OP

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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smdup
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OP

Beitrag von smdup »

hallo, ich bin bereits 68 Jahre alt und leide seit gut 20 Jahren unter meiner Skoliose. Sie hat sich jetzt sehr verschlechtert und ich habe die vom Arzt empfohlene Schmerztherapie bei einem 5-tägigen Klinikaufenthalt hinter mir. Fazit: schmerzhaft und keine Wirkung. Nun lebe ich nur von Tabletten, die quasi wochenweise zu stärkeren gewechselt werden. Einziger Ausweg aus dauernden unmenschlichen Schmerzen ist eine OP. Bei mir wären 7 Wirbel betroffen! Bin köperlich sehr fit, habe aber Angst. Wer wurde schon operiert und kann mir sagen, wie es danach ist?
Gruß smdup
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Raven
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: OP

Beitrag von Raven »

Hallo smdup,

für die Information zur OP kann ich dir dieses Forum empfehlen: www.skoliose-op.info
Dort gibt es wesentlich mehr operierte Skoliosepatienten als hier, auch welche, die in etwa in deinem Alter operiert wurden.

Viele Grüße
Raven (operiert, 15 Wirbel versteift)
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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smdup
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Re: OP

Beitrag von smdup »

hallo, vielen Dank für den Tipp. Bist Du sehr eingeschränkt mit 15 Wirbeln?
liebe Grüße und viele schmerzfreie Tage.
smdup
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Raven
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Re: OP

Beitrag von Raven »

Hallo smdup,
Bist Du sehr eingeschränkt mit 15 Wirbeln?
Durch die LWS-Versteifung habe ich Probleme mit niedrigem Sitzen (auf dem Boden, niedrige Sessel etc.). Allgemein bin ich natürlich auch weniger "spontan-agil" beweglich als Gleichaltrige - wenn mir etwas runterfällt, muss ich mir das mühsamer "erbücken", bin einfach im Oberkörper nicht so beweglich. Sowas fällt gerade in jüngerem Alter stärker auf, weil man einfach etwas ganz anderes von einem jungen Erwachsenen, einem Jugendlichen (ich war bei meiner OP erst 13 Jahre alt, bin jetzt 30) erwartet. Wenn ich etwas mit einer Gruppe Gleichaltriger unternehme, merkt man das schon: Andere haben einen großen Trekkingrucksack dabei, ich packe nur das Nötigste weil ich nicht so schwer heben kann und mangels Oberkörperdrehbarkeit den Rucksack auch gar nicht um bekäme; andere setzen sich zur Pause auf den Boden, ich bleibe stehen; andere können auch in wackeligen Situationen (Hängebrücke etc.) noch gut laufen, ich wirke dann sehr ungeschickt; sowas wie über eine Bank drübersteigen oder etwas unter einem Tisch hervorziehen, etwas vom Rücksitz eines Zweitürenautos zu holen und so weiter ist für mich eine echte Herausforderung. Grob könnte man sagen, vieles wirkt wie bei einer älteren Person.

Kann aber z.B. wandern gehen, Tagesausflüge machen (Stadt), brauche keine Schmerzmittel, arbeite Vollzeit (Büro), benötige kein Hilfe im Alltag (es ist zwar nett, wenn mir jemand etwas abnimmt, aber ich komme auch mit den Alltagsanforderungen zurecht, wenn ich mich um den Haushalt alleine kümmern muss - dann geht manches eben langsamer, aber es geht). Mit dem Ausgang der OP bin ich trotz obigem sehr zufrieden.

Viele Grüße
Raven
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Re: OP

Beitrag von smdup »

Hallo Raven,
vielen Dank für deine Antwort. Das hat mir jetzt schon bei meiner Entscheidung geholfen: lieber etwas eingeschränkt, aber keine Schmerzen mehr.
Ich finde es toll, dass Du dank der großen OP ein fast normales Leben führen kannst.
Ich wünsche Dir für die Zukunft viel Glück.
Vielleicht werde ich nach meiner OP nochmal Kontakt mit Dir aufnehmen.
Liebe Grüße
Sylvia
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