Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschluss?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Lya500
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Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschluss?

Beitrag von Lya500 »

Hallo an alle, :halloatall:

da ich hier schon ziemlich oft von einer Verschlechterung einer Skoliose nach Ende des Wachstums gelesen habe und dabei viele positive, aber auch negative Berichte gelesen habe, würde mich mal interessieren, wie das bei einer Hyperkyphose bedingt durch einen Morbus Scheuermann, den man in der Jugend hatte, nach Ende des Wachstums aussieht? Leider habe ich persönlich nie eine Gradzahl meiner Krümmung im Wachstumsalter erfahren, kann daher auch nicht sagen, ob sich die Krümmung bei mir nach Abschluss des Wachstums verschlechtert hat oder nicht :/ . Deswegen wollte ich hier mal vorsichtig fragen, ob jemand damit Erfahrungen gemacht hat, jemand der vielleicht in der Jugendzeit bzw Wachstumszeit geröntgt wurde und eine entsprechende Gradzahl der Krümmung bekam und z.B das verordnete Korsett vernachlässigte und nun im Erwachsenenalter erneut geröntgt wurde und dabei böse überrascht wurde? Und was können die Gründe dafür sein außer allgemeine Abnutzungserscheinungen und nicht geeignete Sportarten? Was passiert mit den Keilwirbeln, bleiben sie so wie sie sind oder können diese sich auch noch verschlechtern bzw verändern, wenn man nicht gleich entsprechend mit Schroth-KG, Reha oder Korsett behandelt? Und was genau ist damit gemeint, wenn die Ärzte sagen, dass die WS fixiert sei? Kann man dann mit einer Korsett-Therapie nichts mehr erreichen?

LG
lya
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alex1605
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von alex1605 »

Hi Lya,

ich weiß nicht so genau ob sich eine Hyperkyphose verschlimmert, aber ich denke schon.
Ich habe schon seit ich 14 bin, dauerhaft Rückenschmerzen. Mal mehr , mal weniger. Mir ist aber aufgefallen dass sich das ganze um so älter ich wurde weiter verschlimmert hat. Die heftigste Schmerzzunahme erfolgte mit 21 Jahren ( da war ich schon ausgewachsen), nachdem ich 2 Jahre ein Fitnesstudio besuchte. Ich vermute deshalb, dass sich die Hyperkyphose verschlimmert hat, wahrscheinlich aber hauptsächlich durch mein "falsches" Training. Ich denke aber, dass es sich auch so verschlechtert hätte. Ich gehe davon aus, dass eine Zunahme der Krümmung von verschiedenen Faktoren abhängt. Und zwar zum einen davon, wie man sich im Alltag "bewegt". Sitzt man z.B viel, neigt man ja oft dazu in die Krümmuing zu sinken und verstärkt diese auf Dauer. Oder wenn man einen Job ausübt, der den Rücken stark belastet...
Weiterhin denke ich dass es auch davon abhängig ist, wie stark die Krümmung bereits fortgeschritten ist. Könnte mir vorstellen dass das auch eine Rolle spielt.
Ich habe mir mal Tonis Geschichte durchgelesen. Da hat er auch beschrieben, dass er immer krummer wurde.

Grüße,

Alex
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hi Alex!
alex1605 hat geschrieben:Ich habe schon seit ich 14 bin, dauerhaft Rückenschmerzen. Mal mehr , mal weniger.


