Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Antworten
Sara_84
Newbie
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Di, 01.05.2012 - 13:09
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose + Bandscheibenvorfall

Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Sara_84 »

Hallo zusammen,

auf der Suche nach Informationen über meine mir kürzlich gestellte Diagnose bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich bin sehr froh darüber, dass es solche Plattformen des Austausches unter Leidensgenossen gibt. Endlich gelingt es mir, mich mit der jetzt erst gestellten Diagnose ausführlicher zu beschäftigen und zu informieren.

Im alter von 16 Jahren absolvierte ich ein Jahrespraktikum in einer Museumswerkstatt. Dort habe ich viel stehen, laufen und heben müssen. Zu diesem Zeitpunkt merkte ich schon, dass etwas nicht mit meinem Rücken stimmen kann. Ich litt Wochen lang unter starken Schmerzen im LW-Bereich und in der Hüfte. Als die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren, ging ich zum Orthopäden. Dieser war sehr unfreundlich, unterstellte mir sogar ich würde simulieren! Ich wurde weder geröngt noch wirklich genau untersucht, mir wurde lediglich zu Einlagen geraten - bekam aber weder ein Rezept noch eine KG verschrieben. Damals - so jung und naiv - habe ich mich stark von diesem Arzt einschüchtern lassen und bin mit meinen Beschwerden nicht mehr zum Arzt gegangen. Ich fing an Sport zu treiben und die Schmerzen legten sich in den darauf folgenden Monaten/Jahren.

Nun bin ich 27 und war nach all den Jahren vor 4 Wochen zum ersten Mal wieder bei einem Orthopäden. Vor 8 Wochen begannen wieder die Schmerzen im LW-Bereich, sowie in der Hüfte. Der Orthopäde machte Röntgenaufnahmen von meinem LW-Bereich - er schaute sich die Aufnahmen und meinen Rücken an und sagte, es sei nichts festzustellen. Daraufhin haute er mir zwei sehr schmerzhafte Spritzen in die LW und rat mir Sport zu treiben.

Als ich dann wieder anfangen wollte aktiv mit meiner Mama Sport zu treiben (Zumba, Pilates, Schwimmen) wurden die Schmerzen schlimmer. Sogar so schlimm, dass ich keine Nacht mehr durchschlafen könnte. Ich drehte mich gefühlte 200-300 mal in der Nacht vor Schmerzen im Bett hin und her. Daraufhin beschloss ich einen anderen Orthopäden aufzusuchen.

Der zweite Orthopäde schaute sich meinen Rücken an und ich bekam schon wieder KEINE Diagnose. Mir wurde lediglich einmal in der Woche für 10min Streckbank und ausreichend Schmerzmittel (Ibu 600) verschrieben. Die Chance der Streckbank-Therapie nutzte ich und probierte die Streckbank aus.

Letzte Woche waren meine Schmerzen dann so schlimm (zudem litt ich unter Atemnot), dass ich direkt von der Arbeit aus als Notfall in die Sportklinik Hellersen gefahren bin. Dort wurde ich leider auch nur sporadisch untersucht und es wurde ein Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Der behandelnde Arzt wollte mich direkt im KH behalten - ich bin allerdings wieder gefahren, da ich immer noch keine 100% Diagnose (weder vernünftige, aussagekräftige Röntgenaufnahmen, noch ein MRT) hatte.
Am nächsten Tag holte ich mir eine Überweisung zum MRT bei meinem Hausarzt. 3 Tage darauf hatte ich dann auch schon einen Termin zum MRT. Dieses MRT ergab nun:

- Mediosinistrolateraler Prolaps der 4. LW Bandscheibe mit deutlischer Pelottierung des Durasackes und der linken Nervenwurzel L5.
- Mediale Protrusio der 5. LW Bandscheibe
- Linkskonvexe Skoliose und Steilstellung. Multisegmentale Nucleus pulposus Impressionen.
- Spondylarthrosis deformans L 4/5 ohne Nachweis einer sekundären Spinalkanalstenose.


Als ich die Diagnose erhielt, googelte ich die Fachbegriffe und mich traf der Schlag!!
Wie kann ein Bandscheibenvorfall und dazu noch eine stark ausgeprägte Skoliose (deutlich sichtbare Körperfehlstellung) von 3 Orthopäden nicht erkannt werden?

