BWk-Fraktur mit Keilwirbelbildung

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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MurphyBln

BWk-Fraktur mit Keilwirbelbildung

Beitrag von MurphyBln »

Hallo!
Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und froh über die vielen guten Einträge, die ich bisher gelesen habe.

Vielleicht kann auch mir jemand weiterhelfen: Im Herbst 2005 hatte ich einen Arbeitsunfall bei dem ich mir auch Kompressionsfrakturen der BKW 11 und 12 zugezogen haben, mit Keilwirbelbildung BWK 12.
Die beiden Frakturen wurden leider nicht sofort diagnostiziert, sondern erst gut zwei Monate später.
Nach Ansicht der damals behandelnden Ärzte war es dann für eine Kyphoplastie oder Vertebroplastie zu spät. Ein Teil der Ärzte rät mir zu einer OP mit Installation eines Fixateurs, andere raten dringend ab - ich selbst schwanke hin und her.
Die Behandlung erfolgt seitdem konservativ, allerdings ohne Korsett; d.h.: Physio- und Schmerztherapie.
Nach nun 1,5 Jahren bin ich immer noch nicht schmerzfrei, nehme täglich Schmerzmittel.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es irgendwelche Tips? Kennt jemand einen guten, auf dieses Gebiet spezialisierten Facharzt (vorzugsweise Berlin, reise aber auch bei Bedarf bundesweit)?
Kostenträger ist die Berufsgenossenschaft oder im Fall der Leistungsverweigerung durch diese (das kennen sicher viele hier auch...) meine private äKrankenversicherung.
Danke!
Pfau4
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Beitrag von Pfau4 »

Hast du denn überhaupt vor deinem Unfall eine Skoliose, Kyphose oder ähnliche Wirbelsäulen Deformitäten gehabt?
Denn wenn nicht, rate ich dir auf den Rat der behandelnden Ärzte zu vertrauen, da es um wahrscheinlich um eine Fixierung an lediglich zwei Wibelkörper geht, um diese zu stabilisieren und so die Bandscheibe zu entlasten, denke ich.
Eine solche Operation ist sowohl von den Risiken als auch ansonsten keineswegs vergleichbar mit den Operationen, die bei oben genannten Erkrankungen erfolgen. Deshalb wirst du in diesem Forum wohl auch nicht allzu viel Rat finden. Trotzdem viel Glück.
Nic80

Keine OP ohne Dr. Packi

Beitrag von Nic80 »

Hallo an alle. Ich kann euch nur empfehlen euch nicht operieren zu lassen. Zumindest nicht, bis sich die Angelegenheit Herr Walter Packi von der Klinik von Biokinematik angeschaut hat. Ich hatte 2005 eine BWK-Fraktur. Ist soweit gut verheilt, wenn da nicht die ständigen Druckschmerzen gewesen wären. Ich bin von Arzt zu Arzt gewandert. Im Umkreis von 200 km habe ich einige ausprobiert. Jeder aber wirklich jeder hat immer an der Schmerzstelle behandelt. Eine OP an der Wirbelsäule kam für mich nicht in Frage, obwohl dies am Schluss vorgeschlagen wurde. Die vorherigen Nervenverödungen, Infiltrationen, alles für die Katz. Mein letzter Halm an den ich mich dann noch geklammert habe, war die Klinik für Biokinematik in Bad Krozingen. Ich konnte nach 4 Tagen wieder nach Hause und das VÖLLIG SCHMERZFREI. Wenn man dann die Geschichten von anderen Patienten hört ... Die Geschichte mit dem Rollstuhlfahrer hat mich am meisten fasziniert. Ein hoffnungsloser Fall (Rollstuhlfahrer) kam in die Klinik. 6 Tage später ging er mit der Therapeutin joggen. Ich sage nur, einfach ausprobieren. Schlimmer kann es eh nicht werden.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Aus den FAQ's dieser Klinik:

Skoliose und Schmerz

Die Skoliose verursacht keine speziellen Schmerzen. Ein Skoliotiker ist nicht mehr und nicht weniger gesund, als ein gerade gewachsener Mensch. Dies deswegen, weil die Skoliose im Wachstum entsteht. Im Wachsen haben sich sämtliche Teile des Körpers aneinander angepaßt. Beim Skoliotiker ist die linke Seite anders gewachsen, als die rechte Seite. Da dies im Wachsen passiert ist, sind trotzdem alle Einzelteile des Körpers zueinander abgestimmt. Ein Skoliotiker wird erst dann krank, wenn er operiert wird, da dann diese Abstimmung zerstört wird.

Schmerzen beim Skoliotiker haben die gleiche Ursache wie beim Nicht-Skoliotiker und sind mit den gleichen Maßnahmen und den gleichen Erfolgsaussichten zu beheben.


Ganz schön abenteuerlich diese Behandlung!

Gruss
Klaus
chaleo
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Beitrag von chaleo »

Hallo Nic80,
kannst du bitte mal bischen berichten, wie deine Behandlung ausgesehen hat und was du denkst was dir genau geholfen hat?
Danke und Grüße
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Schnecke007
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Beitrag von Schnecke007 »

Werbung mal wieder...!?? :augenauf:
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

schnecke007 hat geschrieben:Werbung mal wieder...!??
Deswegen habe ich die Behandlung mit den FAQ's dieser Klinik in Frage gestellt und chaleo will ja auch konkretes wissen.

