nur konkret Patienten annehmen, die potentielle OP-Kandidaten sind. :schulterhoch:

Aber du kannst es gerne versuchen und uns dann davon berichten. :girl:

LG
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von reefernator »

minimine hat geschrieben:Hallo Jens,
Ich glaube die Klinik in Neustadt scheint für eine Erstdiagnose das Richtige zu sein.
also für ne Skoliose-OP wärst du dort auf jeden Fall in guten Händen. Aber ich weiß nicht, wie das aussieht mit einer Empfehlung oder gar Beantragung einer Reha.
Ich weiß gar nicht, ob die überhaupt ne Ambulanz haben für konservative Fälle oder ob die nur konkret Patienten annehmen, die potentielle OP-Kandidaten sind. :schulterhoch:

Aber du kannst es gerne versuchen und uns dann davon berichten. :girl:

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Hallo minimine,
hatte etwas Zeit zum rumgoogeln und bin auf deren Seite gestossen. Lt telefonischer Rücksprache haben die dort eine Ambulanz um ersteinmal den Einstieg zu kriegen. Eine Skoliose-OP schiebe ich ersteinmal ganz weit weg,da ich erst wissen möchte, ob der Schiefstand / Skoliose evtl. durch meinen, nach den Bruch schief angewachsenen " Pörzel " entstanden ist.

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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von Silas »

reefernator hat geschrieben:deswegen habe ich ja gehofft, in diesem Forum auf Informationen zu stossen, wie es jetzt weitergehen könnte um die Situation als ganzes zu erfassen / betrachten.
...
Ich glaube die Klinik in Neustadt scheint für eine Erstdiagnose das Richtige zu sein.
Wir werden Dir hier im Forum auf jeden Fall zu helfen versuchen und Dich bei Deinen Fragestellungen unterstützen.

Es ist eben so, dass hilfreiche Tipps ohne saubere Diagnose problematisch sind. Deshalb ist es prima, dass Du Dich engagiert danach umsiehst.

In der Ambulanz in Neustadt kann man Dir auf jeden Fall eine verlässliche Diagnose erstellen. Sicher gibt es dort auch konkrete Behandlungsvorschläge.
I.d.R. wird man Dich aber zur weiteren Behandlung an einen niedergelassenen Orthopäden verweisen, es gibt aber auch Patienten, die über längeren Zeitraum von der dortigen Ambulanz betreut werden.

Sollte man Dir zu einem Korsett raten, lass es auf keinen Fall in Neustadt herstellen. Die sind zwar sehr nett, die Qualität lässt aber zu wünschen übrig.

Viele Grüße,
Silas
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von reefernator »

Wie ist es denn mit der Wicker Klinik in Bad Wildungen ? Da wäre die Anreise nicht ganz so weit.
Jens
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von Silas »

Die WWK ist ebenfalls eine sehr gute OP-Klinik. Auch dort wirst Du sicherlich eine saubere Diagnose erhalten.

Erkundige Dich doch einfach mal nach den Wartezeiten, wenn die akzeptabel sind und die WWK für Dich besser zu erreichen ist, ist das sicherlich eine gute Adresse.

In der WWK gibt es ganz unterschiedliche Abteilungen rund um die Wirbelsäule, was u.U. bei Deinem noch etwas unklaren Beschwerdebild von Vorteil sein könnte.
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von minimine »

Hallo Jens,

also ich persönlich glaube, dass beide Kliniken nicht so unbedingt die richtige Adresse für dich sind. Beide sind v.a. auf Operationen ausgerichtet, zu beiden wirst du eine Überweisung vom Orthopäden direkt brauchen und beide werden voraussichtlich keinen Antrag zur Reha direkt unterstützen, sondern das allenfalls im Arztbericht empfehlen.

Eine gute Diagnostik wirst du bestimmt bekommen, aber bei Behandlungsemfpehlungen wäre ich vorsichtig. Bei der WWK hört man z.B. öfters, dass sie seeeehr früh zur OP raten.

Ich glaube auch nicht, dass man dir als Erwachsenen in Neustadt ein Korsett empfehlen würde, allenfalls noch ein reines Stützkorsett.

Ich würde in Kliniken, die auf OP´s ausgerichtet sind nur gehen, wenn du wirklich keine Möglichkeit hast, zu einem anderen Arzt zu fahren. Und dann eben im Hinterkopf behalten, dass es eine OP-Klinik ist, die diagnostischen Möglichkeiten gut sind, aber evtl. nicht alle verfügbaren konservativen Möglichkeiten genannt bzw. unterstützt werden.

LG
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Re: Skoliose / Beckenschiefstand Geschichte

Beitrag von Silas »

minimine hat geschrieben: Ich glaube auch nicht, dass man dir als Erwachsenen in Neustadt ein Korsett empfehlen würde, allenfalls noch ein reines Stützkorsett.
Mir wurde in Neustadt ein hoch korrigierendes Korsett empfohlen, da eine operative Korrektur nur mit einer großstreckigen Versteifung möglich gewesen wäre (steht auch so im Arztbericht).
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