Große psychische Probleme mit der Skoliose

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
StefanB90
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mi, 08.02.2012 - 18:19
Geschlecht: männlich
Diagnose: BWS 12- 14 GRad
LWS 17-19°
Kyphose 50° + morb. scheuermann
Therapie: KG normal
Schroththerapie ambulant + einen monat reha in Bad Sobernheim

Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von StefanB90 »

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier also verzeiht bitte wenn ich etwas falsch mache.
Ich bin eigentlich nicht so oft in Foren, weil ich vom PC immer ganz schnell Schmerzen und Verspannungen bekomme aber nun habe ich keine andere Wahl.
Ich leide schon 3 Jahre lang an Schmerzen und starken Verspannungen, die vermutlich mehr wegen dem Morb. Scheuermann kommen, wie meine orthopäden z.t. behaupten und komme damit leider sehr schlecht klar.
Meine berufliche ZUkunft ist in meinen Augen momentan meine größte Sorge. Lange Zeit wusste ich nicht wo meine Interessen liegen und daher habe ich nach dem Abi ein kurzes Studium (2 sem) und ein FSJ in einer Kinderklinik gemacht. dieses hat dann, obwohl ich in der Zeit viele Probleme mit meinem Rücken hatte, auch das Interesse für die Medizin in mir hervorgerufen sodass ich danach, leider ohne genauer drüber nachzudenken eine Ausbildung zum Medizinisch technischen Assi in der Radiologie in Bonn begonnen habe mit dem Hintergedanken danach noch medizin studieren zu wollen. Desto länger ich nun schon dabei bin( seit 5 Mon) desto länger zweifle ich leider über meine Entscheidung, da mein Rücken beim in der Schule sitzen schon viele probleme macht und ich bei 1, 2 Praktikumseinsätzen die wir bisher hatten auch starke schmerzen hatte. Hat irgendjemand hier Erfahrung damit ob dieser Beruf und vor allem der des Arztes den ich danach noch erlernen wollte überhaupt geeignet ist bei so großen Schmerzen.
Ich würde mich wegen meiner beruflichen Zukunft auch gerne einmal mit dem Rehabeauftragten des Arbeitsamtes unterhalten, weiss aber nicht ob man da überhaupt einen Termin bekommt wenn man keine Behinderung anerkannt hat.(wollte ich nicht obwohl ich es hätte machen können). Ich bin leider sehr verzweifelt, habe auch schon viel ausprobiert:
Schroth, Schwimmen und ähnliches bringen leider trotz intensiver Bemühungen bei mir nicht viel. Hoffnungne setze ich noch in gezieltes medizinisches Gerätetraining. Hat vllt diesbezüglich jemand ein paar geheimtipps? wohne derzeit in Bonn.
Bin wegen meiner seelischen Probleme aufgrund meines Rückenleidens auch schon in Psychologischer Betreuung gewesen und derzeit auf der Suche nach einem neuen Therapeuten in bonn.

So das war jetzt aber viel, hoffe jemand hatte zeit und lust sich dies durchzulesen und könnte mir eventuell weiterhelfen.
ich freue mich über jede Antwort

Stefan B.
socke
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 417
Registriert: Di, 20.09.2011 - 20:34
Geschlecht: männlich

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von socke »

Hallo,

mach dir mal weniger Gedanken um die Berufswahl. Mit so starken Beschwerden gibt es eigentlich gar keinen "passenden" Beruf. Du kannst dir vielleicht etwas suchen, was die Beschwerden nicht verstärkt, aber du willst sie doch sicher irgendwann mal ganz loswerden. Und vorm PC sitzen musst du quasi überall mal ...

Viel wichtiger ist es doch, wieder gesund zu werden. Ich lege dir diesen Thread mal ans Herz viewtopic.php?f=25&t=6472.

Weiterhin gebe ich dir den Rat, dich hier im Forum mal ein wenig umzuschauen (irgendeine bequeme Sitzposition wirst du sicher finden ;) ).

