Mein Befund

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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sternli8484
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Anti-Kyphose Korsett seit Mitte August 2011-ziehe es aber nur gelegentlich an.

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Mein Befund

Beitrag von sternli8484 »

Hallo

Ich habe nun meinen Befund gekriegt..ich habe rechtskonvexe lumbale skoliose 12Grad, und linkskonvexe thorakale skoliose von 12Grad, dann eine Hyperkyphose von 53Grad und eine Hyperlordose von 73Gad..Beschwerden habe ich starke vorallem in der Bws, rechte Seite und manchmal Nackenschmerzen..Der Ortho meinte, eine Reha in Salzungen tät mir sicher helfen, auch wenn die KK nichts übernimmt wahrscheinlich(bin aus der schweiz). Ansonsten solle ich Schroth ambulant machen, diese gehen vorallem auf die skoliose ein..vom korsett hält er nicht viel in meinem Alter, ich solle zuerst die Rehab probieren..aber so schnell bin ich in der Rehab auch nicht..und arbeiten kann ich auch nicht mehr voll, da ich ab Mittag fast nur noch liegen kann weil die Schmerzen m Laufe des Tages so zunehmen dass nichts mehr geht ausser liegen.. Er meinte dies sei vorallem wegen der muskulären Dysbalance nd ich müsse asymetrisch trainieren..stimmt das alles? Bin verunsichert..
Es grüsst euch ganz lieb, das Sternli


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Kaffeetrinker
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Re: Mein Befund

Beitrag von Kaffeetrinker »

Die Skoliose kann man vernachläßigen mit den 12°, wichtiger idt dein Hohlkreuz und Kyphose.
Mit nem Korsett kann man noch was erreichen, vor allem Schmerzfreiheit.
KG nach Schroth ist nicht nur für Skoliose sondern auch für die Kyphose.
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Klaus
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Re: Mein Befund

Beitrag von Klaus »

sternli8484 hat geschrieben:...ich müsse asymetrisch trainieren..stimmt das alles?
Bei Hyperkyphose muss man symmetrisch trainieren. Die entsprechenden Schroth KG Übungen sind deshalb anders als bei Skoliose, die man bei Dir vernachlässigen kann.
Ansonsten solle ich Schroth ambulant machen, diese gehen vorallem auf die skoliose ein..
Kaffeetrinker hat schon gesagt, dass Schroth nicht nur bei Skoliose wirkt (asymmetrisch), sondern auch in oben erwähnter symmetrischer Art bei Hyperkyphose.
Dein Orthopäden-Zitat hat aber noch eine andere sicherlich ungewollte Bedeutung. Weil er mit dieser Unkenntnis über Schroth bei Hyperkyphose leider nicht allein ist, gibt es bei den entsprechenden ambulanten Schroth Therapeuten auch nicht so viele Patienten und damit fehlt denen oft die erforderliche Erfahrung. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Eine stationäre REHA würde also schon sehr viel Sinn machen, um nicht u.U. in eine falsche unwirksame Richtung zu kommen. Wir haben hier doch eine Reihe von Schweizern, ich habe keinen Überblick, wie das aktuell optimal gehändelt werden kann.

Gruss
Klaus
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sternli8484
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Re: Mein Befund

Beitrag von sternli8484 »

Danke für die Antworten...ja bei mir sei die Kyphose thorakolumbal und somit verschiebe es die ganze Statik der WS.Ja die Schroth Physio hat mir das auch gesagt man solle asymetrisch trainieren,meine Schmerzen in der Bws die nur rechts sind, seien von der Skoliose, glaub ich aber nicht..da man bei der Kyphose beidseitig Schmerzen hätte...
Zudem bin ich verunsichert was ich noch für Sport machen darf? Kann ich noch ins Fitnesstudio?Welche übungen sollte ich sein lassen?
Es grüsst euch ganz lieb, das Sternli


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Klaus
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Re: Mein Befund

Beitrag von Klaus »

Ja die Schroth Physio hat mir das auch gesagt man solle asymetrisch trainieren,
Also bei 53 Grad Hyperkyphose ist das nach meiner Meinung keine kompetente Schroth-Therapeutin. Was machst Du denn da konkret gegen Deinen Rundrücken bzw. spürst Du denn eine Korrektur?
Zudem bin ich verunsichert was ich noch für Sport machen darf? Kann ich noch ins Fitnesstudio? Welche Übungen sollte ich sein lassen?
Für die Beurteilung braucht man eigentlich das richtige Körpergefühl. Wenn Dir die Therapeutin das möglicherweise nicht vermitteln kann, solltest Du vielleicht mal Frau Dr. Herchet in Bad Salzungen kontaktieren (Forumsmitglied), inwieweit Schweizer doch über die Krankenkasse an eine REHA gekommen sind oder ob eine bezahlbare "Kurz REHA", Therapiewoche(n) angebracht wäre.