Als ich den Schock halbwegs verdaut hatte, bin ich noch am selben Tag (gestern 30.04.12) mit dem Bericht und den Bildern des MRT zum "Streckbank"-Orthopäden gefahren. Dieser nahm sich grad mal 5 min. Zeit sich mit mir an einem Stehtisch im Wartebereich über die Diagnose zu unterhalten! Er ging lediglich auf den Bandscheibenvorfall ein und schrieb mir eine Überweisung zur Schmerztherapie im KH Herne. Als ich ihn auf die Skoliose und eine mögliche Therapie mit Korsett und Skoliose-Therapie ansprach, sagte er nur, das sei eine veraltete Therapie die heutzutage nicht mehr durchgeführt wird und erst recht nicht in meinem Alter!

Mittlerweile haben mich die Schmerzen, Schmerzmittel, Enttäuschungen von Orthopäden und die stetige Rennerei ohne Ergebnis so mürbe gemacht, dass ich einfach nicht mehr weiter weiß. Ich bin am Ende meiner Kräfte, dabei möchte ich doch endlich etwas sinnvolles für meinen Körper tun, damit ich endlich unbeschwerter leben kann!

Ich wohne in Schwerte (NRW) und habe schon eine Schroth-Therapeutin per Internet in meiner Umgebung ausfindig machen können - Physiotherapeutin Haak aus Schwerte. Diese werde ich morgen als erstes anrufen und um ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bitten. Jedoch habe ich auch schon gelesen, dass ich in NRW leider keine guten Chancen habe einen wirklich guten Orthopäden zu finden, der sich mit Skoliose auskennt!?

Nun die Fragen: Soll ich mich zunächst auf eine Schmerztherapie im KH einlassen?
Wo kann ich Aufnahmen meiner kompletten WS machen lassen, wo auch direkt der Winkel der Krümmung ermittelt wird?

Ich bin für jeden Ratschlag, wie ich nun weiter verfahren soll, sowie Meinungen oder Tipps von euch sehr dankbar.

Liebe Grüße, Sara
Lya500
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 551
Registriert: Mo, 13.02.2012 - 21:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 95°
nach M.Scheuermann
Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke von Th2-L3 mit dem OMS-Implantat, dorsales Release von Th2-L3 bds.
Restkrümmung 40°

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Lya500 »

Liebe Sara!

Das hört sich alles garnicht gut an, was Du schon alles durchgemacht hast und immer nur wieder enttäuscht wurden bist, obwohl Du schon bei verschiedenen Ärzten warst. Davon kann ich auch ein Liedchen singen, hab das auch schon alles hinter mir und helfen konnte keiner. Hatte ständig nur ein großes Fragezeichen vor Augen, wusste selber nicht mehr was ich machen soll und an wen ich mich wenden könnte, da ich selber unter Schmerzen leide. Die Orthopäden sehen in Deinem Fall nur den Bandscheibenvorfall, nicht jedoch Deine Skoliose, um die es hier eigentlich gehen sollte. Ich wusste selber nicht seit einem gefühlten Jahrhundert welche Gradzahl meine Krümmung denn beträgt. Hier im Forum wurde mir dann Dr. Hoffmann nahe gelegt, von dem ich dann eine genaue Diagnose bekam und auch meine Gradzahl :ja: . Ich habe viele Jahre für meinen Rücken nichts tun können. KG gab es nur in seltenen Ausnahmen, ansonsten bekam man den Rat der Ärzte schwimmen zu gehen und Sport zu treiben. Von der Wirbelsäule wurden nur Teilaufnahmen gemacht, nie habe ich eine Gradzahl erfahren. Dr. Hoffmann macht eine Ganz-Wirbelsäulenaufnahme Deines Rückens und kann daran die Gradzahl der Krümmung ausmessen. Er wird Dich auch bzgl. Deiner Schmerzen gut beraten und Dir Tipps geben. Ich bin dafür einen weiten Weg gefahren und weiß nun nach 18 Jahren im ungewissen, was ich wirklich für eine Diagnose habe und was ich dagegen tun kann. Bitte lese Dich mal durchs Forum, da gibt es einiges zu entdecken und viele nützliche Tipps.

Wünsche Dir alles Gute.

LG

lya
Sara_84
Newbie
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Di, 01.05.2012 - 13:09
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose + Bandscheibenvorfall

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Sara_84 »

Hallo Lya,

dank dir für die lieben Worte und die wirklich nützlichen Infos.

