10 jährige Tochter Diagnose Kyphose-Skoliose-Beinverkürzung

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Felicitas250971

10 jährige Tochter Diagnose Kyphose-Skoliose-Beinverkürzung

Beitrag von Felicitas250971 »

Hallo an Alle,


vor einigen Tagen habe ich die fast "100%ige" Diagnose M.Scheuermann und eine leichte Skoliose meiner Tochter erhalten.
Der Grad der Erkrankung ist noch nicht gemessen worden aber laut Aussage der Kinder-Ärztin mit Sicherheit enorm.
Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter im letzten Jahr fast 11 cm gewachsen ist.

Ebenso wurde "urplötzlich" eine Beinverkürzung "diagnostiziert".

Es ist unglaublich, wie schnell sich der Rücken meiner Tochter verändert hat.
Ich bin so erschrocken, als ich die hervorstehenden Schulterblätter gesehen habe. Womöglich ist dies auch der Grund, dass sie sich beim "Handstand und Radschlagen" schwer tut?

Die Sportlehrerin meiner Tochter hat sie darauf hingewiesen und kam nach Hause, damit ich mir mal den Rücken "genauer" ansehe.
Ich bin heilfroh, dass diese Lehrerin so gut darauf achtet, was mit den Kindern ist. Das ist mit Sicherheit nicht üblich und gebührt hoher Anerkennung.
Jetzt kann ich mir aber auch eher erklären, weshalb sie bei bestimmten "Turnübungen" im Sport keine guten Noten erzielt, obwohl sie täglich Sport treibt und unglaublich sportlich ist.


Ich dachte erst, meine Tochter macht "das mit Absicht" (Schief stehen und Schulterblätter nach aussen drücken), weil ich mir es überhaupt nicht erklären konnte, dass innerhalb so kurzer Zeit eine solche Deformierung stattfinden kann.

Vor 4 Monaten noch war der Rücken absolut in Ordnung. Im Gegenteil, er war "vorbildlich" gerade, durch den jahrelangen Ballettunterricht.
Sie tanzt viel (4 Std. die Woche, Ballett, Modern Dance, Hip-Hop).

Ist das möglich, dass diese Krankheit so akut und schnell ausbricht?

Da sie zudem leidenschaftliche Reiterin ist, wollte ich wissen, ob sie weiterhin Reiten und Tanzen darf.

Soweit ich weiß gibt es beim Voltigieren keine Einschränkung, allerdings wohl beim "englischen" Reiten?!

Ich danke schon vorab für Eure Antworten und freue mich sehr von euch zu lesen, denn ich bin wohl noch im "Schockzustand".
Fühle mich momentan etwas unsicher und "alleine" gelassen. Den nächsten Artztermin habe ich erst Ende des Monats.

Lg. Feli eine besorgte Mama!
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*Honey-Bunny_Betze*
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Re: 10 jährige Tochter Diagnose Kyphose-Skoliose-Beinverkürz

Beitrag von *Honey-Bunny_Betze* »

Felicitas250971 hat geschrieben: Die Sportlehrerin meiner Tochter hat sie darauf hingewiesen und kam nach Hause, damit ich mir mal den Rücken "genauer" ansehe.
Ich bin heilfroh, dass diese Lehrerin so gut darauf achtet, was mit den Kindern ist. Das ist mit Sicherheit nicht üblich und gebührt hoher Anerkennung.

Das kannst du wirklich! Hast du denn schon gradzahlen, inwieweit sich der Rücken verschlimmert hat? Wurden Röntgenaufnahmen gemacht?
Felicitas250971 hat geschrieben: Ich dachte erst, meine Tochter macht "das mit Absicht" (Schief stehen und Schulterblätter nach aussen drücken), weil ich mir es überhaupt nicht erklären konnte, dass innerhalb so kurzer Zeit eine solche Deformierung stattfinden kann.

Vor 4 Monaten noch war der Rücken absolut in Ordnung. Im Gegenteil, er war "vorbildlich" gerade, durch den jahrelangen Ballettunterricht.
Sie tanzt viel (4 Std. die Woche, Ballett, Modern Dance, Hip-Hop).

