Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Antworten
Wasabi
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mo, 04.07.2011 - 17:35
Geschlecht: männlich
Diagnose: noch keine
Therapie: noch keine

Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Wasabi »

Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich stelle mich zuerst einmal vor:
Ich heiße Nico,werde morgen 19 Jahre alt und wohne in Köln.

Bis vor 1 1/2 Jahren war ich dünn und unsportlich. Ich trage heute die Folgen von exzessivem Computerspielen und damit verbunden viele Stunden Sitzen vor dem Computer mit wenig sportlicher Aktivität: Ein Hohlkreuz und ein runder Rücken mit vorstehendem Kopf.

Mit Krafttraining habe ich versucht das Hohlkreuz loszuwerden und ich habe auch vor wenigen Monaten Krankengymnastik verschrieben bekommen,als noch ein paar andere Probleme dazukamen.
Obwohl ich 15kg zugenommen habe und Muskelschmerzen im Nacken und Rücken komplett ausradieren konnte,kam ich mit der Begradigung der WS nicht weiter.

Vor einer Woche habe ich das erste mal in dieses Forum reingeschaut und meine Welt wurde komplett umgestürzt und fiel in einen tiefen Grauton,denn hier heißt es,Ruderübungen seien kyphoseverstärkend und es gäbe kaum Orthopäden und Physiotherapeuten,die mir helfen können.
Das hat mich so verunsichert und verwirrt,dass ihr seitdem keinen Sport mehr gemacht habe. Weder Laufen noch Krafttraining.

Die Empfehlungen dieses Forum sind klar: Nach Stuttgart zu Dr.Hoffmann und eine Diagnose machen lassen,dann ein Korsett und/oder ambulante Schroth-Therapie 4 Wochen lang.
Es ist doch nur alzu verständlich,dass mir diese Neuigkeiten nicht schmecken,denn von meinen Eltern habe ich schon eine relativ klare Ansage bekommen: Sie fahren nicht mit mir nach Stuttgart und sie würden es wahrscheinlich auch nicht bezahlen.
Ich bin zwar volljährig,verfüge aber weder über ein Auto oder Führerschein.
Deshalb brauche handfeste Argumente und Beweise,warum der oder die Orthopäde(n) in den anderen Bundesländern mehr geeignet sind als andere oder warum ein x-beliebiger Orthopäde nichts taugt.
Könnt ihr mir da helfen?


Danke im Voraus.
Benutzeravatar
SchwarzeSchnecke
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 736
Registriert: Sa, 20.01.2007 - 22:40
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
Wohnort: Württemberg

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Willkommen hier im Forum! :-)

1. Dr. Hoffmann kann man auch mit dem Zug erreichen (Deutschlandticket oder Sparpreise nutzen), vom Bahnhof in Leonberg bis zur Praxis sind es ca. 15 Minuten, Google Maps hilft weiter.

2. Dr. Hoffmann verlangt für den ersten Termin trotz Überweisung eine zusätzliche Gebühr, laut Berichten in diesem Forum derzeit 65 Euro. Wem sein Rücken wirklich wichtig ist, der kann dieses Geld aubringen.

3. Ambulante Therapie nach Schroth dauert mehr als 4 Wochen; die 4 Wochen Dauer gelten für die Reha.

VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414

Ich habe dieses Forum verlassen.
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Klaus »

