Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

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brunette

Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von brunette »

Hallo,

vor ca. 3 Wochen ging ich aufgrund starker Schmerzen im Lendenwirbelbereich zum Orthopäden. Da ich vor ca. 3 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, ging ich davon aus, dass es wohl wieder so war...

Der Orthopäde schickte mich zum Radiologen. Die Radiologin sagte nach der Aufnahme zu mir: "kein Wunder, dass sie so starke Schmerzen haben, bei ihnen ist alles schief". Ich wusste erst garnicht, was ich mit dieser Aussage anfangen soll, da vorher noch nie jemand sowas zu mir gesagt hat.

Wieder beim Orthopäden angekommen eröffnete er mir, dass ich einen Beckenschiefstand, eine stark ausgeprägte Skoliose und wahrscheinlich einen Bandscheibenvorfall habe. Da ihm die Aufnahmen nicht sonderlich gefiehlen, schickte er mich wieder zum Kernspint.

Diagnose: Streckfehlhaltung der LWS, im Segment L4/L5 sei wohl was "geplatzt" was auf meine Nervenwurzel drückt - deshalb die Schmerzen. Ich soll Sport machen und abnehmen um somit eine OP zu vermeiden, dann verabschiedete sich der Arzt von mir.

Was ist nun mit meiner Skoliose??? Brauche ich eine OP oder Krankengymnastik??? Fragen über Fragen, die mir mein Orthopäde nicht beantworten konnte / wollte?!

Ich habe garkeine Ahnung, welche Art ich genau habe, wie viel Grad Krümmung etc.

Hier im Forum habe ich bereits viel über Dr. Steffan gelesen und paar Ärzte in meiner Umgebung (Saarland) gefunden.

Wie soll ich jetzt vorgehen? Zuerst abwarten, bis ich einen Termin bei Dr. Steffan erhalte damit er eine Aufnahme meiner ganzen Wirbelsäule vornehmen und alles weitere mit mir besprechen kann oder bereits jetzt zu einem guten Orthopäden (wahrscheinlich Dr. Stephanie Sonntag aus Saarlouis) gehen?

Ich bin mit der Skoliose irgendwie total überfordert und hoffe auf eure Hilfe ;(

Vielen Dank!

brunette
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sloopy
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von sloopy »

Hallo brunette!

:welcome:

Dr. Sonntag kenne ich nicht, kann dir daher nicht zu- oder abraten. Aber wenn ich im Saarland wohnen würde, würde ich bzgl. der Skoliose gar kein Risiko eingehen und gleich nach Bad Sobernheim fahren. Mehr Skoliosen als dort werden nirgends behandelt und du kannst sicher sein, eine kompetente Diagnose mit enstprechendem Behandlungsvorschlag zu bekommen. Ich selber fahre seit Jahren aus der Eifel in die Sobernheimer Ambulanz und seit Dr. Steffan in Bad Sobernheim ist, kann man die auch uneingeschränkt weiterempfehlen.

Was anderes sind natürlich deine akuten Schmerzen, dafür brauchst du vermutlich einen "Haus-Orthopäden" um die Ecke. Wurde dagegen gar nichts unternommen?

Gruß,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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brunette

Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von brunette »

Hallo sloopy,

danke für die schnelle Rückmeldung :)

Also gegen die Schmerzen hab ich 2 Spritzen sowie Schmerzmittel bekommen. Die Schmerzen sind soweit auch wieder ganz ok, so dass ich am Montag wieder arbeiten kann.

Einen Termin bei Dr. Steffan wollte ich schon vereinbaren, bloß weiß ich nicht, wie lange das dauern wird. Und so lange einfach garnix machen, sprich Gymnastik oder Sport, ist wohl auch eher schlecht...

Mir geht es halt darum, dass ich nicht weiß, was ich bis zum Termin machen soll - irgendeinen Sport?

Und von wem kann ich KG oder eine Reha verschrieben bekommen?

Grüße

brunette
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von sloopy »

Hallo brunette,

einen Termin in der Sobernheimer Ambulanz (Dr. Steffan/Dr. Verres) wirst du vermutlich Anfang Februar bekommen: 06751/874-151

Wie alt bist du denn? Wenn du dein Leben lang noch nichts gegen die Skoliose unternommen hast, kommt es ehrlich gesagt, auf ein paar Wochen mehr oder weniger auch nicht an. Du kannst dir beim Hausarzt oder beim Orthopäden ein Rezept für Krankengymnastik besorgen und solltest dann KG nach Schroth machen. Diese erlernt man aber nur richtig während einer mehrwöchigen stationären Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Den Antrag hierfür kannst du bei der DRV runterladen, soweit schonmal ausfüllen und dann zu deinem Termin in Sobernheim mitnehmen.

