Morbus Scheuermann Typ2 - 2 Operationsmethoden - Aber wo?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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hellraiser76
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Morbus Scheuermann Typ2 - 2 Operationsmethoden - Aber wo?

Beitrag von hellraiser76 »

Hallo!

Bei mir wurde vor ca. einem Jahr Morbus Scheuermann (Typ 2) diagnostiziert. Seit dieser Zeit springt mir in unregelmäßigen Abständen ein Lendenwirbel immer mal wieder heraus. Er wurde jetzt schon mehrfach wieder eingerenkt, was natürlich keine Dauerlösung ist.

Der letzten Orthopäde, den ich notfallmäßig aufsuchen musste, weigerte sich allerdings (trotz der Tatsache, dass er qualifizierter Chiropraktiker war), mir den Wirbel einzurenken. Es war ihm schlicht zu gefährlich. Sinngemäß meinte er zu mir, dass es besser sei, mit einem ausgerenkten Wirbel herumzulaufen, als querschnittsgelähmt zu sein. Stattdessen verschrieb er mir irgendein muskelentspannendes Medikament. Dieses Rezept habe ich gar nicht erst eingelöst, denn dadurch renkt sich der Wirbel ja nun mal leider nicht wieder ein. Natürlich sind mir die Gefahren des Einrenkens bewusst, aber was sein muss, muss nun einmal sein. Auch ist mir klar, dass halbwegs regelmäßiges Einrenken die Sache auf Dauer nicht unbedingt besser macht. Dennoch finde ich das Verhalten des Arztes nicht gerade toll.

Ich habe inzwischen aber sowieso keine Lust mehr, andauernd zu irgendwelchen Ärzten rennen zu müssen, da ich bereits über das Internet herausgefunden habe, dass man mein Leiden dauerhaft eh nur operativ beheben kann.

Ergänzend muss ich hinzufügen, dass ich bereits Krankengymnastik verschrieben bekommen habe und ich auch in meiner Freizeit regelmäßig Sport treibe (habe ich schon immer gemacht). Meine Rückenmuskulatur ist laut Aussage meines Stammorthopäden sogar geradezu vorbildlich. Dennoch renkt sich der Wirbel leider immer wieder aus. Somit komme ich um eine OP wohl nicht herum, was mich aber auch nicht weiter stört.

Soweit ich weiß, gibt es zwei verschiedene Operationsmethoden.

Bei Methode 1 wird der Wirbel "versteift" und somit unbeweglich gemacht. Dagegen habe ich als Sportler, der gerne nach allen Seiten hin beweglich bleiben möchte, allerdings eine gewisse Abneigung. Diese Methode käme für mich wirklich nur in Betracht, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Über Methode 2 habe ich vor einigen Wochen mal einen Fernsehbericht gesehen. Dabei wird eine künstliche, innerhalb gewisser Grenzen bewegliche (!) Bandscheibe eingesetzt. Dieses Verfahren ist allerdings noch relativ neu und wird hier in Deutschland nur von einigen wenigen Universitäts-Kliniken durchgeführt. Die Beweglichkeit ist zwar auch hierbei letzlich geringer, als bei einem gesunden Menschen, aber immerhin ist die Sache schon mal besser als Methode 1. Nach einer solchen OP landet man aber eh erst mal in einer Reha-Klinik, um wieder beweglich zu werden.

Meine Frage ist nun:

Welche Kliniken (ideal wäre eine Klinik irgendwo im Raum NRW) führen eine OP nach Methode 2 durch? Welche Infos zu meiner Erkrankung muss ich den Leuten dort im Detail vorlegen? Bislang wurde meine Erkrankung nämlich noch nicht weitergehend untersucht, was ja sicherlich notwendig ist. Ich benötige Antworten auf diese Fragen, damit ich in den nächsten Tagen mit meinem Orthopäden alle notwendigen Schritte einleiten kann.

Besteht eigentlich hierbei die Gefahr, dass sich die Krankenkasse querstellt? So nach dem Motto:

"Lieber dutzendfache Krankengymnastik, statt einer OP, da in der Summe immer noch billiger."