Hallo Wasabi,

erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. :)
Wasabi hat geschrieben:Ich trage heute die Folgen von exzessivem Computerspielen und damit verbunden viele Stunden Sitzen vor dem Computer mit wenig sportlicher Aktivität: Ein Hohlkreuz und ein runder Rücken mit vorstehendem Kopf.
Es ist die Frage, ob das dadurch gekommen ist?
Wenn es nämlich eine sogenannte kyphotische Fehlhaltung sein sollte, ist die Behandlung einfacher, als bei einer Hyperkyphose und eine Hyperlordose.
Mit Krafttraining habe ich versucht das Hohlkreuz loszuwerden und ich habe auch vor wenigen Monaten Krankengymnastik verschrieben bekommen,als noch ein paar andere Probleme dazukamen.
Abgesehen davon, dass auch der Rundrücken angegangen werden muss, führt normales Krafttraining und normale KG in dieser Situation nicht weiter.
...Ruderübungen seien kyphoseverstärkend und es gäbe kaum Orthopäden und Physiotherapeuten,die mir helfen können.
Das hat mich so verunsichert und verwirrt,dass ihr seitdem keinen Sport mehr gemacht habe. Weder Laufen noch Krafttraining.
Wenn man die schon angesprochene stationäre Schroth REHA gemacht und auch das notwenige individuelle neue Körpergefühl entwickelt hat, kann man sehr gut beurteilen, was man nicht machen sollte und wieviel Möglichkeiten es trotzdem gibt!!
Beim Kraftraining wird man selektieren und grundsätzlich immer in die Streckung (aus dem Rundrücken heraus) trainieren müssen, während gleichzeitig das Hohlkreuz durch Beckenkippung in die Korrektur kommen muss. Das ist nicht einfach.
Deshalb brauche handfeste Argumente und Beweise,warum der oder die Orthopäde(n) in den anderen Bundesländern mehr geeignet sind als andere oder warum ein x-beliebiger Orthopäde nichts taugt.
Diese Forum besteht ja auch deshalb, weil die Erfahrungen genauso sind. Eigentlich ist die Versorgung bezüglich Hyperkyphose/Skoliose ein Skandal! Die "Beweise" liegen hier im Forum und Deine Eltern sollten mal hier lesen.
Natürlich ist das schwer verständlich und der Glaube an den Gott in weiß immer noch weit verbreitet.
Dazu kommen dann die Argumente mit gutem Ruf, der sich dann aber nicht auf Hyperkyphose bezieht.

Dr. Hoffmann verlangt ja 65 € für die dringend notwendige erweiterte Beratungszeit. Das ist für einen erhöhten Aufwand, den keine Krankenkasse bezahlt. Dazu kommt die unbedingt notwendige Technik, um Röntgen-Ganz-Aufnahmen zu machen, die zwar die Krankenkasse bezahlt, aber die aus Kostengründen nur von wenigen Ärzten bzw. Kliniken durchgeführt werden können.
In Hannover, einer Großstadt, gibt es nur eine Klinik, in der das gemacht werden kann!

Die meisten Orthopäden können und wollen sich deshalb nicht mit diesem Thema so beschäftigen, wie das eigentlich erforderlich ist. Es ist einfach zu teuer. Daraus folgt, das sie auch keine Erfahrungen mit entsprecheden Patienten sammeln können, was bei Hyperkyphose/Skoliose aber zwingend notwendig wäre!
Es bleibt eine gefährliche Schmalspurversorgung, bei der monoton von "Da kann man nichts mehr machen" und "machen sie Muskelaufbau" oder "hier haben sie 6x KG" gesprochen wird, wenn nicht als erstes nur die Tabletten helfen sollen, den Patienten ganz schnell wieder aus dem Sprechzimmer zu lotsen.

Vielleicht kannst Du uns auch erst mal verraten, in welcher Region Du wohnst?
Guck bitte auch mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden. Möglicherweise gibt es eine Alternative.

Und wie wäre es mit einem nachträglichen/zusätzlichen Geburtstagsgeschenk Deiner Eltern, die Fahrt nach Stuttgart incl. 65 € für Dr. Hoffmann? :)

Gruss
Klaus
Wasabi
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mo, 04.07.2011 - 17:35
Geschlecht: männlich
Diagnose: noch keine
Therapie: noch keine

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Wasabi »

