Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
- rejoy
- Vielschreiber

- Beiträge: 811
- Registriert: Sa, 27.11.2004 - 22:42
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: BWS-Hyperkyphose 55°
LWS - Hyperlordose 57°,
leichte Begleitskoliose 12° - Therapie: Schroth - Reha (2011)
KG - nach Schroth
Rahmounikorsett 07/12 - 04/13
Cctec-korsett ab 07/13
Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Hallo
Nun wollte ich doch nochmal kurz nachfragen, wie die Indiaktionsstaffelung bei Kyphosen ist?
Ab wann ist eine Kyphose eine Hyperkyphose und somit behandlungspflichtig?
Ab wann wird zur Behandlung ein Korsett notwendig, also ab wie viel Grad?
Ich weiss das man bei Skoliosen ab 20° an eine Korsettversorgung denkt, aber wie ist das bei Kyphosen?
Hängt das auch davon ab, wie sehr eine Kyphose eingesteift ist und ob sie durch Morb. Scheuermann verursacht wurde?
Werden Kyphosen eigentlich auch nach Cobb vermessen oder nach Stagnatha ( was ich jetzt auch schon öfters gehört habe)?
Lg rejoy
Nun wollte ich doch nochmal kurz nachfragen, wie die Indiaktionsstaffelung bei Kyphosen ist?
Ab wann ist eine Kyphose eine Hyperkyphose und somit behandlungspflichtig?
Ab wann wird zur Behandlung ein Korsett notwendig, also ab wie viel Grad?
Ich weiss das man bei Skoliosen ab 20° an eine Korsettversorgung denkt, aber wie ist das bei Kyphosen?
Hängt das auch davon ab, wie sehr eine Kyphose eingesteift ist und ob sie durch Morb. Scheuermann verursacht wurde?
Werden Kyphosen eigentlich auch nach Cobb vermessen oder nach Stagnatha ( was ich jetzt auch schon öfters gehört habe)?
Lg rejoy
-
starfighter
- aktives Mitglied

- Beiträge: 70
- Registriert: So, 19.12.2010 - 00:36
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: (Hyper)-Kyphose, ca. 60°;
leichte Skoliose, ca. 10°;
Haltungsschwäche - Therapie: Schroth-KG und Rahmouni-Korsett
(seit 01/2011) - Wohnort: Ba-Wü
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Hi Rejoy,
ich denke deine Fragen lassen sich nicht so pauschal beantworten. Zuerst mal ist der Kyphosewinkel auch altersbedingt, d.h. je älter man wird desto größer ist er. Bei gesunden 20-25jährigen liegt er etwa maximal 30°. Auch wenn der Winkel größer ist nicht sofort ein Korsett nötig, mit Krankengymnastik und so kann man auch einiges machen. Für ein Korsett ist zuerst mal wichtig ob du schon ausgewachsen bist oder nicht. Bei letzterem kann man noch am meisten machen. Bist du hingegen ausgewachsen kann ein Korsett auch noch etwas helfen. Wenn die Kyphose schon eingesteift ist, kann ein Korsett gegen eventuelle Schmerzen helfen.
Am besten du gehst mal zu einem guten Arzt, denn wie gesagt so pauschal und mit so wenig Infos ist es schwer eine gute Aussage zu machen. Ich zum Beispiel bin 23 und habe seit kurzem auch ein Korsett gegen Kyphose (bei mir 60°). Weil ich etwas Probleme mit Rückenschmerzen habe, aber auch zur Korrektur.
Grüßle
Starfighter
ich denke deine Fragen lassen sich nicht so pauschal beantworten. Zuerst mal ist der Kyphosewinkel auch altersbedingt, d.h. je älter man wird desto größer ist er. Bei gesunden 20-25jährigen liegt er etwa maximal 30°. Auch wenn der Winkel größer ist nicht sofort ein Korsett nötig, mit Krankengymnastik und so kann man auch einiges machen. Für ein Korsett ist zuerst mal wichtig ob du schon ausgewachsen bist oder nicht. Bei letzterem kann man noch am meisten machen. Bist du hingegen ausgewachsen kann ein Korsett auch noch etwas helfen. Wenn die Kyphose schon eingesteift ist, kann ein Korsett gegen eventuelle Schmerzen helfen.