Danke vorab für alle hilfreichen Antworten.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Schau mal in den Beiträgen von Krolik.
hellraiser76
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Beitrag von hellraiser76 »

Danke für den Hinweis. Da wird zwar über die "Methode 2" diskutiert, aber letztlich hat mir das nicht wirklich weitergeholfen.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Die Wahrscheinlichkeit durch eine Bandscheiben-OP egal ob Versteifung (Spondylodese) oder "künstliche Bandscheibe" schmerzarm oder schmerzfrei zu werden liegt lediglich bei 50%. Wenn Du die Lebensgewohnheiten nicht radikal änderst, ist die Wahrscheinlichkeit, daß es Dir nach so einer Bandscheiben- OP schlechter als vorher geht sehr groß!
Hast Du Daten und Werte Deiner Scheuermann-Diagnose?
Welche konservativen Maßnahmen hast Du schon versucht?
(Reha, Korsett)
Ich würde es erst mal mit konservativen Maßnahmen versuchen, damit riskierst Du gar nichts.
Gruß Toni
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Zwilling
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Beitrag von Zwilling »

Hallo Hellraiser,
ich habe von Prof. Dietrich Grönemeyer (nicht Herbert!, Bruder desselben) einen Zeitungsbericht gelesen, worin er schreibt, dass in Deutschland zuviel operiert wird. Zuerst solle man bei Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen u. s. w. konservative Methoden anwenden, bzw. sein Leben ändern. Er hat ein Institut gegründet, in dem er Minimal-Operationen anbietet, hier auch u. a. eine sog. Bandscheibenprothese. Die Seite ist unter www.gimt.de aufzurufen. Ich habe in der letzten Woche dort einmal angerufen. Die Kosten werden nicht von der KK übernommen, weiß nicht wie es bei einer privaten aussieht. Die Kosten für eine WS-Untersuchung mit MRT u. s. w. belaufen sich auf ca. 600 - 800 €. Also mir wurde gesagt, alle Kosten werden privat abgerechnet. Tut mir leid, könnte ich mir nicht leisten. Aber ansehen kann man suich die Seite ja mal.

Gruß Zwilling
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Zwilling hat geschrieben:Die Kosten für eine WS-Untersuchung mit MRT u. s. w. belaufen sich auf ca. 600 - 800 €.
Ist damit die komplette Untersuchung der WS mit ausführlicher Diagnose und Vorschlag zum weiteren Vorgehen gemeint?
Also etwas, was man eigentlich auch über die Krankenkasse bekommen müsste, wenn eindeutig Veränderungen der Wirbelsäule feststehen. Nur, dass hier offensichtlich das weitere Vorgehen nicht auf übliche schulmedizinische Massnahmen beschränkt ist.

Ich frage auch deshalb, weil auf dieser Seite auch ein Checkup angeboten wird, der weit über das hinausgeht, was ein normaler Checkup ist und deswegen natürlich als private Vorsorgeleistung gezählt werden muss.

Gruss
Klaus
hellraiser76
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Beitrag von hellraiser76 »

@Zwilling:

Danke! Genau das ist das Teil, was ich kürzlich im Fernsehen gesehen habe:

"ProDisc"

Das Grönemeyer-Institut ist in Bochum. Das geht ja von der Entfernung her so gerade noch.

Aber die OP an sich bezahlt doch sicher die Krankenkasse, oder?
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Die Beiträge von Krolik dürften soweit die einzigen sein, die es bisher zu dem Thema hier im Forum gibt.