Genau, dass war bei mir ähnlich, hatte mit 14 Jahren ganz plötzlich starke Rückenschmerzen, ein Rundrücken bildete sich und ich wurde von mehreren Leuten allen voran meinen Eltern aufgefordert oder immer wieder daran erinnert gerade zu sitzen. Ich war dann alllerdings nach ständiger KG eine ganz ganz lange Zeit schmerzfrei und war deshalb auch nicht oder fast garnicht bei irgendwelchen Orthopäden, hinzu kommt ja auch noch, dass ich selber immer wieder davon ausgegangen bin, dass man da eh nichts mehr machen kann, habe also mit meinem Rücken bzw. der Situation, dass ich nie richtig gerade sein kann abgeschlossen, da ich ja bereits das Wachstum hinter mir hatte. Leider gab es ja zu meiner Jugend-Korsettzeit kein Kontrollröntgen oder vierteljährliche Kontrollen im Sanitätshaus und weiß daher eben nicht, ob sich an der Krümmung etwas verschlechtert hat. Mir ist aber selber aufgefallen, dass ich in den letzten Jahren wesentlich krummer sitze als vorher und die Schmerzen irgendwie auch immer schlimmer werden, was ich im Moment richtig ätzend finde. Ich habe auch schon gehört bzw.gelesen, dass ein falsches Fittnessprogramm der verkrümmten WS mehr Schaden als Nutzen bringt, hatte nämlich vor längerer Zeit auch schon überlegt mich irgendwie fit zu halten und meine Muckis zu trainieren. Mal gut, dass ich aus zeitlichen Gründen damals nie wirklich dazu gekommen bin. Ich Frage mich halt wirklich, warum die Ärzte immer wieder behaupten, dass sich nach Ende des Wachstums nichts mehr machen lässt, manche sagen ja auch, dass ein Korsett nichts mehr bringt, also keinen Erfolg verspricht. Ich weiß nun auch nicht, wie das mit den Keilwirbeln aussieht, ob diese sich noch verändern können, oder, ob diese sich durch das tragen eines Korsetts verändern. Und vor allem wie es mit einer fixierten WS aussieht? Würde dann das tragen eines Korsetts keine Besserung bringen in Bezug auf Schmerz und Korrektur? Einer meiner früheren Orthopäden bei dem ich im Alter von 14 Jahren war, sprach mal von einer teilfixierten WS, ein anderer ein paar Jahre später bei dem ich mal als Eintagsfliege war, sprach von einer fixierten WS. Dr.Hoffmann sagte diesbezüglich nichts, er sprach nur von einer OP. Ich selber gehe aber mal davon aus, dass ein fixierter Rundrücken sich doch eigentlich garnicht mehr verschlechtern kann oder? Naja, vielleicht nur schmerzlich. Oder liege ich da falsch?

Gruß
lya
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Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Klaus »

Hallo Lya,
Was passiert mit den Keilwirbeln, bleiben sie so wie sie sind oder können diese sich auch noch verschlechtern bzw verändern, wenn man nicht gleich entsprechend mit Schroth-KG, Reha oder Korsett behandelt?
Ich denke, grundsätzlich kann man sagen, dass Keilwirbel die Situation verschlimmern, wobei es sicherlich auch um Anzahl und Lage der Keilwirbel geht. Eine Korrektur und insbesondere eine Stabilisierung dieser Korrektur ist natürlich schwieriger, weil Keilwirbel sich sehr wahrscheinlich nicht zurückbilden.
Meistens ist es der Morbus Scheuermann, der Auslöser für solche Keilwirbel ist, ich weiß nicht, ob sich später durch Abnutzung o.ä. die Keilwirbel verstärken können.

Wie alex habe ich auch schlechte Erfahrungen (Gradzahl hat sich erhöht) mit falschem Training gemacht. Der Hinweis meines ersten Orthopäden: "Machen sie Muskelauffbau" ist in dieser Hinsicht nicht gut gewesen, allerdings glaube ich mittlerweile auch, dass gar kein Training über die lange Zeit bis 2005 (REHA) auch nicht so gut gewesen wäre. Das zunehmende Alter spielt ja auch eine Rolle, die man als Jugendlicher noch nicht spürt und Beschwerden erst einmal anders wegsteckt. Meine Muskualtur war insgesamt nicht so ausgeprägt und ich habe keinen anderen Sport gemacht.