Von dem Medizinischen Gerätetraining solltest du dir nicht zu viel versprechen, da es für dein Problem zu unspezifisch ist. Selbst bei Novotergum (angeblich der Ferrari unter den Gerätetraining-Anbietern) wird auf Skoliose/Hyperkyphose(=Rundrücken, also das Ergebnis deines Scheuermann) nicht eingegangen. Im Endeffekt machen da die Leute mit krummem Rücken genau dasselbe wie die, die einen gesunden Rücken haben und bauen sich Muskulatur im ihre krumme Wirbelsäule herum auf. Ziel muss aber eine Aufrichtung des Rückens sein.

Unter den Usern hier gibt es viele, die mit Korsetten und KG nach Schroth arbeiten. Damit hast du schonmal zwei Stichworte für die Suchmaschine :)

LG
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Hallo Stefan,

deine Sorgen kann ich nachvollziehen. Sie sind absolut ok, aber man muss sehr aufpassen, dass man sich davon nicht vereinnahmen lässt!
So eine Phase habe ich auch hinter mir, zwar mit etwas anderem Hintergrund und ohne Therapie, aber egal.

Der Reha-Berater von der Arbeitsgentur wird dir nicht viel weiterhelfen können. Du wirst nur dann zu ihm kommen, wenn ein Ärztliches Gutachten erstellt wird, dass eine Reha-Beratung befürwortet. Dazu musst du keine Schwerbehinderung haben.

Egal welchen Beruf du lernen wirst/ willst, das Problem wird immer wieder kommen. Du musst überall sitzen, auch über längere Zeit.

Du stehst an einem Punkt, an dem viele Betroffene stehen und nicht mehr weiter wissen.

Punkt 1:
Je schwerer die seelische Belastung für dich ist, umso mehr Beschwerden wirst du merken, da dein Rücken / die Schmerzen zum Lebensinhalt werden! Tag für Tag.
Diesen Kreislauf musst du versuchen irgendwie zu durchbrechen. Das Leben besteht aus mehr als Schmerzen und dem krummen Rücken!

Punkt 2:
Warst du schon einmal bei einem der hier genannten Orthopäden?
Das lege ich dir ans Herz.
Du brauchst eine vernünftige Diagnose.
Hast du Schroth nur in der KG Praxis gemacht oder hast du bereits eine Reha in einer Schroth Klinik machen können?
Wichtig ist für dich die Aufrichtung.
Vielleicht solltest du es auch mit einem Korsett versuchen? Dazu ist es aber wichtig an einen kompetenten Arzt und auch Korsettbauer zu kommen. Und du solltest dir darüber im Klaren sein, dass es kein Zuckerschlecken ist. Aber es kann sehr gut ein Mittel werden, dass dir deine Schmerzen lindert oder evtl. sogar nehmen kann.

Lass dich von deinem Rücken nicht vereinnahmen! Leicht gesagt, ich weiß....
Ich wünsche dir viel Kraft und dass du für dich den richtigen Weg findest. Auch wenn es dauern mag.
LG
bluecat
Afra92
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 149
Registriert: Do, 14.04.2011 - 11:32
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose Ausgangswerte: thorakal 17°, lumbal 39° n. Cobb
Therapie: Rahmouni- Korsett von 12/2008 bis 04/2013
KG nach Schroth, Reha: 2008 + 2012 BaSa, 2009 Bad Elster

Behandlung abgeschlossen: thorakal ?, lumbal 37°
Wohnort: Berlin

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Afra92 »