Ist das möglich, dass diese Krankheit so akut und schnell ausbricht?

Und ob das möglich ist. Durch den enormen Wachstumsschub in der Pubertät ist es bei manchen leider so, dass ein Bein nicht gleich mit dem anderen wächst und dadurch eine Skoliose entsteht. Ich habe selbst 4 Jahre lang Leistungssport (schwimmen) gemacht und da hat es niemand gesehn. Im Sommerurlaub (August 2006) war auch noch nichts. Da ist mir erst auf Bildern der Rippenbuckel aufgefallen (kommt von den verdrehten Wirbeln).
Bei mit hat sie sich innerhalb weniger Wochen nochmal um ~10 ° verschlechtert! Also behalte das unbedingt im Auge und lass danach gucken!
Felicitas250971 hat geschrieben:Da sie zudem leidenschaftliche Reiterin ist, wollte ich wissen, ob sie weiterhin Reiten und Tanzen darf.
Ich bin in meiner Freizeit auch immer geritten. Der erste Orthopäde meinte ich solle es lassen, wegen den Erschütterungen und der zweite sagte, es wäre sogar gut für den Rücken wegen der aufrechten Haltung. Kann ich dir leider auch nicht sagen.
So und jetzt bin ich mal gespannt, wie es weiter geht.
Liebe Grüße,
Bettina
Ich habe viel in der Krankheit gelernt, das ich niemals in meinem Leben hätte lernen können.
[b]Goethe[/b]

[u]bitte anklicken[/u] http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=9854
Skoli88

Keine Sorge --->

Beitrag von Skoli88 »

Hallo Felicitas,

Ja manchmal ist das möglich das es so schnell geht. Habe ich auch schon von anderen Eltern gehört.

Aber wenn der Rücken vor 4 Monaten noch vorbildlich gerade war, mach dir nicht allzu viele Sorgen. Mit 10 Jahren und einer Krümmung die durch einen Wachstumsschub ausgelöst wurde ist alles noch korrigierbar.

Wie immer gilt: lass mal eine ordentliche Diagnose machen.
Im Notfall ein Korsett , aber vielleicht geht es auch nur mit Krankengymnastik nach Schroth.
Das hört sich für eine 10-jährige wahrscheinlich nicht toll an und ist es nicht, aber im Wachstum stehen die Chancen für eine 100% Heilung sehr sehr gut.
Also verlier nicht viel Zeit sondern mach lieber gleich was Konkretes und geh mal zu einem kompetenten Orthopäden. Schau mal in der Linksammlung nach.
Ich finde es auch etwas unverantwortlich seitens der Orthopädin dich jetzt bis Ende des Monats warten zu lassen. Die Gradzahlen der Verkrümmung gehören sofort vermessen und weitere Schritte sollten auch sofort eingeleitet werden. Worauf will Sie den warten??

Denke positiv und sei Dir sicher das alles wieder gerade wird. Und gib dieses Gefühl an deine Tochter weiter. Sie wird es jetzt brauchen.

Lg,
Skoli88
Skoli88

Reiten-->

Beitrag von Skoli88 »

Hallo,

Hät ich fast vergessen:

Reiten ist völlig OK, wird sogar bei der Schroth-Reha in Bad Salzungen angeboten. Mit ärztlichem Segen sozusagen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Skoli88 hat geschrieben:Reiten ist völlig OK, wird sogar bei der Schroth-Reha in Bad Salzungen angeboten. Mit ärztlichem Segen sozusagen
.
Ist das wirklich abgekoppelt von der parallel laufenden REHA, also Reiten ohne Schroth Kenntnisse?

Gruss
Klaus
skoli88

Reiten

Beitrag von skoli88 »

Hallo Klaus,

Ganz abgekoppelt natürlich nicht, da hast du Recht schon in Schroth-Haltung.
Aber ich denke durch die aufrechte Haltung kann man das zumindest weitermachen und später in Schroth Haltung perfektionieren.
Aber das Reiten aufzugeben denke ich ist auch der falsche Weg. Schlimmer wird es dadurch sicher nicht.

Gruß,
skoli88
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