Hallo
Vor ein paar Tagen laß ich die Aussage eines ansonsten etwas seltsamen Arztes zum Thema Füße, Fußhaltung, Zehen und den Muskeln die von den Zehen ausgehen. Ungefähr ging das so: für eine gesunde aufrechte Haltung sei die Entwicklung der Muskulatur an den Füßen und die Stellung derselben unentbehrlich. Diese sei mit dem Gebrauch der Zehen verbunden. Aufgrund der Gangart und des Schuhwerkes + Untergrund (Schuhe auf Beton, statt Barfuss auf Sand/Gras)sei diese Muskulatur bei vielen Menschen unterentwickelt.
So etwas ähnliches habe ich nun schon ein paar mal gehört: meine erste Fysiotherapeutin gab mir auch immer Korrekturanweisungen für meine Füße, eine andere Fysiotherapeutin ließ mich Bohnen mit den Zehen aufpicken und auch in dem Artikel „Krankengymnastische Behandlung bei Morbus Scheuermann„ (von Schroth und Weiss) wird auf Fußübungen hingewiesen. („Um das Quer und Längsgewölbe zu betonen“)
Also probierte ich folgende kleine Übung aus: Barfuss auf den Boden stellen , dann die Zehen in den Boden drücken, so daß man das Gefühl hat die Ferse würde sich leicht anheben. Man kann auch die Ferse leicht anheben, aber man darf nicht vollständig „auf den zehenspitzen“ stehen. Ich fand den Effekt verblüffend: ohne daß ich weiter bewuste Korrekturbewegungen initierte richtete sich meine Haltung auf: das Becken kippte nach hinten, die Bauchmuskeln wurden aktiviert und die Kyphosen strekte sich. Nicht stark das ganze aber ich fand es verblüffend daß diese Korrektur quasi automatisch allein durch den Impuls an den Zehen ausgelöst wurde. Belastet ich daraufhin meine Fuß wie gewohnt. (plattfüsig mit gewicht Richtung Ferse) war es als würde die Spannung aus meinem Rumpf genommen und ich sackte ein. Mich aus diese „platten“ Fusstellung aufzurichten kostet viel mehr Mühe. Bin daraufhin eine Stunde Barfuss auf einem weichen Waldweg gelaufen und habe darauf geachtet die Zehen dabei einzusetzen. Auch beim gehen machte ich die gleichen Erfahrungen.
Was meint ihr dazu: Macht es innerhalb von Kyphosenbekämpfung Sinn die Füße und die Zehen „zu trainieren“ oder zuminedst zu aktivieren (zum Beispiel durch Barfuss auf Sand laufen)? Was habt ihr für Erfahrungen?
Wenn man annimmt dass die Muskeln der Menschen in Ketten geschaltet sind und eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied macht das schon Sinn. Und auch die Veränderung der Stellung eines Gelenkes hat ja die Veränderung der Stellung der anderen Gelenke zu Folge.
Und die MBT Schuhe versuchen doch auch gehen im Sand zu imitieren?
Gruß david
Füße, Zehen und Körperhaltung
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gauklerdavid
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- Matthias
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BWS-Hyperkyphose - Therapie: 1. Rahmouni-Korsett gegen Schmerzen 2003
2. Rahmouni-Kyphosen-Korsett 2007
3. Korsett von CCtec 2015
Sohn ebenfalls Kyphosenkorsetts von Rahmouni und CCtec
Tochter ebenfalls Kyphosenkorsetts CCtec - Wohnort: Darmstadt
Hallo David,
da sind wir ja genau bei meinem Lieblingsthema angelangt. Das barfuß gehen hat einen sehr positiven Effekt auf die Haltung des ganzen Körpers darüber. Vor allem wenn man beim Barfußlaufen den Vorfuß zuerst aufsetzt, also wie beim Treppensteigen oder rückwärts gehen. Das fühlt sich zuerst an wie ein Storch im Salat, aber wenn man es möglichst oft barfuß übt, wird diese Gangart auch bald zum Automatismus und man läuft immer so. Das ist für alle Gelenke darüber (Knie, Hüfte, Wirbelsäule ...) sehr gut, weil dadurch der harte Stoß der entsteht wenn man mit der Ferse zuerst auftritt vermieden wird. Du kannst das ausprobieren, wenn Du auf hartem Untergrund ein Stück barfuß gehst und dabei die Ferse zuerst aufsetzt, das gibt jedesmal einen Stoß bis in den Kopf, setzt Du jetzt aber den Vorfuß zuerst auf wird dieser Stoß weich von Deiner Wade und den Fußgewölben abgefangen, dafür sind die nämlich eigentlich da, werden jedoch heute von den meisten Leuten, durch das einsperren der Füße in Schuhe, verkümmern gelassen. Allerdings kann das am Anfang zu Muskelkater in den Waden führen, aber das ist ein Schmerz der erstens wieder vergeht und zweitens mir wesentlich lieber ist als Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen.