Von Dr. Hoffmann in Leonberg habe ich hier schon viel im Forum gelesen. Ich denke, er ist eine gute/oder sogar die beste Wahl. Auch wenn ich nicht ganz so weit wie du entfernt anreise - die 400km hin (und dann auch wieder zurück) werde ich wohl in Kauf nehmen müssen. Ich werde morgen mal direkt bei Dr. Hoffmann anrufen. Allerdings gehe ich davon aus, dass ich auch da wieder recht lange auf einen Termin warten muss :/

Ich habe heute schon die Physiotherapeutin, die Schroth-Therapie anbietet erreichen können. Sie ist quasi nebenan, eine Straße weiter und hat die Techniken der Schroth-Therapie auch in Bad Sobernheim erlernt - eigentlich perfekt - wenn sie die Therapie auch für Kassenpatienten anbieten würde ;( Aber sie gab mir den Tipp, einen Orthopäde in Hagen (nebenan) aufzusuchen, da er die Schroth-Therapie gerne verschreibt und ihm Skoliose auch kein Fremdwort ist. Ich werde morgen einfach mal alles abtelefonieren :ja:



Nun steht noch die Frage im Raum:

Ist es sinnig eine Schmerztherapie im KH durchführen zu lassen? Ich habe gelesen, dass die Spritzen meist nur sch... weh tun und eigentlich keine Linderung der Schmerzen ergeben.
Ich habe nun für Freitag (04.04.12) einen Termin im St. Anna Hospital in Herne. Bewertungen über die dort erlebten Schmerztherapien waren durch die Bank weg schlecht - es sei denn, man ist privat versichert. Ich werde diesen Termin wohl absagen.
Hatte hier bisher schon jemand erfolgreich eine Schmerztherapie in NRW über sich ergehen lassen? Wenn ja, wo?
Ich habe ganz gute Wirbelsäulen-Bewertungen des KH in Werne gelesen!?

Dann noch eine weitere Frage/Bitte :)
Kann mir jemand "schrothische" Tipps geben, wie ich am besten schon mal Zuhause ein wenig üben kann? ;)
Leider wurde mir bisher noch von keinem Arzt mitgeteilt, wie ich mich zu (ver)halten habe! Aber ich möchte halt nicht nur untätig rumliegen und es damit vielleicht noch schlimmer machen.. Gelegentlich setze ich mich auf einen Gymnastikball, das tut ganz gut, ich kreise dann leicht die Hüfte oder halte eine möglichst grade Haltung mit den Händen als Stabilisierung in der Hüfte.

Ich danke euch schon mal im voraus und bin wirklich froh dieses informative Forum gefunden zu haben :ja:

LG, Sara
Lya500
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 551
Registriert: Mo, 13.02.2012 - 21:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 95°
nach M.Scheuermann
Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke von Th2-L3 mit dem OMS-Implantat, dorsales Release von Th2-L3 bds.
Restkrümmung 40°

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Lya500 »

Hallo Sara!

Also einen Termin bei Dr. Hoffmann bekommt man relativ schnell ca. 2-4 Wochen. Dort müsstest Du für ein ausführliches Erstgespräch 65 Euro zahlen. Glaube mir es lohnt sich, da Dr. Hoffmann sich ausführlich für seinen Patienten Zeit nimmt, er wird bestimmt erstmal eine vernünftige Röntgenaufnahme machen und Deinen Grad ausmessen. Die 65 Euro zahlt man nur einmal für das Erstgespräch, was übrigens länger als fünf Minuten dauert. Er wird mit Dir die Diagnose besprechen und Therapieziele anstreben. Wenn es die Indikation fordert oder erlaubt wird er Dir evtl. zu einer Schroth-Reha raten. Hier in Deutschland gibt es zwei Kliniken, die darauf spezialisiert sind, davon hast Du im Forum sicherlich schon gelesen. Bitte lasse Dich erstmal untersuchen und schrothe nicht ohne Erfahrung zu haben, dadurch könntest Du Deine Situation vielleicht noch verschlimmern. Lasse Dich erst richtig untersuchen. Von der Schmerzklinik würde ich an Deiner Stelle erstmal die Finger von lassen. ;)

LG

lya
mick
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 513
Registriert: Do, 13.10.2011 - 09:04
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von mick »

Hallo Sara!