Hallo Stefan,
Tipps für dein weiteres Vorgehen gegen die Schmerzen haben dir schon meinen beiden Vorschreiber gegeben.
Da dich auch deine beruflichen Aussichten gerade sehr beschäftigen, will ich dazu mal kurz was schreiben. Erst mal zu mir, ich bin auch MTAR-Schülerin im 2. Ausbildungsjahr. (Und überlege auch später zu studieren.) Bei mir hat auch meine Skliose das interesse für Medizin hervorgerufen. Allerdings habe ich keine Schmerzen, kann daher nicht darauf eingehen.
Da du jetzt erst mal die Ausbildung machst, nehme ich an dein Durchschnitt ist zu schlecht, um gleich zu studieren und du demzufolge zwischen Ausbildung und Studium noch arbeiten musst. Ich persönlich finde schon, das unser Beruf von dir ausgeübt werden könnte. In anderen Ausbildungen musst du auch in der Schule sitzen und später z.B. im Büro. Vielleicht bringt es was, wenn du in der Schule auf einem Sitzkissen sitzt oder auch in der Stunde ab und zu aufstehen kannst? Ansonsten auf Arbeit: Erzählst du deinen Kollegen von den Schmerzen? Ich trage ein Korsett und daher sagen meine Kollegen immer, ich brauche nicht so schwer heben (z.B. Pat.). Wäre das für dich auch eine Erleichterung? Wo hast du überall schon gearbeitet? In der Nuk hatte ich z.B. keine Probleme, da kamen fast nie Bettpat., die meisten haben alles allein gemacht. Weiterer Vorteil, man kann sich immer hinsetzen, wenn so eine Untersuchung läuft (das dauert ja immer ewig). Str-therapie kann ich noch nicht richtig einschätzen.
Wenn ihr eure Praktikumseinrichtungen selbst wählen könnt, versuch am Besten in eine Praxis zu kommen oder in ein kleines KH und nicht z.B. in die Notfallaufnahme der Uni. Klar, dann lernt man nicht so viel, aber die Arbeit wird insgesamt leichter sein. Warst du schon in der Angio? Wenn nicht, das wird bestimmt noch mal hart, den ganzen Tag mit Strahlenschutzschürze stehen. Vielleicht kannst du deine Lehrer bitten, dich dort nur eine Woche hinzuschicken und nicht länger? Ansonsten kannst du nur darauf achten, mögl. rückenfreundlich zu arbeiten, z.B. immer ersten den Röntgentisch hochfahren, bevor du lagerst (vergesse ich manchmal). Beim Patientenrüberheben kannst du dich "zufällig" am Kopf positionieren, der ist ja auch wichtig. ;) Und sobald eine Untersuchung läuft (CT, MRT) dann gleich nach einer Sitzmöglichkeit ausschau halten, wenn dir ein Wechsel zwischen Sitzen und Stehen hilft.
Zum Med-studium: Auch da wirst du viel sitzen müssen, vor allem in der Vorklinik und die Unibänke sind nicht grad bequem. Über die richtige Facharztwahl brauchst du dir jetzt noch keine Gedanken zu machen, bis dahin kann sich eh alles dreimal ändern. Aber irgendetwas wird schon dabei sein, es gibt so viele Möglichkeiten. Es muss ja nicht grad irgendetwas chirurgisches sein, wo man den ganzen Tag im OP steht. Welche Fachrichtung interessiert dich denn aktuell?
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir auch gern eine PN schicken.
Viele Grüße Afra
"Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumen und finden doch stets nur uns selbst." G. Kunert
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Klaus »

socke hat geschrieben:Unter den Usern hier gibt es viele, die mit Korsetten und KG nach Schroth arbeiten. Damit hast du schonmal zwei Stichworte für die Suchmaschine :)
bluecat hat geschrieben:Punkt 2:
Warst du schon einmal bei einem der hier genannten Orthopäden?
Das lege ich dir ans Herz.
Du brauchst eine vernünftige Diagnose.
Hast du Schroth nur in der KG Praxis gemacht oder hast du bereits eine Reha in einer Schroth Klinik machen können?
Es ist zwar ein bischen versteckt, aber im Profil von Stefan steht 1 Monat Schroth REHA in Bad Sobernheim.
Das sollte eigentlich ein guter Anfang sein, der auch ein Fazit der Klinik haben sollte.

Stefan, was haben die denn dort am Schluss zu Deiner Situation gesagt?
Welche Probleme haben sich ergeben?

Wie alt bist Du?
bis 29 Jahre wird dort u.U. auch ein Korsett direkt empfohlen. Zur Schmerzbekämpfung ein gutes Mittel, aber trotzdem eine sehr individuelle Sache, die man sich gut überlegen sollte.

Das angesprochene medizinische Gerätetraining macht bei Hyperkyphose schon Sinn, es muss allerdings nach Deinem bei der REHA erlernten richtigen Körpergefühl ausgerichtet sein, was die Haltung und die Bewegungsausführung angeht. Das können die meisten Trainer und leider auch Physiotherapeuten nicht richtig einschätzen.