Ein Verständnisproblem habe ich allerdings: Deine Bandscheibe ist ja wahrscheinlich gesund (?), du hast lediglich eine Instabilität, weshalb Du Dir den Wirbel ausränkst.
Verhindert ein Bandscheibenimplantat das ausränken des Wirbels? Ich kann da jetzt auf der Illustration keine stabilisierende Verbingung zwischen den beiden Wirbeln erkennen?
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Beitrag von Toni »

Ich bin auch der Meinung, daß Hellraiser erst mal eine richtig sorgfältige Diagnose braucht. Es muss festgestellt werden, ob er einen Bandscheibenvorfall/Prolaps, ein Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), eventuell M. Baastrup, eine Blockade der Kl. Wirbelgelenke, eine Nervenwurzelirritation oder was auch immer er hat.
Leider sind nur ganz ganz wenige Orthopäden WS-Kompetent bei M. Scheuermann.
Dir sollte kein Weg zu weit sein für Erfahrung und sorgfältige Diagnose und objektive Empfehlung was zu tun ist.
Wenn das Dr. Hoffmann nicht genau selbst diagnostizieren kann, dann überweist er sofort an ein MRT oder CT, was dann im Gegensatz zum wirklich netten Dr. Grönemeyer die KK zu zahlen hat.
Es ist schon so wie BZebra schreibt. Die künstliche Bandscheibe wirkt erst mal destabilisierend. Aber lass Dich mal von einem echten Wirbelsäulenprofi beraten, einem der keine teuren OP´s oder sonst was verkaufen will.
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hellraiser76
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Beitrag von hellraiser76 »

Drei meiner Bandscheiben sind durch die Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen, wovon allerdings nur eine wirklich Probleme macht. Diese ist so stark beschädigt, dass ich mich seinerzeit doch ziemlich erschrocken habe, als ich das Röntgenbild sah. Es handelt sich also (leider) nicht nur um eine Instabilität.

An einem Bandscheibenvorfall leide ich übrigens nicht, wie mir bereits verschiedene Ärzte unabhängig voneinander bestätigen konnten.

Wie ich inzwischen herausgefunden habe, wird die ProDisc-OP auch in Düsseldorf durchgeführt (Marienkrankenhaus Kaiserswerth).
Zwilling
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Beitrag von Zwilling »

Klaus hat geschrieben:
Ist damit die komplette Untersuchung der WS mit ausführlicher Diagnose und Vorschlag zum weiteren Vorgehen gemeint?

Ja, das wurde mir am Telefon so erklärt.

Klaus hat geschrieben:
Also etwas, was man eigentlich auch über die Krankenkasse bekommen müsste, wenn eindeutig Veränderungen der Wirbelsäule feststehen. Nur, dass hier offensichtlich das weitere Vorgehen nicht auf übliche schulmedizinische Massnahmen beschränkt ist.

Das Institut ist m. W. nicht von den KKen anerkannt. Mir wurde am Telefon gesagt, nur von den privaten KKen würde teilweise etwas ersetzt. Als erstes wurde ich auch gleich gefragt: Sie sind doch Privatpatient, oder?

@Hellraiser:

Ein Besuch kommt für mich dort nicht in Frage, weil ich Arthrose habe und dann kann diese OP-Methode so und so nicht angewandt werden. So warte ich weiterhin auf meinen Termin in der WWK.

Viele Grüße

Zwilling
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Zwilling,

ich wollte damit auch zum Ausdruck bringen, dass die private Versorgung nicht unbedingt in den Punkten gemacht werden sollte, wo auch eine ganz normale kassenärztliche Versorgung möglich ist.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Zwilling »

Hallo Klaus,

ich habe deine Meinung aber überhaupt nicht als Kritik empfunden. Sorry, wenn das so herüber gekommen ist. Ich bin auch etwas erschrocken gewesen, als die Dame am Telefon mich dort gleich etwas in die Schranken gewiesen hat, dass meine gesetzliche KK dort nichts bezahlt. Ich dachte immer, Fragen kostet nichts. Als Kranker (in welcher Form auch immer) dachte ich immer, man kann sich informieren. Aber dort in dem Institut ist das wohl etwas anderes und man legt Wert auf Privatpatienten. Ich bin so und so der Meinung, das Arbeitnehmer genug an Abzügen haben und bei allen Behandlungen die Eigenbeteiligungen inzwischen sehr hoch sind. Wäre es eine Kassenleistung gewesen, hätte ich mich dort auf jeden Fall vorgestellt.