Also mach so weiter und lauf möglichst viel barfuß, das tut nicht zuletzt durch die kostenlose Fußreflexzonen-Massage dem ganzen Körper gut, außerdem ist es ein tollen Gefühl. Wenn Du täglich eine halbe Stunde barfuß läufst machen Dir binnen kürzester Zeit auch schwierigere Untergründe nichts mehr aus, denn auch Deine Fußsohle paßt sich sehr schnell an und wird fester, was nichts mit harter Hornhaut wie bei Schuhdruckstellen zu tun hat, sondern eher im ganzen eine etwas festere Lederhaut ist mit weichen Unterhautpolstern.
Ein weiterer Grund für das barfuß laufen ist, daß es so viel mehr Spaß macht als mit Schuhen. Wer immer mit Schuhen unterwegs ist, weiß gar nicht was ihm entgeht, weil er die vielen unterschiedlichen Untergründe und Temperaturen die der Boden einem bietet gar nicht wahrnimmt.
Wenn Du dich darüber weiter austauschen willst, es gibt ein nettes Forum zum Barfußlaufen: www.barfuss.net
Viele Grüße
Matthias
da sind wir ja genau bei meinem Lieblingsthema angelangt. Das barfuß gehen hat einen sehr positiven Effekt auf die Haltung des ganzen Körpers darüber. Vor allem wenn man beim Barfußlaufen den Vorfuß zuerst aufsetzt, also wie beim Treppensteigen oder rückwärts gehen. Das fühlt sich zuerst an wie ein Storch im Salat, aber wenn man es möglichst oft barfuß übt, wird diese Gangart auch bald zum Automatismus und man läuft immer so. Das ist für alle Gelenke darüber (Knie, Hüfte, Wirbelsäule ...) sehr gut, weil dadurch der harte Stoß der entsteht wenn man mit der Ferse zuerst auftritt vermieden wird. Du kannst das ausprobieren, wenn Du auf hartem Untergrund ein Stück barfuß gehst und dabei die Ferse zuerst aufsetzt, das gibt jedesmal einen Stoß bis in den Kopf, setzt Du jetzt aber den Vorfuß zuerst auf wird dieser Stoß weich von Deiner Wade und den Fußgewölben abgefangen, dafür sind die nämlich eigentlich da, werden jedoch heute von den meisten Leuten, durch das einsperren der Füße in Schuhe, verkümmern gelassen. Allerdings kann das am Anfang zu Muskelkater in den Waden führen, aber das ist ein Schmerz der erstens wieder vergeht und zweitens mir wesentlich lieber ist als Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen.
Also mach so weiter und lauf möglichst viel barfuß, das tut nicht zuletzt durch die kostenlose Fußreflexzonen-Massage dem ganzen Körper gut, außerdem ist es ein tollen Gefühl. Wenn Du täglich eine halbe Stunde barfuß läufst machen Dir binnen kürzester Zeit auch schwierigere Untergründe nichts mehr aus, denn auch Deine Fußsohle paßt sich sehr schnell an und wird fester, was nichts mit harter Hornhaut wie bei Schuhdruckstellen zu tun hat, sondern eher im ganzen eine etwas festere Lederhaut ist mit weichen Unterhautpolstern.
Ein weiterer Grund für das barfuß laufen ist, daß es so viel mehr Spaß macht als mit Schuhen. Wer immer mit Schuhen unterwegs ist, weiß gar nicht was ihm entgeht, weil er die vielen unterschiedlichen Untergründe und Temperaturen die der Boden einem bietet gar nicht wahrnimmt.
Wenn Du dich darüber weiter austauschen willst, es gibt ein nettes Forum zum Barfußlaufen: www.barfuss.net
Viele Grüße
Matthias