Wenn allerdings Deine begleitende Skoliose von 12/14 bzw. 17/19 Grad die Schmerzen auslösen sollten (schon mal ein MRT gemacht?), würde ich auch mit so einem Training vorsichtig sein.

Gruss
Klaus
StefanB90
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mi, 08.02.2012 - 18:19
Geschlecht: männlich
Diagnose: BWS 12- 14 GRad
LWS 17-19°
Kyphose 50° + morb. scheuermann
Therapie: KG normal
Schroththerapie ambulant + einen monat reha in Bad Sobernheim

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von StefanB90 »

Hallo zusammen, erst einmal vielen Dank, dass mir soviele zurückschreiben hat mich sehr gefreut:)

vor allem, dass auch afra von ihren erfahrungen mit der ausbildung mtra berichten konnte.

Dazu erst einmal. Also das Sitzen finde ich jetzt nicht so schlimm wie es in meinem ersten Text klang, ich habe eher angst vor den ersten Praktikumseinsetzen und da vor allem dann von der von dir angesprochenen Angio.

Ich bin mir auch nicht sicher , ob ich meine Lehrer auf meine Rückenprobleme ansprechen soll oder nicht. Wahrscheinlich würde ich es mich momentan gar nicht trauen. Ich hab auch sehr große angst wie die Personen dann auch vor allem im praktikum reagieren wenn ich sie drauf anspreche. Würdet ihr das in meiner Situation ansprechen. ich würde mich dann irgendwie wie ein drückeberger fühlen.

Zu den Anderen Fragen: ALso wie schwer zu entdecken war;) war ich auch 1 monat in bad sobi . Meine Erfahrungen waren leider sehr negativ. OBwohl ich da mein bestes gegeben habe, bin ich meine Schmerzen da nicht losgeworden. ich mache die machbaren übungen auch zu Hause in eigenregie weiter, bin aber nicht sehr begeistert davon.
Als ich meine Ärztin in Sobi auf ein KOrsett angesprochen habe, hat die mich beinah ausgelachen( ich fand die sehr desinteressiert meinen problemen gegenüber). Sie meinte, so was wird für erwachsene nicht verschrieben und da meine Probleme hauptsächlich im BWS - Bereich liegen, könnte man da eh nichts machen weils da nur was für die lws gibt.

So das wars jetzt erst einmal, wenn ich was vergessen habe tuts mir leid... aber ich verspanne mich jetzt schon wieder zu sehr beim schreibne.

Viele Grüße Stefan
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Klaus »

StefanB90 hat geschrieben:war ich auch 1 monat in bad sobi . Meine Erfahrungen waren leider sehr negativ.
Was haben denn die Therapeuten dazu gesagt?
Als ich meine Ärztin in Sobi auf ein KOrsett angesprochen habe, hat die mich beinah ausgelachen( ich fand die sehr desinteressiert meinen problemen gegenüber). Sie meinte, so was wird für erwachsene nicht verschrieben und da meine Probleme hauptsächlich im BWS - Bereich liegen, könnte man da eh nichts machen weils da nur was für die lws gibt.
Das ist natürlich Mist, wenn das so gelaufen ist.
Du hast immer noch verraten, in welcher Altersgruppe Du bist, wie gesagt, bis 29 unterstützt zumindest Dr. Steffan schon ein korrigierendes Korsett. Die Ärztin hat scheinbar von einer festen LWS Bandage gesprochen oder bestenfalls von einer Kubin Orthese, die durch Extension Schmerzen beseitigen kann, aber nicht unbedingt muss.

Eine Möglichkeit, die Du angehen solltest, wäre die Zweitmeinung durch Dr. Hoffmann in Stuttgart. Der verordnet sehr gern entsprechende Korsette.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Klaus hat geschrieben:bluecat hat geschrieben:
Punkt 2:
Warst du schon einmal bei einem der hier genannten Orthopäden?
Das lege ich dir ans Herz.
Du brauchst eine vernünftige Diagnose.
Hast du Schroth nur in der KG Praxis gemacht oder hast du bereits eine Reha in einer Schroth Klinik machen können?

Es ist zwar ein bischen versteckt, aber im Profil von Stefan steht 1 Monat Schroth REHA in Bad Sobernheim.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;) Danke Klaus!

