Bitte um Tipps
Bitte um Tipps
Hallo zusammen,
bin neu hier und suche nach Erfahrungen und Tipps.
Ich bin 47 und weiß von der Skoliose, seit ich 16 bin. Das letzte Mal geröntgt wurde ich vor sicher 20 Jahren (Bilder sind leider zum Vergleich nicht mehr vorhanden).
Es zwickt und zwackt mal hier und mal da, aber eigentlich nie dramatisch, und da ich einen ca. 10-Stunden-Arbeitstag am PC habe, kenne ich Verspannungen bestens, hab das aber nie als tragisch erlebt.
Weil sich nun vor ein paar Monaten eine ca. 15 cm lange Verdickung rechts zwischen BWS und LWS gebildet hat, die so gar nicht weggehen wollte mit Salbe oder Wärme, dachte ich, marschier mal zum Knochendoc, mit ein paar Massagen wird sich der Lendenstrecker schon wieder locker machen.
Tja… wenn es nur der Muskel wäre… leider ist das ein Lendenwulst, da kann man massieren, so viel man will, der bleibt.
Die seitliche Aufnahme ging noch, Abnutzungserscheinungen halten sich im Rahmen. Als er dann allerdings die Frontaufnahme an den Kasten hängte, bin ich vor Schreck fast vom Stuhl gefallen… dass es inzwischen solche Ausmaße hat, war mir überhaupt nicht klar.
Ich habe eine „schwere Torsionsskoliose“ mit einem gemessenen Winkel von 38°. Wie ich gestern festgestellt habe, bin ich in den letzten Jahren auch bereits 3 cm „geschrumpft“.
Aufgeschrieben bekam ich gar nichts. Wäre ich jugendlich, würde er mich in ein Korsett stecken, aber so… Ich könne froh sein, dass ich mich überhaupt noch so bewegen kann (FBA 0) und relativ beschwerdefrei bin. Und deshalb müsse ich nun auch Sport machen, damit das so bleibt. Aufbau der Rücken- und Bauchmuskulatur.
Nun mag das für manche nicht nachvollziehbar sein, aber ich bin von Kindheit an der Typ, der sich vor Sport gedrückt hat, wo es nur ging. Ich bin zugegebenermaßen ein Sportmuffel. Also empfinde ich das gerade als die reinste Strafe…
Bin nun mal in so eine „Muckibude“ gegangen, die spezielle Kurse und Geräte für die Wirbelsäule haben. Für mich die reinste Folterkammer. Die Hitze, die Luft, der Geräuschpegel da drin, einfach grauenhaft. Und da soll ich nun den Rest meines Lebens hingehen? Na super…
Was hat Euch geholfen, welche Sportarten übt Ihr aus, wie oft in der Woche? Gibt es sonst was, das ich tun kann, damit meine Beweglichkeit möglichst lange erhalten bleibt? Als Selbstständige bin ich auf meinen Job dringend angewiesen… und das auch möglichst noch die nächsten 20 Jahre…
Ich gebe zu, seitdem ich dieses Bild gesehen habe, verfolgt mich das regelrecht und schlägt auch etwas aufs Gemüt. Ich hab mich topfit gefühlt und kam quasi (rein subjektiv) „krank“ vom Doc raus. Das muss ich erst mal verdauen.
Danke vorab für Eure Antworten!
bin neu hier und suche nach Erfahrungen und Tipps.
Ich bin 47 und weiß von der Skoliose, seit ich 16 bin. Das letzte Mal geröntgt wurde ich vor sicher 20 Jahren (Bilder sind leider zum Vergleich nicht mehr vorhanden).
Es zwickt und zwackt mal hier und mal da, aber eigentlich nie dramatisch, und da ich einen ca. 10-Stunden-Arbeitstag am PC habe, kenne ich Verspannungen bestens, hab das aber nie als tragisch erlebt.