Insofern würde ich immer von der Möglichkeit einer Verschlimmerung ausgehen und mit entsprechenden Maßnahmen der "aktiven Muskelpflege" zumindest vorbeugend entgegen wirken.
Jetzt weiß man ja auch, was zielorientiert zu tun ist und kann das über das Internet verbreiten.
Im übrigen bringt es nichts darüber nachzudenken, was wäre gewesen, wenn... Auch kann man keinem Jugendlichen wirklich sagen, dass er bei Beschwerdelosigkeit erst mal nichts unternehmen muss, weil es Rundrücken gibt, die ein Lebenlang beschwerdefrei bleiben.
Und was genau ist damit gemeint, wenn die Ärzte sagen, dass die WS fixiert sei? Kann man dann mit einer Korsett-Therapie nichts mehr erreichen?
Die Definition "fixiert" kann zweideutig sein.
Es gibt Knochenspangen, die der Körper als Selbsthilfe zwischen den Wirbelkörpern ausbilden kann. Dann ist da natürlich nichts mehr zu korrigieren.
Dann gibt es den fixierten Rücken, wo Ärzte meinen, dass die Flexibilität sehr gering ist. Damit ist dann
1. die Fehlhaltungskomponente gemeint, also die Fähigkeit aus eigener Kraft zu korrigieren
und 2. die Fehlstellungskomponente, wo der Arzt durch seinen entsprechenden Druck prüft, wie weit sich die Wirbelsäule durch äusseren Druck (Schroth Kg, Korsett) noch korrigieren lässt.
Daraus entsteht dann die Einschätzung, was noch möglich sein könnte.

Gruß
Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von alex1605 »

Lya500 hat geschrieben:Hi Alex!


Genau, dass war bei mir ähnlich, hatte mit 14 Jahren ganz plötzlich starke Rückenschmerzen, ein Rundrücken bildete sich und ich wurde von mehreren Leuten allen voran meinen Eltern aufgefordert oder immer wieder daran erinnert gerade zu sitzen.
.
Lya500 hat geschrieben: Mir ist aber selber aufgefallen, dass ich in den letzten Jahren wesentlich krummer sitze als vorher und die Schmerzen irgendwie auch immer schlimmer werden, was ich im Moment richtig ätzend finde.
Bei mir war der Rundrücken nie wirklich sichtbar oder auffällig. Ich habe oft über starke Rückenschmerzen geklagt, so wirklich ernst haben das meine Eltern aber nicht genommen. Als ich dann beim Orthopäden war, und dieser mir sagte "Sie haben die Scheuermann Krankheit, das ist aber nicht schlimm, das haben viele - Machen Sie viel Sport" Habe ich dass Thema dann erstmal abgehakt.
Ich habe mich einfach damit abgefunden dass ich diese Schmerzen habe und dachte mir "Ach das geht schon weg, ich bin doch noch so jung".
Doch mit zunehmendem Alter wurde es immer schlimmer und ignorieren war nicht mehr drin, da beinahe jeder Tag zum blanken Horror wurde.
Lya500 hat geschrieben:
Ich Frage mich halt wirklich, warum die Ärzte immer wieder behaupten, dass sich nach Ende des Wachstums nichts mehr machen lässt, manche sagen ja auch, dass ein Korsett nichts mehr bringt, also keinen Erfolg verspricht. Ich weiß nun auch nicht, wie das mit den Keilwirbeln aussieht, ob diese sich noch verändern können, oder, ob diese sich durch das tragen eines Korsetts verändern. Und vor allem wie es mit einer fixierten WS aussieht? Würde dann das tragen eines Korsetts keine Besserung bringen in Bezug auf Schmerz und Korrektur? Einer meiner früheren Orthopäden bei dem ich im Alter von 14 Jahren war, sprach mal von einer teilfixierten WS, ein anderer ein paar Jahre später bei dem ich mal als Eintagsfliege war, sprach von einer fixierten WS. Dr.Hoffmann sagte diesbezüglich nichts, er sprach nur von einer OP. Ich selber gehe aber mal davon aus, dass ein fixierter Rundrücken sich doch eigentlich garnicht mehr verschlechtern kann oder? Naja, vielleicht nur schmerzlich. Oder liege ich da falsch?
Ich habe mich auch lange Zeit gefragt, warum es so wenige Orthopäden gibt, die einen passenden und vorallendingen effektiven Behandlungsvorschlag für Hyperkyphosen parat haben. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele dieses Thema einfach nicht ernst nehmen, obwohl durch Hyperkyphosen schlimme Schmerzen entstehen können. Auch ich hab so einiges schon durchgemacht durch diese "schei**" Krankheit. Zuletzt haben die Schmerzen auch die "Tilidin - Barriere" durchbrochen und ich verzweifelte erneut.
Das ein Korsett im Erwachsenen Alter keinen Erfolg bringt, ist halt die gängige Meinung vieler Ärzte. Es kann natürlich sein, dass es , je nach Situation wirklich nichts mehr bringt, aber es gibt , besonders hier im Forum, viele Erfahrungsberichte darüber dass die Korsett Therapie "wahre Wunder" bewirken kann.