Die Stationsärzte in der Reha Klinik (nicht alle!!!) sind immer wieder wenig bis gar nicht begeistert vom Korsett bei Erwachsenen. Das musste ich auch schon feststellen.

Da hilft nur sehr viel Eigeninitiative. Ich bin z.B.bei Dr. Verres in Behandlung, war aber auch schon bei Dr. Hoffmann. Und man muss klar äußern, wenn man einen Korsettversuch starten möchte. Man muss sich aber auch von Beginn an darüber bewusst sein, dass ein Korsett, zumindest in der Anfangsphase, sehr, sehr hart sein kann. Wenn der Arzt z.B. merkt, man steht nicht voll dahinter, wird er sich mit einer Verordnung schwer tun.

Hole dir, wie Klaus schon sagt, eine Zweitmeinung. Das kann bei Dr. Hoffmann, Dr. Verres oder evtl. auch bei Dr.Wilke in Berlin oder Prof. Niemeyer in Hamburg sein. Alle arbeiten mit guten Korsettbauern zusammen.
Ein Versuch ist es wert, oder ? ;)

Gruß
bluecat
Afra92
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 149
Registriert: Do, 14.04.2011 - 11:32
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose Ausgangswerte: thorakal 17°, lumbal 39° n. Cobb
Therapie: Rahmouni- Korsett von 12/2008 bis 04/2013
KG nach Schroth, Reha: 2008 + 2012 BaSa, 2009 Bad Elster

Behandlung abgeschlossen: thorakal ?, lumbal 37°
Wohnort: Berlin

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Afra92 »

Hallo Stefan,
ich denke, du solltest dir nicht um den Praktikumseinsatz in der Angio die größten Gedanken machen. Der dauert doch höchstens 2 Wochen und ist somit fast nichts im Verglich zur Länge anderer Einsätze. Weiß nicht, ob dir das schon bekannt ist, die Strahlenschutzschürzen gibts in verschiedenen Schutzklassen. Beim längeren Tragen wird immer die Klasse 4 empfohlen, die ist am leichtesten, schützt aber am wenigsten vor Strahlung. Deshalb vor dem Anziehen mal aufs Etikett schauen, welche man gerade vom Haken nimmt.
StefanB90 hat geschrieben: Ich bin mir auch nicht sicher , ob ich meine Lehrer auf meine Rückenprobleme ansprechen soll oder nicht. Wahrscheinlich würde ich es mich momentan gar nicht trauen. Ich hab auch sehr große angst wie die Personen dann auch vor allem im praktikum reagieren wenn ich sie drauf anspreche. Würdet ihr das in meiner Situation ansprechen. ich würde mich dann irgendwie wie ein drückeberger fühlen.
Naja, die Reaktionen können sehr unterschiedlich ausfallen. Es wird sicher einige Leute geben, die dich als Simulant hinstellen. Wenn es mit den Schmerzen natürlich gar nicht mehr geht, solltest du schon mal was sagen (gerade in der Praxis). Aber selbst wenn du dir vornimmst, deinen Arbeitskollegen davon zu erzählen, wirst du das wahrscheinlich schnell wieder sein lassen, da sie es sich nicht merken (du bist nur Schüler, die vergisst man gern mal). Außerdem, je nach Pat.-aufkommen haben die Kollegen schon genug zu tun und wenn dann eine Arbeit gemacht werden muss, wird nicht erst gefragt, ob sich der Schüler dazu in der Lage fühlt.
Da du ein Junge bist, werden deine meist weiblichen Kollegen auch erwarten, dass du richtig mit zufasst (gerade beim Pat.-heben). Und bei mir wars auch immer so, dass alle (Lehrer, Kollegen, Mitschüler) sofort gefragt haben, ob ich für den Beruf überhaupt geeignet bin, wenn sie mein Korsett gesehen haben. Wenn du denen erzählst du hast Schmerzen und willst ev. mal eine Schonung, dann bietest du denen noch mehr Angriffsfläche.
Ich denke du solltest lieber versuchen, deine Schmerzen irgendwie auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, auch mit Korsett. Das Korsett solltest du dann auch auf Arbeit tragen, wenn es dir hilft. Natürlich werden auch hier wieder die Kollegen Fragen stellen, aber du trägst es für dich. Meine Erfahrungen mit Korsett auf Arbeit: Alle Arbeitsabläufe klappen gut, es schränkt mich nicht wirklich ein.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob man mit Korsett am MRT arbeiten kann, muss erst moch meinen Orthopädietechniker fragen.
Klaus hat geschrieben: Wie alt bist Du?
@Klaus: Auf Grund seines Namens und seines beruflichen Wertegangs tippe ich darauf das er Jahrgang 1990 ist.