Na, da hast du ja auch schon eine Odyssee hinter dir, leider passiert so etwas häufig. Von den hier empfohlenen Spezialisten ist von NRW aus am nächsten Bad Sobernheim zu erreichen (als Privatpatient zu Dr. Steffen oder als Kassenpatient zu Dr. Verres). Eine WS-Röntgenganzaufnahme + konkrete Diagnose kannst du zwar auch in einer Wirbelsäulen- oder Skoliosesprechstunde der Unikliniken bekommen, aber ohne Therapie (KG, Korsett, Unterstützung bei Rehaantrag) hilft dir das ja auch nur bedingt weiter.
Immerhin ist es gut, wenn du in der Nähe einen Arzt hast, der offenbar willig ist, Skoliosepatienten KG zu verschreiben. Allerdings würde ich an deiner Stelle erst mal zu einem Spezialisten gehen, der direkt eine WS-Ganzaufnahme macht und dich viel besser bei der Therapie beraten kann. Die wenigsten niedergelassenen Orthopäden können eine Ganzaufnahme der WS fertigen oder wissen etwas über die Möglichkeit und Wirksamkeit eines Korsetts im Erwachsenenalter. Gerade, wenn noch die Komplikation mit dem Bandscheibenvorfall dazu kommt...
Hab ich das richtig verstanden, die Therapeutin bietet nur für Privatpatienten Schroth an? Dann könntest du da mit einem KG-Rezept gar nicht hin?

Leider ist Schroth so komplex, dass man dir nicht in wenigen Worten über das Internet erklären kann, wie du welche Übungen ausführen kannst. Richtig erlernen kann man es nur bei einem Therapeuten - am besten während einer stationären Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Wenn du weißt, wie deine Wirbelsäule gekrümmt ist, kannst du aber immerhin versuchen, im Alltag darauf zu achten, dass du nicht so sitzt/stehst/liegst, dass du in die Krümmung "reinhängst", sondern eher dagegen angehst und versuchst, dich aufzurichten und gerade zu halten.
Ansonsten sind generell rückengerechte Verhaltensweisen gut: wenn man z.B. lange sitzt, häufig die Position zu wechseln oder zwischen durch aufzustehen; schwere Taschen nicht über einer Schulter, sondern verteilt (d.h. Rucksack) zu tragen etc. Das ist natürlich alles kein Vergleich zu Schroth, aber ich glaube wirklich nicht, dass man dir dazu per Internet was sagen kann. Weiß auch nicht, was man mit einem Bandscheibenvorfall überhaupt noch so machen kann und was nicht.

Mit der Schmerztherapie kann ich dir nicht wirklich weiter helfen, so etwas hab ich noch nie gemacht. Etwas naiv hätte ich jetzt einfach gesagt, mach es ruhig - dadurch wird die Skoliose zwar nicht besser, aber es ist doch auch erst mal gut, wenn deine Schmerzen besser werden. Manche hier machen auch Schmerztherapie, da spricht erst mal nichts grundsätzlich dagegen. Du kannst/solltest ja trotzdem parallel einen Arzttermin wegen der Skoliose vereinbaren und das vorantreiben. Allerdings ist es natürlich doof, wenn das KH für Schmerztherapie einen völlig miesen Ruf hat; da würd ich dann auch eher woanders hingehen, denk ich...

Viele Grüße,
mick
Sara_84
Newbie
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Di, 01.05.2012 - 13:09
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose + Bandscheibenvorfall

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Sara_84 »

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich den halben Tag an der Strippe gehangen und durch die Gegend telefoniert. Resultat ist nun:

Meine Schmerztherapie in Herne habe ich abgesagt. Dafür allerdings einen Termin zur Schmerztherapie-Besprechung am 22.05.12 im KH Werne gemacht. Obwohl ich mittlerweile der Meinung bin, dass mir Bewegung (z.B. Reha-Sport) mehr bringt, als 3 Tage lang eine Spritze in den Rücken zu bekommen..

Den ganzen Tag, seit heute morgen, hatte ich dann krampfhaft versucht jemanden in Leonberg bei Dr. Hoffmann zu erreichen - es war ständig besetzt. Soeben hatte ich es dann noch mal versucht und hatte tatsächlich plötzlich jemanden am Telefon :) Und siehe da: ich habe einen Termin am 21.05.12 ;D Irgendwie freue ich mich schon riesig auf diesen Tag, da ich endlich mit jemanden sprechen kann der sich auskennt und mir helfen kann! Das ist so herrlich - ein tolles Gefühl.