Die Wahrscheinlichkeit dass man nach der Korsett Eingewöhnungsphase seine Schmerzen deutlich senken kann, ist nach meiner Aufassung jedenfalls ziemlich hoch.
Bei einer fixierten WS stelle ich mir die Korrektur etwas schwieriger, aber nicht unmöglich vor. Auch hier kann ich wieder auf Tonis Geschichte verweisen (lohnt sich übrigens zu lesen), er hatte laut den Ärzten auch eine fixierte WS, und hat mit seinem Rahmouni Korsett sehr gute Erfolge erzielt. Die Korsett Therapie ist meiner Meinung ein Versuch, den man wagen sollte, wenn man wirklich starke Beschwerden hat. Ob sich eine fixierte WS verschlimmern kann, weiss ich nicht. Ich denke mal, dass keine gravierende Verschlechterung mehr statt findet. Aber das heisst nicht, dass die Schmerzen nicht weiter zunehmen können...

Wünsche dir aufjedenfall viel Erfolg und Durchhaltevermögen mit deinem Korsett. Und ich kann dir den Tipp geben, lies hier nicht zuviel. Mach deine Erfahrung und lass dich nicht zu sehr verunsichern bzw zerbrech dir nicht den Kopf :-)
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hallo,

erstmal vielen Dank euch beiden für die Antworten. Das war jetzt einfach grundsätzlich eine Frage, die ich eigentlich schon lange mal stellen wollte, da ich mit diesen ganzen Begriffen ( teilfixiert,fixiert) nicht wirklich viel anfangen konnte und jeder Arzt bzw Ortopäde stellte eine etwas andere Diagnose, nur die Therapieangebote blieben gleich ( veruchen sie gerade zu sitzen und machen sie Sport :< ), aber das kennt ja fast jeder hier. :/
Klaus hat geschrieben: zerbrech dir nicht den Kopf


Du bist gut, ich denke, dass tue ich im Moment nur, weil es mir zur Zeit nicht wirklich so berauschend geht, auch mit Korsett nicht. Aber ich stecke alle Hoffnungen jetzt mal in die baldige Reha und denke mal, dass es dann besser wird bzw. hoffe ich das.

LG
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Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Klaus »

