Bin verwirrt - Therapie so richtig?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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-Mia-

Bin verwirrt - Therapie so richtig?

Beitrag von -Mia- »

Hallo, ich bin etwas verunsichert, weil ich nichts falsch machen will :( . Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir Tipps geben könntet.

Ich bin weiblich und 26 Jahre. Mein Arzt meinte ich hätte mehrere Blockaden und sollte mal zum Orthopäden. Habe aber insgesamt keine Schmerzen. Ich war dann bei zwei verschiedenen.

Befund: Links-knovex lumbal. C1 rechts lat., Einschränkungen Rotation C1/2 rechts, Blockierung 3. rippe rechts, Ilium links posterior stehend, keine neurologischen Ausfälle.

Diagnose: Lumbalskoliose mit begleitender muskulärer Dysbalance; Dysfunktion WS; KSSF

Therapie: Mobilisation der gestörten Segmente., Verordnung von Einlagen und KG.

Der zweite Ortho meinte ich hätte auch noch eine Beckenverwringung und hat mir auch Krankengymnastik für eine bessere Haltung empfohlen. Damit würde sich auch die Beinlängerndifferenz zurückbilden.

So jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Warum wurde bei mir nur der Hals geröngt? Ist meine Skoli nicht so schlimm? Wäre es nicht wichtig da genau zu bestimmen? Oder macht man das nur bei sehr ausgeprägten Skoliosen? Ich habe 10x Krankengymnastik aufgeschrieben bekommen. Gestern war ich zum ersten Mal da. Laut dem zweiten Ortho sollte ich auch an Geräten meine Muskulatur stärken, deshalb habe ich mir eine Praxis gesucht in der auch Geräte vorhanden sind. Allerdings hatte ich jetzt so das Gefühl, daß der von Skoliose nicht so den Plan hat. Gestern hat er nur etwas an meinen Rücken rumgedrückt und meine hinteren Beinmuskeln etwas passiv gedehnt, weil ich durch eine ISG Blockade mit den Händen nicht annähernd auf den Boden komme. Ich soll jetzt am Freitag wieder hin. Diesmal aber zu einer anderen (immer im Wechsel). Das kommt mir alles etwas komisch vor. Ich habe gar keine Übungen für zu Hause bekommen, geschweige denn ein Konzept. Ist das normal? Außerdem meinte er das wär ja bei mir nicht so schlimm, meine eine Seite wäre einfach nur stärker als die andere Seite. Das könnte man ausgleichen. Außerdem wäre ich ja ziemlich grade. Allerdings ist es bei mir so, daß ich nicht eine Wirbelsäule in S-Form habe, sondern die Wirbelsäule in sich so gedreht ist. Wenn ich mich als vorn überbeuge habe ich im unteren rechten Rückenbereich so ein Tal und dafür kommt dann links das Schulterblatt so raus. (ich hoffe ihr könnt euch das vorstellen). Das hat er glaube ich gar nicht bemerkt, weil ich mich nicht überbeugen mußte.

Was soll ich jetzt machen? Soll ich mir eine neue KG suchen? Oder kann man da nicht viel falsch machen? Habt ihr da nach der ersten Behandlung gesagt bekommen was jetzt die nächsten Male gemacht wird? Habt ihr direkt Übungen für daheim bekommen?


Liebe Grüße,
Mia
Lady S
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Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr.
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Wohnort: Nähe Stuttgart

Re: Bin verwirrt - Therapie so richtig?

Beitrag von Lady S »

Hallo Mia,

was soll man dazu sagen... das ist das ganz normale Trauerspiel :rolleyes:
-Mia- hat geschrieben: Warum wurde bei mir nur der Hals geröngt? Ist meine Skoli nicht so schlimm?

