Was tun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Mirco
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Was tun?

Beitrag von Mirco »

Hallo, nachdem ich es zumindest innerlich in Erwägung gezogen hatte, mal einen Termin zu machen bei Dr. Hoffmann in Stuttgart zwecks dreidimensionaler WS-Bilder mit Besprechung etc. aufgrund meiner diagnostizierten Skoliose im HWS BWS und LWS Bereich (bei der LWS hatte ich zwar Bilder aber keinen schriftlichen Befund, den ich mir noch besorgen wollte).

Ich erwähnte dies gegenüber meinem Hausarzt bei meinem letzten Besuch und dieser entgegnete mir, "Wieso denn im REHA Entlassungsbericht würde doch stehen, dass ich keine klinisch nachweisbare Skoliose hätte.?"

Ich war sehr verwundert über diese Aussage und bat darum am nächsten Tag mir eine Kopie vom Entlassungsbericht zu geben, dort fand ich diese Aussage bestätigt.

Ich muß dazu anmerken, dass ich bei der REHA als erstes von einer KG Frau behandelt wurde, die sich ein klein wenig mit Skoliose auskannte, und Schroth anwendete. Sie sagte mir die Skoliose wäre in der HWS rechtskonvex und in der BWS und LWS jeweils linkskonvex. Mit anderen Worten, sie bestätigte mir die Skoliose. Leider fiel sie dann vom Pferd, und zog sich eine Verletzung zu, und fiel damit aus für den Rest der Zeit.

Bei der Visite, an der der Oberarzt teilnahm, fragte er, was denn die Diagnose wäre. Die "normale Ärztin" entgegnete dann, es wäre eine recht ungewöhnliche Skoliose und darüber hätten sie sich ja am Freitag vorher unterhalten, und sie wandte sich dann an mich ob ich denn die Unterlagen griffbereit hätte. Ich bestätigte dieses und holte die Bilder, Diagnosen etc. hervor. Der Oberarzt guckte nicht drauf, noch las er die Befunde. Er sagte nur die Schmerzen würden noch weggehen während der Reha und ich könnte mich ja noch bewegen. Er machte einen Termin beim Reha-Berater, vorauf die Ärztin dann entgegnete ob dass denn überhaupt noch klappen würde. Dann ging er weiter. Er hat sich also weder die Befunde noch die Bilder angesehen.

Beim Abschlußgespräch hatte ich allerdings ein knapp halbstündiges Gespräch mit einem Arzt, der der Ersatz für meine Ärztin war, die zur Zeit in Urlaub war (Es war ja Ferienzeit zu der Zeit).

Dort fragte ich den Arzt wo man denn in den Bildern die Skoliose erkennen würde in den Bildern und er zeigte mir dieses. Auch erklärte er mir einiges dazu und nahm sich Zeit. Ferner sagte er, hier und dort könne man es GUT erkennen.

Von daher kann ich es nicht verstehen das in dem Abschlußbericht unter anderem folgendes steht:
Orthopädischer Aufnahmebefund:

Schulter-und Becken Geradstand, klinisch läßt sich eine Skoliose nicht feststellen. [...]
Jeder Laie sieht aber, dass zum Beispiel meine Schulter schief ist, bzw. mein Arm rechts schiefer "hängt". Das war sogar dem Herrn beim ersten Besuch des MDKs aufgefallen, und er meinte ich sollte mich hinsichtlich dessen mal röntgen lassen.

Es stellen sich mir diesbezüglich einige Fragen z.B.:

Was soll das? Kann man das so stehen lassen lassen nach dem Motto na und? Oder sollte man dagegen "angehen" beziehungsweise sich diesbezüglich beraten lassen, und wo muß man da hin, jemand meinte ich solle mal im Sozialverband eintreten, die könnten mir helfen, ist dieser hinsichtlich dessen zu empfehlen?

Ich bin weiterhin AU (seit 8.9.08) und irgendwann läuft das Krankengeld ja aus, was dann? Ich habe weiterhin starke Schmerzen, wenn ich mich weniger bewege weniger, aber wenn ich mehr probiere wieder mehr. Durch die Reha hat sich nichts verbessert, im Gegenteil ich habe zusätzlich weiterhin Knieschmerzen (keine Arthrose, das weiß ich wenigstens schon).

Soll das ein Versuch werden mich zu zermürben oder wie soll ich das verstehen?

Fragen die sich mir stellen, ein Rat wäre gut.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo mirco,

um ein gewisses Maß an Sicherheit zu haben, würde ich an Deiner Stelle nicht weiter spekulieren ! Das bringt Dich nicht weiter !

Fahr nach Stuttgart, um Deine Situation in den Griff zu bekommen.
Aber bitte, es geht dort nicht um "dreidimensionale WS Bilder", sondern um Röntgen Ganz Aufnahmen.
3 D Aufnahmen werden sowieso während der Schroth REHA gemacht, sind erst mal nicht relevant für die erste konkrete Diagnose und ausserdem eine private (teure) Leistung.

Gruss
Klaus
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Mirco
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Beitrag von Mirco »

Danke, das half. :lach:
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Beitrag von Mirco »

Trotzdem erhielt ich gerade aufgrund der Aussagen des Entlassungsberichtes Post von der AOK, dass sie mit meinem Arbeitgeber über die Möglichkeit einer innerbetrieblichen Arbeitsplatzumbesetzung sprechen wollen.

Dieses kommt ja aufgrund der Aussagen dieses Berichtes, dass ich nämlich (da sich angeblich klinisch keine Skoliose nachweisen läst) den Beruf weiterhin ausüben kann, nur nicht im Behindertentransport.