alex1605 hat geschrieben:Ich habe mich auch lange Zeit gefragt, warum es so wenige Orthopäden gibt, die einen passenden und vorallendingen effektiven Behandlungsvorschlag für Hyperkyphosen parat haben. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele dieses Thema einfach nicht ernst nehmen, obwohl durch Hyperkyphosen schlimme Schmerzen entstehen können.
Es ist einfach so, dass man bei Fehlstellungen eine Menge Erfahrung haben muss. Also eine entsprechende hohe Anzahl von solchen Patienten. Wenn man weiß, wie hoch der Beratungsaufwand dafür ist, wird schnell deutlich, dass das für den Arzt unrentabel wird, wenn er das über die Krankenkasse abrechnen will.
Der Arzt muss natürlich auch davon überzueugt sein, dass noch viel möglich ist, deshalb wäre z. Bsp. ein Privatarzt nicht unbedingt der bessere Ansprechpartner, weil dort die hohe erforderliche Anzahl von Patienten fehlt.
Bei einer fixierten WS stelle ich mir die Korrektur etwas schwieriger, aber nicht unmöglich vor. Auch hier kann ich wieder auf Tonis Geschichte verweisen (lohnt sich übrigens zu lesen), er hatte laut den Ärzten auch eine fixierte WS, und hat mit seinem Rahmouni Korsett sehr gute Erfolge erzielt.
Ich möchte auf meine Ausführung zur Definition "fixiert" hinweisen!
Lya500 hat geschrieben:Das war jetzt einfach grundsätzlich eine Frage, die ich eigentlich schon lange mal stellen wollte, da ich mit diesen ganzen Begriffen ( teilfixiert,fixiert) nicht wirklich viel anfangen konnte
Ich hoffe, dass das jetzt klarer ist oder?

Klaus hat geschrieben:zerbrech dir nicht den Kopf
Das habe ich nicht geschrieben. ;)

Gruß
Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hallo Klaus,

vielen Dank für die informative Aufklärung und warum dein Name, als ich Alex zitieren wollte dabei rausgekommen ist, weiß ich auch nicht. Da ist mir wohl schlichtweg eine Laus ( Klaus) über die Leber gelaufen ;D . Du warst ja nicht gemeint.

LG
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Agrimon »

Hallo Lya,

ich denke, eine Verschlechterung sollte man nicht auf die Hyperkyphose beschränken, auch die Hyperlordose spielt eine Rolle in diesem Spiel. Meine Kyphose ist noch relativ im Normbereich, aber meine Lordose verstärkt sich im Laufe der Zeit immer mehr. Da meine alte Krankenkasse den Widerspruchsbescheid anscheinend eingestellt hat, beantrage ich das Korsett nochmal bei der neuen Kasse. Ich bin gespannt, ob ich das Korsett wirklich von der Techniker bekomme. Sport mache ich ja auch nicht, habe einfach nicht die Kraft dafür. Mit der KG alleine kann ich meine Hyperlordose auch nicht ausgleichen. Nach der Reha ist es etwas besser. Nur diese Werte lassen sich ohne Korsett nicht halten und ich falle recht schnell wieder in die Ausgagswerte zurück. Deshalb will ich es nochmal mit einem Korsett versuchen. Wenn ich das Korsett bekommen habe, werde ich es auch nochmal mit einer Reha versuchen. Das läuft ja jetzt bei mir auch über die Krankenkasse, da ich schon Rente bekomme, aber alles der Reihe nach.
Also euch allen noch einen schönen Sonntag.

Gruß Agrimon
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hallo Agrimon,

natürlich gehört die Hyperlordose ebenfalls dazu, die sich ebenso verschlechtern kann,wie auch die Hyperkyphose eigentlich gehören diese beiden ja irgendwie zusammen, aber auch irgendwie nicht (Gegenpol). Ich finde es sehr schade und auch sehr traurig, dass du immer noch nach all der ganzen Zeit auf dein Korsett warten musst und ich hoffe, dass es endlich mit der neuen Krankenkasse klappt, drücke dir ganz fest die Daumen, dass du bald deinen Panzer tragen kannst und schmerzfrei wirst und vor allem wieder zur Reha kommst, diese ist bei dir dringend notwendig.