Viele Grüße Afra
"Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumen und finden doch stets nur uns selbst." G. Kunert
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Klaus »

bluecat hat geschrieben:Hole dir, wie Klaus schon sagt, eine Zweitmeinung. Das kann bei Dr. Hoffmann, Dr. Verres oder evtl. auch bei Dr.Wilke in Berlin oder Prof. Niemeyer in Hamburg sein. Alle arbeiten mit guten Korsettbauern zusammen.
Ein Versuch ist es wert, oder ? ;)
Da auch die Spekulation von afra zumindest auf einen jungen Erwachsenen hinweist :) muss man schon deutlich sagen, dass ein Erwachsenen Korsett mit Sicherheit bei Dr. Hoffmann zu bekommen ist. Bei den anderen bin ich mir nicht so sicher, weil es da zu wenige Erfahrungsberichte gibt.

Aber Stefan, wenn Du in Bonn wohnst (das ist auch ganz versteckt im Text :) ), wäre doch Dr. Hoffmann am besten oder?

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Klaus hat geschrieben:Bei den anderen bin ich mir nicht so sicher, weil es da zu wenige Erfahrungsberichte gibt.
Bei Dr. Hoffman kann man sich ziemlich sicher sein. Ich habe meins jetzt mit 31 Jahren von Dr. Verres verordnet bekommen.
Und es gibt noch eine Hand voll die in Sobernheim waren und dort eine Verordnung erhalten haben.
Lesari
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: So, 12.02.2012 - 15:36
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Dorsolagie-Skoliose, Kyphose, Hws-Syndrom, Lws-Syndrom, mit Oestoporose
Therapie: Wird derzeit gesucht- Sehr gute Anwendung mit HuChiGong

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Lesari »

Huhu,
ich bin gerade erst neu hier, und darum habe ich erst deinen Bericht gelesen.

Zum Medizinischen Gerätetraining kann ich nur sagen, das ist bei mir total schief gegangen. Das verursachte Mega-Schmerzen, und ich habe mir dann von mir aus auf gehört. Was mir hilft ist das Huichungong, das sich auch für degenerative Rückenerkrankungen eignet.

Du solltest versuchen, aus dem Kreislauf der Schmerzen auszubrechen. Irgendwie habe ich gelesen, eine Verhaltenstherapie soll helfen,da solltest nochmal einen Anfang wagen. Das Buch "Die Sprache unserer Gelenke" , von Jean-Pierre Barral, das ich vor kurzem gelesen habe, hat so einige Aha-Effekte ausgelöst.

Beruflich wird es nie einfach sein. Sitzen ist ja für sich ein Thema, da kenne ich sogar gesunde Leute, die auf ihrem Bürostuhl falsch sitzen. Oder im Laufe der Stunden, regelrecht "in den Bürostuhl" reinrutschen. Vielleicht kannst du versuchen ein Sitztraining zu machen, weil das erleichert auch den Alltag.

Das ist mir noch dazu eingefallen.
Alles Gute Lesari
StefanB90
Newbie
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Mi, 08.02.2012 - 18:19
Geschlecht: männlich
Diagnose: BWS 12- 14 GRad
LWS 17-19°
Kyphose 50° + morb. scheuermann
Therapie: KG normal
Schroththerapie ambulant + einen monat reha in Bad Sobernheim

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von StefanB90 »

Hallo noch einmal.

also erst mal: richtig geraten afra: bin 90er, also noch 21 Jahre.

Eure Tips zu dem Korsett-thema haben mich noch mal sehr zum nachdenken gebracht.
Ich bin mir nur nicht sicher ob ich richtig verstanden wurde.
Gibt es wirklich Korsetts, die vor allem ja im BWS bereich die aufrechte Körperhaltung untersützen, also auch gegen die Kyphose...? Und werden die auch von Dr. Verres verschrieben?

meine schwester muss bald noch mal zu ihm zu einer untersuchung und ich könnte mir dann mit ihr zusammen einen Termin machen. wäre mir lieber als noch einmal einen neuen arzt in stuttgart zu versuchen.