Klaus hat geschrieben:Hallo Wasabi,

erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. :)
Danke.
Wasabi hat geschrieben:Ich trage heute die Folgen von exzessivem Computerspielen und damit verbunden viele Stunden Sitzen vor dem Computer mit wenig sportlicher Aktivität: Ein Hohlkreuz und ein runder Rücken mit vorstehendem Kopf.
Es ist die Frage, ob das dadurch gekommen ist?
Wenn es nämlich eine sogenannte kyphotische Fehlhaltung sein sollte, ist die Behandlung einfacher, als bei einer Hyperkyphose und eine Hyperlordose.
Ich wusste nicht,dass es Unterschiede gibt.Nun,die Vermutung liegt auf jeden Fall nahe,dass das Sitzen die Ursache ist.
...Ruderübungen seien kyphoseverstärkend und es gäbe kaum Orthopäden und Physiotherapeuten,die mir helfen können.
Das hat mich so verunsichert und verwirrt,dass ihr seitdem keinen Sport mehr gemacht habe. Weder Laufen noch Krafttraining.
Wenn man die schon angesprochene stationäre Schroth REHA gemacht und auch das notwenige individuelle neue Körpergefühl entwickelt hat, kann man sehr gut beurteilen, was man nicht machen sollte und wieviel Möglichkeiten es trotzdem gibt!!
Beim Kraftraining wird man selektieren und grundsätzlich immer in die Streckung (aus dem Rundrücken heraus) trainieren müssen, während gleichzeitig das Hohlkreuz durch Beckenkippung in die Korrektur kommen muss. Das ist nicht einfach.
Ja,aber was mache ich bis dahin? Ich kann mir nicht mal so eben 4 Wochen aus dem Ärmel schütteln ;)
Welchen Sport betreiben die Kyphotiker hier i.d.R? (bis auf Schroth)
Dazu kommen dann die Argumente mit gutem Ruf, der sich dann aber nicht auf Hyperkyphose bezieht.
Exakt!
Dazu kommt die unbedingt notwendige Technik, um Röntgen-Ganz-Aufnahmen zu machen[..].
Wozu eigentlich? Mit Röntgenaufnahmen kenne ich mich nicht aus.
Vielleicht kannst Du uns auch erst mal verraten, in welcher Region Du wohnst?
Guck bitte auch mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden. Möglicherweise gibt es eine Alternative.
Hatte ich oben erwähnt,Köln (rechtsrheinisch). Die Rubrik Gesucht/Gefunden habe ich bereits durchsucht,aber ein zweiter Durchlauf schadet nicht.
In Köln scheint es aber keine Experten zu geben.
SchwarzeSchnecke hat geschrieben: 3. Ambulante Therapie nach Schroth dauert mehr als 4 Wochen; die 4 Wochen Dauer gelten für die Reha.
mea culpa,Ich meinte natürlich stationär.

Danke für die schnellen Antworten.

Gruß
Nico
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Klaus »

Wasabi hat geschrieben:Ja,aber was mache ich bis dahin? Ich kann mir nicht mal so eben 4 Wochen aus dem Ärmel schütteln ;)
Welchen Sport betreiben die Kyphotiker hier i.d.R? (bis auf Schroth)
Also was die 4 Wochen REHA angeht, so sind die beiden Kliniken mit Leuten in Deinem Alter gut belegt, in den Ferienzeiten muss man sich sogar sehr frühzeitig darum kümmern.
Vor einer REHA empfiehlt es sich mit ambulanter Schroth KG anzufangen, um mal die Grundprinzipien ein bischen kennenzulernen. Es wird sicherlich sehr viel um Dehnung gehen müssen und alle Übungen im Fitness Studio sind kontraproduktiv, wenn man mit verkürzten Strukturen weiter trainiert und somit auch in den Rundrücken und das Hohlkreuz hinein. Übrigens ohne dass man das auch unbedingt merken muss !! Dieses falsche Körpergefühl muss erst umprogrammiert werden.
Verständlich, wenn das Fitness Training erst mal zur im Normalfall auch gesunden Sucht geworden ist :) . Ich weiß, wovon ich spreche.

Beispiele für absolute Verbote:
Keine Sit ups
Kein Butterfly vorwärts, nur rückwärts.
Wozu eigentlich? Mit Röntgenaufnahmen kenne ich mich nicht aus.
Grundsätzlich ist immer der gesamte Rücken von vorn und von der Seite zu erfassen, weil die Wirbelsäule nie in einzelnen Bereichen isoliert zu betrachten ist. Fehlstellungen in einem Bereich haben Auswirkungen in anderen Bereichen, somit sind auch Beschwerden bezüglich der gesamten WS zu sehen.

Teilaufnahmen müssen zur Bestimmung der entsprechenden Winkel "zusammengeklebt" werden, was sehr ungenau ist
Teilaufnahmen erzeugen in den notwendigen Überlappungsbereichen unnötige doppelte Strahlungsbelastung

Ganz-Aufnahmen werden heute in digitaler strahlungsarmer Technik durchgeführt, sind aber nicht überall zu haben.