LG
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Kypho60 »

Lya500 hat geschrieben:.... Und was können die Gründe dafür sein außer allgemeine Abnutzungserscheinungen und nicht geeignete Sportarten? Was passiert mit den Keilwirbeln, bleiben sie so wie sie sind oder können diese sich auch noch verschlechtern bzw verändern, wenn man nicht gleich entsprechend mit Schroth-KG, Reha oder Korsett behandelt? Und was genau ist damit gemeint, wenn die Ärzte sagen, dass die WS fixiert sei? Kann man dann mit einer Korsett-Therapie nichts mehr erreichen?...
lya
Mal kurz was zur Progedienz von Hyperkyphose im Erwachsenenalter am Beispiel meiner Rückengeschichte:
Im Kindes- u. Jugendalter M. Scheuermann mit Schmerzen. Therapie KG, Gipsbett u. Milwaukee-Korsett bis zum Abi.
Zwischen ca. 20-40 Jahre kaum Schmerzen, wenn wenig Belastung.
Gradzahlen unbekannt.
Ab ca. 40 Jahre verstärkt BWS-Schmerzen, RÖntgen ca 62°
Mit ca. 44 Jahre ca 68°, -> Korsett
Mit ca 47 Jahre 73° trotz Korsett, dann Reha
danach zusätzlich Schmerzen in LWS (trotz normgerechter LWS-Lordose und kaum Verschleiß).
--> Man sieht, dass auch im Alter die Kyphose noch überdurchschnittlich ansteigen kann.

Meine Kyphose wurde als (teil-) fixiert eingestuft, da ich mich alleine nicht vollständig aufrichten kann. Andererseits wird sie in den Berichten aber als "noch sehr flexiebel" beschrieben, da sie im Liegen sie sich trotz der Keilwirbel noch einigermaßen aufrichtet.

Mit dem Korsett kann man theoretisch noch eine Aufrichtung der BWS erreichen - eine Verbesserung der Keilwirbel bei der ausgewachsenen WS definitiv nicht mehr.

Bei mir ist die BWS immer krummer geworden. Das könnte an Bandscheibenvorfällen in der BWS liegen aber auch an einer Verkürzung der Bänder (anteior) zwischen den Wirbeln oder der altersbedingten Muskelabnahme, der ich evtl zu wenig Training entgegengesetzt habe.
Allgemein ist es aber auch durchaus normal, dass die Kyphose mit dem Alter in geringem Maße zunimmt.

Und was kann man mit einem Korsett erreichen?
Das wird sicher individuell verschieden sein.
In der Literatur wird es bei Erwachsenen im Zusammenhang mit WS-Deformitäten -wenn überhaupt- als Maßnahme gegen Schmerzen aufgeführt.
Lya500
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hallo Kypho60,

du hast geschrieben, dass du früher ein Milwaukee-Korsett getragen hast, ich nehme an, dass es damals keine Röntgenkontrollen gegeben hat oder? Und hast du es auch konsequent bis zum Abi getragen?
Kypho60 hat geschrieben:Bei mir ist die BWS immer krummer geworden. Das könnte an Bandscheibenvorfällen in der BWS liegen
Hast du das noch nicht abchecken lassen? Und wie geht es dir allgemein, hast du Schmerzen und was tust du dagegen?
Kypho60 hat geschrieben:
In der Literatur wird es bei Erwachsenen im Zusammenhang mit WS-Deformitäten -wenn überhaupt- als Maßnahme gegen Schmerzen aufgeführt.


Das steht wohl nur in der Literatur so, aber dennoch gibt es hier immer wieder beeindruckende Korrekturen, auch bei Erwachsenen. Naja, da kann man aber doch mal sehen, wie sich doch im Laufe der Jahre eine Hyperkyphose verschlechtern kann, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert.