Am besten du gehst mal zu einem guten Arzt, denn wie gesagt so pauschal und mit so wenig Infos ist es schwer eine gute Aussage zu machen. Ich zum Beispiel bin 23 und habe seit kurzem auch ein Korsett gegen Kyphose (bei mir 60°). Weil ich etwas Probleme mit Rückenschmerzen habe, aber auch zur Korrektur.
Grüßle
Starfighter
- rejoy
- Vielschreiber

- Beiträge: 811
- Registriert: Sa, 27.11.2004 - 22:42
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: BWS-Hyperkyphose 55°
LWS - Hyperlordose 57°,
leichte Begleitskoliose 12° - Therapie: Schroth - Reha (2011)
KG - nach Schroth
Rahmounikorsett 07/12 - 04/13
Cctec-korsett ab 07/13
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Danke für deine Antwort!
Ich bin 22 und habe 50° und bin bereits bei Doktor Hoffmann. Ursprünglich war ich mal wegen Skoliose bei ihm, hatte damals aber nur 12° was darum auch nur ambulant mit KG behandelt wurde.
War vor kurzem wieder bei ihm und habe jetzt eben die Kyphose. Soll jetzt eine Reha machen (Antrag läuft). Da ich die Kyphose damals noch nicht hatte oder er damals zumindest nichts dazu gesagt hat, muss die sich erst in den letzten Jahren entwickelt haben. Daher denke ich auch, dass sie noch nicht ganz versteift sein dürfte bzw. insgesamt noch sehr flexibel.
Er hat jetzt noch nichts von der Möglichkeit eines Korsetts gesagt und ich bin ja auch echt froh, wenn ich keins brauche. Habe mich halt nur gefragt, ob mir ein Korsett sogar helfen könnte, gerade im Bezug auf die Schmerzen und wenn sie wirklich noch flexibel ist, auch im Bezug auf Aufrichtung.
Jetzt weiss ich nicht warum er nichts zu Korsett gesagt hat. Vielleicht weil 50° noch nicht im Indikationsrahmen liegt. Vielleicht auch weil er vermutet, dass man mit Schroth allein schon hinkommen könnte, gerade weil noch viel Beweglichkeit drin ist und weil auch 50° noch nicht so viel ist.
Vielleicht muss ich jetzt einfach erstmal die Reha machen und schrothen lernen und dann sehen wie es sich entwickelt. Danach soll ich wieder zu Dr. Hoffmann gehen. Je nach dem wird die Frage ob Korsett oder nicht ja vielleicht dann auch zur Sprache kommen.
Woher hast du dein Korsett? Wie kommst du zurecht?
LG rejoy
Ich bin 22 und habe 50° und bin bereits bei Doktor Hoffmann. Ursprünglich war ich mal wegen Skoliose bei ihm, hatte damals aber nur 12° was darum auch nur ambulant mit KG behandelt wurde.
War vor kurzem wieder bei ihm und habe jetzt eben die Kyphose. Soll jetzt eine Reha machen (Antrag läuft). Da ich die Kyphose damals noch nicht hatte oder er damals zumindest nichts dazu gesagt hat, muss die sich erst in den letzten Jahren entwickelt haben. Daher denke ich auch, dass sie noch nicht ganz versteift sein dürfte bzw. insgesamt noch sehr flexibel.
Er hat jetzt noch nichts von der Möglichkeit eines Korsetts gesagt und ich bin ja auch echt froh, wenn ich keins brauche. Habe mich halt nur gefragt, ob mir ein Korsett sogar helfen könnte, gerade im Bezug auf die Schmerzen und wenn sie wirklich noch flexibel ist, auch im Bezug auf Aufrichtung.
Jetzt weiss ich nicht warum er nichts zu Korsett gesagt hat. Vielleicht weil 50° noch nicht im Indikationsrahmen liegt. Vielleicht auch weil er vermutet, dass man mit Schroth allein schon hinkommen könnte, gerade weil noch viel Beweglichkeit drin ist und weil auch 50° noch nicht so viel ist.
Vielleicht muss ich jetzt einfach erstmal die Reha machen und schrothen lernen und dann sehen wie es sich entwickelt. Danach soll ich wieder zu Dr. Hoffmann gehen. Je nach dem wird die Frage ob Korsett oder nicht ja vielleicht dann auch zur Sprache kommen.
Woher hast du dein Korsett? Wie kommst du zurecht?