Weil sich nun vor ein paar Monaten eine ca. 15 cm lange Verdickung rechts zwischen BWS und LWS gebildet hat, die so gar nicht weggehen wollte mit Salbe oder Wärme, dachte ich, marschier mal zum Knochendoc, mit ein paar Massagen wird sich der Lendenstrecker schon wieder locker machen.
Tja… wenn es nur der Muskel wäre… leider ist das ein Lendenwulst, da kann man massieren, so viel man will, der bleibt.
Die seitliche Aufnahme ging noch, Abnutzungserscheinungen halten sich im Rahmen. Als er dann allerdings die Frontaufnahme an den Kasten hängte, bin ich vor Schreck fast vom Stuhl gefallen… dass es inzwischen solche Ausmaße hat, war mir überhaupt nicht klar.
Ich habe eine „schwere Torsionsskoliose“ mit einem gemessenen Winkel von 38°. Wie ich gestern festgestellt habe, bin ich in den letzten Jahren auch bereits 3 cm „geschrumpft“.
Aufgeschrieben bekam ich gar nichts. Wäre ich jugendlich, würde er mich in ein Korsett stecken, aber so… Ich könne froh sein, dass ich mich überhaupt noch so bewegen kann (FBA 0) und relativ beschwerdefrei bin. Und deshalb müsse ich nun auch Sport machen, damit das so bleibt. Aufbau der Rücken- und Bauchmuskulatur.
Nun mag das für manche nicht nachvollziehbar sein, aber ich bin von Kindheit an der Typ, der sich vor Sport gedrückt hat, wo es nur ging. Ich bin zugegebenermaßen ein Sportmuffel. Also empfinde ich das gerade als die reinste Strafe…
Bin nun mal in so eine „Muckibude“ gegangen, die spezielle Kurse und Geräte für die Wirbelsäule haben. Für mich die reinste Folterkammer. Die Hitze, die Luft, der Geräuschpegel da drin, einfach grauenhaft. Und da soll ich nun den Rest meines Lebens hingehen? Na super…
Was hat Euch geholfen, welche Sportarten übt Ihr aus, wie oft in der Woche? Gibt es sonst was, das ich tun kann, damit meine Beweglichkeit möglichst lange erhalten bleibt? Als Selbstständige bin ich auf meinen Job dringend angewiesen… und das auch möglichst noch die nächsten 20 Jahre…
Ich gebe zu, seitdem ich dieses Bild gesehen habe, verfolgt mich das regelrecht und schlägt auch etwas aufs Gemüt. Ich hab mich topfit gefühlt und kam quasi (rein subjektiv) „krank“ vom Doc raus. Das muss ich erst mal verdauen.
Danke vorab für Eure Antworten!
- Tammi
- Profi

- Beiträge: 1336
- Registriert: Fr, 01.02.2008 - 16:57
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: juvenile idiopathische Skoliose
01/08: lumbal 34°, thorakal 17°
02/15: lumbal 32° mit 12° Rotation, thorakal 28°
01/17: lumbal 32° mit 6-7° Rotation, thorakal 28°
11/18: Rotation lumbal 5° - Therapie: Korsett 2/08-5/16:
2/08-2/15 Rahmouni
03/15-5/16 CCtec
KG
8 Schroth-Rehas (Bad Salzungen)
Barfußschuhe - Wohnort: Südthüringen
Re: Bitte um Tipps
Hallo Moonlight,
Das Fitnesstudio solltest du besser lassen, denn wenn du dich noch nicht korrigieren kannst, ist das nur kontraproduktiv. Kümmere dich lieber mal um einen Termin bei einem Spezialisten, zu denen gehören Dr. Hoffmann in Leonberg, Dr. Wilke in Berlin, Dr. Verres in Bad Sobernheim und für Privatpatienten auch noch Dr. Steffan in Bad Sobernheim.
Außerdem solltest du dich um eine Schroth-Reha bemühen, KG nach Schroth ist eine Behandlungsmöglichkeit für Skoliose und die lernt man eben am besten in einer Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Wenn du dann Schroth kannst und zu Hause weitermachst, wäre es außerdem gut, noch einen Ausgleichssport zu suchen
.