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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Kypho60 »

Hallo Lya
Lya500 hat geschrieben:... früher ein Milwaukee-Korsett getragen hast, ich nehme an, dass es damals keine Röntgenkontrollen gegeben hat oder? Und hast du es auch konsequent bis zum Abi getragen?
An ein Kontrollröntgen kann ich mich nicht erinnern. Erst bei der Musterung hat man mich dann zum Röntgen geschickt.
Und regelmäßig getragen hab' ich das Korsett nur bis ich 18 war, dann hatte ich den Führerschein und war oft mit dem Auto unterwegs - das geht mit 'nem Milwaukee ja nicht.
Wie oft ich es in der Zeit zwischen Führerschein und Abi getragen habe, weiß ich nicht mehr genau. Aber bestimmt nicht so oft, da meine Rückenschmerzen damals immer besser wurden. Und nach dem Abi begann ein neuer Lebensabschnitt, wo ich gesundheitliche Probleme eher nicht mehr wahrnehmen wollte.
Hast du das (BWS-Prolaps) noch nicht abchecken lassen? Und wie geht es dir allgemein, hast du Schmerzen und was tust du dagegen?
Wegen neurolog. Probleme hatte ich ein MRT der gesamten Wirbelsäule. Dabei ist als Nebenbefund auch der BWS-Bandscheibenvorfall entdeckt worden. Da ich in der BWS aber seit längerem keine qualitative Veränderung meiner Schmerzen bemerke, wird der Prolaps wohl keine deutlichen Probleme hervorrufen.
Schmerzen in der BWS habe ich während und hauptsächlich nach körperlicher Belastung, die mit Arbeiten mit vorgestreckten Armen verbunden ist (Bügeln, Spülen, Kochen Fegen, Fensterputzen, Malerarbeiten, Gartenarbeit etc.), früher aber auch schon beim Spazierengehen oder Einkaufen.
...immer wieder beeindruckende Korrekturen, auch bei Erwachsenen
Also, mir ist nicht bekannt, dass sich bei Erwachsenen Keilwirbel korregieren ließen. Da wäre ich sehr an einem Beispiel interessiert. Ich weiß nur von Haltungsverbesserungen und Aufrichtung der WS.

LG
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Klaus »

Hallo kypho,
kypho60 hat geschrieben:In der Literatur wird es bei Erwachsenen im Zusammenhang mit WS-Deformitäten -wenn überhaupt- als Maßnahme gegen Schmerzen aufgeführt.
Das ist hier im Forum auch die erste Priorität.
Lya500 hat geschrieben:aber dennoch gibt es hier immer wieder beeindruckende Korrekturen, auch bei Erwachsenen.
Ich denke, Lya hat damit nicht die Korrektur der Keilwirbel gemeint, sondern die Korrektur der gesamten Rückenstruktur, also das was Du mit
Ich weiß nur von Haltungsverbesserungen und Aufrichtung der WS.
meinst.
Das ist hier im Forum die zweite Priorität.
Nicht zu verwechseln mit vollständiger Korrektur.

Natürlich ist mit einem Korsett gegen Schmerzen auch eine automatisch individuell ganz unterschiedlich grosse Korrektur gemeint, wenn man mal vom Extensions-Korsett (Kubin Orthese) absieht. Die Keilwirbel sind aber leider ein Grund, die Stabilisierung der erreichten Korrektur ständig durch aktive Muskelpflege zu betreiben. Wenn das nicht gelingt, wird das Korsett ein ständiger Begleiter sein müssen.
Lya500 hat geschrieben:Naja, da kann man aber doch mal sehen, wie sich doch im Laufe der Jahre eine Hyperkyphose verschlechtern kann, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert.
Selbst mit dieser Erkenntnis, die ich z. Bsp. früher durch fehlendes Internet nicht hatte, ist das heute auch nicht so einfach. Fehlende Beschwerden lassen die Motivation schnell sinken. :)
Und so wie ich das sehe, braucht man schon gute Begründungen, wenn man bei Beschwerdelosigkeit nur zur Vorbeugung oder zur reinen optischen Korrektur Maßnahmen von der Krankenkasse bzw. Kostenträger haben will. Dabei meine ich nicht die höhergradigen Zustände.

Gruß
Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Hallo Klaus
Klaus hat geschrieben:Lya500 hat geschrieben:
aber dennoch gibt es hier immer wieder beeindruckende Korrekturen, auch bei Erwachsenen.