LG rejoy
-
starfighter
- aktives Mitglied

- Beiträge: 70
- Registriert: So, 19.12.2010 - 00:36
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: (Hyper)-Kyphose, ca. 60°;
leichte Skoliose, ca. 10°;
Haltungsschwäche - Therapie: Schroth-KG und Rahmouni-Korsett
(seit 01/2011) - Wohnort: Ba-Wü
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Hallo rejoy,
ein Kyphosewinkel von 50° ist in deinem Alter für eine Korsettindikation grenzwertig. Deshalb hat Dr. Hoffmann wahrscheinlich noch nichts von Korsett gesagt. Wenn du aber Probleme bzw. Schmerzen hast, wäre wahrscheinlich auch ein Korsett mit 50° möglich. Da es eben auch bei Schmerzen helfen kann und da deine Kyphose wie du schreibst noch fixiert/versteift ist, wäre eventuell auch noch eine Korrektur möglich.
Reha und Schroth-KG helfen dir sicher weiter, deshalb Dr. Hoffmann will wahrscheinlich erst mal sehen ob das ausreichend ist und sich bei dir die Beschwerden legen. Falls nicht, könnte vielleicht auch ein Korsett zur Sprache kommen, wie du schon richtig vermutet hast. Ein Korsett ist kein Weltuntergang und erfolgt natürlich nur wenn du es auch willst. Natürlich gibt es angenehmere Dinge. Interessant wäre vielleicht noch wie sich bei dir die Kyphose entwickelt hat ?
Ich habe mein Korsett von Rahmouni aus Stuttgart. Die haben den Ruf sehr gute Korsetts zu machen und arbeiten mit Dr. Hoffmann zusammen. Außerdem war es für mich auch am nächsten Gelegen. Ich komme auch ziemlich gut mit dem Korsett klar. Nur die Tragezeit könnte noch etwas länger sein …
Wenn’s dich interessiert kannst ja auch mal hier schauen :
viewtopic.php?f=5&t=21718
LG
Starfighter
ein Kyphosewinkel von 50° ist in deinem Alter für eine Korsettindikation grenzwertig. Deshalb hat Dr. Hoffmann wahrscheinlich noch nichts von Korsett gesagt. Wenn du aber Probleme bzw. Schmerzen hast, wäre wahrscheinlich auch ein Korsett mit 50° möglich. Da es eben auch bei Schmerzen helfen kann und da deine Kyphose wie du schreibst noch fixiert/versteift ist, wäre eventuell auch noch eine Korrektur möglich.
Reha und Schroth-KG helfen dir sicher weiter, deshalb Dr. Hoffmann will wahrscheinlich erst mal sehen ob das ausreichend ist und sich bei dir die Beschwerden legen. Falls nicht, könnte vielleicht auch ein Korsett zur Sprache kommen, wie du schon richtig vermutet hast. Ein Korsett ist kein Weltuntergang und erfolgt natürlich nur wenn du es auch willst. Natürlich gibt es angenehmere Dinge. Interessant wäre vielleicht noch wie sich bei dir die Kyphose entwickelt hat ?
Ich habe mein Korsett von Rahmouni aus Stuttgart. Die haben den Ruf sehr gute Korsetts zu machen und arbeiten mit Dr. Hoffmann zusammen. Außerdem war es für mich auch am nächsten Gelegen. Ich komme auch ziemlich gut mit dem Korsett klar. Nur die Tragezeit könnte noch etwas länger sein …
Wenn’s dich interessiert kannst ja auch mal hier schauen :
viewtopic.php?f=5&t=21718
LG
Starfighter
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15281
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Also zunächst mal solltest Du Deine "Kyphose mit 50 Grad" als BWS-Hyperkyphose betrachten. Ich weiß, dass der Sprachgebrauch häufig so ist, dass man eine Kyphose hat. Ich wäre froh, wenn ich eine BWS Kyphose hätte, wie viele, die einen Flachrücken haben.
Aber bei Dir ist ja die Ursache für diese Hyperkyphose noch unklar, zumal sie ja offenbar erst ca. ab 16 Jahren angefangen hat, sich auszubilden.