Hatte ich oben erwähnt,Köln (rechtsrheinisch). Die Rubrik Gesucht/Gefunden habe ich bereits durchsucht,aber ein zweiter Durchlauf schadet nicht.
In Köln scheint es aber keine Experten zu geben.
Da muss man leider schon weitläufiger denken. Wenn Du in der Rubrik in die "Überregionale Sprechstunden" guckst, wirst Du schnell merken, was übrig bleibt, wenn man wirkliche Empfehlungen aufgrund der Erfahrungen geben will.

Eine Alternative wäre evtl. die Uni Essen, siehe Sammlung Essen.
Problem 1, Überweisung durch Orthopäde. Der muss auch dazu bereit sein, was leider nicht immer der Fall ist.
Problem 2, es gibt in erster Linie nur einige Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen, bei Erwachsenen wird die Diagnose sicherlich gut sein, aber die Behandlungsempfehlungen wahrscheinlich nicht optimal
Problem 3, diese Empfehlungen sind auch nur Empfehlungen, die der überweisende Orthopäde umsetzen muss, z.Bsp Schroth-REHA und vorne weg genügende Verordnungen für die ambulante Schroth KG.

Ein Korsett wird sicherlich nicht in der Empfehlung sein, was aber durchaus je nach Indikation auch mit 19 sehr viel Sinn machen kann. Da ist dann Dr. Hoffmann angesagt oder auch Dr. Steffan, der solche Korsette bis ca 29 Jahre eher unterstützt, als Korsette für Leute über diesem Alter.

Gruss
Klaus
Wasabi
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mo, 04.07.2011 - 17:35
Geschlecht: männlich
Diagnose: noch keine
Therapie: noch keine

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Wasabi »

Klaus hat geschrieben: Vor einer REHA empfiehlt es sich mit ambulanter Schroth KG anzufangen, um mal die Grundprinzipien ein bischen kennenzulernen.
Interessant.
Wo kann man denn ambulant Schroth KG erlernen?
Klaus hat geschrieben: Beispiele für absolute Verbote:
Keine Sit ups
Kein Butterfly vorwärts, nur rückwärts.
Das ist kein Verlust,ich käme eh nicht auf die Idee diese Übungen auszuführen.
Ich denke Kniebeugen,Kreuzheben und Bankdrücken würde hier auch keiner Empfehlen,aber ohne diese drei Übungen ist Krafttraining auch völlig witzlos und macht keinen Spaß,zumindestens mir nicht.

Woher nehmen "Leute in meinem Alter" die 4 Wochen Zeit her? Von Sommerferien abgesehen.
Kann man sich für Reha frei nehmen? Wäre offen gesagt keine Option für mich,aber ich habe in einem Jahr bereits keine Schule mehr und dannach wollte ich eh Urlaub machen.
marieschen
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 781
Registriert: Di, 10.11.2009 - 14:44
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Rechtskonvexe BWS Skoliose 60°
Linkskonvexe LWS Skoliose 30°
Coxa valga et antetorta
Therapie: Erwachsenen Korsett seit 2011
Sanomed Korsett seit 2015
Kg nach Schroth
Rehas in Bad Sobernheim
Wohnort: Hamburg

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von marieschen »

Hallo,
Woher nehmen "Leute in meinem Alter" die 4 Wochen Zeit her? Von Sommerferien abgesehen.
Entweder du fährst in den Sommerferien, ist allerdings sehr schwer einen Platz nur in den Sommerferien zu bekommen. Ich habe es dieses Jahr so gemacht, das ich 2 Wochen in den Osterferien und 2 Wochen in der Schulzeit. Das gab es keine Probleme mit, hatte es vorher mit der Schule abgesprochen, musste halt nur den verpassten Stoff nachholen, mit den Klausuren waren wir ein Glück durch. (Mache eine schulische Ausbildung, also auch da kein Problem)
Ich war auch schon so die letzen vier Wochen vor den Sommerferien, schon weg, war auch kein Problem mit der Schule. Wir haben also immer eine Lösung gefunden. :)

Liebe Grüße
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Klaus »

Wasabi hat geschrieben:Interessant.
Wo kann man denn ambulant Schroth KG erlernen?
Wie schon gesagt, nicht erlernen, sondern nur die Grundprinzpien kennenlernen.
Das ist schon was anderes, als Schroth wirklich zu lernen.

