wieder dabei

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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gauklerdavid
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wieder dabei

Beitrag von gauklerdavid »

Hallo allemal

Nach längerer Zeit Forums Abstinenz möchte ich mich auch mal wieder melden.
Habe gute und weniger gute Dinge zu berichten. Die weniger guten: Mit dem Tübinger Korsett kam ich nie über zwei bis drei Stunden Tragezeit hinaus. Im letzten Jahr hab ich spezielle Übungen für meinem Rücken vernachlässigt oder zumindest eher unregelmäsig durchgeführt, bin aber immerhin viel geschwommen. Die Reha die ich letztes Jahr in Bad Salzungen machen wollte musste ich gegen erweiterte ambulante Physiotherapie eintauschen. Eventuell dadurch hat sich meine Rücken verschlechtert. Nicht vom Krümmungsgrad, zum Glück, aber ich habe im verlauf des letzten halben Jahres immer mehr Schmerzen bekommen und die BWS ist über der Krümmung sehr viel labiler und Blockieranfälliger geworden. (siehe unten) Irgendwann konnte ich noch nicht mal mehr länger als ein halbe Stunde ohne deutliche Schmerzen stehen oder sitzen. Das hat mich erst ziemlich runtergezogen aber auch wieder aufgerüttelt, wobei ich dann zu den positiven Dingen komme: Seit drei Monaten habe ich ein Rahmouni Korsett . Nach einer sehr schwierigen Eingewöhnungszeit habe ich es nun geschafft daß Ding 7 Stunden am Tag und 5 Stunden in der Nacht anzubehalten, (Ok das war Rekord: Durchnitt ist immoment 5 Stunden Tag 3 Stunden Nacht). Der Korrektureffekt im Korsett ist enorm: Laut Röngenbild ist die Kyphose ohne 65 Grad und mit 33 Grad mit. Ich mache wieder täglich vor allem isometrische Übungen (Leider noch immer kein echtes Schroth). Dies hat mich wieder etwas aufgerichtet sowohl fysisch wie psychisch. Die stärkeren Schmerzen sind zurückgegangen.
In einem Monat bin ich in Bad Salzungen zur Kur. Nun weiter so...

Was ich fragen wollte: wie viele und welche erwachsene„Scheuermänner“ sind im Moment gerade im Forum aktiv? Wer hat ein Korsett ?Und wer hat auch eine vergleichbare Scheuermann Version: tiefsitzende BWS Kyphose mit Hyperlordose und über dem Scheitelpunkt eher Flache BWS? (Klaus?)Bei mir ist das nämlich so: Scheitelpunkt ist bei Bw 10, in der LWS hyperlordose, über der Krümmung ist die BWS eher „zu gerade“ Schmerzen entstehen immer direkt über der Krümmung immer auf der rechten Seite . Ich habe die Vermutung daß das neben Muskelverspannung mit den Facetten-gelenken zu tun hat, die ja an dieser Stelle eventuell zu stark belastet sind und wahrscheinlich auch zu stark/in falscher Position bewegt werden. Seltsam daß es immer auf der einen Seite ist. Meine BWS ist auch ganz leicht nach links rotiert. Ich habe das den Eindruck das meine Wirbelsäule an dieser Stelle mit der Zeit labiler (Krolik benützte mal den Eindruck weicher Rücken, was ich recht passend finde)geworden ist und sehr empfindlich auf Druck von oben (z.B durch langes Stehen oder was tragen) Es kracht häufig , Gelenke blockieren (und lösen sich auch wieder) schnell. Oft habe ich den Gefühl als würde die WS an dieser Stelle zu stark zusammengedrückt. Aufrichtung im Korsett und durch Übungen hift gegen akute Schmerzen und gibt Stabilität. Die Stelle bleibt aber labil, Blockierungen stellen sich noch stets schnell ein sowie auch starke rechtsseitig Verspannungen.
Hat da jemand ähnliche Erfahrungen? Interessant fände ich auch was ihr für Erfahrungen mit Korsett gemacht habt und wie euer Übeprogramm aussieht. Werde aber erst mal alte Einträge durchsuchen, dann muss man nicht alles neu schreiben.