LG
Tammi
Das Fitnesstudio solltest du besser lassen, denn wenn du dich noch nicht korrigieren kannst, ist das nur kontraproduktiv. Kümmere dich lieber mal um einen Termin bei einem Spezialisten, zu denen gehören Dr. Hoffmann in Leonberg, Dr. Wilke in Berlin, Dr. Verres in Bad Sobernheim und für Privatpatienten auch noch Dr. Steffan in Bad Sobernheim.
Außerdem solltest du dich um eine Schroth-Reha bemühen, KG nach Schroth ist eine Behandlungsmöglichkeit für Skoliose und die lernt man eben am besten in einer Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Wenn du dann Schroth kannst und zu Hause weitermachst, wäre es außerdem gut, noch einen Ausgleichssport zu suchen
LG
Tammi
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe
Verlauf: viewtopic.php?f=27&t=31324
Rehatagebuch 2015: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?f=9&t=30726
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-
kyphoboy
- treues Mitglied

- Beiträge: 369
- Registriert: Di, 20.08.2013 - 23:17
- Geschlecht: männlich
- Therapie: In Behandlung bei Dr. Hoffmann
4 Korsette von Rahmouni
1. Reha Bad Sobernheim 2009
2. Reha Bad Sobernheim 2010 ( Hyperlordose )
3. Reha Bad Sobernheim 2011
Rolfing 10er Serie 2013
Behandlung abgeschlossen, Kyphose 34°, Lordose 40°
Re: Bitte um Tipps
Hallo Moonlight,
kann mich da Tammi nur anschließen, sie hat dir schon das wichtigste gesagt. Auch wird bei den genannten Ärzten auch abgeklärt werden ob du eine Hyperkyphose hast, was man bei deiner Schilderung nicht ganz ausschließen kann.
Überhaupt sollten ersteinmal Verkürzungen angegangen werden, die du wahrscheinlich hast. Aber das wird dann der Arzt mit dir genau besprechen.
Grüße
kyphoboy
kann mich da Tammi nur anschließen, sie hat dir schon das wichtigste gesagt. Auch wird bei den genannten Ärzten auch abgeklärt werden ob du eine Hyperkyphose hast, was man bei deiner Schilderung nicht ganz ausschließen kann.
Lass das Fitnessstudio ersteinmal sein, bzw. melde dich gar nicht erst an. Den Muskelaufbau den du benötigst, die Tiefenmuskulatur ist durch das Fitnessstudio sowieso nicht zufriedenstellend erreichbar.Nun mag das für manche nicht nachvollziehbar sein, aber ich bin von Kindheit an der Typ, der sich vor Sport gedrückt hat, wo es nur ging. Ich bin zugegebenermaßen ein Sportmuffel. Also empfinde ich das gerade als die reinste Strafe…
Bin nun mal in so eine „Muckibude“ gegangen, die spezielle Kurse und Geräte für die Wirbelsäule haben. Für mich die reinste Folterkammer. Die Hitze, die Luft, der Geräuschpegel da drin, einfach grauenhaft. Und da soll ich nun den Rest meines Lebens hingehen? Na super…
Überhaupt sollten ersteinmal Verkürzungen angegangen werden, die du wahrscheinlich hast. Aber das wird dann der Arzt mit dir genau besprechen.
Rolfing und Osteopathie könnten dir bezüglich deiner Beweglichkeit helfen, aber das sind Behandlungsmethoden die erst nach einer Schrothreha ausprobiert werden sollten, da diese doch sehr kostenintensiv sind. Außer natürlich du bist privat versichert und deine KK übernimmt die Kosten von Heilpraktikern.Was hat Euch geholfen, welche Sportarten übt Ihr aus, wie oft in der Woche? Gibt es sonst was, das ich tun kann, damit meine Beweglichkeit möglichst lange erhalten bleibt? Als Selbstständige bin ich auf meinen Job dringend angewiesen… und das auch möglichst noch die nächsten 20 Jahre…
Grüße
kyphoboy
- Alex_activitas
- Schroth-Therapeut/in

- Beiträge: 744
- Registriert: Mo, 04.04.2011 - 15:34
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: 72827 Wannweil
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Re: Bitte um Tipps
Hallo Moonlight,
auch von mir erst einmal ein
!