Gruss
Zwilling
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Zwilling hat geschrieben:ich habe deine Meinung aber überhaupt nicht als Kritik empfunden. Sorry, wenn das so herüber gekommen ist
Nein, das habe ich auch nicht so aufgefasst.
Ich wollte nur den Hinweis geben, dass man Leistungen durchaus "splitten" sollte.
Alles was man von der Krankenkasse bekommen kann, sollte man machen. Was darüber hinausgeht, kann man privat abklären lassen. Nur wenn ein Institut so etwas möglicherweise nicht zulassen sollte und alles von Anfang an betreuen möchte, dann wäre das für mich keine gute Lösung. Für den, der sich das finanziell leisten kann, ist das sicherlich kein Problem.
Dieser Ganz-Körper-Scan, der dort angeboten wird, ist sicherlich ein Check-Up, der krankenkassenmässig sehr schwer, auch in Teilen, umzusetzen ist. Wer wissen will, wie es wirklich insgesamt aussieht, ist damit wahrscheinlich gut bedient. Dafür sind wohl einige Urlaubsreisen zu streichen. :)

Ich bin gerade dabei, einen normalen Checkup zu machen und nehme durchaus in Kauf, dass ich für Tumor-Marker extra zahlen muss. Und auch die Sicherheit, einen Morbus Bechterew auszuschliessen, lasse ich mir mit der Bestimmung des HLA-B27 Wertes 38,21€ kosten. In dieser Richtung werden wir wohl in Zukunft mehr investieren müssen.

Da ich auch Vorsorge-Untersuchungen des Auges incl. Makula-Degeneration machen möchte, was ja privat zu zahlen ist, habe ich meinen Hausarzt nach einem guten Augenarzt gefragt:
"Sie können natürlich eine Privat-Praxis aufsuchen, aber da zahlen Sie schon, wenn Sie die Praxis betreten" :)

Gruss
Klaus
Zwilling
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Beitrag von Zwilling »

Hallo Klaus,

ich kenne das, gehe ich zum Frauenarzt, wird mir gleich eine Broschüre in die Hand gedrückt mit allen zusätzlichen "IGEL-Leistungen" (Leistungen, die ich selbst zahlen muss, falls ich sie in Anspruch nehme). Für eine Mammographie habe ich beim letzten Mal 150 € gelöhnt. Die Knochendichtemessung habe ich mal machen lassen, kostete vor einigen Jahren 70/75 €. Eine Augeninnendruckmessung war m. W. mit ca. 10 € zu zahlen. Bin jedes Jahr beim Augenarzt wegen Netzhautveränderungen. Wenn man dann noch Brillenträger ist, tränen einem im wahrsten Sinne die Augen. Z. Zt. bekomme ich wenigstens 10 x auf das KG-Rezept, mein Hausarzt meinte, dann hätte ich wenigstens nicht alle 6 x die Rezeptgebühr (bin ausserhalb des Regelfalles, deshalb bekomme ich die Rezepte bis zur OP). Die KK macht wenigstens da keine Schwierigkeiten. Wenn ich zusammenrechne, was ich in diesem Jahr schon zugezahlt habe. Puh. Ich finde es ist ganz schön traurig, wenn ich überlege, wie hoch meine Abzüge sind (Halbtagsjob) und ich dann im Bedarfsfall so viel extra zahlen muss. Jetzt habe ich aber genug gejammert. Es geht ja fast allen so, die nicht ganz fit sind. Musste mich mal ausheulen. Zitat von meiner verstorbenen Oma: "Lieber reich und gesund, als arm und krank". Aber wer ist heute schon gesund. Bin ja sonst zufrieden, dass ich mich immer wieder aufgerappelt habe und liebe Mitmenschen getroffen habe, die mich wieder psychisch und physisch aufgebaut haben. Das wünsche ich auch allen hier im Forum.

Gruss
Zwilling
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Beitrag von Klaus »

Hallo Zwilling,

klar, man könnte den Eindruck gewinnen, dass nur noch abgezockt wird.
Andrerseits ist schon zu überlegen, welche Priorität die Gesundheit eigentlich bei den täglichen Ausgaben hat.
Wir sind durch die Vergangenheit schon verwöhnt gewesen.