Für die Suche nach einem ambulanten Schroth-Therapeuten gibt es eine
Hotline für Patienten, die nach SCHROTH ausgebildete Krankengymnasten in ihrer Umgebung suchen: 06751/874-174
Es werden die genauen Postleitzahlenbereiche der gewünschten Gegenden benötigt!


Du kannst aber auch mal in unsere Rubrik Gesucht / Gefunden: Ärzte, Therapeuten & Therapien vor Ort werfen, dort müsste eine von Silas betreute [Sammlung] Saarland sein. Ich meine, dort ist eine KG-Praxis löblich erwähnt vielleicht hast du Glück und die ist in deiner Nähe?

Soweit dazu.

sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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brunette

Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von brunette »

Hallo sloopy,

ich bin 25 Jahre alt - ich denke wirklich viel formen kann man da wohl nicht mehr?!

Den Termin bei Dr. Steffan werde ich so schnell wie möglich vereinbaren und hoffe, dass es nicht wirklich bis Februar dauert. Wobei ich mich darauf einfach mal einstelle...

Den Eintrag von silas hatte ich schon gelesen, werde mich einfach mal an die dort erwähnte KG-Praxis wenden. Wohne zum Glück ganz in der Nähe :)

Noch eine Frage hätte ich: Bin im Fitness-Studio angemeldet - sollte ich jetzt generell auf alle Geräte und Kurse verzichten und nur Ausdauer machen?
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sloopy
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von sloopy »

Hallo brunette,

magst du dich nicht hier anmelden?

Begradigen kannst du deine Wirbelsäule mit 25 Jahren nicht mehr, aber du kannst die Optik verbessern und einer Progredienz und evtl. Schmerzen vorbeugen. Wenn du tatsächlich eine "stark ausgeprägte Skoliose" hast, dann ist die auf jeden Fall behandlungsbedürftig, denn Skoliosen über 30° schreiten lt. Statistik auch im Erwachsenenalter fort. Aber sooo ausgeprägt kann es ja auch wieder nicht sein, wenn es bisher noch nie aufgefallen ist. Btw. es gibt auch Orthopäden, die bei einer 20° Skoliose die Hände über'm Kopf zusammenschlagen und behaupten, sowas schlimmes noch nie gesehen zu haben.

Deshalb kann ich dir für's Erste nur raten, dich mit der Diagnose vorerst nicht verrückt zu machen. Vereinbare einen Termin in Sobernheim, besorg dir ein KG-Rezept und dann warte in Ruhe ab, was man dir dort sagt. Auf Februar kam ich, weil kürzlich (heute?) jemand im Forum schrieb, dass er einen Termin am 01.02.2011 hat- er wußte aber auch nicht, ob der Termin bei Dr. Verres oder Dr. Steffan ist, von daher könnte es sein, dass es auch noch kurzfristigere Termine gibt.

Unter Umständen kannst du mit unspezifischem Gerätetraining mit einer Skoliose mehr falsch als gut machen. Von daher solltest du weitestgehend darauf verzichten bis du weißt, wie du richtig mit deiner Skoliose umgehst. Allerdings brauchst du jetzt erst mal eine vollständige Diagnose und dann kannst du dir Gedanken um die richtige Behandlung machen. Im Moment ist das hier ja alles spekulativ.

sloopy
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von minimine »

Hallo brunette,

bei dir wäre es auch interessant zu wissen, was zuerst da war, also der Bandscheibenvorfall oder die Skoliose. Es kann auch sein, dass du eine degenerative Skoliose hast, also eine, die erst durch Abnutzungen, Bandscheibenproblemen und Schmerzen entstanden ist.

Ich würde an deiner Stelle einfach zu beiden gehen, also zu einem Orthopäden vor Ort, um eben sofort eine (Schmerz-)Behandlung einzuleiten, denn dafür sind die Wartezeiten in Sobi wirklich zu lange, v.a. weiß ich nicht, ob man dort auch akute Schmerzbehandlungen vornehmen würde. Dennoch solltest du aber deine Skoliose auch abklären lassen und damit ist ein normaler Orthopäde idR überfordert.