Das heißt ich soll also unter Schmerzen und bewußtseinsbeeinflussenden Schmerzmitteln beruflich Personen befördern im Taxiverkehr.

Das in dem Fall kein Versicherungsschutz besteht, setze ich als bekannt voraus.

Einfach ignorieren, neben der Anmeldung bei Dr. Hoffmann? :gruebel:

Bei einem erneuten Termin beim MDK (der vierte wäre es jetzt) hätte man ja noch argumentieren können, mit ich lasse mich noch von einem Spezialisten beraten, da es ja Folgen für die Zukunft hat.

So sieht es schwieriger aus. Für mich zumindest.
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Mirco
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Beitrag von Mirco »

Ich habe jetzt erstmal nächsten Dienstag bei Ihm einen Termin. Bis dahin läßt sich die AOK hoffentlich hinhalten. Ich werde mich ihr gegenüber vielleicht auch mal hinsichtlich des Abschlußberichtes äußern, und mich morgen gleichzeitig vom Sozialverband beraten lassen. Danke erst einmal.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Mirco hat geschrieben:Ich habe jetzt erstmal nächsten Dienstag bei Ihm einen Termin.
Bei Dr. Hoffmann ??

Gruss
Klaus
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Mirco
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Beitrag von Mirco »

Ja, ich hatte Glück. Ich schätze es liegt an saurer Gurkenzeit wegen Schulferien (die haben noch).
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Na denn bereite Dich mal gut vor, Zettel mit Fragen usw.

Gruss
Klaus

UPDATE 4.10.
Ich hatte in einem anderen nicht ganz passenden Thread nach dem Besuch bei Dr. Hoffmann gefragt. Deshalb erscheint jetzt untenstehend der Bericht von mirco
Zuletzt geändert von Klaus am So, 04.10.2009 - 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Mirco »

Hier passt die Antwort wohl besser rein auf deine Frage Klaus.

Danke der Nachfrage. Ich war mit meiner Frau am 1.9. da. Es war sehr gut, der weite Weg lohnte sich, endlich mal kein Gesülze von Psychosomatik. Erfuhr dadurch das ich auch ein verkürztes Bein habe, was das Gehumple erklärt. Was ich persönlich als etwas „gruselig“ empfand, war als er mein rechtes Bein im Liegen schnell hochhob, das linke automatisch ab einer bestimmten Stelle mit hochging ohne dass ich das selbst machte.

Letzten Samstag erhielt ich dann den Befund zugesandt.

Anamnese: Seit einem Jahr ist der Pat. Arbeitsunfähig, er beklagt eine massive Brachialgie rechts, solle so weiter Taxi fahren, dies gehe nur unter der Einnahme von 3x 800 mg Ibuprofen täglich, er ist insgesamt verzweifelt. Er berichtet weiterhin Knie-und Fußschmerzen, er ist einlagenversorgt, außerdem habe er erhebliche Schmerzen im LWS-Bereich, der Unterarm werde laufend taub. Auch eine Rehabilitation konnte den Befund nicht ändern.

Befund: 36-jähriger Pat., Beckentiefstand zuungunsten der linken Seite, Schulterschiefstand rechts, ausgeprägte Lendenwulstung, massive Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur im Sinne einer Lendenstrecksteife, keine neurologischen Befunde der Extremitäten. Thomas'sehe Handgriff positiv, Hüftgelenksbeweglichkeit IRO/ARO re. 50-0-40°, li. 30-0-70°.

Röntgen: Ausgeprägte Streckfehlhaltung der HWS bei Skoliose. (Hinzufügung: zwischen 25-30 Grad meinte er)

Diagnosen: Coxa valga bds., leichte Skoliose, Streckfehlhaltung der HWS, ausgeprägte Brachialgien.

Therapie: Ich rezeptierte KG nach Schroth und habe eine ausführliche Beratung durchgeführt. Ich finde der Pat. ist so nicht befähigt weiter Taxi zu fahren, entsprechende intensive Maßnahmen müssen dringend unternommen werden.

Beantwortet das deine Frage?

Gehe z.Z. zu Schroth KG in der Fuhrberger. (Nähe MHH). Gefällt mir, bin aber natürlich nur ein Laie. Übe auch.

Dr. Hoffmann riet mir zur Reha, das allerdings durchzuboxen wird wohl nicht ganz leicht, da die falsche Reha erst im Juli war.

Ging nicht mehr zu meinem alten neuen Orthopäden in Hannover, da der was sülzte von man könne nur ein 6x KG Rezept pro Quartal bekommen. Und er wollte mir wegen der Beinverkürzung gleich ne 80 € 3D WS Vermessung andrehen.

Ging dann zu nem Ortho in Lgh, der Gesundheitsreformfanatiker (Werbung dafür im Wartezimmer) verschrieb mir dann zwar drei 1 cm Schuhabsätze, quackelte dann aber wieder was von könnte psychosomatisch sein und anderen Humbug.

Was solls, ein Orthopäde mehr zu dem ich nicht mehr gehe.

Jetzt muß ich erst einmal wieder zusehen, dass wir wieder Geld bekommen, (ergänzendes H4 seit Ende Juli kein Geld und keine Reaktion mehr) und dass das Schreiben meines Anwaltes doch noch bei der AOK ankommt. (nichts erhalten). Ich sollte ja meine indirekte Kündigung unterschreiben sonst kein Krankengeld mehr. (Drohbrief)

Danach versuchen Reha durchzupeitschen. Entweder ich finde hier ´nen Orthopäden, der mir das Schreiben fertigmacht, oder ich versuche noch mal Herrn Hoffmann diesbezüglich kontaktieren.

Das ist jetzt der Stand der Dinge.
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