Beste Grüße
david
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hi David!

Welcome back!!! :D

Wir haben jetzt eine Adulte Korsettträger Tabelle, da stehen einige Korsett versorgte Kyphos drin: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=4723

Gruß,
BZebra
Diana-sue
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Beitrag von Diana-sue »

Hallo David :hallo:

Ich habe auch so eine tiefe Sitzkyphose mit SP am B11 incl. Hyperlordose.
Laut Dr. Hoffmann ,hab ich aktuell 69.Grad, verbunden mit Höllenschmerzen. Ab Sep/06 werden ich ein Rahmouni tragen, vor einer Woche war ich zum gipsen da.
Ich hoffe auch, auf eine gute Korrektur und endliche Abnahme der Schmerzen.

LG :kleeblatt:
Diana
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo David,

es würde sich wahrscheinlich lohnen, ab und zu meinen Fragepost "Wer hat noch eine tiefsitzende Kyphose?" zu aktualisieren.

Na ja, man muss nur genügend lange warten. :)

Hyperkyphose Scheitelpunkt BWS 11/12, 50 Grad
kurze Hyperlordose darunter
Flachrücken darüber

Geringe Dauerschmerzen unterhalb des Scheitels!
starke Myogelosen--> Dauer-Behandlung zur Zeit mit Friktionsmassage (abgeänderte Triggerpunktbehandlung mit Triggosan Schlüssel) 1x in der Woche

kein Korsett
Schroth KG zuhause
Fitness-Training mit Schroth-Berücksichtigung, insbesonders beim Rückentraining(Schulter-(gegen)zug)

Dehnübungen lassen bei mir auch die Wirbel knacken, möglicherweise ist das auch die Folge des Fitness-Trainings, bei dem ich ab und zu die dehnende Komponente vernachlässige. Das passiert, wenn ich bei der Übungsausführung mal die Lust verliere. :)
In einem Monat bin ich in Bad Salzungen zur Kur.
Dazu gäbe es einiges spezielles zu sagen.
Ist das Deine erste REHA?

Gruss
Klaus
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo

He, sofort am nächsten Tag schon Antwort auf mein POsting, freut mich!

@Diana-sue: nach meiner Erfahrung hast du gute Chancen daß sich deine Schmerzen im KOrsett reduzieren, viele Menschen merken sogar sehr schnell eine Erleichterung. Was allerdings gerade am Anfang der Korsetttragerei auch passieren kann, ist daß die Muskeln so sehr arbeiten müssen daß es zu extra Verspannungsschmerzen kommt. (Bei mir was daß so) Man braucht da Geduld aber mit der Zeit gewöhnt sich der Rücken an die neue Haltung und man kann das Korset immer länger tragen.Und daß ist ein tolles Gefühl .Daher ist es sicher nützlich die Tragedauer langsam und systematisch zu steigern. Jeden Tag ein paar Minuten mehr. Ich war ungeduldig wollte am Anfang mein Korsett gleich so lang wie irgend möglich tragen. Deswegen habe ich es dann immer so lange angehabt bis ich gar nicht mehr konnte. Und daraufhin entnervt in in die Ecke gestelt und Tagelang nicht mehr angerührt....

@Klaus
Ja das ist meine erste Reha. Was meinst du mit daß es dazu einiges zu sagen gibt? Was sind eigentlich Myogelosen? Muskelverhärtungen, erinnere ich das richtig?


@BZebra: Prima Sache die Tabelle hab mich gleich mal dazu geschrieben.

Beste Grüße
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

gauklerdavid hat geschrieben:Ja das ist meine erste Reha. Was meinst du mit daß es dazu einiges zu sagen gibt? Was sind eigentlich Myogelosen? Muskelverhärtungen, erinnere ich das richtig?
Diese tiefsitzende Kyphose ist auch für Schroth eine besondere Herausforderung.