Gruss
Klaus
Genau richtig, denn ein Erwachsenen Korsett ist eine Sache, die man sich sehr genau überlegen sollte! Dazu gibt es hier jede Menge durchaus auch kontroverse Diskussionen! Die Schmerzbewältigung steht dabei an erster Stelle, wenn es nicht durch aktive Muskelpflege wie z.Bsp. Schroth allein nicht reicht. Ich kann mir auch vorstellen, dass es auch als Hilfsmittel dienen kann, um Schroth optimaler durchführen zu können. Aber das würde man bei der REHA auch einschätzen können.Vielleicht muss ich jetzt einfach erstmal die Reha machen und schrothen lernen und dann sehen wie es sich entwickelt. Danach soll ich wieder zu Dr. Hoffmann gehen. Je nach dem wird die Frage ob Korsett oder nicht ja vielleicht dann auch zur Sprache kommen.
Aber bei Dir ist ja die Ursache für diese Hyperkyphose noch unklar, zumal sie ja offenbar erst ca. ab 16 Jahren angefangen hat, sich auszubilden.
Gruss
Klaus
- rejoy
- Vielschreiber

- Beiträge: 811
- Registriert: Sa, 27.11.2004 - 22:42
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: BWS-Hyperkyphose 55°
LWS - Hyperlordose 57°,
leichte Begleitskoliose 12° - Therapie: Schroth - Reha (2011)
KG - nach Schroth
Rahmounikorsett 07/12 - 04/13
Cctec-korsett ab 07/13
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
hallo ihr beiden, danke für die Antworten.
Dann ist es wahrscheinlich wirklich am Besten einfach erstmal die Reha zu machen ( in der hoffnung, dass die auch wirklich genehmigt wird, hab sowas ja noch nie beantragt) und es danach vielleicht sogar selbst bei Dr. Hoffmann anzusprechen, dann wird er mir ja sagen, was er davon hält.
Ja, zur Entwicklung und Ursache meiner BWS-Hyperkyphose
; Nachdem Dr. Hoffmann mir die Diagnose mitteilte, hat er auch direkt nachgeschaut, ob ich die bei meinem ersten Besuch bei ihm auch schon hatte. Ich habe die Aussage jetzt nicht mehr ganz im Kopf, daher weiss ich nicht ob er "nur" meinte, dass sie damals nicht so stark war oder noch wirklich gar nicht. Es kann vielleicht schon sein, dass sie damals auch schon in Ansätzen da war, aber ich erinnere mich nicht daran, dass er damals etwas in die Richtung gesagt hat. Von daher war sie damals wenn überhaupt nur ganz ganz leicht und dann sind die Übergänge ja wahrscheinlich auch fließender als bei der Skoliose, da die WS ja auch eine natürliche Kyphose hat.
Ich hatte die Kontrolle ja unter anderem auch deshalb angestrebt, weil inzwischen eben eine erbliche Bindegewebsstörung festgestellt wurde ( das Ehlers-Danlos-Syndrom) und es dabei auch hieß, dass Skoliosen oder andere WS-Verkrümmungen gehäuft bei EDS vorkommen. Ich habe Dr. Hoffmann darum auch gleich gefragt, ob meine Hyperkyphose jetzt davon kommt. Er meinte, (sinngemäß) dass, das ja viele Menschen haben auch ohne dass sie EDS haben. In meinem Fall hat EDS aber sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Also vielleicht nicht alleinige Ursache ( so genau weiss man das ja nicht), aber sicher Mitverursacher.
Das macht ja auch Sinn, denn bei EDS ist ja das Bindegewebe durch einen Fehler im Aufbau des Kollagens viel viel weicher und elastischer als normal und ist daher nicht so gut in der Lage, den Körper stabil zu halten und das gilt dann natürlich auch für die Bänder an der Wirbelsäule. Daher tritt bei mir auch nur teilweise ein, was fürs Erwachsenwerden normal wäre, mit der Zeit einzusteifen.
Hab dann auch gefragt, ob ich dann auch eher Gefahr laufe, dass sie sich weiter verschlechtert. Da kriege ich jetzt aber die Antwort wirklich nicht mehr zusammen. Das war schon alles irgendwie ein bisschen viel. Nur, dass ich eben jetzt wirklich was tun sollte, um meinen Rumpf zu stabilisieren. Hab auch Rücksprache mit dem Arzt gehalten, der mich wegen EDS behandelt und er meinte auch, dass das schon ins Krankheitsbild passt und der Rücken daher jetzt auch insgesamt erstmal Priorität hat und ich die Reha auf jeden Fall machen soll.