Ich würde auf jeden Fall 100% hinter so einer Maßnahme stehen... und die Schmerzen die ein Korsett anfangs verursachen können nicht viel schlimmer als die momentanen sein.

Muss man den eine bestimmte Mindestgradzahl erfüllen um ein Korsett verschrieben zu bekommen.?

Kurze Frage noch an Afra.

Meine Ärztin in Sobi meinte man darf während der Arbeit gar kein Korsett tragen. Hab ich das falsch verstanden oder wie ist das?

So das wars wieder mal

Vielen Dank nochmals für die zahlreichen Tips

Stefan
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Hallo Stefan,

ich antworte noch mal soweit ich es als "Skoliose" bei einer Kyphose kann.

Ich denke schon, dass du hier richtig verstanden wurdest. Es gibt spezielle Korsetts gegen Kyphosen, die gezielt die BWS aufrichten. Dr.Verres kann diese auch verschreiben, wenn er es als indiziert ansieht. Dabei kommt es auch auf den Krümmungsgrad deiner Kyphose an.
Bevor ein Korsett dann angefertigt wird, muss die Krankenkasse der Kostenübernahme zustimmen. Das kann bei Erwachsenen ganz schnell ohne Probleme gehen, kann aber auch abgelehnt werden.

Wenn deine Schwester bei Dr. Verres in Behandlung ist, liegt es nah zusammen einen Termin zu vereinbaren.

Wenn du 100% dahinter stehst, hast du schon die halbe Miete. Aber es KANN schon schmerzhaft werden, es ist kein Zuckerschlecken aber zu schaffen.

Meinte die Ärztin, überhaupt während der Arbeit oder speziell in deinem Beruf?
Wenn ein Korsett kein Sicherheitsrisiko auf der Arbeit ist, warum sollte man es dann nicht bei der Arbeit tragen? Das machen einige.

Gruß
bluecat
Afra92
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 149
Registriert: Do, 14.04.2011 - 11:32
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose Ausgangswerte: thorakal 17°, lumbal 39° n. Cobb
Therapie: Rahmouni- Korsett von 12/2008 bis 04/2013
KG nach Schroth, Reha: 2008 + 2012 BaSa, 2009 Bad Elster

Behandlung abgeschlossen: thorakal ?, lumbal 37°
Wohnort: Berlin

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Afra92 »

Hallo,
StefanB90 hat geschrieben: Meine Ärztin in Sobi meinte man darf während der Arbeit gar kein Korsett tragen. Hab ich das falsch verstanden oder wie ist das?
Also, wie das rechtlich genau geregelt ist, weiß ich auch nicht. Aber ich soll mein Korsett 23h tragen, da muss ich es ja auf Arbeit anziehen, sonst komme ich nicht auf die Tragzeit. Außerdem sehe ich das auch so wie bluecat, wenn man an das Korsett gewöhnt ist und sich normal darin bewegen kann, warum soll mans dann nicht auf Arbeit tragen?
Kleine Anmerkung: Ich trage mein Korsett auch während des Schulpraktikums, wo wir uns gegenseitig lagern müssen (zum üben der korrekten Einstelltechnik bei Rö-aufnahmen). Dazu muss man auch mal den Beckenkamm, das Brustbein oder die Wirbelsäule tasten. Bei mir gibts durch das Korsett halt nicht so viel zu tasten für meine Mitschüler. Aber bis jetzt haben sie es immer gut hinbekommen und es hat noch keiner eine schlechte Note in einer Leistungskontrolle bekommen. Sie konnten die Aufnahmen trotzdem immer schön einstellen. Die Lehrer verbieten mir nicht das Korsett zu tragen, sie haben dann halt auch Probleme die Tastpunkte zu finden und die Lagerung zu überprüfen. Stefan, du siehst, ich bin sehr konsequent im Korsetttragen. ;)
Viele Grüße Afra
"Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumen und finden doch stets nur uns selbst." G. Kunert
Benutzeravatar
Kaffeetrinker
Profi
Profi
Beiträge: 1559
Registriert: Mi, 07.10.2009 - 18:46
Geschlecht: männlich
Diagnose: Hyperkyphose
Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :)
Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^)
Wohnort: Südpfalz

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Kaffeetrinker »

Man hat durch ein Kyphosekorsett mit Reklis doch mehr Bewegungseinschränkungen als so manche
Skoliosekorsette die doch wesentlich mehr Bewegungsfreiraum lassen als ein Kyphosekorsett.