Frag das Deine Orthopäden. Woher wollen die überhaupt wissen, dass Deine Wirbelsäule nicht S-förmig ist, wenn nicht mal ein Röntgenbild angefertigt wurde? :juggle:
-Mia- hat geschrieben:Wäre es nicht wichtig da genau zu bestimmen? Oder macht man das nur bei sehr ausgeprägten Skoliosen?
Ja, wäre in jedem Fall wichtig.
-Mia- hat geschrieben:Das kommt mir alles etwas komisch vor.
Zu Recht.
-Mia- hat geschrieben:Ich habe gar keine Übungen für zu Hause bekommen, geschweige denn ein Konzept. Ist das normal?
Ich finde es nicht normal. Verlang es einfach!
-Mia- hat geschrieben:Wenn ich mich als vorn überbeuge habe ich im unteren rechten Rückenbereich so ein Tal und dafür kommt dann links das Schulterblatt so raus. (ich hoffe ihr könnt euch das vorstellen). Das hat er glaube ich gar nicht bemerkt, weil ich mich nicht überbeugen mußte.
Das ist eigentlich typisch für eine Skoliose, deshalb können wir uns das alle recht gut vorstellen :D
-Mia- hat geschrieben:Was soll ich jetzt machen? Soll ich mir eine neue KG suchen? Oder kann man da nicht viel falsch machen?
Da kann man vor allem viel Nutzloses machen.
Wenn Du auf Kassenrezept dort bist, kannst Du wohl nicht mehr wechseln.

Bitte lies Dich mal ein bisschen hier im Forum ein (Basiswissen usw.).
Dann bekommst Du schon eher eine Vorstellung davon, worum es geht.
Vor allem solltest Du eine richtige Diagnose samt Wirbelsäulenganzaufnahme und Bestimmung der Cobb-Winkel bekommen.
Ansonsten heisst das Zauberwort "KG nach Katharina Schroth".

Es wäre gut, wenn Du Dich hier mit Wohnort oder -region anmeldest, dann kann man Dir gezielter raten.

Grüsse, Lady S
-Mia--

Beitrag von -Mia-- »

Danke für Deine Antwort. Habe mich auch direkt mal angemeldet. Ich komme aus Mittelhessen. Aus Gießen um genau zu sein.

Ich bin total erstaunt. Normalerweise muss ich mich als Privatpatient vor allen möglichen unnötigen Behandlungen schützen, aber bei dieser Sache scheint das Gegenteil einzutreten.

Ich habe jetzt im Forum schon etwas rumgewühlt und bin immer wieder auf Dr. Hoffman gestoßen. Meint ihr es würde sich in meinem Fall lohnen die 250km auf sich zu nehmen. Würde er dann gleich so ein Röntgenbild machen und eine "gescheite" Diagnose stellen? Mir wäre es nämlich lieber, einmal weit zu fahren und dann Gewissheit zu haben, als noch weitere Orthos abzuklappern und dann wieder nicht genau zu wissen ob das alles seine Ordnung hat.

Also wenn nach mir ginge, würde ich natürlich am liebsten so eine Schrothkur machen (wenns in meinen Fall überhaupt angezeigt ist), aber ich persönlich, denke, daß meine Skoliose bestimmt nicht so strak ist. :| . Also jetzt so vom Gefühl her. gibt es einen bestimmten Grad den man haben muß um die Kur machen zu können? Irgendwie hätte ich das Gefühl ich nehme Leuten die es wirklich nötig haben, den Rehaplatz weg und die Ärzte würden sagen, daß das mit der geringen Skoli ja etwas übertrieben wäre.

Aber alternativ sieht es ja dann auch wieder schlecht aus. Normale Krankengymnastik scheint es nicht zu bringen. Ich werde jetzt auf jeden Fall den KG wechseln. Ich weiß nicht genau wie das bei Privatpatenten abläuft. Aber ich gehe mal schwer von aus, daß ich einfach eine Rechnung für die erste Einheit bekommen werde. Die zahle ich dann halt notgedrungen aus eigener Tasche. :tot:
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mia hat geschrieben:Meint ihr es würde sich in meinem Fall lohnen die 250km auf sich zu nehmen. Würde er dann gleich so ein Röntgenbild machen und eine "gescheite" Diagnose stellen? Mir wäre es nämlich lieber, einmal weit zu fahren und dann Gewissheit zu haben, als noch weitere Orthos abzuklappern und dann wieder nicht genau zu wissen ob das alles seine Ordnung hat.
Genau das ist der richtige Weg, um das von @Lady S zu recht zitierte Trauerspiel zu beenden !!
Andere fahren dafür noch viel weiter!
Also wenn nach mir ginge, würde ich natürlich am liebsten so eine Schrothkur machen (wenns in meinen Fall überhaupt angezeigt ist),
Diese Schroth REHA erfordert erst mal eine konkrete Diagnose und bevor Du die nicht hast, solltest Du Dir keine Gedanken über "Wegnehmen eines REHA Platzes" machen !

Gruss
Klaus
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