LG
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von Pirat1988 »

hallo brunette
ich bin der, der ma 1.2.11 Termin hat.
Es gab auch Termine im Januar. da habe ich aber keine Zeit bzw nicht die Möglichkeiten...
Also Termine gibts auch früher und wenn du auch morgens kannst vl noch früher

LG Pirat
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brunette

Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von brunette »

@sloopy

Klar, meld mich noch an. Wollte erst mal schauen wie das Forum so ist ;)
Aber gefällt mir hier!

Also ich kann meine Aufnahmen zwar nicht so gut beurteilen wie ein Profi, aber ich fand das sah echt voll übel aus :(
Eine Freundin hatte mir ihre Aufnahmen mal gezeigt und die hatte um die 30° - meine Krümmung empfand ich als doppelt so viel. Kann mich zwar irren, aber als ich das Röntgenbild sah, dachte ich nur "was ist das"?

Man sieht mir die Skoliose auch optisch garnicht an - liegt das evtl. auch daran, dass ich etwas kräftiger gebaut bin?

Naja mal abwarten was und wieviel Grad ich genau hab, dann sehn wir weiter.

@Minimine

Hallo Minimine,

danke für deine Antwort :)

Kann ein Arzt denn feststellen, was zuerst da war? Würd mich nämlich auch mal interessieren seit wann ich Skoliose habe, ist schon komisch das es nie ein Arzt gemerkt hat...

Ich warte wohl erst mal ab, wie lange das mit dem Termin bei Dr. Steffan dauert (Danke an Pirat, werde wohl nen Termin morgens vereinbaren, klappt dann wohl schneller ;) und dann entscheiden ob ich zusätzlich bei den im Forum empfohlenen Arzt in Saarlouis gehe.

Liebe Grüße

brunette
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von sloopy »

brunette hat geschrieben:Man sieht mir die Skoliose auch optisch garnicht an - liegt das evtl. auch daran, dass ich etwas kräftiger gebaut bin?
Kann schon sein, dass das etwas kaschiert, aber entscheidender ist die Rotation der Wirbelkörper. Je stärker die Rotation der einzelnen Wirbel ist, desto deutlich sieht man auch die Skoliose. Es gibt Skoliosen mit kleinem Winkel, die man deutlich sieht und umgekehrt. Außerdem kann es ja sein, dass du dich (unbewußt) recht aufgerichtet bewegst, dann sieht man es vielleicht auch nicht so- keine Ahnung!

Meine 50° Skoliose ist auch noch nie einem Außenstehenden aufgefallen, verschiedenen Ärzten allerdings schon.

LG, sloopy
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von minimine »

Hallo brunette,
Kann ein Arzt denn feststellen, was zuerst da war? Würd mich nämlich auch mal interessieren seit wann ich Skoliose habe, ist schon komisch das es nie ein Arzt gemerkt hat...
es könnte z.B. sein, dass du aufgrund der Schmerzen durch den Bandscheibenvorfall eine Schonhaltung eingenommen hast und eine sog. Schmerzskoliose hast. Dann fehlt z.B. auch die Rotation und man würde sie dementsprechend von außen nicht erkennen (wäre dann auch keine richtige Skoliose und würde wieder weggehen, wenn die Ursache behoben ist).
Wie gesagt, es kann, muss aber nicht. Es gibt viele Ärzte, die auch starke Skoliosen nicht erkennen oder zumindest nicht ernst nehmen. Deshalb meinte ich, wäre es in deinem Fall interessant zu wissen, was zuerst da war.

LG
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Re: Diagnose: Skoliose - wie gehts weiter?

Beitrag von Silas »

Hallo Brunette,

ich halte Dr. Sonntag auch für eine kompetente Ansprechpartnerin.

Neben einigen Patienten, die ich kenne, kennt meine Mutter, die Kinder- und Jugendärztin ist, dort behandelte Skolis und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Falls der Termnin bei Dr. Steffan erst in weiter Zukunft möglich wäre, solltest Du zunächst zu Dr. Sonntag gehen, sie kann Dir auch ggf. Schroth-KG und ein Rahmouni-Korsett verordnen.

Viele Grüße,
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
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