Am Beispiel Schroth-KG ist mir nach der REHA ziemlich schnell klar geworden, dass es einfach nicht geht, KG Leistungen unbedingt weiter in Anspruch nehmen zu wollen, obwohl man täglich zuhause üben sollte. :)

Dieses Smiley steht für viele Posts hier im Forum und auch für die Erfahrungswerte der Physiotherapeuten, die auch ein Lied davon singen können, dass die Patienten generell empfohlene Übungen (nicht unbedingt nur Schroth) zu Hause nicht machen. Natürlich eine Zwickmühle, denn die Therapeuten leben davon.

Gruss
Klaus
Hellraiser

Pro Disc LWS5/S1

Beitrag von Hellraiser »

Hallo Klaus
Ich will Dir ganz kurz mal meine Erfahrung mit Pro Disc berichten. Heute vor 2 Wochen war ich gerade im Aufwachraum des Klinikums Markgröningen bei Stuttgart. Habe mich trotz dieser Riesenoperation beim Aufwachen und danach recht gut gefühlt. Zur Zeit nehme ich pro Tag noch ca.100 mg Diclofenac wegen der Hämatome im OP Bereich. Ansonsten sind meine Beschwerden, ausgelöst durch mehrere Bandscheibenvorfälle im Bereich L5/S1, wie weg geblasen. Ich kann die OP also als Supererfolg verbuchen. Mit der Krankenkasse( TKK freiwillig versichert) gab es überhaupt keine Probleme.Für weitere Info stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Gruß aus Ludwigsburg
H.Vanselow
Lanzelotte 007

Beitrag von Lanzelotte 007 »

Hallo Klaus
Ich will Dir ganz kurz mal meine Erfahrung mit Pro Disc berichten. Heute vor 2 wochen war ich gerade im Aufwachraum des Klinikums Markgröningen bei Stuttgart. Habe mich trotz dieser Riesenoperation beim Aufwachen und danach recht gut gefühlt. Zur Zeit nehme ich pro Tag noch ca.100 mg Diclofenac wegen der Hämatome im OP Bereich. Ansonsten sind meine Beschwerden, ausgelöst durch mehrere Bandscheibenvorfälle im Bereich L5/S1, wie weg geblasen. Ich kann die OP also als Supererfolg verbuchen. Mit der Krankenkasse( TKK freiwillig versichert) gab es überhaupt keine Probleme.Für weitere Info stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Gruß aus Ludwigsburg
H.Vanselow
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Beitrag von Zwilling »

Hallo Klaus,

ich bekomme die KG, weil ich die Übungen als OP-Vorbereitung machen muss. Ich kann aber nicht alle Übungen zu Hause machen und ausserdem lerne ich neue Übungen. Ausserdem wird die Ausführung der Übungen kontrolliert. Ich gehe täglich schwimmen (2 bis 2,5 km) und mache tägllich noch 1(!) Std. KG für massiven Muskelaufbau. Sonst kann ich mich vor Schmerzen nicht auf den Beinen halten, geschweige denn Arbeiten gehen. So fühle ich mich auch in der Beziehung nicht als Abzocker. Wenn ich Pech habe, warte ich bis März 2006(!) auf die OP. Die OP-Termine vergebe ich auch nicht. Ich kann auch nicht sagen, dass ich meine KK in den letzten Jahren ausserhalb des Üblichen in Anspruch genommen habe. Deshalb habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Ich bin auch noch nie zur Kur o. ä. gewesen.

Gruss
Zwilling
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Beitrag von Klaus »

Zwilling hat geschrieben:So fühle ich mich auch in der Beziehung nicht als Abzocker
Mit abzocken waren "Gesundheitsbetriebe" gemeint, die manchmal den Eindruck vermitteln.

Am Beispiel Schroth habe ich versucht zu erklären, warum gerade in der Physiotherapie der Rotstift angesetzt wurde; weil es nämlich diese Fälle von unnötigen bzw. sinnlosen Behandlungen gegeben hat. Diejenigen, die es bitter nötig haben, leiden darunter und müssen um jede KG kämpfen, insbesondere ausserhalb des Regelfalles.

Du brauchst nun wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben!

Gruss
Klaus
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