Aus all dem schließe ich, dass ich vermutlich sowohl gute Chancen habe daran noch was zu ändern, durch die noch vorhandene Flexibilität. Wenn ich nichts tue, habe ich vermutlich aber auch eher ein Risiko, der Verschlechterung.
In wie weit wirkt sich ein Korsett auf die Statik bei euch aus bzw. auf andere Gelenke? Das Korsett schränkt ja auch ein, müssen das andere Gelenke kompensieren? Werden die dadurch mehr belastet?
Werde die Korsettfrage mal im Hinterkopf behalten und wirklich erstmal die Reha abwarten, vielleicht kommt da auch schon entsprechendes zur Sprache.
LG rejoy
Dann ist es wahrscheinlich wirklich am Besten einfach erstmal die Reha zu machen ( in der hoffnung, dass die auch wirklich genehmigt wird, hab sowas ja noch nie beantragt) und es danach vielleicht sogar selbst bei Dr. Hoffmann anzusprechen, dann wird er mir ja sagen, was er davon hält.
Ja, zur Entwicklung und Ursache meiner BWS-Hyperkyphose
Ich hatte die Kontrolle ja unter anderem auch deshalb angestrebt, weil inzwischen eben eine erbliche Bindegewebsstörung festgestellt wurde ( das Ehlers-Danlos-Syndrom) und es dabei auch hieß, dass Skoliosen oder andere WS-Verkrümmungen gehäuft bei EDS vorkommen. Ich habe Dr. Hoffmann darum auch gleich gefragt, ob meine Hyperkyphose jetzt davon kommt. Er meinte, (sinngemäß) dass, das ja viele Menschen haben auch ohne dass sie EDS haben. In meinem Fall hat EDS aber sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Also vielleicht nicht alleinige Ursache ( so genau weiss man das ja nicht), aber sicher Mitverursacher.
Das macht ja auch Sinn, denn bei EDS ist ja das Bindegewebe durch einen Fehler im Aufbau des Kollagens viel viel weicher und elastischer als normal und ist daher nicht so gut in der Lage, den Körper stabil zu halten und das gilt dann natürlich auch für die Bänder an der Wirbelsäule. Daher tritt bei mir auch nur teilweise ein, was fürs Erwachsenwerden normal wäre, mit der Zeit einzusteifen.
Hab dann auch gefragt, ob ich dann auch eher Gefahr laufe, dass sie sich weiter verschlechtert. Da kriege ich jetzt aber die Antwort wirklich nicht mehr zusammen. Das war schon alles irgendwie ein bisschen viel. Nur, dass ich eben jetzt wirklich was tun sollte, um meinen Rumpf zu stabilisieren. Hab auch Rücksprache mit dem Arzt gehalten, der mich wegen EDS behandelt und er meinte auch, dass das schon ins Krankheitsbild passt und der Rücken daher jetzt auch insgesamt erstmal Priorität hat und ich die Reha auf jeden Fall machen soll.
Aus all dem schließe ich, dass ich vermutlich sowohl gute Chancen habe daran noch was zu ändern, durch die noch vorhandene Flexibilität. Wenn ich nichts tue, habe ich vermutlich aber auch eher ein Risiko, der Verschlechterung.
In wie weit wirkt sich ein Korsett auf die Statik bei euch aus bzw. auf andere Gelenke? Das Korsett schränkt ja auch ein, müssen das andere Gelenke kompensieren? Werden die dadurch mehr belastet?
Werde die Korsettfrage mal im Hinterkopf behalten und wirklich erstmal die Reha abwarten, vielleicht kommt da auch schon entsprechendes zur Sprache.
LG rejoy
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15281
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Ich denke auch, dass man das während der REHA am besten klären kann und möglicherweise auch etwas zu EDS sagen kann. Vielleicht spielt das bei der Art der Behandlung eine gewisse Rolle.rejoy hat geschrieben:Werde die Korsettfrage mal im Hinterkopf behalten und wirklich erstmal die Reha abwarten, vielleicht kommt da auch schon entsprechendes zur Sprache.
Allerdings kenne ich nicht die aktuelle Einstellung in Bad Salzungen zum Erwachsenen Korsett. Früher war das eher "verhalten", was ich in Teilen nachvollziehen kann. Du kannst dort hoffentlich mit Patienten sprechen, die auch ein Korsett tragen und Dir ein Bild davon machen, was das im Alltag für diejenigen bedeutet.