Ich schliesse mich Tammis Meinung an: Du solltest erst einmal eine konkrete und korrekte Diagnose bekommen, am besten von einem der von Tammi genannten Spezialisten. Danach kann man eher sagen, wie es weitergeht.
Die Sache mit dem Erwachsenen-Korsett wird viel diskutiert (Du findest auch hier im Forum einiges darüber). Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass auch bei Erwachsenen durch ein Korsett noch viel erreicht werden kann. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass auch aktive korrigierende Übungen gemacht werden.
Hierfür ist zum einen eine ambulante Therapie - am besten bei einem Schroth-Therapeuten - ratsam, zum anderen aber unbedingt eine stationäre Intensiv-Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen.
Einfach nur "Sport machen" reicht nicht und birgt auch gewisse Gefahren. Gerade in Fitness-Studios kannst Du Dir unter Umständen mehr Probleme als Besserung einhandeln. Dies liegt unter anderem daran, dass die allermeisten Geräte auf Symmetrie ausgelegt sind und somit bei einer Skoliose und/oder Hyperkyphose falsche Reize an die Muskulatur bewirken. Und für die Übungen mit sogenannten freien Gewichten (z.B. Kurzhanteln) und Seilzügen ist ein sehr gutes Körpergefühl wichtig und dazu noch ein exaktes Wissen um die eigene Diagnose. Sprich: Du musst wissen, welche Bereiche gekräftigt und welche gedehnt werden müssen, um Dich optimal zu korrigieren. Und Du musst dazu auch noch spüren, ob dies bei der Übung auch tatsächlich passiert.
Hierfür ist viel Übung und Erfahrung notwendig. Für beides kann in einer stationären Reha der optimale Grundstein gelegt werden. Gerade, wenn Du selbständig bist bietet sich dies in meinen Augen an. Du bist dann zwar ein paar Wochen weg, aber danach hast Du alles mehr oder weniger selber in der Hand und kannst Dein Üben selber gestalten.
Auch hierzu findest Du im Forum jede Menge Threads.
Osteopathie oder Rolfing würde ich an Deiner Stelle jetzt nicht ins Auge fassen. Es bringt Dir zu wenig Selbständigkeit im Umgang mit Deiner Krankheit und hilft Dir so auf lange Sicht nicht wirklich weiter. Sollten spezifische Probleme auftauchen, kann man immer noch auf diese Techniken zurückgreifen. Jedoch meiner Meinung nach nicht am Anfang Deiner Therapie.
Ob Dir beides bezüglich der Beweglichkeit helfen können, wage ich zu bezweifeln. Denn niemand hier hat Dich "live" gesehen und einen Befund gemacht. Daher kann auch niemand sagen, woher eine "Unbeweglichkeit" kommt. Erst, wenn ich die Ursache habe, kann ich gezielt daran arbeiten. Das Giesskannenprinzip hilft hier wenig weiter.
Gruß,
Alex
auch von mir erst einmal ein
!Ich schliesse mich Tammis Meinung an: Du solltest erst einmal eine konkrete und korrekte Diagnose bekommen, am besten von einem der von Tammi genannten Spezialisten. Danach kann man eher sagen, wie es weitergeht.
Die Sache mit dem Erwachsenen-Korsett wird viel diskutiert (Du findest auch hier im Forum einiges darüber). Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass auch bei Erwachsenen durch ein Korsett noch viel erreicht werden kann. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass auch aktive korrigierende Übungen gemacht werden.
Hierfür ist zum einen eine ambulante Therapie - am besten bei einem Schroth-Therapeuten - ratsam, zum anderen aber unbedingt eine stationäre Intensiv-Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen.