@Diana-sue habe ich an anderer Stelle schon etwas dazu geschrieben.

Das Problem ist zunächst mal, dass Du noch keine REHA gemacht hast und spezielle Details zu Schroth in einer solchen Situation schwer zu vermitteln sind. Es ist sowieso generell sehr schwierig, Schroth zu erklären, man muss es selbst mit dem Körpergefühl erfahren.

Ich versuche es trotzdem mal, damit Du notfalls bei der REHA eingreifen kannst.

Am Anfang wirst Du von den Therapeuten eingeordnet:
Sitzkyphose mit Flachrücken incl. Unterlagerungspunkte bei Rücken-und Bauchlage

1. Woche Einführung für alle
2. bis 4. Woche symetrische Gruppe

Auf kurzer Strecke musst Du die Hyperkyphose nach innen korrigieren und die Hyperlordose nach aussen. Das wird Dir zunächst unmöglich erscheinen, aber es geht, wenn auch gerade die Übungen im Stehen und im Sitzen sehr anstrengend sind!
Besser ist es bei den Übungen in Rücken-und Bauchlage.

In der Rückenlage müssen sogenannte Unterlagerungen mit Reissäckchen gemacht werden. Da kann es sein, dass je nach Therapeut die Lagerung erst mal ausprobiert werden muss. Du musst Dir dabei vorstellen, dass bei der Übungsausführung Korrektur-Bewegungen, wie oben beschrieben, ungehindert ermöglicht werden.
Möglicherweise kennst Du das schon vom Korsett.
Ob man die Beine dabei anwinkelt oder nicht, ist ein Unsicherheitsfaktor, den ich nach der REHA zusammen mit meiner Therapeutin geklärt habe: Beine anwinkeln! Sollte man durch Fühlen des Therapeuten bei der Übungsausführung ermitteln!
Christa Lehnert Schroth schreibt u.a. dazu in ihrem "gelben" Buch auf Seite 219/220 "..denn wie man es macht, könnte es falsch sein" :)
Da steht übrigens einiges zu diesem Spezialfall und es gibt auch einige Übungen dazu. Das Buch bringt aber erst nach der REHA etwas!!

In Bauchlage und insbesondere bei gegurteten Übungen wird die Sache unkomplizierter, weil hier durch Streckung der gesamten WS kaum etwas falsch gemacht werden kann.

Übrigens hatte ich vor einiger Zeit Kontakt mit einem Scheuermann während einer REHA in Bad Sobernheim. Ich habe die Situation genutzt, mal gezielt nach Sitzkyphose zu fragen und auch nach speziellen Übungen, die auf einer Homepage von Dr. Weiss als neues Konzept angepriesen wurden.

Fazit: Die Therapeuten waren überfordert, mit Sitzkyphose konnten sie nichts anfangen und die Übungen kannten sie auch nicht.
Ich schreibe das nur, weil die Diskussion hier im Forum oft in die Richtung geht, dass nur Bad Sobernheim eine wirklich kompetente Therapie macht.
Das ist sicherlich auch von aktuellen Therapeuten in beiden Kliniken abhängig und
von den Erfahrungen, die man hier im Forum sammeln und anwenden kann.

Eigentlich braucht man als Erwachsener mindestens 2 REHA's, eine um es zu lernen und eine, um die im Laufe der Zeit angefallenen Fragen ganz konkret und "profihaft" für sich persönlich zu klären.

Myogelosen sind tatsächlich Muskelverhärtungen aufgrund von Überlastungen, die durch die Strukturveränderung ständig da sind.
Du hast sie offensichtlich nicht?

Gruss
Klaus
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo KLaus
Klaus hat geschrieben: Diese tiefsitzende Kyphose ist auch für Schroth eine besondere Herausforderung.

@Diana-sue habe ich an anderer Stelle schon etwas dazu geschrieben.