Der User sollte sich selbst von diesen simplen plakativen Aussagen von nic80 ein Bild machen und auf die weiteren Aussagen von nic80 warten.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Schnecke007 »

Der User sollte sich selbst von diesen simplen plakativen Aussagen von nic80 ein Bild machen und auf die weiteren Aussagen von nic80 warten.
... sofern es da welche gibt. Rollstuhlfahrer, die nach 6 Tagen joggen gehen - ich sag jetzt mal lieber nix dazu. :stumm: :augenauf:

Gruß, Schnecke
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Na ja, ich meinte generell den interessierten Leser, der solche Aussagen schon einordnen können sollte.

Gruss
Klaus
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo,

Ich habe Erfahrung mit Walter Packi und habe auch schon einige Geschichten von anderen Patienten gehoert. Meine Meinung:

Sein Ansatz ist interessant, aber meiner Meinug nicht oder nur mit grossen Einschraenkungen geeignet fuer Skoliosen und Kyphosen (siehe die sonderbaren Dinge die er ueber Skoliosen schreibt). Schroth ist da ganz klar die bessere Alternative. Die Uebungen die er mir damals gezeigt hat waren nicht Kyphosen spezifisch und hohlkreuzverstaerkend.

Herr Packi ist der Meinung dass sehr viele Probleme des Bewegungsapparates ihre Ursachen in muskulaeren Verkuerzungen , muskulaeren dysbalancen und muskulaerem fehlfunktionieren haben.
> bin ich groesstenteils mit Einverstanden

Er behandelt unter anderem durch Uebungen: isometrisches Anspannden des verkuerzten Muskels in maximaler laenge um Muskelaufbau in der Laenge zu provozieren.
> Soviel ich weis ist das tatsaechlich eine Effektive Methode um gegen Muskelverkuerzung vorzugehen und besser als passives dehnen.

Er behandelt auch durch triggerpunktartige Geschichten.

Erfolge scheint er unter anderem zu haben bei bandscheibenrelatierten Problemen.

Leider habe ich auch den Eindruck dass er recht radikal ist in seinen Meinungen und den Anwendungsbereich seiner Methode ueberschaetzt, die grundsaetzlich bei manchen Problemen wohl sehr grosse Erfolge zeigt. Auch wurde damals bei mir das dehen zu aggressiv angegangen.

David
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

gauklerdavid hat geschrieben:Er behandelt unter anderem durch Uebungen: isometrisches Anspannden des verkuerzten Muskels in maximaler laenge um Muskelaufbau in der Laenge zu provozieren.
> Soviel ich weis ist das tatsaechlich eine Effektive Methode um gegen Muskelverkuerzung vorzugehen und besser als passives dehnen.
Gute Fitness Geräte machen das während des Bewegungsablaufes auch, allerdings im gedehnten und verkürztem Zustand für eine bestimmte frei wählbare Zeit, in meinem Studio werden jeweils 2 sec empfohlen.
Das könnte man ja ändern und sich mehr auf die gedehnte Phase konzentrieren, sofern das für die individuelle Situation richtig ist.
Probiere ich mal aus.
Er behandelt auch durch triggerpunktartige Geschichten.
Dazu gehört ja auch generell die Drucktechnik, so wie das Dr. Bauermeister in "seiner Triggerpunkttherapie" anwendet.
Dazu gibt es einen ausführlichen Thread hier im Forum, ist aber auch nur eine weitere zusätzliche Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern und bestenfalls die Ausgangsposition für aktive Muskelpflege zu verbessern.

Gruss
Klaus
Nic80

BWK-Fraktur

Beitrag von Nic80 »

Hallo Zusammen,

also erstmal hat das mit der Klinik nichts mit Werbung zu tun. Möchte lediglich den Schmerzpatienten eine Möglichkeit geben, die Schmerzen zu vernichten zumindest zu verbessern. Ich war jahrelang Schmerzpatientin und das ist bzw. war die Hölle.
Das schlimmste was man lt. Dr. Packi machen kann ist Gerätetraining (Fitness-Studio, Rückenschule) etc. Dadurch wird der Muskel zwar in die Breite gestärkt aber auch gekürzt. Was stretchen und dehnen betrifft ist total abzuraten, weil der Muskel nur auseinandergezogen wird. Der oder die Muskel müssen während einem Training aktiviert werden und die Information bekommen, dass sie sich in die Länge aufbauen müssen (mit Gerätetraining geht das nur in die Breite). Mein Training war also ein ganz normales Training, was man anschließend ohne großartige und teure Geräte zuhause machen kann. Schon die Erstuntersuchung war interessant. Der Klinikaufenthalt ist eigentlich nur maximal 1 Woche. Ich bin nach 4 Tagen entlassen worden und das schmerzfrei bis heute. Wer es nicht ausprobiert, dem kann es nicht so schlecht gehen. Das ist meine Meinung. Bei den ganzen unzähligen Weißkittel-Ärzte wo ich war, waren alle falsch gelegen.
Nic80

BWK-Fraktur

Beitrag von Nic80 »

Was den Beitrag David betrifft ...

Auf das was irgendwelche Leute erzählen oder was man von irgendwoher gehört hat ist halt immer so eine Sache. Ich habe auch gehört, dass Walter Packi einen hoffnungslosen Rollstuhlfahrer als Patient bekommen hat. Nach 6 Tagen ist dieser Rollstuhlfahrer joggen gegangen. Was sagt uns das? Wer es nicht ausprobiert, kann darüber nicht berichtet und so wie es überall ist. Bei dem einen hilft es bei dem anderen nicht.

Was die radikalen Methoden betrifft muss ich zugeben, dass die Therapien alles andere als Streicheleinheiten sind. Aber wer hält nicht einiges aus nur um den Schmerz zu vernichten oder zu verbessern.

Deswegen empfehle ich, ausprobieren und wenn es nur die Erstuntersuchung ist.

Viele Grüße
Nicole
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