Einfach nur "Sport machen" reicht nicht und birgt auch gewisse Gefahren. Gerade in Fitness-Studios kannst Du Dir unter Umständen mehr Probleme als Besserung einhandeln. Dies liegt unter anderem daran, dass die allermeisten Geräte auf Symmetrie ausgelegt sind und somit bei einer Skoliose und/oder Hyperkyphose falsche Reize an die Muskulatur bewirken. Und für die Übungen mit sogenannten freien Gewichten (z.B. Kurzhanteln) und Seilzügen ist ein sehr gutes Körpergefühl wichtig und dazu noch ein exaktes Wissen um die eigene Diagnose. Sprich: Du musst wissen, welche Bereiche gekräftigt und welche gedehnt werden müssen, um Dich optimal zu korrigieren. Und Du musst dazu auch noch spüren, ob dies bei der Übung auch tatsächlich passiert.
Hierfür ist viel Übung und Erfahrung notwendig. Für beides kann in einer stationären Reha der optimale Grundstein gelegt werden. Gerade, wenn Du selbständig bist bietet sich dies in meinen Augen an. Du bist dann zwar ein paar Wochen weg, aber danach hast Du alles mehr oder weniger selber in der Hand und kannst Dein Üben selber gestalten.
Auch hierzu findest Du im Forum jede Menge Threads.
Osteopathie oder Rolfing würde ich an Deiner Stelle jetzt nicht ins Auge fassen. Es bringt Dir zu wenig Selbständigkeit im Umgang mit Deiner Krankheit und hilft Dir so auf lange Sicht nicht wirklich weiter. Sollten spezifische Probleme auftauchen, kann man immer noch auf diese Techniken zurückgreifen. Jedoch meiner Meinung nach nicht am Anfang Deiner Therapie.
Ob Dir beides bezüglich der Beweglichkeit helfen können, wage ich zu bezweifeln. Denn niemand hier hat Dich "live" gesehen und einen Befund gemacht. Daher kann auch niemand sagen, woher eine "Unbeweglichkeit" kommt. Erst, wenn ich die Ursache habe, kann ich gezielt daran arbeiten. Das Giesskannenprinzip hilft hier wenig weiter.
Gruß,
Alex
Alexander Heidrich - activitas - menschen, die bewegen
Homepage: http://www.activitas.de
activitas auf facebook: https://de-de.facebook.com/activitasWannweil
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Re: Bitte um Tipps
Vielen Dank für die umfangreichen Infos! Das liest sich alles nicht sonderlich gut, ich fühle mich jetzt noch kränker
Eine Reha scheidet definitiv aus, das ist einfach nicht möglich (aus mehreren Gründen).
Über diese Schroth-Therapie erkundige ich mich gern näher.
Ich habe noch Röntgenaufnahmen von 1985 gefunden. In meinem Schrank und somit vor der Vernichtung sicher
Gerade in solchen Fällen finde ich es unmöglich, dass so wichtige Arztunterlagen vernichtet werden nach 10 Jahren, wieso fragt man nicht den Patienten, ob er sie haben möchte? Na ja, muss man nicht verstehen...
Ich habe nun also mit diesen alten Aufnahmen einen Arzttermin nächste Woche zum Vergleich. Was muss ich den Doc speziell fragen, außer der Sache mit der Kyphose? Worauf kommt es hauptsächlich an? Mit dem gemessenen Winkel scheint es ja nicht getan zu sein.
Die "Muckibude" ist ein von Physiotherapeuten geleitetes Gesundheitszentrum. Aber wie gesagt, wenn sich das vermeiden lässt, bin ich für Alternativen durchaus offen. Für mich klang es in erster Linie so, dass ich eben die Rücken- und Bauchmuskulatur aufbauen muss und das erschien mir mit dem Gerätetraining am effektivsten.
Danke, dass Ihr mir da schon mal ein ganzes Stück weitergeholfen habt.
Eine Reha scheidet definitiv aus, das ist einfach nicht möglich (aus mehreren Gründen).
Über diese Schroth-Therapie erkundige ich mich gern näher.