Das Problem ist zunächst mal, dass Du noch keine REHA gemacht hast und spezielle Details zu Schroth in einer solchen Situation schwer zu vermitteln sind. Es ist sowieso generell sehr schwierig, Schroth zu erklären, man muss es selbst mit dem Körpergefühl erfahren.

Ich versuche es trotzdem mal, damit Du notfalls bei der REHA eingreifen kannst.


Auf kurzer Strecke musst Du die Hyperkyphose nach innen korrigieren und die Hyperlordose nach aussen. Das wird Dir zunächst unmöglich erscheinen, aber es geht, wenn auch gerade die Übungen im Stehen und im Sitzen sehr anstrengend sind!
Besser ist es bei den Übungen in Rücken-und Bauchlage.

Du musst Dir dabei vorstellen, dass bei der Übungsausführung Korrektur-Bewegungen, wie oben beschrieben, ungehindert ermöglicht werden.
Möglicherweise kennst Du das schon vom Korsett.


In Bauchlage und insbesondere bei gegurteten Übungen wird die Sache unkomplizierter, weil hier durch Streckung der gesamten WS kaum etwas falsch gemacht werden kann.

Übrigens hatte ich vor einiger Zeit Kontakt mit einem Scheuermann während einer REHA in Bad Sobernheim. Ich habe die Situation genutzt, mal gezielt nach Sitzkyphose zu fragen und auch nach speziellen Übungen, die auf einer Homepage von Dr. Weiss als neues Konzept angepriesen wurden.


Gruss
Klaus
Ich kann dass schon nachvollziehen was du gesagt hast. Habe zwar noch keine Schroth Erfahrung aber dank Physiotherapie und früherem Tanzen noch ein relativ anständiges Körperbewustsein. (das Korsett beeinflusst dieses auch eher positiv durch des sensorische Feedback das man bekommt)
Es stimmt gleichzeitig das Hohlkreuz und die Kyphose zu korrigieren ist sehr schwierig, insbesondere da diese bei uns näher zusammenliegen. Es fühlt an wie zwei Bewegungen die einander gegenarbeiten. (und ist im Prinzip auch so)

Ich habe auch die Erfarung gemacht daß eine starke Korrektur dieser beiden Bereiche bei mit im stehen scheinbar unmöglich ist, die Schwerkraft ist einfach stärker. Im Korsett oder ein bis zwei Stunden nachdem ich das Korsett ausgezogen habe geht es sehr viel besser und ich kann eine Aufrichtung erreichen wie ich sie sonst nie hinbekommen hätte.
In waagrechter Position ist grundsätzlichs einfacher, wohl weil die Schwerkraft anders wirkt.

Habe ich das richtig verstanden: du hast mit einem Kyphose Patient gesprochen der in Sobernheim war und dieser war mit der Behandlung von Sitzkyphosen nichtzufrieden?

Soweit mal

Viele Grüße
david
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo david,
Es fühlt an wie zwei Bewegungen die einander gegenarbeiten.
Wenn Du erst mal den sogenannten Schultergegenzug kennengelernt hast, findest Du noch eine Bestätigung für einen scheinbar unmöglichen Vorgang, bei dem eine Spannung gleichzeitig nach innen und nach aussen wirkt.
Habe ich das richtig verstanden: du hast mit einem Kyphose Patient gesprochen der in Sobernheim war und dieser war mit der Behandlung von Sitzkyphosen nichtzufrieden?
Nein, er war mit einer normalen BWS Kyphose dort und sollte mal nach Sitzkyphose fragen. Es gab übrigens zu dieser Zeit keinen Patienten mit Sitzkyphose dort und offenbar sind die auch in Bad Sobernheim sehr selten.
In waagrechter Position ist grundsätzlichs einfacher, wohl weil die Schwerkraft anders wirkt.
Interessanter Aspekt. Obwohl natürlich die senkrechte Haltung die Schwierigkeiten vorgibt, gegen die wir kämpfen müssen.

Gruss
Klaus
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