Es gibt amulante Schroth Therapeuten, dazu die Hotline aus Bad Sobernheim aus Links&Adressen auf der Portal Seite auf der rechten Seite herunterscrollen. Ich schreibe das mal so in der Art, damit man mal sieht, wieviele Informationen es hier zusätzlich gibt, die ein bischen versteckt sind. :)

Man sollte auch bedenken, dass diese ambulanten Therapeuten nur so gut sein können, wie sie an Erfahrungen an entsprechenden Patienten haben. Wenn man die Wahl hat, sollte man dort erfragen, wieviele Erwachsene behandelt werden und insbesondere, wieviele Hyperkyphotiker. Die Übungen unterscheiden sich schon deutlich von denen der Skoliotiker. Gibt es nur ganz wenige oder keine, ist die Gefahr schon gross, dass man nicht optimal übt.
Deswegen sollte man das auch immer nur als Hineinschnuppern sehen. Auf jeden Fall besser als irgendeine KG.
Ich denke Kniebeugen,Kreuzheben und Bankdrücken würde hier auch keiner Empfehlen,aber ohne diese drei Übungen ist Krafttraining auch völlig witzlos und macht keinen Spaß,zumindestens mir nicht.
Ich fühle mich auch mit den gerätegestützten Übungen wohl, aber mit Schroth Kenntnissen und Spiegelkontrolle wird man möglicherweise auch in der sogenannten korrigierten Haltung einiges machen können.
....aber ich habe in einem Jahr bereits keine Schule mehr und dannach wollte ich eh Urlaub machen.
marieschen hat es sehr gut auf den Punkt gebracht, in den Sommerferien wollen sie möglichst alle, was nur durch gute Organisation geht. Nach der Schule Urlaub zu machen, ist sehr verständlich, aber sicherlich auch eine gute Möglichkeit, die Gesundheit vor evtl. Studium und Beruf zu optimieren!
Du solltest nicht unbedingt davon ausgehen, dass Deine jetzige Situation stabil bleibt und Du jederzeit später die gleiche optimale Behandlungsmöglichkeit hast!

Gruss
Klaus
Wasabi
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mo, 04.07.2011 - 17:35
Geschlecht: männlich
Diagnose: noch keine
Therapie: noch keine

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Wasabi »

Ich habe in 8 Wochen einen Termin bei Dr.Hoffmann. Bis dahin muss ich ausharren.

Gibt es irgendwelche Kraftübungen die uneingeschränkt empfohlen werden können?
Ich war bereits seit einem Monat nicht mehr im Fitnesstudio und irgendwie vermisse ich 5kg mehr auf der Waage :nein:
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Hyperkyphose,Hyperlordose; was mache ich jetzt?

Beitrag von Klaus »

Wasabi hat geschrieben:Gibt es irgendwelche Kraftübungen die uneingeschränkt empfohlen werden können?
Es kommt darauf an, was für Geräte im Studio stehen.
Alles was nicht die Rückenmuskulatur belastet und eine aufrechte Oberkörperhaltung garantiert (BWS gestreckt, Hohlkreuz ausgeglichen), ist prinzipiell geeignet. Auch Übungen im Liegen sind möglich, wenn die BWS gerade legt und ein Hohlkreuz vermieden wird.

Es läuft alles darauf hinaus, dass man sich Gedanke darüber macht, weder in die Hyperkyphose noch in die Hyperlordose hineinzutrainieren! Das ist aber nur Gefahrenabwehr. Eine Korrektur ist das eigentliche Ziel und da wiederhole ich mich eigentlich nur.

Bei starken Strukturverkürzungen wird man immer kontraproduktiv trainieren, ohne es unbedingt zu merken. Allein die häufig vorkommende Verkürzung der Muskel-Oberschenkelinnenseite zeigt, dass der kritische Bereich sich nicht nur auf die BWS/LWS beziehen kann.

Gruss
Klaus
Antworten