Ich habe noch Röntgenaufnahmen von 1985 gefunden. In meinem Schrank und somit vor der Vernichtung sicher
Ich habe nun also mit diesen alten Aufnahmen einen Arzttermin nächste Woche zum Vergleich. Was muss ich den Doc speziell fragen, außer der Sache mit der Kyphose? Worauf kommt es hauptsächlich an? Mit dem gemessenen Winkel scheint es ja nicht getan zu sein.
Die "Muckibude" ist ein von Physiotherapeuten geleitetes Gesundheitszentrum. Aber wie gesagt, wenn sich das vermeiden lässt, bin ich für Alternativen durchaus offen. Für mich klang es in erster Linie so, dass ich eben die Rücken- und Bauchmuskulatur aufbauen muss und das erschien mir mit dem Gerätetraining am effektivsten.
Danke, dass Ihr mir da schon mal ein ganzes Stück weitergeholfen habt.
- Alex_activitas
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Re: Bitte um Tipps
Dies ist die schwierige Anfangsphase. Denn hier werden erst einmal (im Optimalfall) alle "Baustellen" herausgefunden - was einen als Patient in der Tat erst einmal umhauen kann, denn es kann schon einiges zusammenkommen. Aber es ist eben für eine erfolgreiche Therapie sehr wichtig, dass man möglichst alle Informationen hat und so in der Tat alle "Baustellen" findet. Oder zumindest so viele wie möglich. Denn nur dann kann eine zielgerichtete Therapie stattfinden.Moonlight hat geschrieben:Vielen Dank für die umfangreichen Infos! Das liest sich alles nicht sonderlich gut, ich fühle mich jetzt noch kränker![]()
Das ist schade. Und Du solltest Dir hierüber nochmal genaue Gedanken machen. Vor allem mit Blick für die Zukunft. Denn je länger man eine effektive Therapie herauszögert, desto schneller können die Probleme größer werden und somit auch die weiteren Folgen.Moonlight hat geschrieben:Eine Reha scheidet definitiv aus, das ist einfach nicht möglich (aus mehreren Gründen).
Sehr gut. Und mit diesen Informationen machst Du Dir nochmal Gedanken um den Punkt mit der Reha....Moonlight hat geschrieben:Über diese Schroth-Therapie erkundige ich mich gern näher.
Es kommt darauf an, dass sich der Arzt sehr gut mit Skoliose auskennt. Das ist der entscheidende Punkt! Daraus ergibt sich der Rest fast von allein.Moonlight hat geschrieben:Ich habe nun also mit diesen alten Aufnahmen einen Arzttermin nächste Woche zum Vergleich. Was muss ich den Doc speziell fragen, außer der Sache mit der Kyphose? Worauf kommt es hauptsächlich an? Mit dem gemessenen Winkel scheint es ja nicht getan zu sein.
Haben die Physios die Schroth-Ausbildung?Moonlight hat geschrieben:Die "Muckibude" ist ein von Physiotherapeuten geleitetes Gesundheitszentrum. Aber wie gesagt, wenn sich das vermeiden lässt, bin ich für Alternativen durchaus offen. Für mich klang es in erster Linie so, dass ich eben die Rücken- und Bauchmuskulatur aufbauen muss und das erschien mir mit dem Gerätetraining am effektivsten.
Die Probleme mit den Geräten habe ich ja schon weiter oben aufgeführt.
Daher:
zu einem kompetenten Arzt gehen, eine möglichst genaue und korrekte Diagnose bekommen und dann eine zielgerichtete (!) Therapie beginnen.
Gerne!Moonlight hat geschrieben:Danke, dass Ihr mir da schon mal ein ganzes Stück weitergeholfen habt.