Ich denke, Lya hat damit nicht die Korrektur der Keilwirbel gemeint, sondern die Korrektur der gesamten Rückenstruktur, also das was Du mit


Genau das meinte ich.

:D
Klaus hat geschrieben:Natürlich ist mit einem Korsett gegen Schmerzen auch eine automatisch individuell ganz unterschiedlich grosse Korrektur gemeint, wenn man mal vom Extensions-Korsett (Kubin Orthese) absieht.


Erfüllt ein Extensions-Korsett ( Kubin Orthese) diese Vorausetzung nicht? Kenne mich mit der Kubin Orthese nicht aus.
Klaus hat geschrieben:Und so wie ich das sehe, braucht man schon gute Begründungen, wenn man bei Beschwerdelosigkeit nur zur Vorbeugung oder zur reinen optischen Korrektur Maßnahmen von der Krankenkasse bzw. Kostenträger haben will. Dabei meine ich nicht die höhergradigen Zustände.

Bei manchen Krankenkassen gibt es denke ich dennoch auch bei geringerer Krümmung keine Probleme eine Orthese bewilligt zu bekommen, auch bei Beschwerdelosigkeit.
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Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Klaus »

Erfüllt ein Extensions-Korsett ( Kubin Orthese) diese Vorausetzung nicht? Kenne mich mit der Kubin Orthese nicht aus.
Dieses Korsett zieht die Wirbel nach oben auseinander, um durch diese Entlastung den Schmerz zu vermindern.
Bei manchen Krankenkassen gibt es denke ich dennoch auch bei geringerer Krümmung keine Probleme eine Orthese bewilligt zu bekommen, auch bei Beschwerdelosigkeit.
Ich verfolge die entsprechenden Berichte nicht so genau, kann mir aber gut vorstellen, dass bei besonderer Begründung von Dr. Hoffmann insbesondere die Techniker Krankenkasse positiv reagiert.

Gruß
Klaus
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Agrimon »

Hallo,

ich denke, die Barmer GEK würde diese Sorte von Korsett auch nicht bezahlen, da sie schon bei meiner Korsettversorgung mit der Hinhaltetaktik versucht, die Kosten zu umgehen. Ich soll mich noch weiterhin gedulden mit dem Korsett. Ich denke, die haben die Kündigung noch gar nicht richtig realisiert. Die haben mir sogar den Antrag für die Versichertenkarte mit Foto geschickt. Was soll denn das? Ich wechsel doch in zwei Wochen die Kasse. Da brauche ich doch keine Karte mit Foto von der Barmer. Ich bin gespannt, wie der Wechsel funktioniert.

Gruß Agrimon
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Meine Skoliose-Geschichte: Meine Skoliose
Lya500
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Diagnose: Hyperkyphose 95°
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Therapie: OP März 2013
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Lya500 »

Agrimon hat geschrieben:Ich bin gespannt, wie der Wechsel funktioniert.
Da bin ich auch mal gespannt, berichte dann nochmal. Die Barmer GEK kannst du echt vergessen, hak das Kapitel einfach ab.

LG
lya
Agrimon
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Therapie: Korsett von Rahmouni, laufen mit MBT Schuhen, Reha 30.10. bis 26.11.2013 Bad Salzungen, wegen Peritonitis Op 2017 Korsett abgesetzt, jetzt Lumbo Train Bandage, nächste Reha 2019 geplant
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Re: Verschlechterung einer Hyperkyphose nach Wachstumsabschl

Beitrag von Agrimon »

Hallo Lya,

genau, die Barmer kann ich echt abhaken. Die Versichertenkarte von der Techniker ist auch schon unterwegs. Klar, werde ich weiterhin berichten, ob ich das Korsett von der Techniker bekomme. Das ist ja auch zu Anfang ein batzen Geld was die für mich schon ausgeben müssen ;D Aber ich denke schon, dass sich das Korsett schon lohnt. Bei so vielen positiven Berichten von euch kann das ja nur gut werden.

Gruß Agrimon
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