Es ist nämlich nicht so ganz einfach, Rundrücken und Hohlkreuz in den Bewegungsübungen gleichzeitig in die erforderliche Korrektur zu bringen, auch wenn Fitness Training in diesem Fall nach meiner Meinung schon sehr hilfreich ist. Auf jeden Fall geht es nicht nur um einfachen Muskelaufbau, sondern um gezielten Aufbau und Dehnung von verkürzten Strukturen incl. Bänder und Sehnen.
Mit einem falschen Ansatz kann man die Sache durchaus verschlimmern, auch wenn man sich nach dem Training insgesamt erst mal besser fühlt.

Das Wichtigste ist die Streckung aus dem Rundrücken heraus und der Ausgleich des Hohlkreuzes, den man bei Sitzübungen durch Anpressen des Rückens an die Lehne schon gut hinbekommen kann.
Generell beim Bewegungsablauf des Rückens in der aufgerichteten Position sehr viel länger verbleiben, als in der möglichst wenig eingerollten Position, wenn dies ein Gerät so hergeben sollte.

Typische Übungen
Butterfly rückwärts, nicht vorwärts
keine Sit Ups für die Bauchmuskulatur
Ruderbewegungen nur mit gerade aufgerichteten (korrigierten) Oberkörper durchführen

Gruss
Klaus
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Toni
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Re: Mein Befund

Beitrag von Toni »

Ich halte es für notwendig, daß Du erst mal den "Schmerzkreis" unterbrichst.
Das kann mit Schroth-Reha geschehen.
Ich persönlich ( aus meiner Erfahrung heraus) halte aber ein gutes Korsett als "Schmerzkreis-Unterbrecher" für den schnelleren, sichereren und einfacheren Weg. Es schrothet sich besser und intensiver, wenn man schon weitgehend "entschmerzt" ist und schon ein Vorgefühl durch das Korsett erhalten hat, wie die Haltung sein sollte, wo man raffen und wohin man atmen müsste.

Außerdem kann man mit Korsett nach den Schroth-Stunden die erreichte Haltungsverbesserung müheloser halten, als erschöpft zusammenzusinken, wie ich es leider bei einigen nichtkorsettierten Mitpatienten an den Abenden in BaSa beobachten konnte.
Deine starke Hyper-Lordose, die dann die BWS mit einer Kyphose kompensieren muss schreit doch förmlich nach einer entlordoisierenden Rumpforthese!
Ohne dich gesehen und "gefühlt" zu haben, wette ich, daß Du total verkrampft und verspannt bist und Myogelosen in der Rückenmuskulatur hast.
Auch das kann sich durch eine heilsame Ruhigstellung erst mal entspannen.
Ich kann nicht verstehen, warum fast alle Orthopäden das Adult-Korsett als therapeutisches Hilfsmittel so vehement bekämpfen, ohne es je ausprobiert zu haben. Fast alle Erwachsenen, die ein (gutes) Korsett haben, loben die sofortige schmerzbefreiende Wirkung. Nur die Ärzte werden nicht müde pauschalen 0-8-15-Sport als "Allheilmittel" für ALLE Rückenprobleme zu empfehlen. Wahrscheinlich werden sie deshalb "Sportmediziner" genannt. :wall:
In der Balgrist hätten sie die ideale und optimale Orthese für Dich! Das grenzt an vorsätzlich-unterlassene Hilfeleistung.
Das macht mich echt wütend!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Re: Mein Befund

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,
Klaus hat geschrieben:
Ja die Schroth Physio hat mir das auch gesagt man solle asymetrisch trainieren,
Also bei 53 Grad Hyperkyphose ist das nach meiner Meinung keine kompetente Schroth-Therapeutin. Was machst Du denn da konkret gegen Deinen Rundrücken bzw. spürst Du denn eine Korrektur?
Ich erlaube mir dann mal zu widersprechen. Man kann nämlich sehr wohl bei den Übungen gegen Hyperkyphose und -lordose auch die Skoliose mitbehandeln (wird bei Kyphoskoliotikern ja auch so gemacht), und dann sind sie natürlich nicht mehr symmetrisch.