Es kann schon ganz nützlich sein, sich ganz in Ruhe darüber zu informieren, ohne dass es eine aktuelle Indikation gibt.
Gruss
Klaus
- Thomas
- Tech-Admin

- Beiträge: 3587
- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Hallo rejoy,
ich finde, starfighter hat die Antwort auf Deine ursprüngliche Frage sehr gut zusammengefasst:
Gruß Thomas
ich finde, starfighter hat die Antwort auf Deine ursprüngliche Frage sehr gut zusammengefasst:
Zu Deiner letzten Frage:starfighter hat geschrieben:ein Kyphosewinkel von 50° ist in deinem Alter für eine Korsettindikation grenzwertig. Deshalb hat Dr. Hoffmann wahrscheinlich noch nichts von Korsett gesagt. Wenn du aber Probleme bzw. Schmerzen hast, wäre wahrscheinlich auch ein Korsett mit 50° möglich. Da es eben auch bei Schmerzen helfen kann und da deine Kyphose wie du schreibst noch fixiert/versteift ist, wäre eventuell auch noch eine Korrektur möglich.
Das Korsett richtet im Wesentlichen auf. Ich habe das Gefühl, im Korsett eine erheblich bessere Gesamthaltung zu haben als ohne Korsett, was auch bedeutet, dass Fehlhaltungen und damit die zusätzliche Belastung von benachbarten Gelenken eher vermieden als verstärkt werrden.rejoy hat geschrieben:In wie weit wirkt sich ein Korsett auf die Statik bei euch aus bzw. auf andere Gelenke? Das Korsett schränkt ja auch ein, müssen das andere Gelenke kompensieren? Werden die dadurch mehr belastet?
Gruß Thomas
- rejoy
- Vielschreiber

- Beiträge: 811
- Registriert: Sa, 27.11.2004 - 22:42
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: BWS-Hyperkyphose 55°
LWS - Hyperlordose 57°,
leichte Begleitskoliose 12° - Therapie: Schroth - Reha (2011)
KG - nach Schroth
Rahmounikorsett 07/12 - 04/13
Cctec-korsett ab 07/13
Re: Wo beginnt bei Kyphosen die Korsettindikation?
Alles klar, vielen dank für eure Antworten, die bringen etwas Licht ins Dunkel.
Ok, das Fazit der Überlegungen bleibt das gleiche. Erstmal Reha abwarten und dann weitersehen.
Danke nochmal für eure Hilfe.
LG rejoy
Ja das stimmt, EDS könnte da schon auch in der Behandlung eine Rolle spielen, gerade auch im Hinblick auf die Frage, Korsett ja / nein? Hoffe sehr, dass die Reha da zur Klärung beiträgt.Ich denke auch, dass man das während der REHA am besten klären kann und möglicherweise auch etwas zu EDS sagen kann. Vielleicht spielt das bei der Art der Behandlung eine gewisse Rolle.
Allerdings kenne ich nicht die aktuelle Einstellung in Bad Salzungen zum Erwachsenen Korsett.
Ja, das wäre toll, denn ich habe bisher auch nur Bilder gesehen, aber noch nie life und in Farbe und bevor ich so einen Schritt gehe, würde ich mir das doch gerne mal näher anschauen.Du kannst dort hoffentlich mit Patienten sprechen, die auch ein Korsett tragen und Dir ein Bild davon machen, was das im Alltag für diejenigen bedeutet.
Es kann schon ganz nützlich sein, sich ganz in Ruhe darüber zu informieren, ohne dass es eine aktuelle Indikation gibt.
Das wäre dann wirklich ein Vorteil, denn jede vermeidbare Belastung ist gut.Das Korsett richtet im Wesentlichen auf. Ich habe das Gefühl, im Korsett eine erheblich bessere Gesamthaltung zu haben als ohne Korsett, was auch bedeutet, dass Fehlhaltungen und damit die zusätzliche Belastung von benachbarten Gelenken eher vermieden als verstärkt werrden.
Ok, das Fazit der Überlegungen bleibt das gleiche. Erstmal Reha abwarten und dann weitersehen.
Danke nochmal für eure Hilfe.
LG rejoy