Gruß,
Alex
Alexander Heidrich - activitas - menschen, die bewegen
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- Klaus
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Re: Bitte um Tipps
Hallo Moonlight,
Leider ist das nicht mit Physiotherapeuten im Studio getan, weil die, (Alex hat das schon gesagt), die Zusatzausbildung haben müssten. Das wäre aber schon ein Glücksfall in dieser Kombination! Ausserdem muss man immer von einer ganz unterschiedlichen individuellen Situation ausgehen, die betrachtet werden muss. Und allein die optische Beurteilung wird daran scheitern, dass Du nicht mit (weitgehend) freiem Oberkörper, wie bei einer Schroth REHA erforderlich, trainieren kannst. Vermutlich auch nicht in einem getrennten Fitness-Bereich/Studio für Frauen.
Bezüglich einer evtl. Hyperkyphose könnte man schon mit symmetrischen Fitness Training mehr machen, als bei Skoliose. Aber bei einer 38 Grad Skoliose würde ich die immer im Vordergrund sehen.
Alex hat zu einer stationären Schroth REHA schon geschrieben. Das ist mit einer ambulanten Schroth KG kaum nachzubilden! 3-4 Wochen lang mindestens 20 Wochenstunden Schroth und weitere Übungen und Anwendungen. Abgesehen davon, dass selbst bei den ambulanten Schroth Therapeuten nicht unbedingt die Kompetenz vorhanden sein muss. Schroth KG ist auch immer eine Sache der laufenden praktischen Erfahrungen. Und da haben die Therapeuten in der Klinik die Nase eindeutig vorn. Du solltest Dir das nochmal gut überlegen.
Es sei denn, Du bist ein Naturtalent, wenn es um das schnelle Erlernen (Spüren) des ganz individuell richtigen Körpergefühls und der daraus folgenden Vorgehensweise geht.
Die von Tammi erwähnten Spezialisten findest Du im Detail hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Gruß
Klaus
Bei Fehlstellungen der Wirbelsäule gilt eine andere Betrachtungsweise. Man darf nicht in der Fehlstellung/Haltung trainieren, das fixiert diese schlechte Situation bestenfalls, oft tritt eine Verschlimmerung ein.Die "Muckibude" ist ein von Physiotherapeuten geleitetes Gesundheitszentrum. Aber wie gesagt, wenn sich das vermeiden lässt, bin ich für Alternativen durchaus offen. Für mich klang es in erster Linie so, dass ich eben die Rücken- und Bauchmuskulatur aufbauen muss und das erschien mir mit dem Gerätetraining am effektivsten.
Leider ist das nicht mit Physiotherapeuten im Studio getan, weil die, (Alex hat das schon gesagt), die Zusatzausbildung haben müssten. Das wäre aber schon ein Glücksfall in dieser Kombination! Ausserdem muss man immer von einer ganz unterschiedlichen individuellen Situation ausgehen, die betrachtet werden muss. Und allein die optische Beurteilung wird daran scheitern, dass Du nicht mit (weitgehend) freiem Oberkörper, wie bei einer Schroth REHA erforderlich, trainieren kannst. Vermutlich auch nicht in einem getrennten Fitness-Bereich/Studio für Frauen.
Bezüglich einer evtl. Hyperkyphose könnte man schon mit symmetrischen Fitness Training mehr machen, als bei Skoliose. Aber bei einer 38 Grad Skoliose würde ich die immer im Vordergrund sehen.
Alex hat zu einer stationären Schroth REHA schon geschrieben. Das ist mit einer ambulanten Schroth KG kaum nachzubilden! 3-4 Wochen lang mindestens 20 Wochenstunden Schroth und weitere Übungen und Anwendungen. Abgesehen davon, dass selbst bei den ambulanten Schroth Therapeuten nicht unbedingt die Kompetenz vorhanden sein muss. Schroth KG ist auch immer eine Sache der laufenden praktischen Erfahrungen. Und da haben die Therapeuten in der Klinik die Nase eindeutig vorn. Du solltest Dir das nochmal gut überlegen.
Es sei denn, Du bist ein Naturtalent, wenn es um das schnelle Erlernen (Spüren) des ganz individuell richtigen Körpergefühls und der daraus folgenden Vorgehensweise geht.
Die von Tammi erwähnten Spezialisten findest Du im Detail hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Gruß
Klaus