Zum Thema Arbeit , ich denke im Handwerk könnte es durchaus Probleme geben ein Korsett zu tragen,
im Büro oder dergleichen sehe ich da kein Problem.
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Das ist nicht unbedingt so. Ein Skoliose Korsett mit Reklis kann sehr (hat mich sehr) einschränken.
Die Bauweise ist ausschlaggebend.

Aber es kommt auch auf den Korsettbauer an. Es gibt durchaus auch welche ohne Reklis wie z.B. bei cctec und soweit ich hier gelesen habe, gibt es wohl auch bei Rahmouni teilweise Versuche ohne Reklis.

Wobei, wenn ich mir so die Berichte von Thomas und Toni anschaue (der sogar einen Reifen im Hochsommer mit Korsett wechselt!), dann macht das wirklich Hoffnung auch mit Reklis dauerhaft gut zurecht zu kommen.
Benutzeravatar
Kaffeetrinker
Profi
Profi
Beiträge: 1559
Registriert: Mi, 07.10.2009 - 18:46
Geschlecht: männlich
Diagnose: Hyperkyphose
Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :)
Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^)
Wohnort: Südpfalz

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Kaffeetrinker »

Reifen wechseln mit Reklis geht ein paar Mal aber nicht den ganzen Tag ;)
Dreht sich ja um Sachen die man den ganzen Tag machen muss im Beruf ob das überhaupt so machbar ist.

Oki ums so zu sagen , alle Korsis mit Reklis (welche ja nicht umsonst dran sind, bzw benötigt werden) haben mehr Bewegungseinschränkung als welche ohne wo man sich im Schulterbereich vorbeugen kann und volle Bewegungsfreiheit hat.
Afra92
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 149
Registriert: Do, 14.04.2011 - 11:32
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose Ausgangswerte: thorakal 17°, lumbal 39° n. Cobb
Therapie: Rahmouni- Korsett von 12/2008 bis 04/2013
KG nach Schroth, Reha: 2008 + 2012 BaSa, 2009 Bad Elster

Behandlung abgeschlossen: thorakal ?, lumbal 37°
Wohnort: Berlin

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von Afra92 »

Hallo,
bluecat hat geschrieben: Aber es kommt auch auf den Korsettbauer an. Es gibt durchaus auch welche ohne Reklis wie z.B. bei cctec und soweit ich hier gelesen habe, gibt es wohl auch bei Rahmouni teilweise Versuche ohne Reklis.
Meine 1. beiden Rahmounikorsetts hatten Reklis und mein jetziges hat keine mehr. Ich kam mit beiden Korsetttypen gut zurecht, auch auf Arbeit. Da Stefan sein Korsett aber wohl eher wegen Kyphose tragen müsste, denke ich mal, dass es schon Reklis haben wird. Es kommt auch immer darauf an, wie gut man an das Korsett gewöhnt ist, dann klappt vieles auch mit Reklis gut.
Gruß Afra
"Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumen und finden doch stets nur uns selbst." G. Kunert
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Re: Große psychische Probleme mit der Skoliose

Beitrag von bluecat »

Kaffeetrinker hat geschrieben:Reifen wechseln mit Reklis geht ein paar Mal aber nicht den ganzen Tag
Für mich wäre das undenkbar gewesen :tot:
Selbst Putzen mit den Reklis war für mich eine große Herausforderung und eigentlich unmöglich.
Kaffeetrinker hat geschrieben:Oki ums so zu sagen , alle Korsis mit Reklis (welche ja nicht umsonst dran sind, bzw benötigt werden) haben mehr Bewegungseinschränkung als welche ohne wo man sich im Schulterbereich vorbeugen kann und volle Bewegungsfreiheit hat.
genau ;)
Antworten