@mick: Ja die Therapeutin in meiner Nähe bietet Schroth nur für Privatpatienten an :( Sie klang super nett und sehr kompetent am Telefon. Nahm sich eine Viertelstunde (an einem Feiertag) für mich Zeit, um mich per Telefon aufzuklären. Sie bot mir auch an, privat ohne Rezept vorbei zu kommen. Das erste Gespräch ist kostenlos, die darauf folgende Therapie würde mich dann 20,-€ die Stunde kosten. Sie sagte aber auch, dass hier in der Nähe (Dortmund, Hagen) auch gut ausgebildete Schroth-Therapeuten die Therapie für Kassenpatienten anbieten. Da werde ich mich morgen noch mal telefonisch in Bad Sobernheim erkundigen.

Kommst du auch aus NRW? In Bad Sobernheim (was ja näher und besser zu erreichen wäre) hatte ich auch angerufen. Leider ist Dr. Verres dort nicht mehr tätig. Mir wurde seine neue Nummer zwar durchgegeben, habe dort aber niemanden erreichen können.

@Lya: Ich habe soeben den Forums-Beitrag über deinen Besuch bei Herrn Dr. Hoffmann und die ersten Erfahrungen mit deinem Korsett gelesen. Das macht wirklich Mut und Hoffnung - genauso wie die Geschichten und Bilder der anderen Forumsmitglieder. Das ist toll, ich habe nun in so kurzer Zeit so viel über die Skoliose und deren Therapie erfahren dürfen.

Ich danke euch recht herzlich für die hilfreichen Tipps! Wirklich super, wie schnell einem hier geholfen wird. Die letzten Tage zerrten schon arg an meinen Nerven und ich war wirklich am verzweifeln.. Nun bin ich hoch motiviert und glaube, dass nun alles seinen richtigen Weg geht :ja:

Ich halte euch auf dem Laufenden :) Bis dahin.
Liebe Grüße, Sara
mick
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 513
Registriert: Do, 13.10.2011 - 09:04
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von mick »

Hey Sara!

Ja, ich bin auch aus NRW (Düsseldorf).
Dr. Verres ist nicht mehr in der Klinik, aber immer noch in Bad Sobernheim in einem MVZ. Aber so schnell wie du jetzt bei Dr. Hoffmann einen Termin bekommen hast, hättest du dort vermutlich keinen bekommen. Das ist wirklich super!

Viele Grüße,
mick
Lya500
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 551
Registriert: Mo, 13.02.2012 - 21:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 95°
nach M.Scheuermann
Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke von Th2-L3 mit dem OMS-Implantat, dorsales Release von Th2-L3 bds.
Restkrümmung 40°

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Lya500 »

Hallo Sara! :hallo:

Es freut mich total, dass Du nun so schnell einen Termin bekommen hast. Das bei Dr. Hoffmann häufig besetzt ist, ist völlig normal, er ist ja auch ein beliebter und sehr gefragter Arzt.

Nun bekommst Du bald eine ausführliche Diagnose und Beratung zur weiteren Behandlung.
Kannst uns ja dann Berichten, wie es Dir bei Dr. Hoffmann erging und was er Dir vorgeschlagen hat.

Schön, dass Dir mein Bericht aus Leonberg so gut gefallen hat. So wie ich ihn beschrieben habe, ist es auch wirklich gelaufen, habe noch nie einen so netten und gewitzten Arzt kennengelernt. Vor allem habe ich bei ihm festgestellt, dass es sich lohnt mit ihm zu diskutieren, wobei man bei manch anderen Ärzten auf Granit stößt, diese beharren förmlich auf ihrer Meinung und lassen sich auf keine Diskusion ein. Mit Dr.Hoffmann habe ich außer der Op doch einen anderen Weg gefunden, der meiner Meinung nach risikofreier ist und durchaus, wenn man sich anstrengt genauso viel Erfolg verspricht. :top:

Der Weg dorthin lohnt sich. :juggle:


Wünsche Dir alles Gute

LG

lya
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Diagnose Skoliose + Bandscheibenvorfall mit 27

Beitrag von Klaus »

Sara_84 hat geschrieben:Das erste Gespräch ist kostenlos, die darauf folgende Therapie würde mich dann 20,-€ die Stunde kosten.
Das finde ich sehr günstig, wenn es eine Einzeltherapie ist und tatsächlich 60 Minuten dauert. Die Stunde wird manchmal sehr unterschiedlich definiert. :)

Gruß
Klaus
Antworten