Ich gehe seit ein paar Wochen auch wieder zur ambulanten Schroth-KG, und meine neue Therapeutin läßt mich einen Großteil der Übungen jetzt ein wenig anders machen als ich das bisher gewohnt war. Dazu gehört z.B. eine andere Plazierung der Reissäckchen oder an der Sprossenwand mit der einen Hand eine Sprosse höher zu greifen als mit der anderen.
Ich habe zwar nur eine leichte Skoliose (größter Winkel 10° thorakal), aber eine deutliche Rotation (sichtbar an Rippenbuckel und HWS), und meine linke Seite ist insgesamt sehr schwach (dort sind auch die Schmerzen), sodaß das schon sinnvoll ist.
Mein Kyphose-Wert war übrigens auch mal 53° (2007, im Alter von 21 Jahren); im Korsett sind es ca. 10° (wurde schon lange nicht mehr gemessen), tagsüber (und nach einer Nacht mit Korsett) waren es 34° bzw. 36° (Werte aus den letzten Jahren).

Toni hat geschrieben:Ich persönlich ( aus meiner Erfahrung heraus) halte aber ein gutes Korsett als "Schmerzkreis-Unterbrecher" für den schnelleren, sichereren und einfacheren Weg. Es schrothet sich besser und intensiver, wenn man schon weitgehend "entschmerzt" ist und schon ein Vorgefühl durch das Korsett erhalten hat, wie die Haltung sein sollte, wo man raffen und wohin man atmen müsste.
Das kann ich zu 100% bestätigen. Man verkrampft ja durch die Schmerzen auch, und dann bringen die Übungen nicht so viel bzw. man kann sie gar nicht richtig ausführen.

Mir hilft die KG nach Schroth zwar, aufrechter zu sein und meine Korrektur besser/länger zu halten, aber kaum gegen die Schmerzen. Da bringt mir das Korsett wesentlich mehr, obwohl ich es nur nachts trage.
Ich kann nicht verstehen, warum fast alle Orthopäden das Adult-Korsett als therapeutisches Hilfsmittel so vehement bekämpfen, ohne es je ausprobiert zu haben.
Bei mir war in auch Dr. Steffan (2008 noch in Bad Salzungen) gegen das Korsett; er hielt es für "nicht indiziert" und ließ das auch so in den Bericht schreiben, worüber ich nicht gerade glücklich war. Und meine Stationsärztin meinte, im Korsett würden Muskeln abgebaut – obwohl ich ein korrigierendes Korsett trage, das unbequem wird, wenn man sich darin hängen läßt.
Meine jetzige Physiotherapeutin redet auch von dem angeblichen Muskelabbau, obwohl ich Klemmi II nur nachts trage.


VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

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Re: Mein Befund

Beitrag von Klaus »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Ich erlaube mir dann mal zu widersprechen. Man kann nämlich sehr wohl bei den Übungen gegen Hyperkyphose und -lordose auch die Skoliose mitbehandeln (wird bei Kyphoskoliotikern ja auch so gemacht)
Das ist immer auch eine Frage der praktischen Umsetzung und der jeweiligen Situation.
Ich habe mit meiner tiefen Hyperkyphose soviel zu tun gehabt, dass es nach Ansicht der Therapeuten keinen Sinn gemacht hat, noch zusätzliche Übungen gegen meine 15 Grad Skoliose durchzuführen.

Bei einer Kyphoskoliose muss man sicherlich beides gleichzeitig behandeln, aber hier geht es um eine 12 Grad Skoliose.
Und da muss ich der Aussage der Therapeutin widersprechen. Es sei denn, sie hat gesagt, die Skoliose solle man asymetrisch trainieren. Da hier aber die Hyperkyphose das Hauptproblem ist, kann man das nicht so stehen lassen.

Gruss
Klaus
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